Wasserbauer/-in Ausbildung

Die Ausbildung zum Wasserbauer gehört sicher zu den ungewöhnlicheren Ausbildungsberufen in Deutschland. Es handelt sich dabei weniger um einen klassischen Bauberuf. Vielmehr ist man in diesem Beruf damit beschäftigt, die Bundeswasserstraßen zu inspizieren und bei Bedarf Reparaturen und Reinigungsarbeiten durchzuführen. Auch Uferbefestigungen, Dämme und Deiche gehören dabei zum Arbeitsbereich, ebenso wie Schleusen und Wehre oder Leitwerke. Mit seiner Arbeit gewährleistet der Wasserbauer, dass der Schiffverkehr auf Flüssen und Kanälen reibungslos und sicher abläuft und dass der Umweltschutz eingehalten wird.
Möchte man eine Ausbildung zum Wasserbauer machen, sollte man für alle Fälle gut schwimmen können und sich außerdem für die Arbeit am Wasser interessieren. Ein guter Hauptschulabschluss reicht den meisten Arbeitgebern dabei für einen Ausbildungsplatz aus. Wichtiger sind gute Kenntnisse in den naturwissenschaftlichen Fächern und Deutsch sowie ein Gesundheitszeugnis und ein Schwimmabzeichen. Als Arbeitgeber kommen nicht nur öffentliche Träger in Frage, sondern teilweise auch private Unternehmen.

Ausbildungsgehalt Wasserbauer/-in

Öffentlicher Dienst Ausbildungsdauer: 36 Monate
1. Lehrjahr 2. Lehrjahr 3. Lehrjahr 4. Lehrjahr
Alte Bundesländer (West) 878 € 930 € 978 € 0 €
Neue Bundesländer (Ost) 878 € 930 € 978 € 0 €
(Quellenangabe: BIBB)

Die Ausbildung zum Wasserbauer in Kürze

Die meisten, die Azubi im Wasserbau werden möchten, sind männlich. Prinzipiell haben aber auch Frauen gute Aussichten darauf, hier eine Arbeitsstelle zu finden. In der Regel liegt die Ausbildungsdauer bei drei Jahren, wer aber mit Abitur in die Ausbildung zum Wasserbauer geht oder während der Berufsausbildung gute Leistungen zeigt, kann die Ausbildungszeit auch verkürzen. Während die betriebliche Ausbildung vor Ort erfolgt, findet der Berufsschulunterricht in den Bildungszentren in Koblenz und Kleinmachnow statt. Er wird deshalb als Blockunterricht organisiert. Am Ausbildungsplatz lernt der Azubi alles über die üblichen Bauarbeiten am Wasser, über Materialien und Wasserkunde, aber auch über Recht und Sicherheit.
Für die meisten ist die Ausbildung zum Wasserbauer nur eine erster Einstieg in den Beruf, denn es gibt eine große Zahl von Weiterbildungsmöglichkeiten wie den Stauwart und Staumeister, Schichtleiter im Schleusendienst, Vorarbeiter und Bauaufseher oder den Wasserbaumeister. Mit dem Meistertitel oder dem Abitur kommt auch ein Studium in Frage. Hier gibt es zum Beispiel den Bautechniker im Tiefbau oder den Bauingenieur in Wasserwirtschaft. Oft ist ein Studium die Voraussetzung, um bei der Arbeit in einen höheren Bereich mit mehr Verantwortung und einem besseren Gehalt einzusteigen.