Tierpfleger/-in Ausbildung

Tierpfleger finden überall dort Arbeit, wo es Tiere gibt: In Zoos, aber auch in Tierkliniken und in der Forschung sowie in Tierheimen sind sie dafür zuständig, sich um das Wohlergehen der Tiere zu kümmern. Wer eine Ausbildung zum Tierpfleger gemacht hat, kümmert sich in erster Linie um eine artgerechte Fütterung und um die Sauberkeit in den Gehegen oder Ställen. Je nach Einsatzort kommen in diesem Beruf aber auch noch zahlreiche andere Aufgaben hinzu. Bei Tieren in Kliniken und Labors führt der Tierpfleger beispielsweise auch Experimente und kleinere Operationen durch. Er wechselt Verbände und überwacht den Heilungsverlauf. In zoologischen Gärten kommt auch die Errichtung der Gehege dazu, ebenso wie die Durchführung von Zuchtprogrammen und die Unterstützung des Tierarztes bei seiner Arbeit. Darüber hinaus lernt er in seiner Ausbildung zum Tierpfleger auch alles, was Kunden und Besucher interessieren könnte. In Tierheimen hingegen werden vor allem Haustiere gepflegt und betreut. Zu diesem Beruf gehören auch Kenntnisse über die Führung solcher Betriebe.

Möchte man eine Ausbildung zum Tierpfleger machen, sollte man keine Scheu vor Tieren haben. Auch körperliche Belastbarkeit ist wichtig, da der Arbeitstag mit der Fütterung früh beginnt und in der Zeit von Tiergeburten bis in die späte Nacht reichen kann. Auch sonntags und an Feiertagen werden die Tiere versorgt, was sich im Gehalt natürlich wiederspiegelt. Es sind keine besonderen Schulnoten vorgeschrieben, hilfreich sind aber gute Noten in Biologie. Die meisten Bewerber auf einen Ausbildungsplatz in diesem Beruf haben übrigens die Mittlere Reife.

Ausbildungsgehalt Tierpfleger/-in (alle Fachrichtungen)

In der Industrie und dem Handel Ausbildungsdauer: 36 Monate
1. Lehrjahr 2. Lehrjahr 3. Lehrjahr 4. Lehrjahr
Alte Bundesländer (West) 892 € 953 € 1027 € 0 €
Neue Bundesländer (Ost) 892 € 942 € 990 € 0 €
(Quellenangabe: BIBB)

Das sollten Sie über die Ausbildung zum Tierpfleger wissen

Bereits mit der Wahl des Ausbildungsbetriebes legt man sich auf einen Schwerpunkt in der Ausbildung zum Tierpfleger fest. Dabei gibt es noch einmal spezielle Fachbereiche: Im Zoo kann man seine Berufsausbildung zum Beispiel in einem ganz bestimmten Gehege machen, sich bei Tierpensionen auf Kleintiere oder Pferde spezialisieren oder eine Klinik für Kleintiere, Großtiere oder eine Forschungseinrichtung wählen. Je nach Ausbildungsort unterscheiden sich auch die Tätigkeiten und Kenntnisse, die man während der Ausbildung zum Tierpfleger lernt. Bei einer Ausbildungsdauer von drei Jahren sind die ersten zwei Jahre in allen Berufen gleich. Hier lernt der Azubi alles über die Anatomie von Tieren und erfährt, wie man sie artgerecht hält, richtig ernährt, pflegt und transportiert. Auch rechtliche Aspekte wie der Tier- und Umweltschutz spielen hier eine Rolle, ebenso wie Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz. Erst im dritten Ausbildungsjahr spezialisiert man sich dann für die gewählte Fachrichtung. Wer mit Abitur in die Ausbildung zum Tierpfleger geht, kann die Zeit an seinem Ausbildungsplatz um bis zu sechs Monate verkürzen.

Nachdem die Ausbildung zum Tierpfleger beendet wurde, kann man sich am Arbeitsplatz zum Leiter eines Arbeitsgebietes hocharbeiten. Viele nutzen ihre Berufsausbildung aber auch als Vorbereitung für ein Studium, zum Beispiel in der Tiermedizin oder in der Zoologie.