*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Chemieingenieur

Datenbasis: 477 Datensätze
Region 1. Quartil Mittelwert 3. Quartil Offene Jobs
Deutschland: 3.341 € 5.132 € 7.847 €
Baden-Württemberg 3.504 € 5.132 € 7.816 € Jobs Chemieingenieur
Bayern 3.299 € 4.870 € 7.011 € Jobs Chemieingenieur
Berlin 2.698 € 4.638 € 8.241 € Jobs Chemieingenieur
Brandenburg 2.545 € 3.909 € 5.977 € Jobs Chemieingenieur
Bremen 3.210 € 4.931 € 7.540 € Jobs Chemieingenieur
Hamburg 3.495 € 5.726 € 10.153 € Jobs Chemieingenieur
Hessen 3.487 € 5.605 € 7.864 € Jobs Chemieingenieur
Mecklenburg-Vorpommern 2.456 € 3.773 € 5.769 € Jobs Chemieingenieur
Niedersachsen 3.137 € 5.568 € 7.470 € Jobs Chemieingenieur
Nordrhein-Westfalen 3.437 € 5.354 € 8.060 € Jobs Chemieingenieur
Rheinland-Pfalz 3.438 € 4.788 € 8.463 € Jobs Chemieingenieur
Saarland 4.161 € 4.630 € 4.676 € Jobs Chemieingenieur
Sachsen 2.570 € 3.947 € 6.035 € Jobs Chemieingenieur
Sachsen-Anhalt 3.507 € 4.370 € 6.294 € Jobs Chemieingenieur
Schleswig-Holstein 2.934 € 4.507 € 6.891 € Jobs Chemieingenieur
Thüringen 2.611 € 4.010 € 6.131 € Jobs Chemieingenieur

Chemieingenieur / Chemieingenieurin:

1. Gehalt

Die positive Gehaltsentwicklung für Chemieingenieure ist bereits ein jahrelanger Trend. Ursächlich dafür ist, dass auch die Umsätze in der Chemiebranche und verwandten Branchen wie Pharmaindustrie und Forschung & Entwicklung ständig wachsen.

Das deutschlandweite Durchschnittsgehalt als Chemieingenieur bzw. Chemieingenieurin beträgt 5.132 € brutto pro Monat und 61.584 € Jahresgehalt. Diesen Wert haben wir auf Basis von 477 Datensätzen ermittelt, die wir in den letzten zwei Jahren erfasst haben. Die allgemeine Gehaltsspanne ist aber sehr groß, so liegen 25% der Gehälter unter 3.341 € im Monat. Andererseits übersteigen die oberen 25% der Gehälter die 7.847 € Marke. Die große Gehaltsspanne ergibt sich, weil es Faktoren gibt, die einen starken Einfluss auf das individuelle Gehalt haben.

Nicht gerade unüblich ist in großen Firmen, in denen Chemieingenieure beschäftigt sind, auch die Anwendung von Tarifverträgen.

Standort und Firmengröße entscheidend für das Gehalt als Chemieingenieur

Auf den Verdienst als Chemieingenieur wirken sich der Standort des Arbeitgebers und seine Größe erheblich aus. So beträgt das monatliche Durchschnittsgehalt im nördlichsten Bundesland der Republik, in Schleswig-Holstein, ungefähr 4.507 €. Arbeitet man vergleichsweise in Sachsen kann man nur noch mit 3.947 € rechnen.

In kleinen Firmen, deren Mitarbeiterzahl 500 nicht übersteigt, verdienen Chemieingenieure durchschnittlich 4.271 Euro brutto. Einen kleiner Gehaltssprung gibt es schon bei 501 bis 1000 Mitarbeitern, in solchen Firmen können 4.972 Euro verdient werden. Deutlich mehr verdienen Chemieingenieure, die in Konzernen mit mehr als 1000 Mitarbeitern eine Anstellung finden, ihr Monatsgehalt liegt mit 6.021 Euro rund 1.000 Euro über dem in kleinen Firmen.

Der Verdienst als Chemieingenieur in Abhängigkeit vom Alter

Wer Chemieingenieurwesen studiert, steigt häufig mit einem Master ins Berufsleben ein. Dabei können schon Absolventen auf ein sehr gutes Einstiegsgehalt von 3.849 Euro kommen. Einen großen Gehaltssprung kann zudem eine Promotion bringen.

