*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Chemikant / in

Datenbasis: 428 Datensätze
Region 1. Quartil Mittelwert 3. Quartil Offene Jobs
Deutschland: 2.426 € 3.635 € 5.390 €
Baden-Württemberg 2.441 € 3.563 € 5.045 € Jobs Chemikant / in
Bayern 2.527 € 3.619 € 5.669 € Jobs Chemikant / in
Berlin 2.270 € 3.401 € 5.043 € Jobs Chemikant / in
Brandenburg 1.848 € 2.769 € 4.106 € Jobs Chemikant / in
Bremen 2.331 € 3.493 € 5.179 € Jobs Chemikant / in
Hamburg 2.864 € 3.840 € 5.872 € Jobs Chemikant / in
Hessen 2.720 € 3.646 € 5.404 € Jobs Chemikant / in
Mecklenburg-Vorpommern 1.783 € 2.672 € 3.962 € Jobs Chemikant / in
Niedersachsen 2.427 € 3.799 € 5.102 € Jobs Chemikant / in
Nordrhein-Westfalen 2.536 € 3.818 € 5.637 € Jobs Chemikant / in
Rheinland-Pfalz 2.823 € 3.933 € 5.806 € Jobs Chemikant / in
Saarland 2.307 € 3.457 € 5.126 € Jobs Chemikant / in
Sachsen 2.435 € 3.104 € 4.694 € Jobs Chemikant / in
Sachsen-Anhalt 1.774 € 2.720 € 3.791 € Jobs Chemikant / in
Schleswig-Holstein 1.835 € 2.749 € 4.076 € Jobs Chemikant / in
Thüringen 2.214 € 2.897 € 3.807 € Jobs Chemikant / in

Chemikant / Chemikantin:

1. Gehalt

Für Chemikanten und Chemikantinnen gilt das gleiche wie für alle anderen Berufsgruppen: eine gute Arbeitsatmosphäre und eine faire Bezahlung steigern die Zufriedenheit im Job. Damit neben der Chemie, auch das Gehalt stimmt, empfiehlt sich ein Blick darauf, was Chemikanten und Chemikantinnen verdienen bzw. verdienen können.

Bundesweit verdient ein Chemikant durchschnittlich 3.635 € brutto im Monat. Dies entspricht einem Jahresgehalt von 43.620 €. Mehr, aber auch weniger ist selbstverständlich ebenfalls möglich. So liegt das Einkommen von 25% aller Chemikanten bei maximal 2.426 €, für weitere 25% hingegen auch bei mindestens 5.390€ monatlich. Basis für diese Zahlen sind 428 Datensätze, die wir in den vergangenen Jahren erhoben und ausgewertet haben.

Viele Arbeitsplätze in der Chemiebranche werden nach Tarif bezahlt, sind also von unterschiedlichen Tarifverträgen abhängig. Für alle anderen sind es vor allem die folgenden Faktoren, die auf die Höhe des Verdienstes Einfluss nehmen.

Erfahrungslevel – in welchem Alter winkt welcher Lohn?

Nachdem die Ausbildung zum Chemikant erfolgreich abgeschlossen wurde, bekommen Berufsanfänger im Schnitt ein Einstiegsgehalt von 3.174 € im Monat. Im Laufe der Jahre steigt nicht nur die Erfahrung, sondern meist auch das Einkommen:

  • 25 Jahre = 3.358 Euro brutto
  • 30 Jahre = 3.375 Euro brutto
  • 35 Jahre = 3.681 Euro brutto
  • 40 Jahre = 4.187 Euro brutto
  • 45 Jahre = 3.989 Euro brutto
  • 50 Jahre = 3.885 Euro brutto

Dass die Zahlen innerhalb unserer Statistik schwanken und teilweise auch wieder sinken, bedeutet nicht, dass der Verdienst gegen Ende der Berufslaufbahn grundsätzlich zurückgeht. Ein Teil der Chemikanten hat in diesem Alter durch Fort- und Weiterbildungen oder gar ein Studium bereits höhere und meist auch besser bezahlte Posten, wie z. B. als Chemietechniker, Chemieingenieur oder Chemiker, erreicht. Da das Chemikant-Gehalt unter anderem durch Schichtzulagen steigt, wird es wohl auch einige Arbeitnehmer geben, die mit zunehmendem Alter weniger Nacht- und Wochenendschichten übernehmen und dadurch auch weniger Schichtzulagen bekommen.

