*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Medical Advisor

Datenbasis: 14 Datensätze
Region 1. Quartil Mittelwert 3. Quartil Offene Jobs
Deutschland: 3.251 € 5.114 € 10.128 €
Baden-Württemberg 3.577 € 5.627 € 11.144 € Jobs Medical Advisor
Bayern 3.537 € 5.114 € 6.631 € Jobs Medical Advisor
Berlin 2.872 € 4.518 € 8.948 € Jobs Medical Advisor
Brandenburg 2.477 € 3.896 € 7.716 € Jobs Medical Advisor
Bremen 3.124 € 4.914 € 9.732 € Jobs Medical Advisor
Hamburg 3.449 € 5.425 € 10.744 € Jobs Medical Advisor
Hessen 3.763 € 5.919 € 11.722 € Jobs Medical Advisor
Mecklenburg-Vorpommern 2.390 € 3.759 € 7.444 € Jobs Medical Advisor
Niedersachsen 2.858 € 4.496 € 8.904 € Jobs Medical Advisor
Nordrhein-Westfalen 3.289 € 5.174 € 10.247 € Jobs Medical Advisor
Rheinland-Pfalz 3.197 € 5.029 € 9.960 € Jobs Medical Advisor
Saarland 3.091 € 4.863 € 9.631 € Jobs Medical Advisor
Sachsen 2.500 € 3.933 € 7.789 € Jobs Medical Advisor
Sachsen-Anhalt 2.451 € 3.855 € 7.635 € Jobs Medical Advisor
Schleswig-Holstein 2.855 € 4.491 € 8.894 € Jobs Medical Advisor
Thüringen 2.540 € 3.996 € 7.914 € Jobs Medical Advisor

Medical Advisor:

1. Gehalt

Als Medical Advisor liegt das deutschlandweite Gehalt bei 5.114 € pro Monat. Diesen Wert haben wir auf Basis von 14 Datensätzen ermittelt, die wir in den letzten zwei Jahren erfasst haben. Hinsichtlich der Gehaltsspanne ist festzustellen, dass die unteren Monatsgehälter bei 3.251 € beginnen, Medical Advisors in den oberen Regionen jedoch auch bis zu 10.128 € und mehr verdienen können.

Wie bei nahezu allen Berufen, hat neben vielen anderen Faktoren auch der Standort des Arbeitgebers individuellen Einfluss auf die Höhe des Gehalts. So beträgt das monatliche Durchschnittsgehalt im nördlichsten Bundesland der Republik ungefähr 4.491 €. Arbeitet man hingegen im Süden, so kann man beispielsweise in Baden-Württemberg mit einem durchschnittlichem Gehalt von 5.627 € rechnen. Insoweit ist anzumerken, dass die Analyse unserer Daten bundesweit regelmäßig zu dem Ergebnis führt, dass die Gehälter im Süden Deutschlands tendenziell über denen im Norden liegen. Jedoch ist dabei - wie auch beim Vergleich des Verdienstes in städtischen Gebieten mit denen auf dem Land - zu beachten, dass die Lebenshaltungskosten oft parallel zu den Gehältern steigen.

Tabellarisch stellt sich das Gehalt als Medical Advisor in Abhängigkeit vom Alter wie folgt dar

  • 25 Jahre = 3.251 Euro brutto
  • 30 Jahre = 4.474 Euro brutto
  • 35 Jahre = 4.899 Euro brutto
  • 40 Jahre = 7.336 Euro brutto
  • 45 Jahre = 7.906 Euro brutto
  • 50 Jahre = 7.818 Euro brutto

Auswirkung der Firmengröße auf das Monatsgehalt

  • bis 500 Mitarbeiter = 4.496 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 4.456 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 7.818 Euro brutto
2. Ausbildung / Weiterbildung

Der/die Medical Advisor ist ein leitender Beruf, zu dem über ein entsprechendes Studium Zugang besteht. Für die Ausübung der Tätigkeit ist profundes medizinisches Fachwissen nötig, denn der Beruf umfasst ein breites Aufgabenfeld.

Der Einstieg in den Beruf erfolgt über eine Ausbildung als Naturwissenschaftler, Pharmazeut oder Mediziner. Wer keine Studienqualifikation mitbringt, kann sich alternativ auch zum/zur Referent /-in für klinische Studien weiterbilden lassen.

Da sich die wissenschaftlichen Erkenntnisse, die Marketingstrategien und das Fachwissen im Bereich der Medizin ständig verändern, sind regelmäßige Fortbildungen für Medical Advisors unabdingbar. Denn oft müssen die Medical Advisors nicht nur spezielle medizinische Fragen beantworten können, sondern auch Kommunikationsstrategien beherrschen und ihre Kommunikationsstärke unter Beweis stellen. Deshalb müssen die Medical Advisors ihr Fachwissen ständig auf den neusten Stand bringen. Dazu gehört das Analysieren von Studien und Fachartikeln, der Besuch von Kongressen und Messen sowie das Teilnehmen an Expertenrunden oder der Besuch an Weiterbildungen und Seminaren. Je nach dem, in welchem Bereich die Medical Advisors tätig sind, sie sollten die Qualifizierungslehrgänge auf jeden Fall auf den Fachbereich ausrichten.

