Jobangebote für Biochemiker (+15km)

Geschätztes Bruttogehalt  
*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Biochemiker

Datenbasis: 9 Datensätze
Region 1. Quartil Mittelwert 3. Quartil Offene Jobs
Deutschland: 3.176 € 3.906 € 4.565 €
Baden-Württemberg 3.495 € 4.298 € 5.023 € Jobs Biochemiker
Bayern 3.712 € 4.565 € 5.335 € Jobs Biochemiker
Berlin 2.972 € 3.655 € 4.272 € Jobs Biochemiker
Brandenburg 2.419 € 2.975 € 3.477 € Jobs Biochemiker
Bremen 3.052 € 3.753 € 4.386 € Jobs Biochemiker
Hamburg 3.153 € 3.878 € 4.532 € Jobs Biochemiker
Hessen 3.377 € 4.153 € 4.854 € Jobs Biochemiker
Mecklenburg-Vorpommern 2.334 € 2.871 € 3.355 € Jobs Biochemiker
Niedersachsen 2.898 € 3.564 € 4.165 € Jobs Biochemiker
Nordrhein-Westfalen 2.804 € 3.449 € 4.031 € Jobs Biochemiker
Rheinland-Pfalz 3.123 € 3.841 € 4.489 € Jobs Biochemiker
Saarland 3.020 € 3.714 € 4.341 € Jobs Biochemiker
Sachsen 2.443 € 3.004 € 3.511 € Jobs Biochemiker
Sachsen-Anhalt 2.394 € 2.944 € 3.441 € Jobs Biochemiker
Schleswig-Holstein 2.789 € 3.430 € 4.009 € Jobs Biochemiker
Thüringen 2.482 € 3.052 € 3.567 € Jobs Biochemiker

Biochemiker / Biochemikerin:

1. Gehalt

Als Biochemiker liegt das deutschlandweite Gehalt bei 3.906 € pro Monat. Diesen Wert haben wir auf Basis von 9 Datensätzen ermittelt, die wir in den letzten zwei Jahren erfasst haben. Hinsichtlich der Gehaltsspanne ist festzustellen, dass die unteren Monatsgehälter bei 3.176 € beginnen, Biochemiker in den oberen Regionen jedoch auch bis zu 4.565 € und mehr verdienen können.

Wie bei nahezu allen Berufen, hat neben vielen anderen Faktoren auch der Standort des Arbeitgebers individuellen Einfluss auf die Höhe des Gehalts. So beträgt das monatliche Durchschnittsgehalt im nördlichsten Bundesland der Republik ungefähr 3.430 €. Arbeitet man hingegen im Süden, so kann man beispielsweise in Baden-Württemberg mit einem durchschnittlichem Gehalt von 4.298 € rechnen. Insoweit ist anzumerken, dass die Analyse unserer Daten bundesweit regelmäßig zu dem Ergebnis führt, dass die Gehälter im Süden Deutschlands tendenziell über denen im Norden liegen. Jedoch ist dabei - wie auch beim Vergleich des Verdienstes in städtischen Gebieten mit denen auf dem Land - zu beachten, dass die Lebenshaltungskosten oft parallel zu den Gehältern steigen.

Tabellarisch stellt sich das Gehalt als Biochemiker in Abhängigkeit vom Alter wie folgt dar

  • 25 Jahre = 3.906 Euro brutto
  • 30 Jahre = 4.030 Euro brutto
  • 35 Jahre = 3.878 Euro brutto
  • 40 Jahre = 6.609 Euro brutto
  • 45 Jahre = 9.769 Euro brutto
  • 50 Jahre = 4.199 Euro brutto

Auswirkung der Firmengröße auf das Monatsgehalt

  • bis 500 Mitarbeiter = 2.903 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 4.329 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 4.266 Euro brutto
2. Ausbildung / Weiterbildung

Um Biochemiker bzw. Biochemikerin zu werden ist ein Studium nötig. Wer nach der Schule nicht über die erforderlichen Zugangsvoraussetzungen verfügt oder zunächst in die Praxis einsteigen will, kann dies im Rahmen einer Ausbildung tun. Das hat gleich mehrere Vorteile, denn während einer branchenähnlichen Ausbildung wird Fachwissen theoretisch und praktisch vermittelt – und damit haben angehende Biochemiker das beste Rüstzeug für einen Start ins Studium.

