*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Raumausstatter

Datenbasis: 130 Datensätze
Region 1. Quartil Mittelwert 3. Quartil Offene Jobs
Deutschland: 1.618 € 2.094 € 2.753 €
Baden-Württemberg 1.416 € 2.005 € 2.742 € Jobs Raumausstatter
Bayern 2.079 € 2.332 € 2.721 € Jobs Raumausstatter
Berlin 1.294 € 1.675 € 2.202 € Jobs Raumausstatter
Brandenburg 1.322 € 1.711 € 2.249 € Jobs Raumausstatter
Bremen 1.555 € 2.012 € 2.645 € Jobs Raumausstatter
Hamburg 1.716 € 2.221 € 2.920 € Jobs Raumausstatter
Hessen 1.800 € 2.265 € 3.167 € Jobs Raumausstatter
Mecklenburg-Vorpommern 1.189 € 1.539 € 2.023 € Jobs Raumausstatter
Niedersachsen 1.875 € 1.973 € 2.494 € Jobs Raumausstatter
Nordrhein-Westfalen 1.614 € 2.249 € 3.779 € Jobs Raumausstatter
Rheinland-Pfalz 1.780 € 2.304 € 3.029 € Jobs Raumausstatter
Saarland 1.328 € 1.719 € 2.260 € Jobs Raumausstatter
Sachsen 1.286 € 1.664 € 2.188 € Jobs Raumausstatter
Sachsen-Anhalt 1.215 € 1.572 € 2.067 € Jobs Raumausstatter
Schleswig-Holstein 1.421 € 1.839 € 2.418 € Jobs Raumausstatter
Thüringen 1.322 € 1.711 € 2.249 € Jobs Raumausstatter

Raumausstatter / Raumausstatterin:

1. Gehalt

Als Raumausstatter liegt das deutschlandweite Gehalt bei 2.094 € pro Monat. Diesen Wert haben wir auf Basis von 130 Datensätzen ermittelt, die wir in den letzten zwei Jahren erfasst haben. Hinsichtlich der Gehaltsspanne ist festzustellen, dass die unteren Monatsgehälter bei 1.618 € beginnen, Raumausstatter in den oberen Regionen jedoch auch bis zu 2.753 € und mehr verdienen können.

Wie bei nahezu allen Berufen, hat neben vielen anderen Faktoren auch der Standort des Arbeitgebers individuellen Einfluss auf die Höhe des Gehalts. So beträgt das monatliche Durchschnittsgehalt im nördlichsten Bundesland der Republik ungefähr 1.839 €. Arbeitet man hingegen im Süden, so kann man beispielsweise in Baden-Württemberg mit einem durchschnittlichem Gehalt von 2.005 € rechnen. Insoweit ist anzumerken, dass die Analyse unserer Daten bundesweit regelmäßig zu dem Ergebnis führt, dass die Gehälter im Süden Deutschlands tendenziell über denen im Norden liegen. Jedoch ist dabei - wie auch beim Vergleich des Verdienstes in städtischen Gebieten mit denen auf dem Land - zu beachten, dass die Lebenshaltungskosten oft parallel zu den Gehältern steigen.

Tabellarisch stellt sich das Gehalt als Raumausstatter in Abhängigkeit vom Alter wie folgt dar

  • 25 Jahre = 1.950 Euro brutto
  • 30 Jahre = 2.034 Euro brutto
  • 35 Jahre = 2.056 Euro brutto
  • 40 Jahre = 2.441 Euro brutto
  • 45 Jahre = 2.441 Euro brutto
  • 50 Jahre = 2.441 Euro brutto

Auswirkung der Firmengröße auf das Monatsgehalt

  • bis 500 Mitarbeiter = 2.092 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 2.116 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 2.087 Euro brutto
2. Ausbildung / Weiterbildung

Die Ausbildung zum Raumausstatter oder Raumausstatterin existiert als dreijährige nach dem Berufsbildungs-Gesetz anerkannte Lehre im dualen System. Theorie- und Praxis-Phasen wechseln sich ab. Gute Noten in der Berufsschule oder der vorherige erfolgreiche Abschluss in einem ähnlichen Beruf ermöglichen eine verkürzte Ausbildungszeit.

