*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.
*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Chemiefacharbeiter / in

Datenbasis: 43 Datensätze
Region Q1 Ø Q3 Offene Jobs
Deutschland: 2.093 € 2.898 € 5.280 €
Baden-Württemberg 2.616 € 3.073 € 3.686 € Jobs Chemiefacharbeiter / in
Bayern 2.005 € 2.829 € 5.308 € Jobs Chemiefacharbeiter / in
Berlin 1.959 € 2.711 € 4.940 € Jobs Chemiefacharbeiter / in
Brandenburg 1.595 € 2.208 € 4.023 € Jobs Chemiefacharbeiter / in
Bremen 2.012 € 2.785 € 5.074 € Jobs Chemiefacharbeiter / in
Hamburg 2.221 € 3.074 € 5.602 € Jobs Chemiefacharbeiter / in
Hessen 2.396 € 2.990 € 3.650 € Jobs Chemiefacharbeiter / in
Mecklenburg-Vorpommern 1.539 € 2.131 € 3.883 € Jobs Chemiefacharbeiter / in
Niedersachsen 2.157 € 2.987 € 5.442 € Jobs Chemiefacharbeiter / in
Nordrhein-Westfalen 2.598 € 3.095 € 4.347 € Jobs Chemiefacharbeiter / in
Rheinland-Pfalz 2.058 € 2.850 € 5.192 € Jobs Chemiefacharbeiter / in
Saarland 1.990 € 2.756 € 5.022 € Jobs Chemiefacharbeiter / in
Sachsen 1.609 € 2.228 € 4.061 € Jobs Chemiefacharbeiter / in
Sachsen-Anhalt 1.577 € 2.184 € 3.979 € Jobs Chemiefacharbeiter / in
Schleswig-Holstein 1.838 € 2.545 € 4.637 € Jobs Chemiefacharbeiter / in
Thüringen 1.636 € 2.264 € 4.126 € Jobs Chemiefacharbeiter / in

Chemiefacharbeiter / in:

1. Gehalt

Als Chemiefacharbeiter liegt das deutschlandweite Gehalt bei 2.898 € pro Monat. Diesen Wert haben wir auf Basis von 43 Datensätzen ermittelt, die wir in den letzten zwei Jahren erfasst haben. Hinsichtlich der Gehaltsspanne ist festzustellen, dass die unteren Monatsgehälter bei 2.093 € beginnen, Chemiefacharbeiter in den oberen Regionen jedoch auch bis zu 5.280 € und mehr verdienen können.

Wie bei nahezu allen Berufen, hat neben vielen anderen Faktoren auch der Standort des Arbeitgebers individuellen Einfluss auf die Höhe des Gehalts. So beträgt das monatliche Durchschnittsgehalt im nördlichsten Bundesland der Republik ungefähr 2.545 €. Arbeitet man hingegen im Süden, so kann man beispielsweise in Baden-Württemberg mit einem durchschnittlichem Gehalt von 3.073 € rechnen. Insoweit ist anzumerken, dass die Analyse unserer Daten bundesweit regelmäßig zu dem Ergebnis führt, dass die Gehälter im Süden Deutschlands tendenziell über denen im Norden liegen. Jedoch ist dabei - wie auch beim Vergleich des Verdienstes in städtischen Gebieten mit denen auf dem Land - zu beachten, dass die Lebenshaltungskosten oft parallel zu den Gehältern steigen.

Tabellarisch stellt sich das Gehalt als Chemiefacharbeiter in Abhängigkeit vom Alter wie folgt dar

  • 25 Jahre = 2.394 Euro brutto
  • 30 Jahre = 2.546 Euro brutto
  • 35 Jahre = 2.710 Euro brutto
  • 40 Jahre = 2.803 Euro brutto
  • 45 Jahre = 2.983 Euro brutto
  • 50 Jahre = 2.962 Euro brutto

Auswirkung der Firmengröße auf das Monatsgehalt

  • bis 500 Mitarbeiter = 2.795 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 2.887 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 3.405 Euro brutto
2. Ausbildung / Weiterbildung

Chemiefacharbeiter/-in ist ein Beruf, der früher auch unter dem Namen Chemikant bekannt war, und Mitarbeiter bezeichnet, die eine Ausbildung in der chemischen Industrie durchlaufen haben. Sie sind in der Regel bei der Herstellung von chemischen Produkten beteiligt und kontrollieren diese. Der/die Chemiefacharbeiter/-in arbeitet im Unternehmen, in einer Produktionsstätte oder in einer Freianlage. Seinen Beruf führt er oft in Schichtarbeit aus.

Da die Aufgaben eines Chemiefacharbeiters sehr anspruchsvoll sind, benötigt man mindestens einen Realschulabschluss, um eine Ausbildung starten zu können. Zudem ist der Beruf sehr beliebt und die Konkurrenz ist groß. Rund 70 % der Bewerber haben Realschulabschluss, Abitur oder Fachabitur. Es ist zwar möglich, eine Ausbildung zum Chemiefacharbeiter mit Hauptschulabschluss zu beginnen, die Chancen sind aber gering, eine Stelle zu bekommen.

