*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Fachkraft für Kreislauf- und Abfallwirtschaft

Datenbasis: 193 Datensätze
Region 1. Quartil Mittelwert 3. Quartil Offene Jobs
Deutschland: 1.767 € 2.561 € 4.257 €
Baden-Württemberg 2.151 € 2.757 € 4.179 € Jobs Fachkraft für Kreislauf- und Abfallwirtschaft
Bayern 1.695 € 2.140 € 4.861 € Jobs Fachkraft für Kreislauf- und Abfallwirtschaft
Berlin 1.653 € 2.396 € 3.983 € Jobs Fachkraft für Kreislauf- und Abfallwirtschaft
Brandenburg 1.607 € 1.930 € 2.583 € Jobs Fachkraft für Kreislauf- und Abfallwirtschaft
Bremen 1.698 € 2.461 € 4.091 € Jobs Fachkraft für Kreislauf- und Abfallwirtschaft
Hamburg 2.281 € 2.410 € 3.649 € Jobs Fachkraft für Kreislauf- und Abfallwirtschaft
Hessen 2.167 € 2.962 € 4.968 € Jobs Fachkraft für Kreislauf- und Abfallwirtschaft
Mecklenburg-Vorpommern 1.115 € 1.616 € 2.686 € Jobs Fachkraft für Kreislauf- und Abfallwirtschaft
Niedersachsen 2.140 € 2.645 € 4.145 € Jobs Fachkraft für Kreislauf- und Abfallwirtschaft
Nordrhein-Westfalen 1.929 € 2.879 € 4.882 € Jobs Fachkraft für Kreislauf- und Abfallwirtschaft
Rheinland-Pfalz 2.034 € 2.557 € 2.926 € Jobs Fachkraft für Kreislauf- und Abfallwirtschaft
Saarland 1.680 € 2.435 € 4.048 € Jobs Fachkraft für Kreislauf- und Abfallwirtschaft
Sachsen 1.359 € 1.970 € 3.275 € Jobs Fachkraft für Kreislauf- und Abfallwirtschaft
Sachsen-Anhalt 1.249 € 1.810 € 3.009 € Jobs Fachkraft für Kreislauf- und Abfallwirtschaft
Schleswig-Holstein 1.552 € 2.249 € 3.738 € Jobs Fachkraft für Kreislauf- und Abfallwirtschaft
Thüringen 1.381 € 2.001 € 3.326 € Jobs Fachkraft für Kreislauf- und Abfallwirtschaft

Fachkraft für Kreislauf- und Abfallwirtschaft (m/w):

1. Gehalt

Als Fachkraft in der Kreislauf- und Abfallwirtschaft liegt das deutschlandweite Gehalt bei 2.561 € pro Monat. Diesen Wert haben wir auf Basis von 193 Datensätzen ermittelt, die wir in den letzten zwei Jahren erfasst haben. Hinsichtlich der Gehaltsspanne ist festzustellen, dass die unteren Monatsgehälter bei 1.767 € beginnen, Fachkräfte in der Kreislauf- und Abfallwirtschaft in den oberen Regionen jedoch auch bis zu 4.257 € und mehr verdienen können.

Wie bei nahezu allen Berufen, hat neben vielen anderen Faktoren auch der Standort des Arbeitgebers individuellen Einfluss auf die Höhe des Gehalts. So beträgt das monatliche Durchschnittsgehalt im nördlichsten Bundesland der Republik ungefähr 2.249 €. Arbeitet man hingegen im Süden, so kann man beispielsweise in Baden-Württemberg mit einem durchschnittlichem Gehalt von 2.757 € rechnen. Insoweit ist anzumerken, dass die Analyse unserer Daten bundesweit regelmäßig zu dem Ergebnis führt, dass die Gehälter im Süden Deutschlands tendenziell über denen im Norden liegen. Jedoch ist dabei - wie auch beim Vergleich des Verdienstes in städtischen Gebieten mit denen auf dem Land - zu beachten, dass die Lebenshaltungskosten oft parallel zu den Gehältern steigen.

