*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Drogist / Drogistin

Datenbasis: 14 Datensätze
Region 1. Quartil Mittelwert 3. Quartil Offene Jobs
Deutschland: 1.955 € 2.209 € 2.560 €
Baden-Württemberg 1.880 € 2.124 € 2.461 € Jobs Drogist / Drogistin
Bayern 1.988 € 2.246 € 2.603 € Jobs Drogist / Drogistin
Berlin 1.791 € 2.024 € 2.346 € Jobs Drogist / Drogistin
Brandenburg 1.489 € 1.683 € 1.950 € Jobs Drogist / Drogistin
Bremen 1.879 € 2.123 € 2.460 € Jobs Drogist / Drogistin
Hamburg 2.074 € 2.343 € 2.715 € Jobs Drogist / Drogistin
Hessen 2.263 € 2.557 € 2.963 € Jobs Drogist / Drogistin
Mecklenburg-Vorpommern 1.437 € 1.624 € 1.882 € Jobs Drogist / Drogistin
Niedersachsen 1.774 € 2.005 € 2.324 € Jobs Drogist / Drogistin
Nordrhein-Westfalen 2.147 € 2.282 € 2.481 € Jobs Drogist / Drogistin
Rheinland-Pfalz 1.922 € 2.172 € 2.517 € Jobs Drogist / Drogistin
Saarland 1.859 € 2.101 € 2.435 € Jobs Drogist / Drogistin
Sachsen 1.504 € 1.699 € 1.969 € Jobs Drogist / Drogistin
Sachsen-Anhalt 1.474 € 1.665 € 1.930 € Jobs Drogist / Drogistin
Schleswig-Holstein 1.717 € 1.940 € 2.248 € Jobs Drogist / Drogistin
Thüringen 1.528 € 1.726 € 2.000 € Jobs Drogist / Drogistin

Drogist / Drogistin:

1. Gehalt

Als Drogist liegt das deutschlandweite Gehalt bei 2.209 € pro Monat. Diesen Wert haben wir auf Basis von 14 Datensätzen ermittelt, die wir in den letzten zwei Jahren erfasst haben. Hinsichtlich der Gehaltsspanne ist festzustellen, dass die unteren Monatsgehälter bei 1.955 € beginnen, Drogisten in den oberen Regionen jedoch auch bis zu 2.560 € und mehr verdienen können.

Wie bei nahezu allen Berufen, hat neben vielen anderen Faktoren auch der Standort des Arbeitgebers individuellen Einfluss auf die Höhe des Gehalts. So beträgt das monatliche Durchschnittsgehalt im nördlichsten Bundesland der Republik ungefähr 1.940 €. Arbeitet man hingegen im Süden, so kann man beispielsweise in Baden-Württemberg mit einem durchschnittlichem Gehalt von 2.124 € rechnen. Insoweit ist anzumerken, dass die Analyse unserer Daten bundesweit regelmäßig zu dem Ergebnis führt, dass die Gehälter im Süden Deutschlands tendenziell über denen im Norden liegen. Jedoch ist dabei - wie auch beim Vergleich des Verdienstes in städtischen Gebieten mit denen auf dem Land - zu beachten, dass die Lebenshaltungskosten oft parallel zu den Gehältern steigen.

Tabellarisch stellt sich das Gehalt als Drogist in Abhängigkeit vom Alter wie folgt dar

  • 25 Jahre = 2.035 Euro brutto
  • 30 Jahre = 2.551 Euro brutto
  • 35 Jahre = 2.247 Euro brutto
  • 40 Jahre = 2.246 Euro brutto
  • 45 Jahre = 1.921 Euro brutto
  • 50 Jahre = 2.282 Euro brutto

Auswirkung der Firmengröße auf das Monatsgehalt

  • bis 500 Mitarbeiter = 2.209 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 2.230 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 2.244 Euro brutto
2. Ausbildung / Weiterbildung

Der Beruf des Drogisten beziehungsweise der Drogistin gilt laut dem Berufsbildungs-Gesetz (BBiG) als anerkannter Ausbildungsberuf. Die Ausbildung erstreckt sich über drei Jahre und erfolgt in der Industrie und dem Handel. Ein Haupt- oder Realschul-Abschluss gilt als Zulassungs-Voraussetzung für den Beruf des Drogisten. Darüber hinaus benötigen die Auszubildenden eine persönliche Eignung.

