*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Bauingenieur

Datenbasis: 3.183 Datensätze
Region 1. Quartil Mittelwert 3. Quartil Offene Jobs
Deutschland: 2.792 € 3.958 € 6.030 €
Baden-Württemberg 3.030 € 4.382 € 6.645 € Jobs Bauingenieur
Bayern 2.935 € 4.048 € 6.188 € Jobs Bauingenieur
Berlin 2.656 € 3.682 € 5.364 € Jobs Bauingenieur
Brandenburg 2.423 € 3.453 € 5.426 € Jobs Bauingenieur
Bremen 2.063 € 4.437 € 6.349 € Jobs Bauingenieur
Hamburg 2.888 € 3.913 € 6.470 € Jobs Bauingenieur
Hessen 3.010 € 4.065 € 6.147 € Jobs Bauingenieur
Mecklenburg-Vorpommern 2.387 € 3.064 € 4.602 € Jobs Bauingenieur
Niedersachsen 2.886 € 4.032 € 6.382 € Jobs Bauingenieur
Nordrhein-Westfalen 2.877 € 4.155 € 6.196 € Jobs Bauingenieur
Rheinland-Pfalz 2.804 € 4.038 € 6.037 € Jobs Bauingenieur
Saarland 2.857 € 4.168 € 5.610 € Jobs Bauingenieur
Sachsen 2.487 € 3.387 € 4.822 € Jobs Bauingenieur
Sachsen-Anhalt 2.612 € 2.977 € 4.932 € Jobs Bauingenieur
Schleswig-Holstein 2.601 € 3.702 € 5.379 € Jobs Bauingenieur
Thüringen 2.390 € 3.290 € 5.405 € Jobs Bauingenieur

Bauingenieur / Bauingenieurin:

1. Gehalt

Die Mehrzahl der Bauingenieure im Hochbau arbeitet in kleinen bis mittelständischen Unternehmen. Etwa ein Drittel befindet sich in Anstellung bei Unternehmen mit sechs bis 20 oder 21 bis 100 Mitarbeitern. Die Gehaltshöhe orientiert sich an dieser Größe, an den Erfahrungswerten und an der Branche des Unternehmens.

Bauingenieure verdienen pro Jahr durchschnittlich 47.496 €. Das ergibt ein Monatsgehalt von rund 3.958 € brutto. Diese Angabe basiert auf 3.183 Gehaltsdaten und unseren Erfahrungswerten der letzten Jahre.

Einstiegsgehälter von Bauingenieuren
Bereits das Einstiegsgehalt ist mit 3.222 € für Uniabsolventen und Berufseinsteiger lohnenswert. Je nach Universitätsabschluss – Bachelor oder Master – können Absolventen mit Schwankungen der Einstiegsgehälter rechnen. Häufig gleicht sich die Differenz des Einstiegsgehalts aber mit entsprechender Berufserfahrung wieder aus. Das heißt, der Masterabsolvent verdient zum Einstieg ähnlich viel wie ein Bachelorabsolvent mit zweijähriger Berufserfahrung.

Die Gehaltsentwicklung im weiteren Verlauf des Berufslebens sieht im Schnitt folgendermaßen aus:

  • 25 Jahre = 3.268 Euro brutto
  • 30 Jahre = 3.418 Euro brutto
  • 35 Jahre = 3.884 Euro brutto
  • 40 Jahre = 4.345 Euro brutto
  • 45 Jahre = 4.760 Euro brutto
  • 50 Jahre = 4.796 Euro brutto

Die Region sorgt für Gehaltsunterschiede
Variationen in den Vergütungen ergeben sich auch je nach Standort. Die Bezahlung in den neuen Bundesländern liegt durchschnittlich unter 3.000 € brutto im Monat. Das Schlusslicht ist das Bundesland Sachsen mit rund 3.387 €. Höchstwerte erzielen dagegen Rheinland-Pfalz mit 4.038 € und Bremen mit sogar durchschnittlich 3.682 €.

Die Gehälter von weiblichen und männlichen Bauingenieuren
Zum Einstieg sind keine signifikanten Gehaltsunterschiede zwischen den Geschlechtern erkennbar. Mit steigender Berufserfahrung öffnet sich allerdings die Gehaltsschwere zwischen Männern und Frauen: Durchschnittlich verdienen Männer 4.106 € monatlich, bei Frauen sind es nur 3.414 € Lohn.

Die Branche trägt ebenfalls entscheidend zu der Höhe des Gehalts bei. In der Branche Anlagenbau liegt das Gehalt durchschnittlich bei 3.900 Euro brutto im Monat. Ähnlich gut verdient der Bauingenieur in der Branche Immobilien mit 3.800 Euro. In der Branche Architektur und Konstruktion bekommen Bauingenieure durchschnittlich 3.200 Euro. Ingenieurbüros bilden die in geringstem Maße lukrative Branche mit durchschnittlich 3.100 Euro. In der Branche "Bau Steine Erden Zement" verdienen Bauingenieure 3.500 Euro.

2. Ausbildung / Weiterbildung

Die Ausbildungsphase absolvieren Bauingenieure an Technischen Universitäten, Universitäten oder Fachhochschulen mit dem Studiengang Bauingenieurwesen. Das Studium zählt zusammen mit Maschinenbau und Elektrotechnik zu den klassischen Ingenieur-Studiengängen. Bis Ende 2010 stellten die Hochschulen den bisherigen Diplomstudiengang auf das angloamerikanische Bachelor-/ Master-System um.

