*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Ausbilder / Ausbilderin

Datenbasis: 117 Datensätze
Region 1. Quartil Mittelwert 3. Quartil Offene Jobs
Deutschland: 1.912 € 2.802 € 4.479 €
Baden-Württemberg 2.031 € 2.929 € 3.619 € Jobs Ausbilder / Ausbilderin
Bayern 1.874 € 2.892 € 4.902 € Jobs Ausbilder / Ausbilderin
Berlin 1.929 € 2.622 € 4.072 € Jobs Ausbilder / Ausbilderin
Brandenburg 1.961 € 2.139 € 3.401 € Jobs Ausbilder / Ausbilderin
Bremen 1.943 € 2.848 € 4.553 € Jobs Ausbilder / Ausbilderin
Hamburg 2.028 € 2.972 € 4.751 € Jobs Ausbilder / Ausbilderin
Hessen 2.021 € 2.894 € 4.026 € Jobs Ausbilder / Ausbilderin
Mecklenburg-Vorpommern 1.406 € 2.060 € 3.293 € Jobs Ausbilder / Ausbilderin
Niedersachsen 2.283 € 2.539 € 3.360 € Jobs Ausbilder / Ausbilderin
Nordrhein-Westfalen 2.057 € 2.725 € 4.496 € Jobs Ausbilder / Ausbilderin
Rheinland-Pfalz 1.881 € 2.756 € 4.405 € Jobs Ausbilder / Ausbilderin
Saarland 1.630 € 2.389 € 3.819 € Jobs Ausbilder / Ausbilderin
Sachsen 1.471 € 2.155 € 3.445 € Jobs Ausbilder / Ausbilderin
Sachsen-Anhalt 1.333 € 1.953 € 3.122 € Jobs Ausbilder / Ausbilderin
Schleswig-Holstein 1.679 € 2.461 € 3.934 € Jobs Ausbilder / Ausbilderin
Thüringen 1.498 € 2.196 € 3.510 € Jobs Ausbilder / Ausbilderin

Ausbilder / Ausbilderin für anerkannte Ausbildungsberufe:

1. Gehalt

Als Ausbilder liegt das deutschlandweite Gehalt bei 2.802 € pro Monat. Diesen Wert haben wir auf Basis von 117 Datensätzen ermittelt, die wir in den letzten zwei Jahren erfasst haben. Hinsichtlich der Gehaltsspanne ist festzustellen, dass die unteren Monatsgehälter bei 1.912 € beginnen, Ausbilder in den oberen Regionen jedoch auch bis zu 4.479 € und mehr verdienen können.

Wie bei nahezu allen Berufen, hat neben vielen anderen Faktoren auch der Standort des Arbeitgebers individuellen Einfluss auf die Höhe des Gehalts. So beträgt das monatliche Durchschnittsgehalt im nördlichsten Bundesland der Republik ungefähr 2.461 €. Arbeitet man hingegen im Süden, so kann man beispielsweise in Baden-Württemberg mit einem durchschnittlichem Gehalt von 2.929 € rechnen. Insoweit ist anzumerken, dass die Analyse unserer Daten bundesweit regelmäßig zu dem Ergebnis führt, dass die Gehälter im Süden Deutschlands tendenziell über denen im Norden liegen. Jedoch ist dabei - wie auch beim Vergleich des Verdienstes in städtischen Gebieten mit denen auf dem Land - zu beachten, dass die Lebenshaltungskosten oft parallel zu den Gehältern steigen.

Tabellarisch stellt sich das Gehalt als Ausbilder in Abhängigkeit vom Alter wie folgt dar

  • 25 Jahre = 2.762 Euro brutto
  • 30 Jahre = 3.069 Euro brutto
  • 35 Jahre = 3.320 Euro brutto
  • 40 Jahre = 2.725 Euro brutto
  • 45 Jahre = 2.959 Euro brutto
  • 50 Jahre = 2.868 Euro brutto

Auswirkung der Firmengröße auf das Monatsgehalt

  • bis 500 Mitarbeiter = 2.493 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 3.188 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 3.393 Euro brutto
2. Ausbildung / Weiterbildung

