*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Pharmareferent

Datenbasis: 863 Datensätze
Region 1. Quartil Mittelwert 3. Quartil Offene Jobs
Deutschland: 3.158 € 4.874 € 7.338 €
Baden-Württemberg 3.171 € 4.870 € 7.849 € Jobs Pharmareferent
Bayern 3.417 € 5.203 € 7.638 € Jobs Pharmareferent
Berlin 3.833 € 5.156 € 7.301 € Jobs Pharmareferent
Brandenburg 2.603 € 3.921 € 5.177 € Jobs Pharmareferent
Bremen 3.479 € 5.370 € 8.085 € Jobs Pharmareferent
Hamburg 3.222 € 4.436 € 8.063 € Jobs Pharmareferent
Hessen 3.336 € 5.011 € 7.422 € Jobs Pharmareferent
Mecklenburg-Vorpommern 2.322 € 3.583 € 5.394 € Jobs Pharmareferent
Niedersachsen 3.180 € 4.345 € 8.516 € Jobs Pharmareferent
Nordrhein-Westfalen 2.978 € 4.554 € 7.144 € Jobs Pharmareferent
Rheinland-Pfalz 3.169 € 4.549 € 7.661 € Jobs Pharmareferent
Saarland 3.844 € 5.061 € 5.511 € Jobs Pharmareferent
Sachsen 2.429 € 3.749 € 5.644 € Jobs Pharmareferent
Sachsen-Anhalt 2.170 € 3.615 € 6.249 € Jobs Pharmareferent
Schleswig-Holstein 2.773 € 4.280 € 6.444 € Jobs Pharmareferent
Thüringen 2.468 € 3.809 € 5.735 € Jobs Pharmareferent

Pharmareferent / Pharmareferentin:

1. Gehalt

Das Gehalt von Pharmareferenten setzt sich in der Regel aus einem festen Anteil, einem variablen Anteil und Zusatzleistungen zusammen.

Grundgehalt

Als Pharmareferent liegt das deutschlandweite Durchschnittsgehalt bei 4.874 € pro Monat. Dieser Wert wurde auf Basis von 863 Datensätzen ermittelt, die in den letzten zwei Jahren erfasst wurden. Die Gehaltsspanne ist groß in diesem Beruf. Konkret liegen die unteren Monatsgehälter bei weniger als 3.158 €, während ein Viertel der Pharmareferenten mehr als 7.338 € brutto im Monat verdient.

Neben vielen anderen Faktoren hat der Standort des Arbeitgebers einen individuellen Einfluss auf die Höhe des Gehalts. So beträgt das monatliche Durchschnittsgehalt im nördlichsten Bundesland der Republik ungefähr 4.280 €. Arbeitet man hingegen im Süden, so kann man beispielsweise in Baden-Württemberg mit einem durchschnittlichem Gehalt von 4.870 € rechnen.

Wer die berufliche Weiterbildung abgeschlossen hat, verdient als Pharma-Referent /-in direkt ein ordentliches Einstiegsgehalt.

Tabellarisch stellt sich das Gehalt als Pharmareferent in Abhängigkeit vom Alter wie folgt dar

  • 25 Jahre = 3.491 Euro brutto
  • 30 Jahre = 3.776 Euro brutto
  • 35 Jahre = 4.316 Euro brutto
  • 40 Jahre = 4.809 Euro brutto
  • 45 Jahre = 5.273 Euro brutto
  • 50 Jahre = 5.409 Euro brutto

Auswirkung der Firmengröße auf das Monatsgehalt

  • bis 500 Mitarbeiter = 4.345 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 4.764 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 5.341 Euro brutto

Im Berufsfeld der sogenannten „ethischen“ Pharmazie, wo Pharma-Referenten rezeptpflichtige Arzneien vertreiben, sind die Verdienstmöglichkeiten zudem höher einzuschätzen als im OTC-Geschäft, wo sie mit frei verkäuflichen Medikamenten handeln.

Prämien

Üblich ist, dass sich das Einkommen von Pharma-Referenten aus einem Grundgehalt plus Erfolgsprämien zusammensetzt.