Tabellarisch stellt sich das Gehalt als Fachkraft in der Kreislauf- und Abfallwirtschaft in Abhängigkeit vom Alter wie folgt dar

  • 25 Jahre = 2.080 Euro brutto
  • 30 Jahre = 2.203 Euro brutto
  • 35 Jahre = 2.307 Euro brutto
  • 40 Jahre = 2.477 Euro brutto
  • 45 Jahre = 2.710 Euro brutto
  • 50 Jahre = 2.861 Euro brutto

Auswirkung der Firmengröße auf das Monatsgehalt

  • bis 500 Mitarbeiter = 2.324 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 2.625 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 3.210 Euro brutto
2. Ausbildung / Weiterbildung

Der Ausbildungsberuf Fachkraft für Kreislauf- und Abfallwirtschaft beschäftigt sich mit der Verwertung von Abfällen. Die Fachkräfte in diesem Bereich liefern Wertstoffe an Rohstoffhändler und Kraftwerken. Zu den Einsatzorten gehören Recyclingbetriebe und Verwertungsunternehmen. Die Ausbildung zur Fachkraft-Kreislauf-Abfallwirtschaft dauert drei Jahre und wird in drei unterschiedlichen Schwerpunkten angeboten:

  • Abfallbehandlung- und beseitigung
  • Sammlung, Logistik, Vertrieb
  • Abfallverwertung

Während der Ausbildung lernen die Auszubildenden die komplexe Logistik verstehen, sie planen die Leerung von Wertstoffcontainern und Mülltonnen, organisieren die Routen und teilen Fahrzeuge und Personal ein. In manchen Unternehmen fahren die Auszubildenden auch selber mit raus. Es wird viel telefoniert und Rechnungen und Lieferscheine werden erstellt. Der anerkannte Ausbildungsberuf beinhaltet auch die Organisation vom Bei- und Entladen von Lastwagen, die Lagerung von unterschiedlichen Stoffen und die Bedienung von Maschinen, mit denen Abfälle gereinigt, sortiert, gepresst und zerkleinert werden. Ist eine Anlage defekt, greift eine Fachkraft-Kreislauf-Abfallwirtschaft zum Werkzeug, um diese zu reparieren. Die Auszubildenden lernen, Firmen über die sichere Lagerung von Sondermüll zu beraten und welche Recyclingmöglichkeiten bestehen.

Wie in jedem Beruf, gibt es auch für eine Fachkraft für Kreislauf-und Abfallwirtschaft unterschiedliche Anforderungen, dazu gehören zum Beispiel:

  • Organisationstalent
  • Fitness
  • Kommunikationsstärke
  • technisches Verständnis

Weiterbildung

Weiterbildungen unterstützen Absolventen dabei, das berufliche Wissen zu erweitern und an Entwicklungen anzupassen. Hierzu gehören unter anderem Sondermüll, Abfallwirtschaft, Arbeitssicherheit, Wartung, Entsorgung und Instandhaltung. Durch eine Weiterbildung besteht die Möglichkeit, Führungspositionen zu erhalten und beruflich voranzukommen. Weiterbildungsmöglichkeiten:

  • Meister /-in für Kreislauf- und Abfallwirtschaft und Städtereinigung
  • Meister /-in für Rohr-, Kanal- und Industrieservice
  • Techniker /-in der Fachrichtung Umweltschutztechnik oder Umweltschutzfachwirt /-in
  • Staatlich geprüfte/r Techniker /-in Fachrichtung Umweltschutztechnik

Weitere Details zum Gehalt in der Ausbildung als Fachkraft für Kreislauf- und Abfallwirtschaft.