Der/die Ausbilder /-in für anerkannte Ausbildungsberufe ist ein Lehrberuf, der über eine Weiterbildung erlernbar ist. Voraussetzung für die Teilnahme an der Ausbildung ist der Nachweis der persönlichen und fachlichen Eignung. Zur fachlichen Eignung zählen berufs- und arbeitspädagogische Kenntnisse. Das bedeutet, der Bewerber muss über eine abgeschlossene Berufsausbildung mit Berufspraxis verfügen oder ein abgeschlossenes Hochschulstudium besitzen. Zudem sollte der Bewerber pädagogisches und didaktisches Geschick vorweisen können. Die Ausbildungsdauer hängt von der Unterrichtsform und dem Bildungsanbieter ab. Sie kann in Voll- und Teilzeit oder im Fernunterricht durchlaufen werden. Der Unterricht besteht aus Übungen und theoretischem Unterricht.

In dem Lehrgang lernt der Teilnehmer Ausbildungen, Ausbildungsvoraussetzungen und Aufgaben des Ausbildungsbetriebs zu prüfen und zu planen. Er befasst sich zudem mit der Vorbereitung von Ausbildungen und erlernt, Ausbildungspläne zu erstellen und diese mit der Berufsschule abzustimmen. Der Lehrgang vermittelt pädagogische Kenntnisse und Ausbildungsmethoden zur Leistungsprüfung und zur Beurteilung. Weiterhin erlernt der Teilnehmer betriebliche Lern- und Arbeitsaufgaben zu entwickeln sowie Abschlussprüfungen vorzubereiten und durchzuführen.

Die wichtigsten Inhalte der Ausbildung zum/zur Ausbilder /-in sind:

  • Ausbildungsvoraussetzungen prüfen,
  • Ausbildung planen und vorbereiten,
  • Auswählen von Auszubildenden,
  • Unterricht durchführen,
  • Ausbildung abschließen.

Am Ende der Ausbildung findet laut Ausbilder-Eignungsordnung eine Abschlussprüfung statt. Sie besteht aus einem schriftlichen und praktischen Teil und fragt fallbezogene Aufgaben aus allen Handlungsfeldern ab. Anschließend arbeitet der/die Ausbilder /-in für anerkannte Ausbildungsberufe in Betrieben und Berufsschulen. Aufbauend auf die bereits vorhandenen Qualifikationen kann der/die Ausbilder eine Aufstiegsweiterbildung zum/zur Berufspädagogen /-pädagogin ablegen.

Der Ausbilder /-in für anerkannte Ausbildungsberufe muss sich regelmäßig weiterbilden, um auf dem Laufenden zu bleiben. Fort- und Weiterbildungen im Bereich der betrieblichen Aus- und Weiterbildung, der Lernpädagogik, der Lernberatung sowie im Arbeitsrecht und Konfliktmanagement bieten sich an. Zudem gibt es eine Vielzahl an Seminaren und Lehrgängen, bei denen der/die Ausbilder /-in die kommunikativen und didaktischen Fähigkeiten trainieren kann.

3. Studium

Wer sich zum Ausbilder /-in für anerkannte Ausbildungsberufe ausbilden lassen möchte, kann die entsprechenden Qualifikationen auch über ein Studium der Berufspädagogik erhalten. Der Bachelorstudiengang umfasst eine Regelstudienzeit von sechs Semestern. Es gibt keine besonderen Zulassungsbeschränkungen. Bewerber müssen jedoch in Abhängigkeit von der Hochschule eine allgemeine oder fachgebundene Hochschulreife vorweisen.

Das Berufspädagogikstudium umfasst insgesamt 180 Leistungspunkte und ist in Module unterteilt. Jedes Modul besteht aus mehreren Lehrveranstaltungen und bildet eine Prüfungseinheit. Während des Studiums muss der Student ein sechswöchiges Praktikum absolvieren.

