Bergbau

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Bergbau bedeutet nicht, dass man Berge baut, sondern bezieht sich auf den Abbau von Rohstoffen unter Tage. Dazu zählen Metalle bzw. Erze, Mineralien und natürlich auch Kohle. Dies kann sowohl im Tagebau als auch im Untertagebau oder auch im sogenannten Bohrlochbergbau stattfinden, je nachdem, in welcher Tiefe die Rohstoffe gefördert werden. Der Bergbau selber ist schon seit mehr als 7.000 Jahren nachweisbar. Allerdings begann sein eigentlicher Aufstieg erst sehr viel später. Die im Rahmen der Industrialisierung erforderlichen Energien wurden hauptsächlich durch den Abbau von Kohle gewonnen, denn dieser Brennstoff ist wesentlich leistungsfähiger als Holz. Damit konnten die ersten Dampfmaschinen ebenso angetrieben werden sowie Kraftwerke, mit deren Hilfe man den notwendigen Strom erzeugte und vielfach noch heute erzeugt.

Ein Rudiment der großen Bergbauzeit in Deutschland ist heutzutage noch der Steinkohlenbergbau. Kohle aus aller Herren Länder ist, mit dem Schiff nach Deutschland verbracht, noch immer wesentlich günstiger als die einheimische Kohle, die aus immer tieferen Gegenden ans Tageslicht gefördert werden muss. Bis mindestens 2018 wird der Steinkohlenbergbau in Deutschland durch die Bundesregierung subventioniert - die Fördermengen und Beschäftigtenzahlen sind allerdings deutlich fallend. Während 1957 noch knapp 385.000 Kumpel unter Tage arbeiteten, sind es heute gerade mal wenig mehr als 10.000 Menschen. Im gleichen Zeitraum sank die Steinkohleförderung von 150 Mio. Tonnen auf 20 Mio. Tonnen. In Sachen Braunkohle, die in der Regel im Tagebau gefördert wird ist Deutschland der weltweite Förderer Nr. 1, doch auch dieser Industriezweig geht aufgrund der umweltschädlichen Folgen von fossilen Brennstoffen seinem Ende entgegen. Inzwischen hat der Abbau von verschiedenstens Salzen den größten Anteil am deutschen Bergbau übernommen.

Dass man im Bergbau auch richtig in die Tiefe gehen kann, beweisst die Goldmine Tautona in Südafrika, deren unterste Sohle momentan rund 4 km von der Erdoberfläche entfernt ist. „Momentan“ deshalb, weil man dort plant, immer noch etwas tiefer zu gehen, um an das wertvolle Edelmetall zu gelangen.

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