Chemiefacharbeiter/-in ist ein anerkannter Ausbildungsberuf. Die Ausbildung geht über dreieinhalb Jahre und erfolgt abwechselnd im Betrieb und in der Berufsschule. Schwerpunkte der Ausbildung liegen auf der Produktionstechnik und dem Qualitätsmanagement. Selbstverständlich gibt es in Deutschland zahlreiche Weiterbildungsmöglichkeiten für einen Chemikanten. Mögliche Weiterbildungen für Chemiefacharbeiter sind:

  • Pharmazeut /-in
  • Industriemeister /-in
  • Technische/r Fachwirt/-in
  • Lebensmitteltechnologe /-in
  • Laborassistent /-in
  • Verfahrensmechaniker /-in
  • Chemieverfahrenstechniker /-in
  • Umwelttechniker /-in

Die Weiterbildungen werden von Berufsverbänden und der Industrie- und Handelskammer angeboten. Wer sich nicht einfach nur spezialisieren will, sondern beruflich aufsteigen möchte, der kann eine Fortbildung zum Betriebspädagogen oder Qualitätskontrolleur absolvieren. Die Techniker-Weiterbildung bietet ebenso neue Berufschancen. Chemiefacharbeiter /-innen sind dann in leitenden Positionen tätig und für andere Mitarbeiter zuständig. Große Verantwortung erhält der Chemikant auch nach einer Fortbildung zum Industriemeister.

Da es viele Produkte gibt, die ohne Chemie nicht existieren würden, sind die Arbeitsbereiche eines Chemiefacharbeiters sehr vielfältig. Bei der Produktion müssen viele Fertigungsprozesse beachtet werden, wie Umweltschutzvorgaben, die Entsorgung von Abfällen oder die Reinigung von Wasser. Eine Weiterbildung ist deshalb grundsätzlich empfehlenswert.

3. Studium

Chemiefacharbeiter /-innen werden nicht nur überdurchschnittlich gut bezahlt, der Beruf zählt auch zu den beliebtesten Ausbildungsberufen in Deutschland. Gute Physik und Chemiekenntnisse sind unbedingt notwendig, wenn man in diesem Bereich arbeiten möchte. Es ist deshalb ratsam nach der Ausbildung ein naturwissenschaftliches Studium wie Chemie oder Prozesstechnik in Betracht zu ziehen, oder anstelle einer Ausbildung direkt mit einem dualen Studium als Chemikant zu beginnen. Bei dieser Form der Ausbildung wird der Student Experte für verfahrenstechnische Abläufe. Er lernt praxisorientiert und interdisziplinär.

Der duale Bachelorstudiengang geht über 8 Semester. Ab dem vierten Semester kann sich der Student spezialisieren und Wahlpflichtfächer wie Energieumwandlung oder digitale Prozesstechnik belegen. Die Vorlesungen finden zweimal in der Woche statt, den Rest der Zeit verbringt der Student bereits in mehreren Abteilungen eines Unternehmens der chemischen Industrie. Das Unternehmen zahlt zudem über den gesamten Studienzeitraum ein Gehalt. Im Anschluss an das Studium ist es möglich, einen Master of Science zu absolvieren.

Inhalte aus einem Prozesstechnik-Studiengang:

  • Naturwissenschaften und Mathematik,
  • Ingenieurswissenschaften wie Werkstofftechnik, Mechanik oder Energietechnik,
  • Automatisierungs – und Verfahrenstechnik,
  • Produktionstechnik wie Mess- und Regelungstechnik sowie Lasertechnik,
  • Betriebswirtschaftslehre, Recht und Projektmanagement,
  • Fremdsprache,
  • Schwerpunkte in Verfahrenstechnik, Biotechnologie, Pharmazeutische Technik etc.

Nach dem Studium ist der/die Chemiefacharbeiter /-in in der Lage, chemische Anlagen zu steuern und die Produktion und Herstellung zu überwachen. Chemiefacharbeiter arbeiten ressourcenschonend und wirtschaften nachhaltig. Der studierte Chemikant kennt alle Ausgangstoffe, weiß, welche Konzentration verwendet werden müssen, um festgelegte Reaktionen zu generieren und führt Qualitätskontrollen durch. Fachhochschulen, die den Studiengang Prozesstechnik anbieten, sind die FH Bingen, die FH Aachen, die FH Bremerhaven, die FH Düsseldorf und die FH Trier. Ähnliche Studiengänge wie Verfahrens- und Umwelttechnik werden unter anderem an der HAW Hamburg, der FH Hannover, der TU Berlin, der FH Augsburg, der Universität Duisburg-Essen sowie der FH Osnabrück angeboten.

4. Tätigkeit

Chemiefacharbeiter /-innen stellen aus chemischen Erzeugnissen und Rohstoffen Produkte wie Farben, Waschmittel, Kosmetika, Medikamente oder Kunststoffe her. Sie bedienen dazugehörige Arbeitsmaschinen und überwachen den kompletten Herstellungsprozess. Mithilfe von Messgeräten prüfen sie zwischendurch und am Ende den ordnungsgemäßen Betrieb der Anlagen, füllen Rohstoffe und Materialien nach und kontrollieren die Qualität der Erzeugnisse, die sie auch im Fertigungsprotokoll schriftlich festgehalten.

Bei Bedarf beheben sie Schäden im Rahmen ihrer Möglichkeiten selbstständig und reparieren die Produktionsanlagen. Die verfahrenstechnischen Herstellungsaufgaben sind das Destillieren, Kühlen, Extrahieren, Separieren oder Heizen. Dabei müssen bestimmte Sicherheits- und Umweltbestimmungen beachtet werden.

Als Chemiefacharbeiter /-in benötigt man technisches Geschick und Verständnis, schnelle Entscheidungsfähigkeit und Reaktionsgeschwindigkeit beim Auftreten von Störungen sowie Konzentrationsfähigkeit und Verantwortungsbewusstsein. Die Arbeitsbereiche sind vielfältig, oft wird in wechselnden Schichten gearbeitet. Ein Chemikant sollte keine körperlichen Allergien sowie einen intakten Geruchssinn besitzen, da er mit Chemikalien aller Art in Kontakt kommt. Chemiefacharbeiter können in der Farben- und Lackindustrie, der Pharmaindustrie, in Raffinerien und in der chemischen Industrie tätig werden.

Weitere Gehälter für Chemiefacharbeiter