Das Studium beschäftigt sich in erster Linie mit der wissenschaftlichen Ausbildung in Pädagogik, Soziologie und Psychologie. Es besitzt oft einen Schwerpunkt im Gesundheitswesen oder einem technischen Bereich. Der Studierende lernt Methoden zur Analyse, Gestaltung und Anwendung von Bildungs- und Erziehungsprozessen kennen. Der Erwerb grundlegender Kenntnisse und Fähigkeiten in der Berufspädagogik ermöglichen dem Studenten einen Berufseinstieg in Arbeitsgebiete der Anwenderberatung und –schulung. Das Studium vermittelt grundlegendes Wissen aus verschiedenen Wissenschaftsdisziplinen und wichtige pädagogische Handlungskompetenzen. Im Hauptstudium kann sich der Student auf einen Bereich spezialisieren und einen Schwerpunkt, wie zum Beispiel in Gesundheitsförderung oder Wirtschaft setzen. Essenzielle Studieninhalte sind Kommunikation, Didaktik und Ethik. Während des Studiums finden viele praktische Übungen und Exkursionen statt, sodass sich der Student auf die Lehrtätigkeit gut vorbereiten kann.

Die wichtigsten Fächer des Berufspädagogik-Studiengangs sind:

  • Philosophie,
  • Ethik,
  • Anthropologie,
  • Psychologie,
  • Wissenschaftliches Arbeiten,
  • Forschungsmethoden,
  • Kommunikation,
  • Didaktik,
  • Grundlagen der Erziehungswissenschaften,
  • Grundlagen der Pädagogik,
  • Schwerpunktfach (z.B. Pflegewissenschaft)
  • Kommunikationstheorie,
  • Unterrichtsmodelle,
  • Bildungssoziologie,
  • Prozessbeobachtung,
  • Berufliche Bildung,
  • Statistik,
  • Management für Pädagogen,
  • Projektmanagement,
  • Qualitätsmanagement,
  • Beratung in der Pädagogik,
  • Organisation von Ausbildungseinrichtungen,
  • Bildungspolitik,
  • Bildungsökonomie.

Am Ende des Studiums verfasst der Studierende eine schriftliche Bachelorarbeit.

4. Tätigkeit

Bei der Bezeichnung Ausbilder oder Ausbilderin für anerkannte Ausbildungsberufe handelt es sich ganz allgemein um Personen, die in Wirtschaftsunternehmen aller Branchen für die praktische Wissensvermittlung an Azubis zuständig sind. Sie weisen durch Fortbildung die pädagogischen Qualitäten auf, um junge Menschen auf ihrem Weg in die Berufswelt zu begleiten und ihnen altersgerecht die Fertigkeiten und Kenntnisse, die für den jeweiligen Beruf erforderlich sind, beizubringen. Zudem bestreiten sie ihr Einkommen weiterhin mit der praktischen Tätigkeit im Betrieb. Sie sind keine reinen Lehrer für praktische Wissensvermittlung.

Der/die Ausbilder /-in für anerkannte Ausbildungsberufe führt betriebliche Berufsausbildungen durch. Dabei hält er sich an die rechtlichen, pädagogischen und psychologischen Grundlagen. Er setzt Inhalte von Ausbildungsplänen um, wählt Azubis aus und überwacht die Einhaltung des Lehrplans. Weiterhin kontrolliert er die Berichtshefte und unterrichtet die Azubis in theoretischen und praktischen Inhalten des jeweiligen Berufs. Darüber hinaus bereitet der/die Ausbilder /-in das Lehrmaterial und den Unterricht vor, sodass die Inhalte verständlich sind. Er bewertet die Leistungen, Lernfortschritte und das Verhalten der Azubis. Damit diese ihre Zwischen- oder Abschlussprüfung ablegen können, meldet er sie bei der zuständigen Kammer an. Am Ende der Ausbildung stellt er die Zeugnisse aus. Er berät zudem die Ausbildungsbetriebe in Fragen der Übernahme von Azubis. Ferner plant der/die Ausbilder Weiterbildungen, übernimmt organisatorische und verwaltende Tätigkeiten, erledigt Schriftverkehr, führt Ausbildungsakten, erstellt Lehrpläne und optimiert Bildungsprozesse.

Der/die Ausbilder für anerkannte Ausbildungsberufe benötigt didaktisches und pädagogisches Geschick sowie Kontaktbereitschaft und Sorgfalt. Er sollte einfühlsam mit den Azubis umgehen, sich aber auch durchsetzen und Konflikte lösen können.