Unabhängig vom Alter hat auch das Geschlecht Einfluss auf die Höhe des Lohns. Wie in den meisten anderen Berufen, verdienen auch bei den Chemikanten Männer besser als Frauen. Kommt ein Chemikant im Schnitt auf 3.715 € monatlich, bringt es eine Chemikantin im gleichen Zeitraum nur auf 2.951 €. Die Nähe des allgemeinen Durchschnittswertes (3.635 €) zum Schnitt der männlichen Chemikanten verdeutlicht, dass dieser Beruf in der Mehrzahl von Männern ausgeübt wird.

Spielt die Größe des Arbeitgebers eine Rolle?

In den meisten Berufen und Branchen gilt die Faustformel: Je mehr Mitarbeiter ein Unternehmen hat, desto mehr Lohn gibt es auch. Für Chemikanten sieht die Statistik folgendermaßen aus:

  • bis 500 Mitarbeiter = 2.897 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 3.608 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 4.081 Euro brutto

Der Unterschied zwischen kleinen und mittelgroßen Firmen ist enorm, aber auch zwischen letzteren und großen Konzernen klafft eine Lücke, die nicht zu vernachlässigen ist. Der allgemeine Durchschnittswert (3.635 €) deutet darauf hin, dass Chemikanten hauptsächlich in mittelgroßen und großen Unternehmen arbeiten.

Gibt es regionale Unterschiede?

Auch das Bundesland gehört zu den Faktoren, die die Höhe des Gehalts beeinflussen. So verdient ein Chemikant in Hamburg (3.840 €), Hessen oder Niedersachen im Schnitt deutlich besser als zum Beispiel in Thüringen (2.897 €), Sachsen oder Mecklenburg-Vorpommern. Ein möglicher Grund für diese Gehaltsdifferenzen sind die regional unterschiedlich hohen Lebenshaltungskosten.

Sie möchten es noch genauer wissen?
Bei allen genannten Angaben zum Gehalt als Chemikant bzw. Chemikantin handelt es sich um Durchschnittswerte. Für genauere Informationen empfehlen wir unseren kostenlosen Gehaltscheck oder eine individuelle Gehaltsanalyse (zum Gehaltsvergleich).

2. Ausbildung / Weiterbildung

Die Lehre zum Chemikanten oder zur Chemikantin gilt als anerkannter Ausbildungsberuf nach dem Berufsbildungsgesetz (BBiG). Die Interessenten erlernen diesen Beruf im dualen System. Sie besuchen die Berufsschule sowie Ausbildungsbetriebe in der Industrie. Laut bundesweiter Regelung beträgt die Lehrdauer dreieinhalb Jahre. Aufgrund verschiedener Wahlmodule zeigt sich der Unterricht flexibel strukturiert.

Für eine Ausbildung in diesem Tätigkeitsfeld gibt es keine speziellen Voraussetzungen. Allerdings besitzen Bewerber mit einem mittleren Schulabschluss höhere Chancen auf einen Ausbildungsplatz bei Unternehmen. Einige Betriebe verlangen von ihren Lehrlingen gute Vorkenntnisse in den Fächern Mathematik, Physik und Chemie. Des Weiteren kennen sich die Lernwilligen mit der Datenverarbeitung aus und beherrschen den Umgang mit EDV-Systemen. Fähigkeiten in den Fächern Technik und Werken gereichen bei der Lehre zum Vorteil.

Im ersten Jahr der Ausbildung stehen theoretische Lerninhalte im Vordergrund. Die Auszubildenden lernen das Bestimmen von Viskositäten, Brechzahlen und Schmelz-Temperaturen. Ebenso beschäftigen sie sich mit dem Sedimentieren und Filtrieren von Stoffen. Die Ausbilder vermitteln ihnen, wie sie Differenzdruck, Druck, Füllstände, Mengen und Durchflüsse berechnen und abmessen. Auch die Umweltschutz-Maßnahmen spielen im Unterricht eine wichtige Rolle. Das zweite Lehrjahr konzentriert sich auf Analyse-Verfahren und das Ausführen von Betriebsanweisungen. Zu den praktischen Kernthemen in den letzten Ausbildungsjahren zählen das Überprüfen und Einsetzen von Geräten zum

  • Destillieren,
  • Rektifizieren,
  • Sedimentieren,
  • Zentrifugieren
  • und Filtrieren.

