*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Industriemechaniker

Datenbasis: 2.506 Datensätze
Region 1. Quartil Mittelwert 3. Quartil Offene Jobs
Deutschland: 2.148 € 3.034 € 4.315 €
Baden-Württemberg 2.348 € 3.250 € 4.511 € Jobs Industriemechaniker
Bayern 2.252 € 3.059 € 4.432 € Jobs Industriemechaniker
Berlin 2.018 € 2.810 € 4.683 € Jobs Industriemechaniker
Brandenburg 1.691 € 2.246 € 3.303 € Jobs Industriemechaniker
Bremen 2.347 € 3.060 € 5.023 € Jobs Industriemechaniker
Hamburg 2.396 € 3.098 € 4.565 € Jobs Industriemechaniker
Hessen 2.195 € 3.015 € 4.382 € Jobs Industriemechaniker
Mecklenburg-Vorpommern 1.579 € 2.230 € 3.172 € Jobs Industriemechaniker
Niedersachsen 2.200 € 2.936 € 4.228 € Jobs Industriemechaniker
Nordrhein-Westfalen 2.209 € 3.015 € 3.986 € Jobs Industriemechaniker
Rheinland-Pfalz 2.106 € 3.000 € 4.108 € Jobs Industriemechaniker
Saarland 1.887 € 3.224 € 5.115 € Jobs Industriemechaniker
Sachsen 1.636 € 2.183 € 3.139 € Jobs Industriemechaniker
Sachsen-Anhalt 1.719 € 2.273 € 3.570 € Jobs Industriemechaniker
Schleswig-Holstein 2.001 € 2.795 € 4.140 € Jobs Industriemechaniker
Thüringen 1.635 € 2.405 € 4.280 € Jobs Industriemechaniker

Industriemechaniker / Industriemechanikerin:

1. Gehalt

Industriemechaniker verdienen in Deutschland durchschnittlich 3.034 € brutto im Monat. Das entspricht einem Stundenlohn von durchschnittlich 21,07 €. Einige Regionen in Deutschland sowie die Größe des Unternehmens lassen die Gehälter für Industriemechaniker ansteigen. Die allgemeine Gehaltsspanne zeigt:

  • Im unteren Gehaltsbereich verdienen Industriemechaniker 2.148 € und weniger. Das sind 25% der Industriemechaniker.
  • Im oberen Gehaltsbereich liegen ebenfalls 25% der Gehälter. Diese Industriemechaniker verdienen monatlich 3.748 € und mehr.

Errechnet wurden diese Daten anhand von 1.716 Gehaltsdatensätzen aus den letzten beiden Jahren.

Großes Unternehmen, große Bezahlung

Das Durchschnittsgehalt in einem Unternehmen mit 1 – 500 Mitarbeitern beträgt rund 2.788 € brutto. Ist das Unternehmen doppelt so groß, liegt das Einkommen bereits bei 3.136 €. In einem Betrieb mit mehr als 1.000 Beschäftigten verdienen Industriemechaniker sogar durchschnittlich 3.652 €. Die maximalen Gehälter bei dieser Firmengröße können bei über 4.925 € monatlich liegen.

  • bis 500 Mitarbeiter = 2.788 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 3.136 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 3.652 Euro brutto

Bremen und das Saarland zahlen das höchste Gehalt

Die höchsten Löhne beziehen Industriemechaniker im Stadtstaat Bremen (2.810 €) sowie im Südwesten Deutschlands. Allen voran zählen das Saarland (3.224 €) und Baden-Württemberg (3.250 €) zu den Bundesländern mit der höchsten Vergütung im Süden des Landes.
Zwischen dem Westen und dem Norden der Republik sind keine großen Gehaltsgefälle erkennbar. Lediglich in den neuen Bundesländer, als Spitzenreiter Thüringen (2.405 €) und Sachsen (2.183 €), ist das Einkommen unter dem Durchschnitt. Dies liegt an unterschiedlichen Tarifverträgen.

Einstiegsgehalt und Gender Pay Gap

Das Industriemechaniker Einstiegsgehalt beträgt im Schnitt 2.603 € brutto im Monat.

Tabellarisch stellt sich der Verdienst in Abhängigkeit vom Alter wie folgt dar:

  • 25 Jahre = 2.840 Euro brutto
  • 30 Jahre = 3.015 Euro brutto
  • 35 Jahre = 3.174 Euro brutto
  • 40 Jahre = 3.329 Euro brutto
  • 45 Jahre = 3.240 Euro brutto
  • 50 Jahre = 3.213 Euro brutto

Die Gehaltsspanne zwischen Männern und Frauen ist in diesem Beruf nicht sehr groß. Industriemechaniker kommen auf ein Durchschnittsgehalt von 3.049, während Industriemechanikerinnen auf 2.520 € kommen.

Das Industriemechaniker Gehalt - ein Tarifgehalt?

Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen haben unterschiedliche Tarifverträge. Doch es sind auch nicht alle Unternehmen an Tarifverträge gebunden. Als Industriemechaniker kann es durchaus überlich sein, ein Tarifgehalt zu beziehen. Das heißt, das einzelne Gehalt ist dann keine Verhandlungssache, sondern alle Mitarbeiter mit gleichen Qualifikationen und der gleichen Berufserfahrung erhalten den gleichen Stundenlohn.

Sie möchten es noch genauer wissen?
Bei allen genannten Angaben zum Verdienst als Industriemechaniker bzw. Industriemechanikerin handelt es sich um Durchschnittswerte. Für genauere Informationen empfehlen wir unseren kostenlosen Gehaltscheck oder eine individuelle Gehaltsanalyse (zum Gehaltsvergleich).

2. Ausbildung / Weiterbildung

Wer sich bereits in der Schule für Werken und Technik sowie Mathematik und Physik begeistert, kann eine Ausbildung im Bereich Industriemechanik beginnen. Nach dreieinhalbjähriger Ausbildungszeit legen Industriemechaniker ihre IHK-Abschlussprüfung ab. Betriebe aus Industrie, Handel und Handwerk, die Ausbildungsplätze bereithalten, stellen bevorzugt Lehrlinge ein, die über einen mittleren Schulabschluss verfügen. Die klassische Ausbildung findet im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule statt.

Da die Auszubildenden ihre Lehrzeit teilweise an der Berufsschule und in der verbleibenden Zeit in der zuständigen Ausbildungsstätte verbringen, haben sie die Möglichkeit, in der Werkstatt, der Lagerhalle und der Produktionshalle die bereits erworbenen Kompetenzen anzuwenden. Im Umgang mit den Mitarbeitern gelingt es den Auszubildenden, erste Einblicke in den Beruf des Industriemechanikers und der Industriemechanikerin zu erhalten. Die Praxiseinheiten schulen die Teamarbeit, die Kommunikationsfähigkeit und die Zuverlässigkeit der angehenden Industriemechaniker.

In ihrer Lehre begreifen angehende Industriemechaniker, wie sie

  • Eigenschaften von Werkstoffen und deren Veränderungen beurteilen,
  • Werkstoffe anhand ihrer Verwendungsmöglichkeiten auswählen und nutzen,
  • die Funktionalität von Werkzeugen und Maschinen sicherstellen,
  • Werkstücke und Bauteile produzieren,
  • Betriebsmittel untersuchen, pflegen, warten und die Bewertung dokumentieren,
  • Steuerungstechnische Dokumente auswerten und verschiedene Steuerungstechniken einsetzen,
  • Transportgut absetzen, einlagern und absichern,
  • Bauteile durch die Kombination diverser Fertigungsmethoden herstellen und anpassen,
  • die Funktionsbereitschaft von Maschinen und Anlagen durch Steuern, Regeln und Kontrollieren der Arbeitsabläufe kontrollieren und sämtliche Hilfsfunktionen gewährleisten und optimieren,
  • Wartungs- und Inspektionspläne erstellen,
  • elektrische Baugruppen und Komponenten mechanisch aufbauen
  • betriebliche Qualitätssicherungsmaßnahmen anwenden und die Ursachen von Mängeln in der Qualität systemisch suchen, beheben und dokumentieren.

Neben technischen Fähigkeiten benötigen die zukünftigen Industriemechaniker und Industriemechanikerinnen mathematische Kompetenzen. Im Rahmen der Theoriestunden erlernen und vertiefen die Auszubildenden ein Grundwissen aus folgenden Bereichen:

  • Mathematik,
  • Physik,
  • Informatik,
  • Montage und Demontage von Maschinen,
  • Feingerätebau,
  • Maschinen- und Anlagenbau,
  • Produktionstechnik.

Der Beruf des Industriemechanikers und der Industriemechanikerin gilt als Monoberuf. Demzufolge sind keine Spezialisierungen auf ein Wunschgebiet möglich. Allerdings lernen die Auszubildenden während der Lehre verschiedene Einsatzgebiete kennen. Davon wählen sie mindestens eines aus und vertiefen es im Rahmen der Ausbildung.

Nach dem zweiten Ausbildungsjahr absolvieren die Auszubildenden den ersten Teil der Abschlussprüfung. Der zweite Teil beginnt mit dem dritten Lehrjahr. Nach den bestandenen Abschlussprüfungen gelten die Absolventen als ausgebildete Industriemechaniker und Industriemechanikerinnen. Wer die Zulassungsvoraussetzungen erfüllt, schließt ein Studium an die Lehre an.

Weitere Details zum Gehalt in der Ausbildung als Industriemechaniker/-in.

