*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Tierpfleger / Tierpflegerin

Datenbasis: 171 Datensätze
Region 1. Quartil Mittelwert 3. Quartil Offene Jobs
Deutschland: 1.528 € 1.903 € 2.876 €
Baden-Württemberg 1.533 € 2.104 € 2.824 € Jobs Tierpfleger / Tierpflegerin
Bayern 1.532 € 1.869 € 3.802 € Jobs Tierpfleger / Tierpflegerin
Berlin 1.098 € 1.873 € 2.373 € Jobs Tierpfleger / Tierpflegerin
Brandenburg 1.164 € 1.450 € 2.191 € Jobs Tierpfleger / Tierpflegerin
Bremen 1.254 € 1.562 € 2.361 € Jobs Tierpfleger / Tierpflegerin
Hamburg 1.794 € 1.967 € 2.567 € Jobs Tierpfleger / Tierpflegerin
Hessen 1.866 € 2.159 € 2.792 € Jobs Tierpfleger / Tierpflegerin
Mecklenburg-Vorpommern 1.123 € 1.399 € 2.114 € Jobs Tierpfleger / Tierpflegerin
Niedersachsen 1.535 € 2.134 € 2.860 € Jobs Tierpfleger / Tierpflegerin
Nordrhein-Westfalen 1.498 € 1.788 € 2.953 € Jobs Tierpfleger / Tierpflegerin
Rheinland-Pfalz 1.792 € 1.901 € 2.148 € Jobs Tierpfleger / Tierpflegerin
Saarland 1.452 € 1.808 € 2.732 € Jobs Tierpfleger / Tierpflegerin
Sachsen 1.176 € 1.464 € 2.213 € Jobs Tierpfleger / Tierpflegerin
Sachsen-Anhalt 1.151 € 1.434 € 2.167 € Jobs Tierpfleger / Tierpflegerin
Schleswig-Holstein 1.699 € 1.764 € 2.009 € Jobs Tierpfleger / Tierpflegerin
Thüringen 1.525 € 1.686 € 1.878 € Jobs Tierpfleger / Tierpflegerin

Tierpfleger / Tierpflegerin:

1. Gehalt

Sie sind Tierpfleger oder wollen vielleicht gerne einer werden? Dann haben wir hier ein paar tierisch interessante Infos darüber, was man in diesem Beruf eigentlich verdienen kann.

Das deutschlandweite Gehalt von Tierpflegern und Tierpflegerinnen beträgt durchschnittlich 1.903 € brutto im Monat. Das entspricht einem Stundelohn von 13,22 €. Doch die Gehaltsspanne ist groß, sowohl nach unten als auch nach oben ist viel möglich:

  • So verdienen 25% der Pfleger monatlich 1.528 € und weniger.
  • Weitere 25% bekommen hingegen 2.876 € und mehr.

Basis dieser Zahlen sind 163 Datensätze, die wir innerhalb der letzten zwei Jahre erfasst und ausgewertet haben.

Ein zentraler Faktor für die großen Unterschiede ist die Bezahlung nach Tarif. So fällt ein Teil der Tierpfleger – zum Beispiel im Öffentlichen Dienst, in einigen Zoos oder in der Chemie-Branche – unter Tarif-Verträge. Gehälter nicht tariflich bezahlter Anstellungen – zum Beispiel im Tierheim oder in der Zoohandlung – sind meist deutlich geringer. Und es gibt weitere Faktoren, die für Gehaltsunterschiede sorgen.

Bei der weiteren Analyse der Daten fällt auf, dass das Gehaltsgefälle zwischen Männern und Frauen deutlich geringer als in den meisten anderen Berufen ist. Sind beim Einstiegsgehalt beide Geschlechter noch nahezu gleichauf, geht die Schere im Laufe der Zeit leicht auseinander: So bekommt man als Tierpfleger im Schnitt ein Bruttogehalt von 2.051 €, als Tierpflegerin hingegen nur 1.869 €.

Einstiegsgehalt – und wie geht’s weiter?

