*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.
*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Pferdepfleger

Datenbasis: 177 Datensätze
Region Q1 Ø Q3 Offene Jobs
Deutschland: 1.512 € 1.885 € 2.856 €
Baden-Württemberg 1.540 € 2.099 € 2.779 € Jobs Pferdepfleger
Bayern 1.517 € 1.912 € 3.666 € Jobs Pferdepfleger
Berlin 1.414 € 1.764 € 2.672 € Jobs Pferdepfleger
Brandenburg 1.152 € 1.436 € 2.175 € Jobs Pferdepfleger
Bremen 1.240 € 1.546 € 2.342 € Jobs Pferdepfleger
Hamburg 1.776 € 1.947 € 2.541 € Jobs Pferdepfleger
Hessen 1.847 € 2.137 € 2.764 € Jobs Pferdepfleger
Mecklenburg-Vorpommern 1.111 € 1.386 € 2.098 € Jobs Pferdepfleger
Niedersachsen 1.519 € 2.112 € 2.831 € Jobs Pferdepfleger
Nordrhein-Westfalen 1.483 € 1.770 € 2.923 € Jobs Pferdepfleger
Rheinland-Pfalz 1.774 € 1.881 € 2.126 € Jobs Pferdepfleger
Saarland 1.435 € 1.789 € 2.710 € Jobs Pferdepfleger
Sachsen 1.163 € 1.450 € 2.196 € Jobs Pferdepfleger
Sachsen-Anhalt 1.140 € 1.421 € 2.153 € Jobs Pferdepfleger
Schleswig-Holstein 1.682 € 1.746 € 1.988 € Jobs Pferdepfleger
Thüringen 1.509 € 1.669 € 1.859 € Jobs Pferdepfleger

Pferdepfleger:

1. Gehalt

Als Pferdepfleger liegt das deutschlandweite Gehalt bei 1.885 € pro Monat. Diesen Wert haben wir auf Basis von 177 Datensätzen ermittelt, die wir in den letzten zwei Jahren erfasst haben. Hinsichtlich der Gehaltsspanne ist festzustellen, dass die unteren Monatsgehälter bei 1.512 € beginnen, Pferdepfleger in den oberen Regionen jedoch auch bis zu 2.856 € und mehr verdienen können.

Wie bei nahezu allen Berufen, hat neben vielen anderen Faktoren auch der Standort des Arbeitgebers individuellen Einfluss auf die Höhe des Gehalts. So beträgt das monatliche Durchschnittsgehalt im nördlichsten Bundesland der Republik ungefähr 1.746 €. Arbeitet man hingegen im Süden, so kann man beispielsweise in Baden-Württemberg mit einem durchschnittlichem Gehalt von 2.099 € rechnen. Insoweit ist anzumerken, dass die Analyse unserer Daten bundesweit regelmäßig zu dem Ergebnis führt, dass die Gehälter im Süden Deutschlands tendenziell über denen im Norden liegen. Jedoch ist dabei - wie auch beim Vergleich des Verdienstes in städtischen Gebieten mit denen auf dem Land - zu beachten, dass die Lebenshaltungskosten oft parallel zu den Gehältern steigen.

Tabellarisch stellt sich das Gehalt als Pferdepfleger in Abhängigkeit vom Alter wie folgt dar

  • 25 Jahre = 1.831 Euro brutto
  • 30 Jahre = 1.890 Euro brutto
  • 35 Jahre = 1.915 Euro brutto
  • 40 Jahre = 2.113 Euro brutto
  • 45 Jahre = 2.098 Euro brutto
  • 50 Jahre = 1.915 Euro brutto

Auswirkung der Firmengröße auf das Monatsgehalt

  • bis 500 Mitarbeiter = 1.881 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 2.248 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 2.618 Euro brutto
2. Ausbildung / Weiterbildung

Die Ausbildung zum/zur Pferdewirt/-in ist die Grundvoraussetzung für eine Tätigkeit als Pferdepfleger/-in. Der dreijährige Ausbildungsberuf wird in diesen fünf Fachrichtungen angeboten:

  • Klassische Reitausbildung,
  • Pferderennen,
  • Pferdehaltung und Service,
  • Pferdezucht,
  • Spezialreitweisen.

