*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Lehrer / Lehrerin - allgemeinbildende Schulen

Datenbasis: 296 Datensätze
Region 1. Quartil Mittelwert 3. Quartil Offene Jobs
Deutschland: 2.775 € 4.307 € 6.304 €
Baden-Württemberg 2.922 € 4.059 € 6.088 € Jobs Lehrer / Lehrerin - allgemeinbildende Schulen
Bayern 2.337 € 4.413 € 6.467 € Jobs Lehrer / Lehrerin - allgemeinbildende Schulen
Berlin 2.948 € 4.881 € 5.733 € Jobs Lehrer / Lehrerin - allgemeinbildende Schulen
Brandenburg 2.414 € 4.004 € 4.810 € Jobs Lehrer / Lehrerin - allgemeinbildende Schulen
Bremen 2.667 € 4.139 € 6.058 € Jobs Lehrer / Lehrerin - allgemeinbildende Schulen
Hamburg 2.944 € 4.569 € 6.687 € Jobs Lehrer / Lehrerin - allgemeinbildende Schulen
Hessen 2.781 € 4.316 € 6.711 € Jobs Lehrer / Lehrerin - allgemeinbildende Schulen
Mecklenburg-Vorpommern 2.619 € 4.002 € 8.391 € Jobs Lehrer / Lehrerin - allgemeinbildende Schulen
Niedersachsen 3.066 € 4.958 € 6.782 € Jobs Lehrer / Lehrerin - allgemeinbildende Schulen
Nordrhein-Westfalen 2.510 € 4.285 € 6.333 € Jobs Lehrer / Lehrerin - allgemeinbildende Schulen
Rheinland-Pfalz 2.806 € 5.085 € 7.587 € Jobs Lehrer / Lehrerin - allgemeinbildende Schulen
Saarland 2.464 € 3.825 € 5.599 € Jobs Lehrer / Lehrerin - allgemeinbildende Schulen
Sachsen 2.740 € 3.673 € 7.126 € Jobs Lehrer / Lehrerin - allgemeinbildende Schulen
Sachsen-Anhalt 2.091 € 3.246 € 4.751 € Jobs Lehrer / Lehrerin - allgemeinbildende Schulen
Schleswig-Holstein 3.326 € 4.296 € 6.113 € Jobs Lehrer / Lehrerin - allgemeinbildende Schulen
Thüringen 2.169 € 3.366 € 4.927 € Jobs Lehrer / Lehrerin - allgemeinbildende Schulen

Lehrer / Lehrerin - allgemeinbildende Schulen:

1. Gehalt

Als Lehrer an einer allgemeinbildenden Schule liegt das deutschlandweite Gehalt bei 4.307 € pro Monat. Diesen Wert haben wir auf Basis von 296 Datensätzen ermittelt, die wir in den letzten zwei Jahren erfasst haben. Hinsichtlich der Gehaltsspanne ist festzustellen, dass die unteren Monatsgehälter bei 2.775 € beginnen, Lehrkräfte in allgemeinbildenden Schulen in den oberen Regionen jedoch auch bis zu 6.304 € und mehr verdienen können.

Wie bei nahezu allen Berufen, hat neben vielen anderen Faktoren auch der Standort des Arbeitgebers individuellen Einfluss auf die Höhe des Gehalts. So beträgt das monatliche Durchschnittsgehalt im nördlichsten Bundesland der Republik ungefähr 4.296 €. Arbeitet man hingegen im Süden, so kann man beispielsweise in Baden-Württemberg mit einem durchschnittlichem Gehalt von 4.059 € rechnen. Insoweit ist anzumerken, dass die Analyse unserer Daten bundesweit regelmäßig zu dem Ergebnis führt, dass die Gehälter im Süden Deutschlands tendenziell über denen im Norden liegen. Jedoch ist dabei - wie auch beim Vergleich des Verdienstes in städtischen Gebieten mit denen auf dem Land - zu beachten, dass die Lebenshaltungskosten oft parallel zu den Gehältern steigen.