Mögliche Weiterbildungsbereiche für Medical Advisors sind:

  • Pharmazie und Pharmatechnik,
  • Waren- und Produktkunde,
  • Chemie und chemische Technik,
  • Marketing und Vertrieb,
  • Controlling,
  • Verkauf und Verkaufskunde,
  • IT-Anwendungen,
  • Gesundheitswesen,
  • Qualitätsmanagement und Qualitätssicherung,
  • Klinische Forschung,
  • Mitarbeiterführung,
  • Risikomanagement,
  • Kommunikationsstrategien,
  • Projektmanagement.

Die Weiterbildungen finden in der Regel berufsbegleitend in Teilzeit über mehrere Wochen statt. Wer als Medical Advisor beruflich aufsteigen möchte, kann eine Aufstiegsweiterbildung zum Teamleiter in der klinischen Entwicklung, zum Produktmanager oder zum medizinischen Direktor durchlaufen.

Die Medical Advisors können sich mit einem Pharmaunternehmen auch selbstständig machen.

3. Studium

Für den Beruf des Medical Advisors ist ein Studium im Bereich der Pharmazie oder Chemie notwendig. Das Studium der Pharmazie ist am besten geeignet. Der Bachelorstudiengang geht über acht Semester und wird mit einem Staatsexamen abgeschlossen. Zulassungsvoraussetzungen sind eine allgemeine Hochschulreife und das Bestehen eines Auswahlverfahrens. Der Studiengang ist mit einem NC zulassungsbeschränkt.

Das Studium der Pharmazie unterteilt sich in ein Grund- und Hauptstudium, das jeweils zwei Jahre umfasst. Am Ende des Grundstudiums finden eine Famulatur und der erste Teil der pharmazeutischen Prüfung statt. Nach dem Hauptstudium wird der zweite Teil dieser Prüfungen abgelegt. Danach absolviert der Studierende ein Praktisches Jahr und daran anschließend den dritten Teil der pharmazeutischen Prüfung.

Das Studium vermittelt naturwissenschaftliche Fächer und pharmazeutische sowie medizinische Inhalte. Weiterhin erlernt der Studierende die Entwicklung, Herstellung und Wirkung von Arzneimitteln, wie diese dosiert werden, welche Arzneistoffe es gibt und welche Risiken bei der Anwendung auftreten können. Zudem erhalten sie Grundlagenwissen über den menschlichen Körper und seine Funktionsweise. Das Studium ist praxisorientiert. Der Studierende setzt das theoretische Wissen im Labor praktisch um. Dort verbringt er die meiste Zeit damit, Medikamente und Wirkstoffe zu analysieren und herzustellen.

Die wichtigsten Fächer des Pharmazie-Studiums sind:

  • Allgemeine und analytische Chemie,
  • Mathematische und statistische Methoden,
  • Physik und Grundlagen der physikalischen Chemie,
  • Biologie und Geschichte der Naturwissenschaften,
  • Medizinische Chemie und anorganische und organische Arzneimittel,
  • Arzneiformenlehre,
  • Toxikologie,
  • Anatomie und Physiologie,
  • Arzneipflanzen und Bestimmungsübungen,
  • Mikrobiologie,
  • Biochemie,
  • Ernährungslehre und Krankheitslehre,
  • Pharmazeutische Technologie, klinische Pharmazie und Impfstoffe
  • Apothekerrecht.

Das Studium der Pharmazie ist sehr zeitaufwendig und die Arbeit erfordert vom Studenten Ausdauer und Geduld, da sie die Versuche häufig mehrmals wiederholen müssen. Nach dem Studium sind die Absolventen in der Lage, das gesamte Spektrum von Tätigkeiten im Zusammenhang mit Arzneimitteln wahrzunehmen, nach neuen Wirkstoffen zu forschen und Arzneimittel zu prüfen. Ein Masterstudiengang ist für die Ausübung des Medical Advisors nicht notwendig, empfiehlt sich aber.

4. Tätigkeit

Medical Advisor prüfen medizinisch-pharmazeutische Produkte und überwachen die einzelnen Entwicklungsschritte. Die Ergebnisse halten sie schriftlich fest und werten diese aus. Ein Medical Advicor ist mit allen berufstypischen Tätigkeiten aus den Bereichen Beratung, Forschung, Schulung und Präsentation, welche im Rahmen von Vermarktungs- und Entwicklungsprojekten der pharmazeutischen Industrie auftreten können. Wenn sie im Bereich der Forschung und Entwicklung tätig sind, begleiten sie die Projekte bis zur Markteinführung. Das bedeutet, sie organisieren klinische Studien und Prüfungen und stehen bei Rückmeldungen als fachlicher Ansprechpartner zur Verfügung.

Weiterhin kümmern sich die Medical Advisor um die Vermarktung von pharmazeutischen Produkten. Dazu planen und überwachen sie die einzelnen Vertriebsschritte und arbeiten Maßnahmen und Verträge aus. Sie schulen zudem Außendienstmitarbeiter und stellen Informationsmaterial für das Marketing zusammen. Bei und nach der Markteinführung des Medikaments oder Produkts beantworten die Medical Advisor Anfragen von Krankenhäusern, Arztpraxen und Apotheken. Ferner gehört zu ihren Aufgaben das Beraten von pharmazeutischen Unternehmen, das Erstellen von Expertisen zu Forschungsvorhaben sowie das Einschätzen der medizinischen Relevanz des Produkts.

Medical Advisor benötigen ein hohes Maß an Kommunikationsfähigkeit und Verantwortungsbewusstsein. Sie sind im Innen- und im Außendienst tätig und dabei viel auf Geschäftsreise.