*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Produktionsfachkraft Chemie

Datenbasis: 43 Datensätze
Region 1. Quartil Mittelwert 3. Quartil Offene Jobs
Deutschland: 2.033 € 2.814 € 5.127 €
Baden-Württemberg 2.540 € 2.984 € 3.579 € Jobs Produktionsfachkraft Chemie
Bayern 1.947 € 2.747 € 5.154 € Jobs Produktionsfachkraft Chemie
Berlin 1.902 € 2.633 € 4.797 € Jobs Produktionsfachkraft Chemie
Brandenburg 1.549 € 2.144 € 3.906 € Jobs Produktionsfachkraft Chemie
Bremen 1.954 € 2.704 € 4.927 € Jobs Produktionsfachkraft Chemie
Hamburg 2.157 € 2.985 € 5.439 € Jobs Produktionsfachkraft Chemie
Hessen 2.327 € 2.903 € 3.544 € Jobs Produktionsfachkraft Chemie
Mecklenburg-Vorpommern 1.495 € 2.069 € 3.770 € Jobs Produktionsfachkraft Chemie
Niedersachsen 2.095 € 2.900 € 5.284 € Jobs Produktionsfachkraft Chemie
Nordrhein-Westfalen 2.523 € 3.005 € 4.221 € Jobs Produktionsfachkraft Chemie
Rheinland-Pfalz 1.999 € 2.767 € 5.041 € Jobs Produktionsfachkraft Chemie
Saarland 1.933 € 2.676 € 4.876 € Jobs Produktionsfachkraft Chemie
Sachsen 1.563 € 2.164 € 3.943 € Jobs Produktionsfachkraft Chemie
Sachsen-Anhalt 1.532 € 2.121 € 3.864 € Jobs Produktionsfachkraft Chemie
Schleswig-Holstein 1.785 € 2.471 € 4.502 € Jobs Produktionsfachkraft Chemie
Thüringen 1.589 € 2.199 € 4.006 € Jobs Produktionsfachkraft Chemie

Produktionsfachkraft Chemie > brutto > Verdienst, Durchschnittsgehalt:

1. Gehalt

Als Produktionsfachkraft Chemie liegt das deutschlandweite Gehalt bei 2.814 € pro Monat. Diesen Wert haben wir auf Basis von 43 Datensätzen ermittelt, die wir in den letzten zwei Jahren erfasst haben. Hinsichtlich der Gehaltsspanne ist festzustellen, dass die unteren Monatsgehälter bei 2.033 € beginnen, Produktionsfachkräfte Chemie in den oberen Regionen jedoch auch bis zu 5.127 € und mehr verdienen können.

Wie bei nahezu allen Berufen, hat neben vielen anderen Faktoren auch der Standort des Arbeitgebers individuellen Einfluss auf die Höhe des Gehalts. So beträgt das monatliche Durchschnittsgehalt im nördlichsten Bundesland der Republik ungefähr 2.471 €. Arbeitet man hingegen im Süden, so kann man beispielsweise in Baden-Württemberg mit einem durchschnittlichem Gehalt von 2.984 € rechnen. Insoweit ist anzumerken, dass die Analyse unserer Daten bundesweit regelmäßig zu dem Ergebnis führt, dass die Gehälter im Süden Deutschlands tendenziell über denen im Norden liegen. Jedoch ist dabei - wie auch beim Vergleich des Verdienstes in städtischen Gebieten mit denen auf dem Land - zu beachten, dass die Lebenshaltungskosten oft parallel zu den Gehältern steigen.

