Medizinische/-r Fachangestellte/-r Ausbildung

Unter der Ausbildung zum Medizinischen Fachangestellten versteht man den klassischen Beruf des Arzthelfers. Er wird vor allem von Frauen ergriffen, die in erster Linie damit beschäftigt sind, Ärzte in ihren Praxen zu unterstützen. Von der Assistenz bei Untersuchungen, der eigenständigen Durchführung von Blutabnahmen und Impfungen bis hin zur Unterstützung bei kleineren Operationen, in der Terminvergabe und Kostenabrechnungen ist das Arbeitsfeld der medizinischen Fachangestellten breit gefächert. Neben der klassischen Arztpraxis findet sie oder er auch Arbeit bei vielen Behörden und Organisationen aus dem medizinischen Bereich, sowie bei entsprechenden Unternehmen mit ärztlichem Dienst. Auch die Bundeswehr und Berufsförderungswerke haben regen Bedarf an Medizinischen Fachangestellten, so dass die Berufsaussichten nach der Ausbildung zur Medizinischen Fachangestellten sehr gut sind.

Mit 15.000 Ausbildungsverträgen gehört die Ausbildung zum Medizinischen Fachangestellten zu den beliebtesten Ausbildungsberufen in ganz Deutschland. Ein guter Hauptschulabschluss oder die Mittlere Reife ist für die Bewerbung auf den Ausbildungsplatz wegen des guten Angebots an Stellen oft ausreichend. Man sollte allerdings gesund, körperlich und geistig belastbar sein, wenn man einmal als Arzthelfer arbeiten möchte. Wie hoch das Gehalt später ist, hängt vor allem vom Arbeitsplatz und der individuellen Qualifikation ab. Weiterbildungen sind hier sehr wichtig.

Ausbildungsgehalt Medizinische/-r Fachangestellte/-r

Freiberuflich
Ausbildungsdauer: 36 Monate

1. Lehrjahr
West / Ost
2. Lehrjahr
West / Ost
3. Lehrjahr
West / Ost
805 € / 805 € 850 € / 850 € 900 € / 900 €
(Quellenangabe: BIBB)

Alles Interessante zur Ausbildung zur Medizinischen Fachangestellten

Als Ausbildungsplatz kommt fast jede Arztpraxis in Deutschland in Frage, außerdem werden theoretische Inhalte an ein bis zwei Tagen pro Woche in der Berufsschule vermittelt. Insgesamt liegt die Ausbildungsdauer bei drei Jahren, wer mit Abitur sein erstes Gehalt als Lehrling verdient, kann die Zeit aber auf bis zu zwei Jahre verkürzen. Während der Ausbildungszeit lernt der Azubi, wie er Patienten richtig betreut, welche Regeln zum Gesundheitsschutz in der Praxis gelten und welche gesetzlichen Bestimmungen es zum Umgang und zur Verabreichung mit Medikamenten gibt. Neben diesen klassisch medizinischen Tätigkeiten lernt man bei der Ausbildung zum Medizinischen Fachangestellten aber auch, wie der Betrieb organisiert wird, wie Patienten verwaltet werden und private und kassenärztliche Abrechnungen gestaltet werden.

Hat man die Ausbildung zum Medizinischen Fachangestellten einmal erfolgreich abgeschlossen, gibt es noch die Möglichkeit, sich zum Fachwirt für ambulante medizinische Versorgung weiter zu bilden. Die dafür nötigen Kurse bietet die Ärztekammer an. Wer sich auf den kaufmännischen Aspekt seines Berufes spezialisieren möchte, kann eine Fortbildung zum Abrechnungsassistenten in Erwägung ziehen. Darüber hinaus ist die Ausbildung auch eine gute Vorqualifikation für ein Studium der Medizin. Wer Abitur hat, kann mit seiner Ausbildungszeit Wartesemester sammeln und hat dadurch höhere Chancen auf einen Studienplatz.

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