Mit zunehmender Alter und besonders zwischen 35 und 45 Jahren können Chemieingenieure steigt das Gehalt stark:

  • 25 Jahre = 3.802 Euro brutto
  • 30 Jahre = 4.360 Euro brutto
  • 35 Jahre = 4.882 Euro brutto
  • 40 Jahre = 5.655 Euro brutto
  • 45 Jahre = 6.404 Euro brutto
  • 50 Jahre = 6.559 Euro brutto

Diese Tatsache hängt nicht zuletzt damit zusammen, dass berufserfahrene Chemieingenieure häufig Personalverantwortung übernehmen. Je mehr Mitarbeiter ihnen dann unterstehen, desto höher fällt ihr Gehalt aus.

Chemieingenieur oder Chemieingenieurin – beim Gehalt ein Unterschied

Der Gehaltsunterschied zwischen Frauen und Männern im Chemieingenieurwesen ist deutlich. Während Männer im Schnitt 5.568 Euro beziehen, fällt das monatliche Gehalt für Frauen niedriger aus und beläuft sich auf 4.369 Euro.

Bei allen genannten Angaben zum Gehalt von Chemieingenieuren handelt es sich um Durchschnittswerte. Für genauere Informationen empfehlen wir unseren kostenlosen Gehaltscheck oder eine individuelle Gehaltsanalyse (zum Gehaltsvergleich).

Wie viel Netto vom Bruttogehalt übrig bleibt, können sie schnell und leicht in unserem Gehaltsrechner errechnen.

2. Ausbildung / Weiterbildung

In der Chemie benötigt es erfahrene Chemieingenieure /-innen, die sich mit Chemikalien und Materialen befassen und mit Hilfe von Naturwissenschaft und Mathematik Verfahren entwickeln, sichern und kontrollieren.Diese sind notwendig für den Bau von Anlagen und Bauteilen.

Sie entwickeln aber nicht nur Verfahren, sondern sind auch an der Produktentwicklung beteiligt oder suchen nach neuen Produkteigenschaften. Um sich mit solchen komplexen Vorgängen befassen zu können, müssen Chemieingenieure ein Studium durchlaufen.

Da der Arbeitsbereich von Chemieingenieuren sehr vielfältig und breit gefächert ist, ist es sinnvoll, sich nach dem Studium in einer Weiterbildung zu spezialisieren. Die Spezialisierung hängt von dem jeweiligen Arbeitsfeld ab. Möchte der/die Chemieingenieur /-in in der Produktabfertigung tätig werden, sollte ein Seminar in dem Bereich Projektfertigung oder Prozesstechnologie absolviert werden. Wer in die Pharmaindustrie will, kann sich in einem Lehrgang Kenntnisse zur Qualitätssicherung aneignen. Eine Spezialisierung ist aber nicht der einzige Grund für eine Fortbildung. Die rasante Entwicklung der Technik macht es notwendig, sich ständig mit dem aktuellen Wissensstand auseinanderzusetzen.

Eckdaten über Weiterbildungsmöglichkeiten eines/einer Chemieingenieur /-in:

  • Industrie- und Handelskammern, Chemieschulen und Berufsverbände, wie der Verband Deutscher Chemotechniker und Chemisch-technischer Assistenten oder die Gesellschaft Deutscher Chemiker, bieten Seminare und Veranstaltungen an.
  • In den Seminaren kann der Teilnehmer neue Disziplinen lernen oder seine Fähigkeiten verbessern.
  • Es gibt aufstiegsorientierte Weitebildungen sowie Lehrgänge, die an spezielle Arbeitsgebiete gebunden sind
  • .
  • Die Kursdauer und der Kursumfang hängen von der Ausbildungsstätte ab. Es gibt kurze Seminare von drei Tagen und technische Lehrgänge von mehreren Wochen oder Monaten.
  • Die Weiterbildungen können berufsbegleitend absolviert werden.

Die Weiterbildungsveranstaltungen sind mit öffentlichen Mitteln förderbar. Es gibt in der Regel keine besonderen Teilnahmebedingungen für Chemieingenieure /-innen.

3. Studium

Um Chemieingenieur /-in werden zu können, muss der Interessent zuerst ein naturwissenschaftliches, chemisches Studium durchlaufen. Mögliche Studiengänge sind Chemieingenieurwesen, technische Chemie, Laborchemie, Verfahrenstechnik, Chemie, Lebensmittelchemie oder Biochemie. Die Studiengänge werden an Fachhochschulen und Universitäten angeboten. Derzeit gibt es rund 50 verschiedene Hochschulen in Deutschland mit diesen Studienfächern. Da es nur eine geringe Anzahl von Bewerbern gibt, wird kein Numerus clausus erhoben. Das Chemieingenieurwesen-Studium ist anspruchsvoll. Viele Unterrichtsstunden werden im Labor verbracht.