3. Studium

Wer ein Studium absolvieren möchte, muss nicht unbedingt Abitur haben, an einigen Fachhochschulen reicht auch eine abgeschlossene Ausbildung und Berufspraxis. Wer im Bereich Kreislauf-Abfallwirtschaft bleiben möchte, kann zum Beispiel seinen Bachelor in Abfall- und Entsorgungstechnik oder Umwelttechnik machen.

Der Teilbereich Abfallwirtschaft gehört zum Umweltschutz und beschäftigt sich mit der Beseitigung und Vermeidung von Abfall. Hierbei geht es aber nicht um Abfälle aus Haushalten, sondern auch um industrielle Abfälle. Die Abfallwirtschaft beinhaltet auch die rechtlichen Bestimmungen zur Abfallentsorgung. Die Entsorgung von Abfall ist in den unterschiedlichen Gemeinden und Ländern verschieden geregelt, sodass Beschäftigte in diesem Bereich alle Verordnungen und Gesetze in diesem Bereich kennen müssen. Aus diesem Grund legen die meisten Hochschulen Studium der Abfallwirtschaft großen Wert auf den Rechtsbereich. Die Abfallwirtschaft beinhaltet aber ebenso die Vermeidung von Abfall und die korrekte Lagerung und Entsorgung.

Die Studium ist ausgerichtet auf die Ansprüche des späteren Einsatzes in folgenden Tätigkeitsgebieten:

  • Einsatz in Kommunen, Firmen, Verbänden, Planungsgesellschaften
  • Einsatz in Umweltabteilungen und im Öffentlichen Dienst
  • Forschung und Lehre in internationalen Forschungs- und Hochschuleinrichtungen

Studieninhalte

Während des Bachelorstudiums liegen die Schwerpunkte in der wirtschafts,- ingenieurwissenschaftlichen und naturwissenschaftlichen Ausbildung sowie in wasserwirtschaftlichen Anwendungsfächern. Zum Studium gehören ebenfalls juristische Grundlagen, ökonomische Grundlagen und eine Sprachausbildung.

Mit dem nach 6 Semestern berufsqualifizierenden Studienabschluss bietet das Bachelorstudium Abfallwirtschaft und Altlasten die Möglichkeit, Fertigkeiten zur Bearbeitung des komplexen Aufgabenspektrums zu erlernen. Der Bachelor ist die Voraussetzung für das Masterstudium in Abfallwirtschaft und Altlasten und andere Masterstudien des Wasserwesens wie beispielsweise dem internationalen, englischsprachigen Studiengang Hydro Science and Engineering.

4. Tätigkeit

Die Fachkraft für Kreislauf- und Abfallwirtschaft findet ihr Arbeitsumfeld auf Deponien und Unternehmen mit dem Schwerpunkt Abfallentsorgung sowie im öffentlichen Dienst. Ihre Aufgaben umfassen alle berufstypischen Tätigkeiten in den Bereichen Entsorgung, Verwertung, Sortierung und Behandlung von Abfall und Müll. Hinter diesen Vorgängen steht eine komplexe Logistik. Fachkräfte für die Kreislauf- und Abfallwirtschaft planen Routen, transportieren Abfälle und teilen Personal ein. Sie organisieren die Sammlung, die Weiterverarbeitung und die Sortierung von Abfällen und kümmern sich um die Technik von Verwertungsanlagen.

Die Trennung von Müllbergen durch verschiedene Techniken gehört ebenfalls in ihr Aufgabengebiet. Sie entscheiden grundsätzlich, welche Abfälle der Wiederverwertung zugeführt werden und welche entsorgt werden müssen. Während ihrer Arbeit müssen sie stets umweltschonende Richtlinien beachten, sowie den anfallenden Müllbestand dokumentieren und gegebenenfalls Entgelte für dessen Entsorgung erheben.

Das Gehalt kann entsprechend der Ausrichtung des Betriebes oder des Unternehmens von Arbeitgeber zu Arbeitgeber variieren. Der Verdienst bzw. das Einkommen hängt nicht zuletzt von dem Arbeitsumfang innerhalb eines Unternehmens ab.