Tabellarisch stellt sich das Gehalt als Produktionsfachkraft Chemie in Abhängigkeit vom Alter wie folgt dar

  • 25 Jahre = 2.394 Euro brutto
  • 30 Jahre = 2.546 Euro brutto
  • 35 Jahre = 2.710 Euro brutto
  • 40 Jahre = 2.803 Euro brutto
  • 45 Jahre = 2.983 Euro brutto
  • 50 Jahre = 2.962 Euro brutto

Auswirkung der Firmengröße auf das Monatsgehalt

  • bis 500 Mitarbeiter = 2.714 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 2.803 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 3.306 Euro brutto
2. Ausbildung / Weiterbildung

Bei der Produktionsfachkraft Chemie handelt es sich um einen klassischen Ausbildungsberuf. Die Ausbildung dauert zwei Jahre. Während dieser Zeit werden die folgenden Kenntnisse im dualen System vermittelt:

  • Umgang mit Lösungen, Salzen, Basen und Säuren,
  • Herstellung von Lösungen, Probenentnahme, Parameterbestimmung,
  • Zerkleinerung und Trennung von Feststoffen (Filtrieren, Zentrifugieren, Sedimentieren),
  • Einrichtung, Wartung, Überprüfung von Anlagen,
  • Verbindung und Abdichtung von Rohrleitungsteilen und Rohren,
  • Herstellung und Verarbeitung von (an)organischen, polymeren, bio- und gentechnischen Produkten,
  • Bestimmung von Basen, Lösungen, Säuren, Masse, Dichte und Volumen,
  • Reinigung durch Destillieren und Umkristallisieren, Trocknung von Feststoffen,
  • Start, Bedienung und Überwachung von Anlagen,
  • Bereitstellung von Hilfs- und Einsatzstoffen, Warenkontrolle.

Alternativberufe gibt es zwei: der/die Chemielaborjungwerker/-in und der/die Maschinen- und Anlagenführer/-in. Beide Ausbildungen dauern zwei Jahre. Die Ausbildung zum/zur Chemielaborjungwerker/-in umfasst diese Ausbildungsinhalte:

  • Hobeln, Meißeln, Sägen, Raspeln, Feilen, Anreißen, Messen,
  • Bearbeitung und Behandlung von Kunststoff, Kork, Gummi, Porzellan und Glas,
  • Reinigung und Behandlung von Geräten und Apparaten, Apparateaufbau,
  • Bedienung und Einrichtung von Waagen und speziellen Messinstrumenten,
  • Trocknen, Zerkleinern, Mischen und Herstellen von Stoffen und Lösungen,
  • Sieben, Filtern, Destillieren, Sublimieren, Eindampfen, Extrahieren und Kristallisieren,
  • Dokumentation mittels Versuchsprotokollen.

Die Ausbildung zum/zur Maschinen- und Anlagenführer/-in ist nicht auf eine spezielle Branche begrenzt, sondern kann zum Beispiel in den Schwerpunkten Textiltechnik, Textilveredelung, Lebensmitteltechnik, Metall- und Kunststofftechnik und Druckweiter- sowie Papierverarbeitung erfolgen. Allen Fachrichtungen gemein sind die Ausbildungsinhalte

  • Kontrolle und Wartung von Maschinen, Anlagen und Werkzeugen und
  • Anwendung von maschinellen und manuellen Fertigungstechniken.

Eine Produktionsfachkraft der Fachrichtung Chemie muss indes nicht immer in diesem Beruf tätig sein, sondern kann auch eine Weiterbildung absolvieren. Dabei bietet sich die Weiterbildung zum/zur Industriemeister/-in mit Schwerpunkt Chemie an. In diesem Rahmen werden die folgenden Inhalte vermittelt:

  • Chemische Produktion, Verfahrens- und Anlagentechnik, Prozesse und Verfahren, Prozessleittechnik, Automatisierungs- und Prozessleittechnik,
  • Organisationsentwicklung, Personalführung, Personalentwicklung, Qualitätsmanagement, Projektmanagement,
  • Arbeitsvertragsrecht, Tarifvertragsrecht, Arbeits- und Sozialrecht.

Informationen zum Gehalt in der Ausbildung als Produktionsfachkraft Chemie.

3. Studium

Wer als Produktionsfachkraft in der Chemie arbeiten möchte, absolviert die eingangs beschriebene Ausbildung und kann in den Beruf starten. Wer anschließend eine Weiterbildung zum Chemiemeister absolviert oder über eine schulische Hochschulzugangsberechtigung verfügt, der kann seine Kenntnisse und Fähigkeiten auch professionalisieren, indem er/sie ein Studium des Chemieingenieurwesens absolviert.