Da der/die Pferdepfleger/-in den Fokus auf die Haltung und Pflege legt, wird meist der Schwerpunkt „Pferdehaltung und Service“ oder „Pferdezucht“ gewählt.

Bei der Ausbildung zum/zur Pferdepfleger/-in mit dem Schwerpunkt Pferdehaltung und Service stehen diese Ausbildungsinhalte auf dem Lehrplan:

  • Analyse des tierischen Verhaltens,
  • Pflege und Fütterung in Abhängigkeit von Haltung und Einsatzbereich,
  • Reinigung und Ausgestaltung von Boxen und Paddocks,
  • Feststellung des Gesundheitszustands von Pferden: Notfallmedizin, Seuchenprophylaxe, Impfpläne, Hygienevorschriften, Pflege von kranken Tieren, Zugabe von Medikamenten ,
  • Untersuchung und Pflege von Hufen,
  • Auswahl, Einsatz, Reinigung und Pflege von Ausrüstung und Hilfsmitteln,
  • Transport von Pferden,
  • Bewirtschaftung und Pflege von Weiden,
  • Beratung bei der Wahl des Tieres und der Ausrüstung.

Bei der Ausbildung zum/zur Pferdepfleger/-in mit dem Schwerpunkt Pferdezucht werden einige der genannten Inhalte noch um diese spezielle Themen aus der Zucht ergänzt:

  • Planung, Durchführung und Kontrolle der Ausbildung des Tieres,
  • Bewertung von Zuchtkriterien, Nutzung einer Zuchtplanung,
  • Beurteilung und Auswahl von Tieren im Hinblick auf die Nutzbarkeit in der Zucht,
  • Künstliche Besamung von Stuten,
  • Vorbereitung von Zuchttieren auf Zuchtveranstaltungen.

Die Ausbildung zum/zur Pferdewirt/-in ist im Grunde genommen die Einstiegsqualifikation, um später qualifiziert mit Pferden arbeiten zu können. Entsprechend den Schwerpunkten, die die Ausbildung bietet, gibt es auch vier Bereiche, die bei der Weiterbildung zum/zur Meister/-in belegt werden können:

  • Galopprenntraining,
  • Trabrenntraining,
  • Reitausbildung,
  • Pferdezucht und –haltung.

Ein/eine Pferdepfleger/-in würde wohl am ehesten den Schwerpunkt Pferdezucht und -haltung wählen. Dabei stehen diese Weiterbildungsinhalte auf dem Stundenplan:

➤ Stallarbeiten, Tagesarbeit in einem Gestüt, Haltung, Technik, Arbeitswirtschaft, Identifikation, Vorstellung und Beurteilung von Tieren, Pferdepflege, Tiergesundheit/-hygiene, Futter, Fütterung, Beurteilung und Kalkulation von Futtermitteln, Pferdezucht, Pferdekunde.

3. Studium

Wer als Pferdepfleger/-in arbeiten möchte, absolviert in aller Regel eine Ausbildung zum/zur Pferdewirt/-in. Eine Weiterbildungsoption ist dann die zum/zur Meister/-in. Wer eine Akademisierung der Fachinhalte wünscht und über eine Hochschulzugangsberechtigung verfügt, wird Pferdewirtschaft studieren. Im grundständigen und weiterführenden Studium fallen darunter die Studiengänge Pferdewirtschaft und Pferdewissenschaft.

Auf dem Stundenplan des grundständigen Studiums stehen dabei diese Themen:

  • Ausbildung von Pferd und Reiter,
  • Grundlagen in Biologie, Mathematik, Physik,
  • Ethologie, Pferdehaltung, Zucht, Leistungsphysiologie,
  • Tourismus, Turnierwesen, Reitsport,
  • Tierernährung, Tiergesundheit, Pferdefütterung, EDV-gestützte Fütterungsplanung,
  • Tierwissenschaften,
  • Landbau und Naturschutz, Agribusiness, Precision Farming.

