Pharmakant/-in Ausbildung

Arzneimittel sind einer der wichtigsten Faktoren, die die Lebensdauer und –qualität eines Menschen, aber auch von Tieren, beeinflussen können. Krankheiten wie die Grippe, die noch vor 100 Jahren oft tödlich endeten, können mit den richtigen Medikamenten gut behandelt werden. Hergestellt werden diese Arzneien von Menschen, die zuvor eine Ausbildung zum Pharmakant absolviert haben. Diese Leute sind dafür zuständig, mit der Hilfe von Maschinen die verschiedensten Arzneimittel herzustellen. Dazu gehören nicht nur Tabletten, sondern auch Salben und Cremes, Säfte oder Pulver. Neben der Herstellung ist er auch für die Verpackung und Lagerung sowie für die Vordosierung der Medikamente zuständig.

Wer sich für eine Ausbildung zum Pharmakanten interessiert, sollte großes Interesse in Chemie haben, sich aber auch vor Technik nicht scheuen, da dieser Beruf beides vereint. Gearbeitet wird überwiegend bei großen Pharmakonzernen, teilweise aber auch in Apotheken. Größere Unternehmen arbeiten dabei grundsätzlich im Schichtdienst, so dass man sich nach der abgeschlossenen Berufsausbildung auch mit Arbeitsschichten an Wochenenden oder nachts anfreunden muss. Selbstverständlich wird diesen Arbeitszeiten durch ein höheres Gehalt Rechnung getragen.

Ausbildungsgehalt Pharmakant/-in

Ausbildungsdauer: 42 Monate
1. Lehrjahr 2. Lehrjahr 3. Lehrjahr 4. Lehrjahr
Alte Bundesländer (West) 902 € 967 € 1052 € 1128 €
Neue Bundesländer (Ost) 913 € 960 € 1007 € 1058 €
(Quellenangabe: BIBB)

Das gibt es über die Ausbildung zum Pharmakant zu wissen

Grundsätzlich steht die Ausbildung zum Pharmakant allen offen, die mindestens die Mittlere Reife haben. Bei guten Leistungen ist es dabei möglich, die Ausbildungsdauer von 3,5 Jahren auf bis zu 2,5 Jahre zu senken. Die Berufsausbildung selbst findet nach dem dualen System, also am Ausbildungsplatz im Betrieb und in der Berufsschule statt. Zu den wichtigsten Schulfächern gehört Chemie, außerdem lernt der Azubi in der Schule alles über die Herstellung von Granulaten und Salben, erhält aber auch Grundkenntnisse in Physik und Analytik.

Das Herstellen von Lösungen, aber auch das Bedienen von Maschinen und EDV-Anlagen, die Reinigung der Arbeitsmittel und die Beschriftung von Arbeitsmaterialien sowie die Überprüfung und Verpackung des Produkts lernt man ebenfalls bereits während der Ausbildung zum Pharmakant. Wurde die Berufsausbildung abgeschlossen, kann man sich durch ein Studium oder durch Fortbildungen darüber hinaus noch zum Pharmameister, Pharmatechniker und Pharmareferent qualifizieren. Diese Fortbildungen bringen neben einem höheren Gehalt oft auch einen größeren Verantwortungsbereich mit sich und sind insbesondere in größeren Betrieben eine Grundvoraussetzung für einen Aufstieg auf der Karriereleiter.