Nach Ende der Ausbildung winkt ein monatliches Einstiegsgehalt von durchschnittlich 1.850 €. Doch dabei soll es nicht bleiben: Mit steigender Erfahrung steigt in der Regel auch das Einkommen. So verdienen Tierpfleger mit 25 Jahren im Schnitt 1.839 €, mit 35 dann bereits 1.935 € und im Alter von 45 Jahren dann 2.120 €.
Weiterbildungen und Spezialisierungen bieten dabei gute Möglichkeiten, dem Bruttogehalt ein bisschen auf die Sprünge zu helfen. Für deutlich größere Entwicklungschancen sorgt dann die Aufnahme eines Studiums – zum Beispiel in der Tiermedizin oder der Zoologie.

Tabellarisch stellt sich das Gehalt als Tierpfleger /-in in Abhängigkeit vom Alter wie folgt dar:

  • 25 Jahre = 1.839 Euro brutto
  • 30 Jahre = 1.923 Euro brutto
  • 35 Jahre = 1.935 Euro brutto
  • 40 Jahre = 1.996 Euro brutto
  • 45 Jahre = 2.120 Euro brutto
  • 50 Jahre = 1.920 Euro brutto

Regionale Unterschiede

In den meisten Berufen wird regional unterschiedlich gut bezahlt. Als Tierpfleger bildet man da keine Ausnahme. So hat das Tierpflege-Personal durchschnittlich in Berlin, Hamburg und Hessen den höchsten Verdienst, in Brandenburg, Sachsen und Thüringen hingegen das geringste Einkommen. Regional unterschiedlich hohe Lebenshaltungskosten sollte man bei der Bewertung dieser Differenz jedoch nicht unbeachtet lassen. Wer mehr verdient, hat dadurch nicht automatisch am Monatsende auch mehr auf dem Konto.

Mehr Tiere, mehr Gehalt?

Ein direkter Zusammenhang zwischen der Anzahl der am Arbeitsplatz anwesenden Tiere und der Höhe des Lohns lässt sich nicht ohne Weiteres herstellen. Anders ist das mit Mitarbeitern. Da kann man durchaus verallgemeinern: je mehr Angestellte ein Arbeitgeber hat, desto bessere Verdienstmöglichkeiten gibt es im Allgemeinen.

Falls Sie bereits als Tierpfleger oder Tierpflegerin arbeiten und Sie genauer wissen möchten, ob Ihr persönliches Gehalt angemessen ist, empfiehlt sich unser kostenloser Gehaltscheck oder unsere individuelle Gehaltsanalyse (zum Gehaltsvergleich).

2. Ausbildung / Weiterbildung

Für die Arbeit als Tierpfleger oder Tierpflegerin im Zoo gibt es eine bundesweit geregelte Lehre. Diese Tätigkeit gehört zu den Ausbildungsberufen nach dem Berufsbildungs-Gesetz (BBiG). Nach den Richtlinien in den Bundesländern beträgt die Lehrdauer drei Jahre. Sie erfolgt in der Industrie und im Handel. Ebenso sammeln die Auszubildenden ihre praktischen Erfahrungen in Zoos, Kliniken und Forschungs-Einrichtungen. Auch die Lehre in Tierheimen und Tierpensionen ist möglich. Die Lehrlinge werden im dualen System ausgebildet, bei dem sich der praktische mit dem theoretischen Unterricht abwechselt.

Die Mehrheit der Betriebe stellt Bewerber mit Hochschulreife ein. Auch Absolventen eines mittleren Schulabschlusses haben Chancen auf diese Ausbildung. Bereits am Anfang der Lehre gehören betriebliche Qualifizierungs-Maßnahmen zu den Aufgaben der Lernenden. Während der Ausbildung kommt es zu Nacht- und Schichtdiensten. Mit diesen rechnen die Interessierten ab dem ersten Lehrjahr. Die betriebliche Ausbildung konzentriert sich in der ersten Zeit auf die Grundkenntnisse in diesem Beruf. Hier spielen die artgerechte Pflege und der Tierschutz eine Rolle. Ebenso beschäftigen sich Bewerber mit der Pflege und Versorgung der Tiere.

