Polsterer/-in Ausbildung

Der Beruf des Polsterers gehört zu einigen der ältesten Handwerke in Deutschland, allerdings hat er sich im Laufe der Zeit erheblich gewandelt: Hat man Möbelstücke ursprünglich durch Sprungfedern gepolstert, gibt es heute die verschiedensten Techniken, mit denen ein Möbelstück bequemer gemacht werden kann. Wer eine Ausbildung zum Polsterer in Betracht zieht, der bereitet sich damit auf einen spannenden Beruf mit Zukunft vor. Ein wenig handwerkliches Geschick und körperliche Fitness sollte man allerdings haben, um bei dieser Arbeit erfolgreich zu sein. Es gibt vielfältige Möglichkeiten zur Arbeit für den Polsterer. Er kann seine Anstellung zum Beispiel bei Möbelherstellern finden, bei der die Aufgaben sehr weit technisiert sind. Gerade in solchen Betrieben sollten Sie auch mit Schichtarbeit rechnen, die bis in die Nacht oder ins Wochenende reicht. Es gibt aber auch die Möglichkeit, in kleineren Handwerksbetrieben zu arbeiten, die sich auf das Aufpolstern alter Möbelstücke oder auf die Restauration von Möbeln spezialisiert haben.

Ausbildungsgehalt Polsterer/-in

In der Industrie und dem Handel Ausbildungsdauer: 36 Monate
1. Lehrjahr 2. Lehrjahr 3. Lehrjahr 4. Lehrjahr
Alte Bundesländer (West) 672 € 724 € 789 € 0 €
Neue Bundesländer (Ost) 0 € 0 € 0 € 0 €
(Quellenangabe: BIBB)

Die wichtigsten Informationen zur Ausbildung zum Polsterer

Um die Ausbildung zum Polsterer anzutreten, setzen die meisten Betriebe die Mittlere Reife voraus. Wer diese nicht vorweisen kann, kann über eine zweijährige Ausbildung zum Polster- und Dekorationsnäher in den Beruf des Polsterers einsteigen. Die klassische Berufsausbildung hat eine Ausbildungsdauer von drei Jahren; wer bereits die oben genannte Vor-Ausbildung abgeschlossen hat, muss allerdings nur noch das dritte Lehrjahr machen. Am Ausbildungsplatz erfährt der Azubi zum Beispiel, welche Materialien er zum Polstern und zum Beziehen des Polsters nutzen kann, welche Techniken und Maschinen hier zum Einsatz kommen und ähnliches. Auch die Herstellung von Polsterknöpfen und anderem Zierwerk gehört zur Ausbildung.

Die Ausbildung zum Polsterer wird vor der Handwerkskammer mit einer Gesellenprüfung abgeschlossen. Wer sich entsprechend weiter bildet, der kann auch als Meister sein Gehalt verdienen, eigene Ausbildungsgänge durchführen und eine eigene Polsterei eröffnen. Auch ein Studium zum Techniker oder der Betriebswirtschaftslehre passt zum Berufsbild. Die Studiengänge werden von vielen größeren Unternehmen voraus gesetzt, wenn man hier ein höheres Gehalt verdienen oder in einer Position arbeiten möchte, die mehr Verantwortung mit sich bringt.