Die Studieninhalte Chemieingenieurwesen im Überblick:

  • Im Grundstudium lernt der Studierende anorganische und organische Chemie, Mathematik, Physik, Biochemie, technische Mechanik, technisches Zeichnen, Automatisierung und weitere technische und naturwissenschaftliche Grundlagen.
  • Laborpraktika und ein Praktikum in einem Betrieb qualifizieren für das Hauptstudium.
  • Das Hauptstudium gliedert sich in zwei Abschnitte. Im ersten Teil befasst sich der Studierende mit Chemie-Ingenieurwesen, im zweiten Teil vertieft der Student sein Wissen und löst umfangreiche Problemstellungen; er fertigt zwei Studienarbeiten ab.
  • Ökologische Verantwortung und die praktische Anwendung von Wissen gehören zu den Prioritäten des Studiums.
  • Die Regelstudienzeit beträgt zwischen 10-11 Semester.
  • Innerhalb des Studiums können Schwerpunkte wie Biotechnologie oder Energietechnik gewählt werden.

Im Anschluss an das Bachelorstudium kann der Absolvent ein Master-Studium in Chemieingenieurwesen oder Verfahrenstechnik ablegen. Der Master ist empfehlenswert, da dort die naturwissenschaftlichen Kenntnisse noch weiter vertieft werden und der Einstieg ins Berufsleben erleichtert wird. Wer nach dem Studium in die Forschung und Entwicklung möchte, der sollte eine Promotion ablegen und sich einen Doktortitel als Chemieingenieur /-in aneignen. Viele Unternehmen, die Chemieingenieure für ihre Forschungsabteilung suchen, stellen nur Ingenieure /-innen mit Promotion ein. Die Promotion erstreckt sich in der Regel auf 4 Jahre. Nach dem Studium stehen dem/der Chemieingenieur /-in vielfältige Einsatzmöglichkeiten offen. Die Einsatzgebiete können Forschungseinrichtungen, öffentliche Institutionen, Chemiebetriebe, Unternehmen der chemischen Industrie oder Pharmaunternehmen sein.

4. Tätigkeit

Als Chemieingenieur/-in findet man sein Arbeitsumfeld in Unternehmen der pharmazeutischen und chemischen Industrie. Berufsangehörige gehen anspruchsvollen Tätigkeiten nach, die mit Verfahrenstechnik und Anwendungsentwicklung im Bereich der Chemie zusammenhängen. Dort leiten und überwachen Chemieingenieure Produktionsvorgänge, ermitteln den Materialbedarf und bestellen die notwendigen Grundstoffe. In Versuchsreihen optimieren sie Produkte und entwickeln sie weiter. So sind sie etwa an der Entwicklung neuer Lacke, Farben, Pharmazeutika oder Kunststoffe beteiligt. Chemieingenieure sind zudem aber auch für die Konstruktion von Anlagen und Bauteilen sowie die Überwachung von Sicherheitsvorschriften zuständig.

Daneben setzt ein/e Chemieingenieur/-in wissenschaftliche Forschung fort, simuliert Vorgänge, erstellt Testreihen und sucht nach neuen Verfahren. Er beschäftigt sich mit der Verbesserung von Rohstoffen und Erzeugnissen und übernimmt die Qualitätssicherung. Nebenbei sollte der/die Chemieingenieur /-in in der Lage sein, kompetent beraten zu können und Kenntnisse im Bereich Marketing und Projektmanagement besitzen.

Gute Chemieingenieur/-innen müssen schwierige Aufgaben lösen und Zusammenhänge präzise erklären können. Sie benötigen ein analytisches Denken und naturwissenschaftliche Kenntnisse, sollten experimentierfreudig sein und über ein großes Verantwortungsbewusstsein verfügen.

Die Verdienstmöglichkeiten und die Berufschancen sind sehr gut. Fachkräfte werden in der Chemiebranche aktuell stark gesucht. Chemieingenieure können zum Beispiel in der Waschmittel- oder Medikamentenproduktion, der Weiterverarbeitung von Erdöl und Erdgas, der Kunststoffproduktion sowie in Bereichen der Luft- und Wasserreinhaltung oder in lebensmitteltechnologischen Betrieben tätig werden.

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