Maurer/-in Ausbildung

Im Baugewerbe ginge ohne den Maurer nichts. Ganz gleich, ob es dabei um den Bau von Einfamilienhäusern oder großen Hallen gibt ? fast überall kommt er zum Einsatz. Wer seine Ausbildung zum Maurer einmal erfolgreich absolviert hat, ist neben dem Errichten von Mauern auch dafür zuständig, Estrich und Putz zu gießen, ebenso wie Beton. Darüber hinaus gehören oft auch Arbeiten zur Abdichtung und Entwässerung von Boden und Mauerwerk zur Arbeit, die der Maurer verrichtet. Gerade auf großen Baustellen ist es dabei auch zu den verschiedensten Spezialisierungen gekommen, so dass der Maurer in größeren Unternehmen nur noch eingeschränkte Aufgaben wahrnimmt, während er in kleineren Betrieben ein echter Allrounder ist. Gemeinsam haben alle Maurer ihres Fachs, dass sie eine körperlich sehr anstrengende Arbeit verrichten. Wichtiger als Schulnoten sind für eine Ausbildung zum Maurer dementsprechend auch eine gute Kondition und Interesse am Handwerk. Gearbeitet wird überwiegend im Freien, so dass Hitze, Regen und Kälte einem in diesem Handwerk nichts ausmachen sollten. Das Gehalt ist dabei der Schwere der Arbeit angemessen.

Ausbildungsgehalt Maurer/-in

In der Industrie und dem Handel Ausbildungsdauer: 36 Monate
1. Lehrjahr 2. Lehrjahr 3. Lehrjahr 4. Lehrjahr
Alte Bundesländer (West) 755 € 1115 € 1400 € 0 €
Neue Bundesländer (Ost) 675 € 895 € 1120 € 0 €

Ausbildungsgehalt Maurer/-in

Im Handwerk Ausbildungsdauer: 36 Monate
1. Lehrjahr 2. Lehrjahr 3. Lehrjahr 4. Lehrjahr
Alte Bundesländer (West) 755 € 1115 € 1400 € 0 €
Neue Bundesländer (Ost) 675 € 895 € 1120 € 0 €
(Quellenangabe: BIBB)

Das beinhaltet die Ausbildung zum Maurer

Betriebe, die einen Ausbildungsplatz für die Berufsausbildung zum Maurer anbieten, sind in ganz Deutschland zu finden. Die Lehrzeit hat eine Ausbildungsdauer von drei Jahren, die durch eine handwerkliche Vor-Ausbildung aber unter Umständen um sechs bis zwölf Monate verkürzt werden kann. Die in Betrieb und Berufsschule stattfindende Ausbildung ist dabei in drei Stufen aufgeteilt: Im ersten Lehrjahr lernt der Azubi alles zum Hochbau, also klassische Maurerarbeiten, Arbeiten mit Beton sowie Feuerungs- und Schornsteinbauten. Im zweiten Ausbildungsjahr werden die Maurerkenntnisse vertieft, im dritten Lehrjahr kommen Kenntnisse über das Fliesenlegen und Zimmermannsarbeiten hinzu.

Dieser praktische Teil wird in der Berufsschule über die Umsetzung von Baukonstruktionen, Wissen über Feuchteschutz und Wärmedämmung, Baustoffkunde und Sicherheit am Arbeitsplatz ergänzt. Oft organisiert der Ausbildungsbetrieb noch überbetriebliche Lehrgänge, in denen bestimmte Bereiche des Maurerhandwerks noch vertieft werden. Am Ende der Ausbildung zum Maurer ist man dann in der Lage, einen Rohbau vom Keller bis zum Dach zu errichten. In Deutschland ist es nach wie vor Tradition, dass der Maurer sich nach seiner Abschlussprüfung erst einmal auf Wanderschaft geht und an den verschiedensten Baustellen in Deutschland arbeitet. Wer sich weiter entwickeln möchte, der kann sich zum Beispiel zum Maurermeister weiter bilden oder ein Studium als Ingenieur oder Architekt in Erwägung ziehen.