Dem Studium der Biochemie kommt die Ausbildung zum/zur biologisch-technischen Assistent /-in am nächsten. Ausgebildet wird an Berufsfachschulen oder Berufskollegs. Dabei stehen die folgenden Inhalte auf dem Lehrplan:

  • Untersuchungsverfahren: biologisch, biochemisch, chemisch, chemisch-physikalisch
  • Analysen: gravimetrisch, volumetrisch
  • Arbeitsmethoden: spektroskopisch, chromatografisch, elektrochemisch, thermoanalytisch
  • Auswertung, Dokumentation, Präsentation von Messergebnissen und Protokollen
  • Konservierung, Physiologische Untersuchung, Mikroorganismen, Sezieren, Zell- /Gewebekulturen

Wichtig für diese Ausbildung sowie andere Berufsausbildungen im biologisch-chemischen Bereich sind gute Noten in Biologie, Chemie, Physik, Mathematik und Englisch. Darüber hinaus muss Interesse daran bestehen, im Labor zu arbeiten, Versuche akribisch genau aufzubauen, Versuchsreihen zu analysieren, Ergebnisse zu dokumentieren und Interpretationen daraus abzuleiten. Theoretisches sowie abstraktes Denkvermögen sind dabei ebenso wichtig wie ein prüfendes Auge, Organisationsgeschick und praktische Umsetzungsfähigkeit.

Neben der Ausbildung zum biologisch-technischen Assistenten gibt es sowohl duale, als auch schulische Ausbildungen, die die Biologie in den Fokus rücken. Dazu zählen:

  • Duale Ausbildung: Biologielaborant /-in, Biologiemodellmacher /-in, Milchwirtschaftliche /- Laborant /-in, Pflanzentechnologe /-in
  • Schulische Ausbildung: Landwirtschaftlich-technische /-r Assistent /-in, Medizinische /-r Sektions- und Präparationsassistent /-in, Präparationstechnische /-r Assistent /-in

Hierbei zeichnet sich oft schon ab, welche spätere berufliche Laufbahn eingeschlagen werden könnte, denn Kenntnisse aus der Biologie werden hier direkt in die Praxis übersetzt und im Bereich Milchwirtschaft, Pflanzentechnologie, Landwirtschaft oder Medizin theoretisch und praktisch erlernt. Die Praxis zeigt: Wer erst eine Fachrichtung eingeschlagen hat, wird diese auch bei etwaigen Weiterbildungen oder im Studium weiterverfolgen.

3. Studium

Dipl. Biochemiker /-innen haben in jedem Fall ein Studium absolviert. Da Diplomstudiengänge immer rarer gesät sind und Zug um Zug auf Bachelor- und Masterabschlüsse umgestellt wird, gilt es an dieser Stelle den Biochemie Bachelorstudiengang sowie den weiterführenden Masterstudiengang zu beleuchten. Bachelorstudiengänge mit Schwerpunkt Biochemie heißen heute Bioanalytik, Biochemie, Molekularbiologie, Biochemistry and Cell Biology, Biologische Chemie oder Medical Natural Science.