Studenten des weiterführenden Studiums finden diese Inhalte auf ihrem Stundenplan:

  • BWL und Unternehmensführung für Pferdewissenschaftler,
  • Leistungs-/Trainings-Physiologie, Pferdezucht/-genetik,
  • Fütterung, Haltung, Hygiene, Erkrankungen ,
  • Bau- und Verfahrenstechnik,
  • Seuchen- und Infektionshygiene,
  • Ausbildung im deutschen Pferdesport: Reitwesen, Organisation, Ausbildungssysteme,
  • Reproduktionstechnologie in der Pferdezucht,
  • Event- und Sportmarketing,
  • Weidemanagement.

Wer einen Studienabschluss im Fach Pferdewirtschaft hat, der ist im Grunde für die Tätigkeit als Pferdepfleger/-in überqualifiziert und könnte als Gutachter/-in oder Sachverständige/-r in der Tierhaltung/-pflege bzw. Pferdezucht arbeiten. Auch ein Einsatz als Berufstrainer/-in wäre durchaus denkbar.

Fachspezifische Studienalternativen gibt es nicht, deshalb muss bei der Suche nach einem alternativen Studiengang die Entscheidung fallen mit den Fächern Agrarmanagement oder Agrarwissenschaft im Bereich des Agribusiness zu bleiben oder im Bereich des Sportmanagements und der Sportökologie eher die sportliche Komponente zu fokussieren. In den agrarwissenschaftlichen Studiengängen stehen diese Themen auf dem Stundenplan:

  • Agrarmarketing, Agrarpolitik, Agrarrecht, Agrarökologie, Klimawandel,
  • Agrikulturchemie, Pflanzenbiotechnologie, Biologie, Geologie, Geoökologie, Mathematik, Statistik, Datenanalyse, Konsumentenverhalten,
  • Pflanzen- und Tierproduktion, ökologischer Landbau, Lebensmitteltechnologie, Lebensmittelchemie, Lebensmittelrecht, Pflanzengesundheit, Tierhaltung,
  • Wassermanagement, Wasserverwendung, Bodenökologie, Weidewirtschaft, Vermarktung, Verfahrenstechnik,
  • Unternehmensführung, betriebliches Umweltmanagement, Kommunikation, Beratung.

Beim Studium des Sportmanagements stehen die Leistungsphysiologie, die Vermarktung, der Tourismus und die Organisation von Sportveranstaltungen im Fokus.

4. Tätigkeit

Sie lieben Pferde und möchten ihr Hobby zum Beruf machen? Das ist möglich. Pferdepfleger kümmern sich um die ihnen anvertrauten Pferde und arbeiten auf Reiterhöfen, in Gestüten, in Reitsportvereinen, in Reitschulen, in Rennställen sowie in Pferdepensionen. Neben der Versorgung der Tiere mit Futter und der Pflege durch Striegeln und Kämmen arbeiten sie auch in sportlicher Hinsicht mit den Tieren zusammen: Sie bewegen die Tiere oder trainieren sie für eine festgelegte Wettkampfdisziplin. Für Ausritte und Trainingsstunden rüsten Pferdepfleger die Tiere mit Zaumzeug, Sattel oder Gespann aus.

Pferdepfleger beobachten „ihre“ Tiere genau und sehen schnell, falls ein Pferd krank ist oder einer speziellen Förderung bedarf. Ist dies der Fall, konsultieren sie den Tierarzt und kümmern sich um die Pflege des kranken Tieres.

Neben den Tieren selbst stehen auch Stall, Weide, Koppel und Boxen auf der To-do-Liste eines Pferdepflegers. Diese müssen nämlich gemistet und gereinigt werden. Auch einfache Instandhaltungsaufgaben gehören zum Tätigkeitsbereich eines/einer Pferdepflegers/-in. Auch die Weiden im Außenbereich gehören zu seinem/ihrem Aufgabenbereich.

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