Polster- und Dekorationsnäher/-in Ausbildung

Polster- und Dekorationsnäher sorgen dafür, dass Sitzgelegenheiten und Räumlichkeiten erst so richtig behaglich werden. Hat man seine Ausbildung zum Polster- und Dekorationsnäher einmal erfolgreich abgeschlossen, ist man für vielfältige Arbeiten rund um die Dekoration mit Stoff zuständig. Dazu gehört zum Beispiel das Nähen von einzelnen Polsterteilen nach vorher angefertigten Zuschnitten, aber auch das Anfertigen von Gardinen und Hussen ist ein typisches Arbeitsfeld für diesen Beruf. Dabei arbeitet man natürlich nicht mehr von Hand, sondern verwendet modernste Nähmaschinen und Bügelanlagen. Einen Arbeitsplatz kann man in diesem Beruf zum Beispiel im Handwerk finden, wo Raumausstatter Einzelstücke für ihre Kunden anfertigen. Aber auch in der Polstermöbelindustrie und bei Großnähereien für Gardinen dürfen entsprechend qualifizierte Mitarbeiter nicht fehlen. Auch Kaufhäuser haben häufig einen Polster- und Dekorationsnäher in ihren Servicebereichen.

Ausbildungsgehalt Polster- und Dekorationsnäher/-in

Ausbildungsdauer: 24 Monate
1. Lehrjahr 2. Lehrjahr 3. Lehrjahr 4. Lehrjahr
Alte Bundesländer (West) 614 € 655 € 709 € 0 €
Neue Bundesländer (Ost) 0 € 0 € 0 € 0 €
(Quellenangabe: BIBB)

Das sollte man über die Ausbildung zum Polster- und Dekorationsnäher wissen

Die Ausbildungsdauer für die Ausbildung zum Polster- und Dekorationsnäher liegt in der Regel bei zwei Jahren. Sie erfolgt nach dem dualen System, findet also am Ausbildungsplatz im Betrieb und in der Berufsschule statt. Es gibt keine schulischen Anforderungen, wenn man in diesem Bereich Azubi werden möchte. Vielmehr gilt diese Berufsausbildung als Einstieg ins Schneiderhandwerk für all diejenigen, die sich für den eigentlichen Schneiderberuf erst noch qualifizieren möchten.
Während der Ausbildung, in der man auch schon ein dem Handwerk angemessenes Gehalt erhält, lernt man alles, was mit dem späteren Handwerk zu tun hat: Hier geht es beispielsweise um die Auswahl der richtigen Materialien, das Anfertigen von Zuschnitten, das eigentliche Nähen, aber auch Bügeln und Dämpfen. Nicht nur die Bedienung der Maschinen gehört zur Ausbildung zum Polster- und Dekorationsnäher, sondern auch deren Wartung und gegebenenfalls ihre Reparatur. In der Berufsschule lernt man darüber hinaus alles über Kostenkalkulationen und Kundenberatung, aber auch über Stilkunde und Arbeitssicherheit.

Die meisten, die eine Ausbildung zum Polster- und Dekorationsnäher gemacht haben, nutzen diese für den Einstieg in den Beruf des Polsterers oder des Raumausstatters. Bei beiden Ausbildungsberufen kann man im dritten Lehrjahr einsteigen, so dass die Gesamtausbildung keine drei Jahre überschreitet. Wer seine Ausbildung zum Polster- und Dekorationsnäher mit Abitur begonnen hat, der kann anschließend auch ein Studium der Innenarchitektur oder des Modedesigns in Angriff nehmen.