Zusatzleistungen

Pharmareferenten frequentieren Kliniken, Praxen und Heilanstalten. Für die Wahrnehmung ihrer täglichen Kundengespräche sind sie viel unterwegs. Zur Bewältigung großer Distanzen stellen eine Menge Arbeitgeber ihren Pharmareferenten im Außendienst einen Firmenwagen zur Verfügung. Üblich ist ebenfalls die Überlassung eines Firmenhandys und eines firmeneigenen Laptops. Damit gewährleistet der Arbeitgeber, dass der/die Referent /-in zu Dienstzeiten überall erreichbar ist. Diese geldwerten Vorteile sind in den angegebenen Gehaltszahlen grundsätzlich nicht berücksichtigt.

2. Ausbildung / Weiterbildung

Pharmareferent/in ist kein Beruf, zu dem ein Schulabgänger / eine Schulabgängerin direkt eine klassische dreijährige Ausbildung beginnt. Es handelt sich um eine berufliche Weiterbildung nach dem Berufsbildungs-Gesetz (BBiG). Inhalte und Struktur der Weiterbildung sind deutschlandweit einheitlich geregelt. Die Ausbildung umfasst 1.000 Unterrichtsstunden. Private Pharmaschulen und Pharma-Unternehmen bieten diese in Zusammenarbeit mit den Industrie- und Handelskammern (IHK) an.

Voraussetzung für die Teilnahme an der Weiterbildung ist eine Berufsausbildung im Gesundheitswesen oder ein abgeschlossenes Studium der Biologie, Medizin oder Chemie. Eine erlangte Ausbildung im heilberuflichen, naturwissenschaftlichen oder kaufmännischen Bereich ist in Verbindung mit mindestens zwei Jahren einschlägiger Erfahrung in einem im Gesundheitssektor angesiedelten Beruf alternativ möglich. Eine alternative Zugangsvoraussetzung ist eine mindestens fünfjährige einschlägige Berufserfahrung.

Die Weiterbildungs-Maßnahme dauert in Vollzeit sechs Monate, in Teilzeit beziehungsweise an Wochenenden neun bis 18 Monate oder als Fernstudium sechs bis 18 Monate. Sie findet in der Regel in den Schulungsräumen der Bildungseinrichtungen statt, ergänzt durch Vor- und Nachbereitung des Unterrichts zu Hause. Im Falle von E-Learning fallen einige Präsenz-Veranstaltungen vor Ort an. Dezentral Lernende benötigen dazu längere Anfahrtswege und / oder eine auswärtige Unterkunft.

Die Weiterbildung zum Pharmareferenten erstreckt sich über folgende fachspezifische Themen:

  • Pharmakologie, Pharmako-Therapie (Behandlung von Krankheiten mit Arzneimitteln), Pharmazie, pharmazeutische Technologie und Krankheitsbilder,
  • naturwissenschaftliche Grundlagen in Biologie, Biochemie, Chemie und Physik,
  • medizinische Grundlagen in Physiologie und Anatomie des Menschen oder Tiers,
  • Vorhandensein profunder Kenntnis o des Arzneimittelrechts in Deutschland und Europa, o der Bestimmungen des Heilmittelrechts und des Pharma-Marketings,
  • Gesundheits-Management und -Ökonomie.

Die Abschlussprüfung geschieht vor dem IHK-Prüfungsausschuss. Sie besteht aus einer schriftlichen Prüfung mit sechs Stunden Dauer und einem Fachgespräch über eine halbe Stunde.

Berufliche Aufstiegschancen für Pharma-Referenten

Um immer zu wissen, welche Medikamente neu auf dem Markt sind und welche Präparate verändert wurden, ob es neue Nebenwirkungen oder adaptierte Inhaltsstoffe gibt, besuchen Pharma-Referenten Seminare und Lehrgänge. Mit diesen halten sie nicht nur ihr Fachwissen auf dem Laufenden, sondern erweitern ihre Bandbreite oder spezialisieren sich in einem besonderen Gebiet. Ihre Jobchancen und Verdienstmöglichkeiten verbessern Pharma-Referenten durch Kurse mit beispielsweise folgenden Inhalten:

  • Pharmazietechnik,
  • Neukundengewinnung,
  • Marktforschung und -analyse,
  • Verkaufstraining und kommunikative Kompetenzen,
  • Vertrieb,
  • Marketing,
  • Betriebswirtschaftslehre.
3. Studium

Ein alternativer Zugang zum Beruf des Pharmareferenten / der Pharmareferentin ist der vorherige erfolgreiche Abschluss eines Studiums der Pharmazie

  • als Bachelor,
  • als Master
  • oder mit Staatsexame.