3. Studium

Nach der abgeschlossenen Berufsausbildung zum Industriemechaniker und zur Industriemechanikerin empfiehlt es sich, ein Maschinenbau-Studium zu absolvieren. Dieses erfolgt sowohl an Universitäten als auch an Fachhochschulen und Berufsakademien. Nach dem erfolgreichen Studium stehen dem Absolventen zahlreiche Beschäftigungsmöglichkeiten zur Verfügung. Aufgrund seines Studiums erhält er besser bezahlte Arbeitsstellen.

Die allgemeine oder fachgebundene Fachhochschulreife gilt als Zulassungsvoraussetzung für ein Studium im Bereich des Maschinenbaus. In einigen Fällen besteht die Möglichkeit, ohne Abitur zu studieren. Hierfür benötigt der Studierende einen Meistertitel sowie eine mehrjährige Berufserfahrung. Ein Maschinenbau-Studium erfordert folgende Kernkompetenzen:

  • Kreativität,
  • mathematische Fähigkeiten,
  • technisches Grundverständnis,
  • Physik- und Englischkenntnisse,
  • logisches Denkvermögen,
  • Computerkenntnisse.

Aufgrund der hohen Anfrage besteht an vielen Universitäten eine Zulassungsbeschränkung. Folglich benötigen die Interessenten für das Studium ein gutes Abschlusszeugnis der Fachhochschulreife.

Der Bachelor-Studiengang im Bereich des Maschinenbaus erstreckt sich in der Regel über sechs bis acht Semester. Dabei erlernen die Studierenden wichtige Grundlagen zur Funktionsweise von Anlagen und Maschinen. Darüber hinaus zählen verschiedene Verfahren und Einsatzbereiche sowie der Bau kleiner Maschinen zu den Lehrinhalten des Studiums. Nach der erfolgreichen Bachelorprüfung besteht für die Absolventen die Möglichkeit, sich im Zuge eines Master-Studiums weiter zu spezialisieren. Mehrere Praktika begleiten das Studium und ermöglichen es, das erworbene Wissen praktisch anzuwenden und zu vertiefen. Ein abgeschlossenes Maschinenbau-Studium berechtigt die Absolventen zum direkten Berufseinstieg.

4. Tätigkeit

Jemand, der als Industriemechaniker/-in sein Gehalt verdient, arbeitet in einem sogenannten Monoberuf, also einem Spezialberuf, der sich mit einem ganz bestimmten Aspekt seiner Branche beschäftigt.

Die Haupttätigkeit von Industriemechanikern ist produktiv: sie stellen mithilfe von Maschinen Bauteile, Türschlösser, Türen und Treppen, Gitter und Zäune oder Autoteile her. Dazu müssen sie unter anderem bohren, drehen, fugen, schleifen, schweißen. An der CNC-Maschine stellen sie von einfachen bis hin zu komplexen Werkstücken praktisch alles her. Selbst ganze Gerätschaften können Industriemechaniker dort produzieren und anschließend zusammenbauen. Ordnet man sie in der langen Kette von der Entwicklung über die Produktion bis zum Verkauf ein, befinden sie sich also auf einer der ersten Produktionsstufen: ohne sie gäbe es keine Werkzeuge und Werkstücke, die weiter verarbeitet werden könnten.

Industriemechaniker stellen aber nicht nur Produktionsanlagen her, sondern richten diese auch ein oder bauen sie um. Sie überwachen die Anlagen und sind verantwortlich für einen reibungslosen Fertigungsprozess verantwortlich. Auch Reparaturen und Wartungsarbeiten gehören zu ihrem Arbeitsbereich. Vielseitigkeit und Fachwissen in Bereichen wie Maschinenbau, Betriebsanlagenmechanik, Feinwerktechnik, Motorenkunde und Pneumatik, Hydraulik und Elektro,- Steuerungstechnik sind in diesen Beruf Voraussetzung.

Wo arbeiten Industriemechaniker?

Industriemechaniker können überall dort arbeiten, wo größere Maschinen zur Produktion verwendet werden. Das kann die Automobilbranche sein, die Chemie,- Elektro,- und Nahrungsmittelindustrie oder die Metallverarbeitung. In vielen dieser Branchen wird im Schichtbetrieb gearbeitet, also auch nachts, an Wochenenden und Feiertagen. Grundsätzlich sollte man also zu Arbeitsstunden zu ungewöhnlichen Zeiten bereit sein. Sie werden aber selbstverständlich auch mit den entsprechenden Zuschlägen vergütet. Entsprechende Arbeitsorte für den Industriemechaniker sind in praktisch ganz Deutschland zu finden. Insbesondere Ballungsräume wie Köln-Bonn, München oder Berlin haben einen großen Flächenanteil in der Industrie und dementsprechend besonders viele Stellen in diesem Bereich zu vergeben. Aber auch kleinere Orte mitten auf dem Land können eine gute Industriestruktur und damit hervorragende Arbeitsmöglichkeiten bieten.