Drogist/-in Ausbildung

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Drogisten beschäftigen sich während ihrer Arbeit vor allem mit Produkten rund um Kosmetik und Chemie, wie zum Beispiel Putzmitteln, aber auch Cremes, Reinigungsmitteln und ähnlichem. Sie werden – wie der Name schon vermuten lässt – in erster Linie in Drogerien eingesetzt und sind dort für die Beratung der Kunden hinsichtlich der richtigen Reinigungs- und Schönheitsprodukte zuständig. Doch nach der Ausbildung zum Drogisten gibt es auch noch andere Berufe, in die man einsteigen kann. So kann man sich als Azubi auch einen Ausbildungsplatz in einem Pharmaunternehmen oder einem Hersteller für Kosmetik finden.

Ausbildungsgehalt Drogist/-in

In der Industrie und dem Handel Ausbildungsdauer: 36 Monate
1. Lehrjahr 2. Lehrjahr 3. Lehrjahr 4. Lehrjahr
Alte Bundesländer (West) 751 € 837 € 957 € 0 €
Neue Bundesländer (Ost) 676 € 754 € 869 € 0 €
(Quellenangabe: BIBB)

Das Gehalt während der Ausbildung ist tariflich festgelegt und liegt ein wenig über dem, was der Einzelhandel üblicherweise zu bieten hat.
Alles zum Einstiegsgehalt, das Gehalt nach Alter, Geschlecht und Bundesland hier: Gehalt als Drogist /-in.

Über die Ausbildung zum/r Drogist/-in

Wie bei den meisten Ausbildungsberufen liegt die Ausbildungsdauer beim Drogisten ebenfalls bei drei Jahren Regelzeit, die sich bei sehr guten Leistungen auch verkürzen lassen. Unterrichtet wird im Betrieb – meist ein Drogeriemarkt – und in der Berufsschule.

Fachliche und persönliche Voraussetzungen

Da die Ausbildung zum Drogist gleichermaßen kaufmännische wie chemische Elemente hat, sind gute Noten in Mathematik, Chemie und Biologie die Grundvoraussetzung für eine Berufsausbildung in diesem Fach.

Ausbildungsinhalte und Ablauf

Neben kaufmännischen Aspekten wie dem Verkauf von Produkten und der Kundenberatung sowie der Warenwirtschaft und Preiskalkulation gehören bei der Ausbildung zum Drogist auch naturwissenschaftliche Elemente dazu. So lernt der Azubi beispielsweise einzelne Cremes nach Anleitung zu mischen, wie man mit Kosmetikprodukten und Medikamenten richtig umgeht, die Anatomie von Mensch und Pflanzen, aber auch Gefahrstoffe wie Pflanzenschutzmittel kennen. Auch das Bedienen von Fotoentwicklungsgeräten gehört häufig zur Ausbildung zum Drogist dazu.

Möglichkeiten nach der Ausbildung zum/r Drogist/-in

Nachdem die Lehrzeit vorbei ist, kann man sich für die Arbeit weiter bilden lassen. Ein Studium der Betriebswirtschaftslehre oder der Naturwissenschaften kann dem Azubi den Weg zu höheren Verantwortungspositionen im Unternehmen ebnen, die auch mit einem besseren Gehalt einher gehen.

Unterschiede zu anderen Ländern

Der Beruf des Drogisten unterscheidet sich in Deutschland erheblich von anderen Ländern wie Österreich und der Schweiz. Während in Deutschland die meisten ihre Ausbildung zum Drogist in einem Drogeriemarkt machen und später im Einzelhandel tätig sind, liegt der Arbeitsschwerpunkt in anderen Ländern mehr auf den chemischen Aspekten von Drogerieprodukten. Sie beraten nicht nur zu Kosmetik und Schönheit, sondern auch zur Schädlingsbekämpfung und Ökologie, Ernährung und anderen Themen. In der Schweiz gibt es außerdem noch die Möglichkeit, sich durch ein Studium zur diplomierten Drogistin ausbilden zu lassen.