Im grundständigen Studium stehen diese Inhalte auf dem Stundenplan:

  • Chemie, Physik, Chemieingenieurwesen,
  • Verfahrenstechnik, Prozessdynamik, Prozessautomatisierung, Prozessgestaltung, Thermodynamik, Werkstoffkunde,
  • Spezialdisziplin: Biokatalyse, chemische Verfahren, Energiegewinnung (Biomasse), thermische Trennapparate, Enzyme, industrielle Prozesse, Werkstoffe, Lebensmitteltechnologie.

Besonders beliebt ist das duale Studium, das sowohl die soeben gelisteten Inhalte des grundständigen Studiums lehrt als diese auch mit den praktischen Inhalten aus der Ausbildung zum/zur Chemikant/-in oder zum/zur Chemielaborant/-in kombiniert. Der Vorteil liegt nicht nur in der praxisnahen Ausbildung, sondern auch in einem leichteren Einstieg in ein Unternehmen, denn der Absolvent eines dualen Studiums hat weitaus mehr Praxiserfahrung als ein Student, der nur auf Praktika setzt.

Im weiterführenden Studium stehen im Übrigen diese Inhalte auf dem Lehrplan:

  • Bioverfahrenstechnik,
  • Lehre der Festkörper (Chemie, Analytik, Physik),
  • Mikroskopie, Bereichsanalyse, Thermodynamik,
  • Polymerchemie,
  • Anorganische Materialien,
  • Biomaterialien,
  • Software: CAD, GIT und weitere Messtechniken,
  • Elektronenstrahltechnologie,
  • Automatisierung, Elektrotechnik,
  • Modellierung, Optimierung,
  • Verfahrensentwicklung, Projektmanagement.

Mit Blick auf den Ausgangsberuf der Produktionsfachkraft mit Schwerpunkt Chemie ist das Studium des Chemieingenieurwesens die thematisch passendste Form eines Studiums. Wer indes nur weiß, dass er sich für die Chemie interessiert, kann auch Chemie, Biochemie, Chemische Biologie, Lebensmittelchemie, Polymerwissenschaften oder Wirtschaftschemie studieren. Mit Fokus auf die Biotechnologie sind die Studiengänge Pharmatechnik und Biotechnologe mögliche Alternativen.

Wer hingegen das Ziel hat, ein Studium des Ingenieurwesens zu absolvieren, kann hier auch den Fokus auf das Bauingenieurwesen, das Baustoffingenieurwesen, die Ingenieurinformatik, das Patentingenieurwesen, das Physikingenieurwesen, das Rettungsingenieurwesen, das Rohstoffingenieurwesen, das Verkehrsingenieurwesen und das Wirtschaftsingenieurwesen lesen.

4. Tätigkeit

Produktionsfachkräfte mit Schwerpunkt Chemie arbeiten in der chemischen Industrie, in der Pharmazie und in der Farb- und Lackherstellung. Ihr Aufgabenbereich ist es, bei der Bedienung der Anlagen mitzuwirken und diese zu warten und instand zu halten. Dabei übernehmen sie diese Teilaufgaben:

  • Produktionsvorbereitung: Arbeitsstoffe bereitstellen, Rohstoffe mischen,
  • Vorbereitung der Produktion: Installationscheck durchführen, Dichtigkeit prüfen, Anlagen mit Rohstoffen befüllen, Produktionsrückstände entsorgen,
  • Überwachung und Steuerung der Produktion: Start und Ende des Produktionsprozesses, Bedienung, Steuerung und Überwachung, Dokumentation und Auswertung von Messwerten, Störungen beseitigen,
  • Qualitätssicherung: Probennehmen, Messgrößen und Stoffkonstanten bestimmen, Daten protokollieren,
  • Reinigung, Pflege, Wartung und Instandhaltung von Geräten, Maschinen, Apparaturen und Anlagen,
  • Beachtung der Gesetze zum Umweltschutz und anderer Sicherheitsbestimmungen.

Neben diesen Aufgaben, die die fachgemäße Produktion umfassen, ist auch die Verpackung und Lagerung sowohl der fertigen Produkte als auch der Rohstoffe ein Aufgabenbereich von Produktionsfachkräften in der Chemie.

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