Die Ausbildung zum Drogisten erfolgt in der Regel im dualen System. Folglich absolvieren die Auszubildenden Theorie- und Praxis-Einheiten. Letztere erfolgen in einer Drogerie. Die Praktika helfen den Auszubildenden, erste Einblicke in ihr zukünftiges Berufsfeld zu erhalten. Ferner wenden sie ihre erworbenen Kenntnisse an und ergänzen diese durch neue Erfahrungen. Im Gegensatz hierzu finden die Theorie-Stunden an der Berufsschule statt. Dabei behandeln die angehenden Drogisten folgende Fachbereiche:

  • Einkaufs-Planung
  • Warenannahme und Lagerung
  • Buchführung
  • Werbung
  • Personal- und Rechnungswesen
  • Chemikalien
  • Gesundheit und Ernährung

Je nach Ort und Art der Berufsschule variieren die Inhalte der Ausbildung sowie deren Gewichtung.

Eine Ausbildung zum Drogisten setzt sowohl fachliche als auch persönliche Kompetenzen voraus. Neben guten Fähigkeiten in den Bereichen Chemie und Biologie gilt es, über Flexibilität und Einsatzbereitschaft zu verfügen. Der Drogist arbeitet eng mit seinen Kunden und Mitarbeitern zusammen. Aus diesem Grund gelten Freundlichkeit, Hilfsbereitschaft und Engagement als unverzichtbare Eigenschaften. Einige Berufsschulen verlangen zusätzlich ein Vorpraktikum. Dieses gewährt erste Erfahrungen in dem Berufsfeld des Drogisten. Während der Ausbildung besteht die Möglichkeit, sich auf einen Fachbereich zu spezialisieren. Hierzu gehören beispielsweise die Wahlfächer "Foto" und "chemisch-technische Waren".

Weitere Details zum Gehalt in der Ausbildung als Drogist /-in.

3. Studium

Für den Drogisten besteht die Möglichkeit, sich im Zuge eines Pharmazie-Studiums weiterzubilden. Dieses gliedert sich in acht Semester. Anschließend erfolgt ein praktisches Jahr. Dabei arbeiten die Studierenden in einem pharmazeutischen Betrieb und wenden dort ihr Wissen praktisch an. Während des Praxis-Jahres erhalten sie durch einen zuständigen Dozenten Hilfe und Unterstützung.

Das Grundstudium der Pharmazie umfasst vier Semester und schließt mit einem Staatsexamen ab. Anschließend erfolgt das Hauptstudium, welches vier weitere Semester andauert. Am Ende des Studiums findet das zweite Staatsexamen statt. Das abschließende praktische Jahr erfolgt in einer pharmazeutischen Einrichtung. Die Studierenden arbeiten mindestens ein halbes Jahr in einer Apotheke. Anschließend besteht die Chance, das Praktikum bei einer Krankenkasse oder in der Industrie fortzusetzen. Das Studium der Pharmazie endet mit dem dritten Staatsexamen.

Die Studierenden besuchen neben den Praktika Vorlesungen und Seminare. Dabei erlernen sie wesentliche Grundkenntnisse aus folgenden Bereichen:

  • medizinische Chemie
  • pharmazeutische Technologie
  • allgemeine, organische und anorganische Chemie
  • Biochemie
  • Mathematik
  • Physik
  • Arzneistoffe

Darüber hinaus umfasst das Studium mehrere Wahlpflichtfächer. Hierbei wählen die Studierenden einen Teilbereich der Pharmazie und spezialisieren sich im weiteren Verlauf des Studiums auf diesen.

Das Studium der Pharmazie ist zulassungsbeschränkt. Deshalb erfolgt die Platzvergabe durch die Stiftung für Hochschulzulassung. Bei der Bewerbung finden die Abiturbesten-Quote, das Auswahl-Verfahren der Hochschule sowie die Wartezeit-Quote Berücksichtigung. Letztere bezeichnet die Zeitspanne, in welcher der Interessent seit dem Abitur auf einen Studienplatz wartet. Die Abiturbesten-Quote umfasst den Durchschnitt aller Bewerbungen. Aus diesem resultiert der Numerus clausus. Die restlichen Plätze fallen auf das Auswahl-Verfahren der zuständigen Hochschulen.

4. Tätigkeit

Der Drogist oder die Drogistin findet ein Arbeitsumfeld in Drogerien oder Drogerieabteilungen großer Kaufhäuser. Angehörige dieser Berufsgruppe verkaufen Artikel zur Körperpflege, Hygieneartikel und Kosmetika, aber auch Reinigungsmittel, Kleinartikel für Fotografie und Pflanzenschutzmittel. Sie beraten Kunden und füllen Regale auf, Auch die Warenpräsentation im Geschäft gehört zu ihren Aufgaben. Meist jedoch sind sie an der Kasse tätig, bei Bedarf wirken sie bei der Wareninventur mit. Der Zugang zu diesem Beruf wird über eine dreijährige Ausbildung geregelt. Das Gehalt kann von Arbeitgeber zu Arbeitgeber variieren. Der Verdienst bzw. das Einkommen hängt nicht zuletzt von dem Arbeitsumfang innerhalb eines Unternehmens ab.