Tabellarisch stellt sich das Gehalt als Lehrer an einer allgemeinbildenden Schule in Abhängigkeit vom Alter wie folgt dar

  • 25 Jahre = 3.584 Euro brutto
  • 30 Jahre = 3.711 Euro brutto
  • 35 Jahre = 3.906 Euro brutto
  • 40 Jahre = 4.361 Euro brutto
  • 45 Jahre = 4.394 Euro brutto
  • 50 Jahre = 4.710 Euro brutto

Auswirkung der Firmengröße auf das Monatsgehalt

  • bis 500 Mitarbeiter = 4.159 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 4.720 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 4.721 Euro brutto
2. Ausbildung / Weiterbildung

Fachlehrer /-in für allgemeinbildende Schulen ist ein anerkannter Lehrberuf, der im Rahmen einer Weiterbildung erlernt werden kann. Der Unterricht findet als Vorbereitungsdienst oder als Seminar an Akademien und speziellen Ausbildungsinstitutionen statt.

Teilnehmer erhalten eine theoretische und schulpraktische Weiterbildung bei der Pädagogik, Methodik und Didaktik des fachpraktischen Unterrichts und es werden Inhalte der Schulorganisation und Unterrichtsführung vermittelt. Zusätzlich legt der Teilnehmer ein Fach, wie Werken, Kunsterziehung, Hauswirtschaft, Musik oder Sport fest, auf dem er sich spezialisieren und welches er unterrichten möchte. Die wichtigsten Fächer sind Psychologie, Erziehungswissenschaften, Schulkunde, Schulpraxis und Kommunikation.

Die Weiterbildung dauert zwei bis vier Jahre und findet in Vollzeit oder im Rahmen von Hospitationen einmal in der Woche statt. Der Teilnehmer erhält während der Weiterbildung eine Vergütung. Für die Zulassung werden die deutsche Staatsangehörigkeit, eine mittlere Reife und je nach Bundesland und Fachrichtung eine abgeschlossene Berufsausbildung verlangt. Im Einzelnen sind das:

  • Für eine Fachlehrer /-in Weiterbildung für allgemeinbildende Schulen mit Schwerpunkt Ernährung und Gestaltung wird ein handwerklicher Ausbildungsberuf aus den Bereichen Mode, Keramik- Holz oder Flechtwerkgestaltung verlangt
  • Für eine Fachlehrer /-in Weiterbildung für allgemeinbildende Schulen mit Schwerpunkt Englisch und Sport wird ein Beruf als Fremdsprachenkorrespondent vorausgesetzt
  • Für eine Fachlehrer /-in Weiterbildung für allgemeinbildende Schulen mit Schwerpunkt Musik und Sport wird ein Berufsabschluss als Chorleiter oder Kirchenmusiker mit C-Prüfung verlangt
  • Für eine Fachlehrer /-in Weiterbildung für allgemeinbildende Schulen mit Schwerpunkt Sport wird ein Beruf als Sportlehrer im freien Beruf oder Diplom-Sportwissenschaftler vorausgesetzt

Darüber hinaus darf der Bewerber nicht vorbestraft sein und muss sich einer ärztlichen Einstellungsuntersuchung unterziehen. Zudem haben viele Schulen ein Auswahlverfahren.

Die Weiterbildung zum/zur Fachlehrer /-in für allgemeinbildende Schulen wird mit einer staatlichen Abschlussprüfung abgeschlossen. Sie besteht aus mündlichen, schriftlichen und praktischen Teilen und umfasst zudem zwei Lehrproben mit einem Entwurf über einen geplanten Unterricht.

3. Studium

Der/die Fachlehrer /-in für allgemeinbildende Schulen kann einen lehramtsbezogenen Bachelor-Studiengang durchlaufen, um auch in anderen Fächern unterrichten zu können. Lehramt zählt zu den beliebtesten Studiengängen in Deutschland. Obwohl der Studiengang und auch der Beruf sehr anspruchsvoll sind, ist etwa jeder zehnte Student in einem lehramtbezogenen Studiengang eingeschrieben.

Für die Zulassung benötigt der Bewerber eine abgeschlossene Hochschulreife. In einigen Fällen ist der Lehramt-Studiengang mit einem Numerus Clausus zulassungsbeschränkt. Die Studenten wählen zwei schulrelevante Fächer für eine allgemeinbildende Schule aus, die sie lehren möchten. Sie können Fächer für ein Lehramt an Grundschulen, Hauptschulen, Realschulen oder Gymnasien belegen.