Die Lernenden bauen Grundschaltungen auf und prüfen diese. Diese Prozessabläufe halten sie in einer ausführlichen Dokumentation fest. Weitere Lernstoffe stellen das Instandhalten von Produktions-Einrichtungen und das Testen von programmierbaren Steuerungen dar. Zu den fakultativen Themen gehören die Berufsbildung sowie das Tarif- und Arbeitsrecht. Sicherheit, Gesundheitsschutz, Anlagesicherheit, Qualitätsmanagement und kostenorientiertes Handeln existieren als Wahlfächer.

Weitere Details zum Gehalt in der Ausbildung als Chemikant/-in.

3. Studium

Zukünftige Chemikanten wählen ein Chemie-Studium an Universitäten oder Hochschulen. Dieses umfasst in der Regel sechs Semester und endet mit einem Bachelor-Abschluss. Fortführend stehen Studiengänge mit Master- oder Diplom-Abschluss zur Wahl. Die Studien-Voraussetzung stellen mehrere Praktika dar. Dabei orientiert sich die Art der praktischen Erfahrung an dem gewünschten Fachbereich. In dem Chemie-Studium erhält das Arbeiten mit Labor-Chemikalien eine hohe Priorität.

Innerhalb des Studiums absolvieren die Studenten verschiedene Pflichtpraktika. Diese nehmen Einfluss auf die Studiendauer. Zu den praktischen Übungen zählen das Ausfüllen von Protokollen, das Bearbeiten von Übungsaufgaben und das Experimentieren. Eine einheitliche Zulassungs-Beschränkung für den Studiengang gibt es nicht. Somit brauchen Interessenten im Regelfall keinen bestimmten Numerus clausus. Ausschließlich lokale Beschränkungen in den Rubriken Biochemie und Wirtschaftschemie bestehen als Option.

Den Lehrgang der Diplom-Chemie schließen die Studierenden mit einem Diplom ab. Neben Seminaren und Vorlesungen nehmen die Lernwilligen an Praktika teil. Diese beschäftigen sich mit der Hypothesen-Erstellung und Vollanalysen. Die Lerninhalte unterteilen sich innerhalb des Grund- und Hauptstudiums. Dabei gibt es in den Universitäten verschiedene Pflicht- und Wahlfächer. Grundsätzlich steht im Grundstudium die allgemeine Chemie im Fokus. Weitere Studien-Inhalte zeigen sich in Form von:

  • der Thermodynamik,
  • der Elektrochemie,
  • der anorganischen Chemie (Stoffchemie),
  • der Quantenmechanik
  • und der organischen Chemie.

Sämtliche Module schließen die Mathematik, Analysis und Statistik als relevante Kurse ein. Speziell im Hauptstudium vermitteln die Dozenten den Lernenden Kenntnisse in der Festkörperchemie.

4. Tätigkeit

Chemikanten und Chemikantinnen sind dafür zuständig Maschinen und Anlagen zu steuern und überwachen, mit denen chemische Erzeugnisse sowohl hergestellt als auch abgefüllt und verpackt werden. Die Erzeugnisse werden von Werkhallen der Chemikalien-Betriebe in Lagerräume transportiert; außerdem werden Qualitätsprüfungen und Analysen durchgeführt. Der Arbeitsplatz von Chemikanten und Chemikantinnen sind Chemie-Fabriken, Labors, Chemiefaserwerke und sonstige Betriebe, die mit Chemie zu tun haben (zum Beispiel Raffinerien oder Hersteller von Kosmetika, Kunststoffen, Düngemitteln oder Pflanzen- und Desinfektionsmitteln).

Die Ausbildung zu diesem Beruf dauert dreieinhalb Jahre, findet in der Industrie statt und ist ein nach dem Berufsbildungsgesetz anerkannter Ausbildungsberuf.
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