Schuhmacher/-in Ausbildung

Das Handwerk des Schuhmachers reicht bis ins frühe Mittelalter hinein. Zu den Hauptaufgaben bei dieser Arbeit gehört es, Schuhe herzustellen oder bei Bedarf zu reparieren. Auch wenn die meisten Schuhe heutzutage industriell hergestellt werden, ist die Ausbildung zum Schuhmacher doch nach wie vor gefragt. Er stellt vor allem Einzelstücke nach Kundenwunsch oder nach Vorgabe eines Orthopäden her, versorgt Schuhe mit neuen Sohlen und Absätzen oder übernimmt kleinere und größere Reparaturarbeiten. Darüber hinaus ist der Schuhmacher – auch Schuster genannt – für das Entfernen von Flecken, aber auch für das Umfärben von Schuhen zuständig. Die Beratung des Kunden hinsichtlich Material, Farbe und Passform gehört dabei ebenfalls zum Berufsbild. Dabei arbeitet der Schuhmacher vor allem mit Schuhen aus hochwertigen Materialien, da sich die kostspielige Reparatur bei billigen Industrieschuhen selten lohnt.

Wer eine Ausbildung zum Schuhmacher in Betracht zieht, sollte sich generell für das Handwerk interessieren. Die meisten, die sich als Azubi auf einen Ausbildungsplatz haben die Mittlere Reife oder einen höherwertigen Abschluss. Gearbeitet wird nach der Ausbildung vor allem in Reparaturbetrieben, aber auch in Theatern und Opernhäusern oder in eigenen Schuhmacherbetrieben.

Ausbildungsgehalt Schuhmacher/-in

Ausbildungsdauer: 36 Monate
1. Lehrjahr 2. Lehrjahr 3. Lehrjahr 4. Lehrjahr
Alte Bundesländer (West) 390 € 460 € 535 € 0 €
Neue Bundesländer (Ost) 280 € 310 € 345 € 0 €
(Quellenangabe: BIBB)

Erfahren Sie alles über die Ausbildung zum Schuhmacher

In Deutschland liegt die Ausbildungsdauer für diesen Beruf bei drei Jahren beziehungsweise bei 3,5 Jahren, wenn man sich zum Orthopädie-Schuhmacher ausbilden lassen möchte. Hat man mindestens die Fachhochschulreife, lässt sich die Ausbildung zum Schuhmacher auch auf 2,5 Jahre verkürzen. Die Werkzeuge, mit denen gearbeitet wird, haben sich seit Jahrhunderten kaum verändert. Im Betrieb sowie in der Berufsschule lernt der Azubi nicht nur, mit welchen Techniken Schuh, Sohle und Absatz zusammen gefügt werden, sondern erfährt auch alles über die entsprechenden Materialien und ihre Pflege, über die Anatomie des Fußes, die Wahl der richtigen Absätze und vieles mehr. Hat man die Ausbildung zum Schuhmacher erfolgreich bestanden, verdienen die meisten erst einmal ein paar Jahre als Geselle ihr Gehalt, ehe sie den Meistertitel erwerben. In der Regel dauert eine solche Schulung zwei Jahre, wenn sie in Vollzeit betrieben wird. Auch ein Studium der Orthopädie ist eine sinnvolle Ergänzung der bisher erworbenen Kenntnisse.