Je nach Lehramt gibt es verschiedene Fächer und Kombinationsmöglichkeiten. Bei einigen Fächern werden Sprachkenntnisse verlangt. Neben dem fachspezifischen Unterricht werden in Modulen allgemeine erziehungswissenschaftliche und schulpädagogische, didaktische Grundlagen vermittelt. Der theoretische Unterricht wird mit einer praxisorientierten Ausbildung sowie mit Sprachkursen, Praktika und Veranstaltungen verknüpft. Der Student erhält zudem fachübergreifende und berufsbezogene Kompetenzen, denn als Lehrer ist er nicht nur ein Experte für Erziehung und Unterricht, sondern stellt auch eine wichtige Bezugsperson und Vorbild für die Kinder da. Hingabe und Identifikation mit dem Beruf sind daher wichtig.

Inhalte des Lehramt-Studiums:

  • Profunde Fachkenntnisse in den zwei gewählten Schwerpunktfächern
  • Erziehungswissenschaftliche Module
  • Schlüsselqualifikationen
  • Lernprozesse und Lernentwicklung
  • Pädagogische Professionalität
  • Grundlagen von Sozialisation
  • Lehren und Lernen im Kontext
  • Grundlagen der Didaktik
  • Bildungsinstitutionen und Pädagogische Konzepte
  • Qualitätssicherung
  • Gestaltung des Unterrichts
  • Erziehungswissenschaften
  • Überfachliche Kompetenzen
  • Sozialwissenschaften

Das Studium dauert sechs Semester. Der Student schließt mit einem Bachelor of Education ab. Der Bachelor reicht aber für die Lehramtstätigkeit nicht aus. Der Absolvent muss sein Studium fortsetzen und in einem viersemestrigen Master seine Staatsprüfung ablegen. Die gewählte Fächerkombination des vorangegangenen Bachelor-Studiums muss der Student beibehalten. Um als Lehrer /-in an einer staatlichen Schule unterrichten zu können, muss der Absolvent anschließend ein achtzehnmonatiges Referendariat durchlaufen.

4. Tätigkeit

Fachlehrer /-innen für allgemeinbildende Schulen unterrichten an Haupt-, Real- und Berufsschulen, Berufsfachschulen, Fachschulen, Fachoberschulen oder an Berufsakademien. Sie unterrichten und vermitteln fachspezifische Inhalte unterschiedlicher Fächer in verschiedenen Jahrgangsstufen und für verschiedene Schulen. Als Fachlehrer /-in für allgemeinbildende Schulen hilft man den Schülern, ihr theoretisches Wissen praktisch anzuwenden. Dabei ist man im musischen und technischen Bereich tätig und vermittelt Kenntnisse der Fächer Hauswirtschaft, Textverarbeitung, Werken oder Technisches Zeichnen. In Sonderschulen fördert man die Entwicklung körperlich wie geistig behinderter Kinder. Der Einsatzort der Berufsgruppe ist in Klassenzimmern, Werkstätten oder Turnhallen.

Zur Tätigkeit gehört, dass Fachlehrer /-innen für allgemeinbildende Schulen vor dem Unterricht den Unterrichtsstoff aus dem Lehrplan vorbereiten, die Lernmittel auswählen und Unterrichtsmaterialien zusammenstellen. Sie bringen den Schülern berufsbezogene Kenntnisse bei und ergänzen den Unterricht mit Versuchen, Demonstrationen, Übungen und Gruppenarbeiten. Die Fachlehrer /-innen motivieren die Schüler und erziehen sie zu selbstständigem Lernen. In regelmäßigen Abständen überprüfen sie den Wissensstand. Zudem korrigieren sie Klassenarbeiten und Hausaufgaben. Sie halten Elternsprechstunden und nehmen an schulischen Konferenzen und Besprechungen teil. Weiterhin übernehmen sie Büro- und Verwaltungsarbeiten.

Gute Fachlehrer /-innen für allgemeinbildende Schulen besitzen Einsatzbereitschaft, Durchhaltevermögen, Zielstrebigkeit, Motivation, Verantwortungsbewusstsein, Kommunikationsfähigkeit, Sorgfalt, psychische Belastbarkeit und Stabilität sowie Einfühlungs- und Durchsetzungsvermögen.

Die Fachlehrer /-innen für allgemeinbildende Schulen sollten regelmäßig an Weiterbildungen teilnehmen, um die Fachkenntnisse auf den neusten Stand zu bringen.