In diesen Fällen ist der Besuch des oben beschriebenen Weiterbildungs-Seminars nicht nötig.

Das Pharmazie-Studium setzt eine allgemeine Hochschulreife voraus. Die vorgesehene reguläre Studienzeit beträgt bei Bachelor-Studiengängen sechs bis acht Semester. Für den Masterstudiengang rechnet der Studierende nochmals mit zwei bis vier Semestern.

Absolventen der Weiterbildung zum Pharmareferenten / zur Pharmareferentin setzen bei Interesse ihre berufliche Ausbildung in Form eines Studiums fort. Bei Vorliegen einer Zugangsberechtigung für die Hochschule stehen ihnen folgende themenverwandte Studiengänge offen:

  • Pharmatechnik (Bachelor),
  • Pharmazie (Staatsexamen),
  • Pharmazie (Bachelor),
  • Klinische Forschung, Arzneimittel-Erprobung und -Zulassung (Bachelor)

Für eine spätere Tätigkeit in einer Führungsposition oder in der Lehre oder Forschung schließt er / sie ein Masterstudium in

  • Pharmatechnik,
  • Pharmazie oder
  • Klinische Forschung, Arzneimittel-Erprobung und -Zulassung an den Bachelor-Studiengang an.

4. Tätigkeit

Pharma-Referenten sind Vertriebler für Pharmaprodukte. Sie stellen Ärzten jeglicher Fachrichtung, medizinischen Versorgungszentren und Heilpraktikern neue Produkte ihres Auftraggebers vor und vermitteln ihnen die Vorteile firmeneigener medizinischer Fabrikate. Zu ihren Kunden zählen darüber hinaus Pflegedienste und Apotheken. In regelmäßigen Abständen informieren Pharmareferenten ihre Abnehmer über neue Impfstoffe oder Medikamente. Dazu sind sie meist vor Ort beim Kunden im Außendienst tätig.

Die Berufsangehörigen finden zumeist Anstellungen in der Pharmaindustrie. Sie schaffen bei Herstellern für pharmazeutische Grundstoffe oder Produzenten von pharmazeutischen Spezialerzeugnissen und sonstigen pharmazeutischen Produkten. Bei großen Konzernen übernehmen einige Referenten die Personalführung für ein Team von Außendienstmitarbeitern.

Erfolgreiche Pharma-Referenten...

...sind redegewandt sowie kommunikationsfreudig und überzeugen durch einfühlsames Verhandlungsgeschick. Eine Affinität für Verkaufsgespräche ist in diesem Berufsfeld unverzichtbar. Sie meistern problemlos schwierige Kundenberatungen in Apotheken oder ärztlichen Praxen. Dabei beweisen sie Durchhaltevermögen und Zielstrebigkeit. Sie benehmen sich auch dann freundlich ihren Kunden gegenüber, wenn die Verkaufsgespräche nicht zu einem gewinnbringenden Geschäftsabschluss führen. Bei der Absprache von Terminen zeigen sie außerordentliche Flexibilität. Ihre Gespräche und notwendigen Präsentationen bereiten Pharma-Referenten oft eigenverantwortlich vor.

Pharma-Referenten müssen sehr sorgfältig arbeiten und ihr Fachwissen stets aktualisieren, insbesondere hinsichtlich

  • der Wirkungsweisen von Arzneimitteln,
  • neuer Gegenanzeigen von Medikamenten,
  • bekannter Nebenwirkungen von Wirkstoffen,
  • des Arzneimittelrecht,
  • der Grundlagen von Arzneimittelwerbung.

Neben einem freundlich-gewinnenden Wesen verfügen Pharma-Referenten über ein Gespür für angemessene Kleidung und das passende Auftreten zur Herstellung und Festigung von Kundenbindungen.