Vermessungstechniker/-in Ausbildung

Wie der Name schon andeutet, ist der Beruf des Vermessungstechnikers ein sehr technischer Beruf, der viel Eigenverantwortung und Selbständigkeit mit sich bringt. Hat man einmal seine Ausbildung zum Vermessungstechniker erfolgreich abgeschlossen, ist man vor allem im Außendienst tätig. Hier werden zum Beispiel Gelände und Kataster vermessen, aber auch Baustellen. In seltenen Fällen beschäftigt sich die Arbeit auch mit der Vermessung von Steinbrüchen, im Maschinenbau oder im Auftrag des Umweltschutzes. Dabei erhält der Vermessungstechniker nur selten Vorgaben durch den vorgesetzten Diplomingenieur. Mit den erworbenen Daten erstellt der Techniker anschließend am Computer Karten und Pläne, die für die weitere Arbeit wichtig sind. Oft ist man in diesem Beruf auch dafür zuständig, Messgehilfen auszubilden. Gute rechnerische Fähigkeiten und ein gutes Auge sind die wichtigsten Voraussetzungen, um sich auf einen Ausbildungsplatz in diesem Beruf der Geoinformationstechnologie zu bewerben. Die meisten Azubis haben deshalb mindestens die Mittlere Reife und gute Noten in Mathematik und Erdkunde. Da ein Großteil der Arbeit im Freien stattfindet, sollte man grundsätzlich reisefreudig und wetterfest sein, wenn man sich für eine Ausbildung zum Vermessungstechniker interessiert.

Ausbildungsgehalt Vermessungstechniker/-in

Ausbildungsdauer: 36 Monate
1. Lehrjahr 2. Lehrjahr 3. Lehrjahr 4. Lehrjahr
Alte Bundesländer (West) 878 € 930 € 978 € 0 €
Neue Bundesländer (Ost) 878 € 930 € 978 € 0 €
(Quellenangabe: BIBB)

Das Wichtigste über die Ausbildung zum Vermessungstechniker

Die meisten Ausbildungsplätze findet man im öffentlichen Dienst und bei öffentlich bestellten Vermessungsingenieuren, aber auch in privaten Ingenieurbüros. Bei einer Ausbildungsdauer von drei Jahren (Verkürzung ist bei guten Leistungen möglich) wird der Azubi mit allen Bereichen seiner zukünftigen Arbeit vertraut gemacht. Neben Rechts- und Verwaltungsvorschriften und Grundlagen in der Geoinformationstechnologie gehört auch das eigentliche Geodatenmanagement – also das Vermessen und Auswerten – zu den Unterrichtsinhalten. Im dritten Ausbildungsjahr kann der Azubi sich dann für eine Fachrichtung seiner Berufsausbildung entscheiden. Möglich sind hier die technische Vermessung – insbesondere in Katastern – und die Bergvermessung, die auch den Bergbau mit einschließt.

Wer sein Gehalt nach der Ausbildung zum Vermessungstechniker nicht nur durch die alltägliche Arbeit verdienen möchte, der kann sich an einer Fachschule zum Technischen Fachwirt weiter bilden lassen. Alle ehemaligen Auszubildenden, die über ein Abitur verfügen, haben darüber hinaus auch die Möglichkeit, ein Studium zu beginnen und sich damit zum Diplom-Ingenieur zu bilden. Damit kann man dann zum Beispiel ein eigenes Vermessungsbüro eröffnen.