Folgende Kurse und Inhalte stehen dabei auf dem Lehrplan:

  • Genetik, Botanik, Gentechnik, Zellbiologie, Zoologie
  • Chemie, Biochemie, Mikrobiologie, Physik, Bioinformatik
  • Vertiefungsmöglichkeiten: Bakteriengenetik , Biotechnologie, Virologie, Ökologie der Tiere, Exo- /Endokrinologie, Wirkstoffchemie, Zellbiologie

Zum Masterabschluss führen diese Studiengänge: Bioanalytik, Bio- und Pharmaceutical Analysis, Biochemie, Molekularbiologie, Biochemistry, Biophysics, Molecular Biology, Biomedizinische Chemie oder Technische Biochemie. Dabei geht’s inhaltlich um die folgenden Themen:

  • Chemie, Biochemie
  • Enzymtechnologie, Molekulare Medizin, Proteinbiochemie
  • Vertiefungsmöglichkeiten: Biochemie (Pflanzen), Evolution und Biochemie, Strukturbiologie, Membranproteine, Massenspektrometrie, Neurobiologie

Die Höhe des benötigten Studienabschlusses richtet sich nach dem individuellen Karrierewunsch. Wer in Beratung und Vertrieb tätig sein möchte, schafft den Sprung in diesen Bereich oft schon mit einem Bachelorstudiengang. Für die Abteilungen Produktion und Entwicklung wird in der Regel ein Masterabschluss vorausgesetzt und wer eine wissenschaftliche Laufbahn einschlagen möchte, der wird eine Promotion anstreben.

Angehende Biochemiker, die eine branchenverwandte Ausbildung absolviert haben, und nun nach einem geeigneten Studienfach suchen, können sich nun auch bereits für einen Bereich spezialisieren. Da Biochemiker auch in der Pharmabranche, der Humanmedizin sowie im Bereich der Kosmetik-, Pflege- und Reinigungsmittelindustrie tätig sind, gibt es auch die Möglichkeit, ein Studienfach zu wählen, welches auf die gewünschte Branche einen Fokus legt.

Grundsätzlich gilt auch in der Biochemie: Je höher der Abschluss, desto realistischer ist auch ein praktischer Einsatz in einer Führungsposition. Um den Anforderungen an eine leitende Position gerecht zu werden, empfehlen sich betriebswirtschaftliche Zusatzqualifikationen wie Management, Kommunikation, Strategie, Finanzbuchhaltung etc.

4. Tätigkeit

Biochemiker bzw. Biochemikerinnen findet ihr Arbeitsumfeld in Unternehmen der chemischen und pharmazeutischen Industrie, ferner in Unternehmen der Umwelttechnik oder der Ernährungsindustrie. Sie sind Fachkräfte und bei ihnen ist nicht festgelegt, wo sie nach der Ausbildung einmal arbeiten werden Sie erforschen biochemische Zusammenhänge und Vorgänge, analysieren Zellen und ihre Eigenschaften sowie Stoffwechselprozesse und chemische Reaktionen innerhalb eines Organismus und dokumentieren ihre Erkenntnisse. Auch fahnden sie nach medizinischen Stoffen oder verbessern bereits bestehende Medikamente.

Sind Biochemiker in der Beratung oder im Vertrieb tätig, haben sie eine Schnittstellenposition zwischen Forschung und Anwendern. Sie sind Ansprechpartner für Kliniken und informieren über den Status Quo der industriellen Produktion. Zudem können sie bei der Zulassung von Medikamenten mitwirken und sind sowohl im Marketing als auch im Produktmanagement und der Kundenberatung tätig. In Gesundheitsämtern und Umweltämtern sind Biochemiker als Kontrolleure im Einsatz.

Wer als Biochemiker/-in in der Entwicklung arbeitet, hat seinen Arbeitsplatz in der Regel im Labor. Ziel ist es, vorhanden Produkte zu optimieren oder den Herstellungsprozess in punkto Qualität, Nachhaltigkeit oder Kosteneffizienz zu verbessern. Es besteht aber auch die Möglichkeit, in die Wissenschaft zu gehen und sich Forschungsprojekten widmen, als auch angehende Biochemiker/-innen bei ihrer Ausbildung zu betreuen und Berichte oder Prüfvorschriften zu erstellen.