An einigen Hochschulen studieren Bauingenieure im dualen System oder im Verbundstudium. Das Verbundstudium bietet den Vorteil, dass sowohl der Studiengang Bauingenieurwesen mit Bachelor-Abschluss als auch die Gesellenprüfung des Bauhandwerks mit Meisterbrief absolviert werden. Das erhöht die Qualifikationen und damit die Anstellungschancen des Absolventen.

3. Studium

Beim Studiengang Bauingenieurwesen beträgt die Regelstudienzeit für den Bachelor-Abschluss sechs und für den Master-Abschluss vier Semester. In manchen Fällen variiert die Regelstudienzeit, sodass der Bachelor sieben Semester und der Master drei beansprucht. Die Unterschiede in der Studiendauer ergeben sich aus den verschiedenen Angeboten an den Hochschulen.

An der Universität orientiert sich das Studium stärker an Theorie und Wissenschaft als an der Fachhochschule. Dort bekommen Studierende in höherem Maße auf Anwendung ausgerichtetes Wissen. Unabhängig von der Hochschule leisten Studierende vor dem Studium häufig ein Grundpraktikum. Dieses entfällt, wenn die Anwärter einen passenden Ausbildungsabschluss vorweisen können. An Fachhochschulen steht zudem ein praktisches Studiensemester auf dem Studienplan.

Auf dem Lehrplan stehen während des Bauningenieurwesen-Studiums diese Disziplinen:

  • Naturwissenschaften,
  • Technologie,
  • Kommunikationswissenschaften,
  • Wasserbau,
  • Management und Projektplanung,
  • Stahlbau,
  • Stahlbetonbau,
  • Mathematik für Ingenieure,
  • Verkehrswegebau,
  • Baustatik,
  • Holzbau,
  • Spannbetonbau,
  • Baurecht.

Die Fachrichtung Hochbau bildet z.B. einen Teilbereich des Bauingenieurwesens. Studierende des Hochbaus befassen sich mit dem Planen und Errichten von Bauwerken oberhalb der Erde. Neben Wohnhäusern beschäftigen sie sich mit Kaufhäusern, Kinos, Fußballstadien oder Fabrikgebäuden.
Je nach Material unterscheiden die Studierenden zwischen Lehm- und Mauerwerksbau, Stahl- und Stahlbetonbau, Holz- und Holztafelbau sowie Trockenbau. Entsprechend der verwendeten Materialien achtet der Studierende des Bauingenieurwesens Hochbau auf unterschiedliche Aspekte. Der Schutz vor Korrosion steht beim Stahlbau im Vordergrund, bei brennbaren Materialen der Brandschutz.

Bei erfolgreichen Bestehen aller Prüfungen lautet der erste Titel bei Studienbaschluss Bachelor of Engineering oder Bachelor of Science. Der zweite Abschluss heißt Master of Engineering oder Master of Science. Vor der Umstellung auf das Bachelor-Master-System verliehen die Hochschulen den akademischen Grad des Diplomingenieurs.

4. Tätigkeit

Studierte Bauingenieure tragen wesentlich zur Gestaltung der Gesellschaft und ihrer Umwelt bei. Die Ingenieure designen und bauen Industriebauten und Wohnhäuser, Einkaufszentren und Sportanlagen, Wasserbauten und Schienenverkehrswege. Ein zeitgenössisches Einsatzgebiet für Bauingenieure ist die Modernisierung und Sanierung von baulichen Anlagen. Gibt ein Unternehmen einen Bau in Auftrag, stellen Architekten die gestalterischen und nutzungstechnischen Vorgaben zeichnerisch dar. Bauingenieure setzen den Entwurf in enger Zusammenarbeit mit den Architekten um.

Im Berufsalltag konzipiert, berechnet und plant der Bauingenieur bzw. die Bauingenieurin. Dabei arbeitet er oder sie nach Gesichtspunkten der Sicherheit und der Wirtschaftlichkeit. Berufstätige Bauingenieure übernehmen aber nicht nur technische Entwicklungsarbeiten. Sie erledigen ebenfalls organisatorische und wirtschaftliche Aufgaben. Hiermit sind die Überwachung von Baukosten und die Kooperation mit weiteren am Bau beteiligten Berufsgruppen wie Architekten oder Stadtplanern gemeint.
Stellen finden Bauingenieure in Unternehmen, die in der Bauindustrie und dem Bauhandwerk agieren, sowie in großen und kleinen Ingenieurbüros. Auch in der öffentlichen Verwaltung kommen Bauingenieure zum Einsatz. Sie stehen in Angestellten-, Freiberufler- und Beamten-Beschäftigungs-Verhältnissen.

Im Bereich Hochbau beschäftigen sich die Berufsangehörigen mit Baukonstruktionen, die sich über der Erde befinden. Sie berechnen die Statik für den konstruktiven Ingenieurbau und bemessen die Tragwerke. Sie unterscheiden je nach verwendeten Baustoff zwischen Stahl-, Massiv- und Holzbau. Die Tragwerke umfassen einfache Geschossbauten wie Büro- oder Wohnkomplexe oder anspruchsvolle Bauwerke wie Sportanlagen, Hallen oder Türme. Neben dem Bau von Gebäuden befassen sich Bauingenieure mit dem Bau von Brücken. In diesem Fall erstellen sie Entwürfe für Brückentragwerke, die als Verkehrswege und Versorgungsleitungen zum Einsatz kommen, und berechnen sie.

Bauingenieure sollten kreative und flexible Persönlichkeiten besitzen, um die komplexen Aufgaben aus dem Bauwesen der aktuellen Zeit erfolgreich lösen zu können. Einsatzbereitschaft und Teamfähigkeit sind unerlässliche Eigenschaften für Bauingenieure, die oftmals keinen geregelten 8-Stunden-Job machen.