Die Datenverarbeitung stellt einen wichtigen Aufgabenbereich bei dieser Tätigkeit dar. Klinische Fakten nehmen die angehenden Tierpfleger in die Akten auf und verarbeiten sie elektronisch. Dabei erhalten der Umweltschutz und tierspezifische Krankheiten einen hohen Stellenwert. Weiterhin zeigt sich die Lagerung von Futterstoffen wichtig, um die Tiere fachgerecht zu ernähren. Die rechtlichen Fakten in der Tierpflege erhalten in der Lehre einen hohen Stellenwert. Ähnlich verhält es sich mit den relevanten Schutzmaßnahmen für die Pfleger. Im zweiten Ausbildungsjahr befassen sich die Lernenden mit:

  • dem Betreuen der Tiere
  • Arbeitsschutz
  • der Untersuchung von Tieren
  • Organisation in einem Tierheim oder Zoo
  • artgerechter Haltung von Wildtieren
  • dem Lernen von Sicherheitsvorschriften
  • Qualitäts-Sicherheit am Arbeitsplatz.

Weitere Informationen zum Gehalt in der Ausbildung als Tierpfleger/-in.

3. Studium

Als eine Weiterbildungs-Möglichkeit in diesem Arbeitsfeld bietet sich das Studium der Veterinär-Medizin an. In Deutschland gibt es fünf Universitäten und Hochschulen, die diesen Studiengang anbieten. Die Interessenten wählen zwischen:

  • Berlin
  • Leipzig
  • Gießen
  • München
  • und Hannover

Das eigentliche Studium variiert in seinem Aufbau. Nach dem Studium legen die Studenten das Staatsexamen ab. Danach erhalten sie ihre Approbation als Tierarzt oder Tierärztin. Die Regelstudienzeit in diesem Bereich liegt bei fünfeinhalb Jahren. Dies entspricht elf Semestern, wobei sich zwei davon als Praxis-Semester zeigen. Die ersten vier Semester sind die vorklinische Phase. In dieser vermitteln Dozenten das Wissen in den Kernfächern. Zu diesen zählen Chemie, Physik und Radiologie. Ebenso spielen die Zoologie und die Botanik eine Rolle.

Nach dem ersten Jahr des Studiums erfolgt die Zwischenprüfung für die Lernenden. Bestehen sie diese, erhalten die Teilnehmenden ihr Vorphysikum. Das richtige Physikum bekommen die Studenten nach dem zweiten Studienjahr. Hier beweisen sie ihre Kenntnisse in der Anatomie, der Biochemie, der Tierzucht und der Genetik. Nach dem fünften Semester erwartet die Lernenden das erste Staatsexamen. Um dieses zu erhalten, bereiten sich die Studierenden auf eine weitere Prüfung vor. Als ausgebildete Tierärzte bezeichnen sich die Absolventen nach dem Erhalt des dritten Staatsexamens.

4. Tätigkeit

Ein Tierpfleger oder eine Tierpflegerin mit der Spezialisierung auf Tierheim und Tierpension findet ein Arbeitsumfeld neben Tierheimen und Tierpensionen vor allem in Zoologischen Gärten oder in Tierkliniken. Angehörige dieser Berufsgruppe sind mit der Pflege von Haustieren beschäftigt. Sie nehmen verwahrloste Tiere auf, füttern sie und päppeln sie auf. Sie säubern Käfige und Gehege und achten auf eine artgerechte Haltung. Dazu gehört auch das regelmäßige Ausführen von Hunden. Zudem achten sie darauf, dass die Tiere regelmäßig von Ärzten untersucht werden. Das Gehalt kann abhängig vom Arbeitgeber variieren. Der Verdienst bzw. das Einkommen hängt nicht zuletzt von dem Arbeitsumfang innerhalb eines Unternehmens ab.