Geeignet für diesen Beruf ist, wer handwerkliches Geschick besitzt und über gute mathematische Kenntnisse verfügt. Dem angehenden Raumausstatter macht es Freude, zuzupacken. Er scheut sich nicht davor, sich viel zu bewegen. Möbel, Farben und Räume vermag er sich ebenso gut vorzustellen, wie er mit Kunden geschickt und freundlich umgeht. Eine Ausbildung zum Raumausstatter eignet sich nicht bei bestehender Hausstaub-Allergie.

Der zukünftige Raumausstatter erlernt:

  • Polstermöbel instandzusetzen und Polster herzustellen
  • die Auswahl, Gestaltung und das Verlegen von Bodenbelägen
  • Oberflächen zu behandeln
  • Decken und Wände zu gestalten, diese anzustreichen und zu beschichten
  • das Gestalten und Montieren von Raumdekoration

Des Weiteren ist er nach seiner Ausbildung in der Lage, Skizzen und Zeichnungen zu lesen und diese in Zuschnitte umzusetzen. Er beschäftigt sich mit der Auswahl, der Unterscheidung und der Montage von Sonnenschutz-, Licht- und Sichtanlagen. Die typischen Materialien und Stoffe einzelner Epochen, weiß er, bis zum Zeitpunkt seiner Prüfung, zu erkennen und auszuwählen.

Während seiner Ausbildung, spätestens bis zur Zwischenprüfung, spezialisiert sich der Auszubildende in seinem dem ausbildenden Betrieb angepassten Bereich. Dieser Schwerpunkt ist relevant für die Prüfungsfragen. Zur Vorbereitung für die praktische Prüfung erstellt der Prüfling eine Projektmappe. Diese stellt das Projekt vor, welches er in seiner Prüfung umzusetzen beabsichtigt. Zudem besteht die vor der Handwerkskammer abgelegte Prüfung aus einem theoretischen Teil.

Nach bestandener Prüfung stehen dem Raumausstatter viele Wege offen, um Karriere zu machen. Ihm bieten sich beispielsweise Weiterbildungen zum Gestalter im Handwerk oder zum Bühnenausstatter an. Ebenso eignen sich Spezialisierungs-Kurse im Bereich Polstern, zum Thema Anstrich-Techniken und vielem mehr. Wer sich selbstständig zu machen beabsichtigt oder Nachwuchskräfte auszubilden gedenkt, wählt eine dreimonatige Vollzeit-Ausbildung zum Meister. In Abendkursen absolviert, dauert der Lehrgang entsprechend länger.

Weitere Informationen zum Gehalt in der Ausbildung als Raumausstatter/-in.

3. Studium

Wer die Ausbildung zum Raumausstatter absolviert, besitzt in der Regel keine Hochschul- oder Fachhochschulreife. Die Chancen, nach der Ausbildung dennoch an einer Fachhochschule beziehungsweise einer Hochschule Zulassung zu finden, stehen gut. Die Möglichkeiten hängen vom jeweiligen Bundesland ab. Der Meisterbrief qualifiziert für ein Studium auch ohne Abitur.

Für einen Raumausstatter eignet sich das Studium zum Innenarchitekten, sofern er Freude daran hat, kreativ zu arbeiten. Das Bachelorstudium umfasst acht Semester. Nach erfolgreichem Abschluss erfolgt eine Eintragung in die Architektenliste. Dem Absolventen ist es erlaubt, die Berufsbezeichnung "Architekt" zu führen.

Die ersten Semester vermitteln dem Studierenden grundlegende Kenntnisse in den Bereichen:

  • Baugeschichte
  • darstellende Geometrie
  • Architektur-Theorie
  • Gebäudelehre

Im weiteren Verlauf seines Studiums eignet sich der Studierende Wissen in den Bereichen Bauphysik, Gebäudetechnik an. Weitere bedeutende Fächer sind die Möbelstilgeschichte und der Innenausbau. Die Wahlfächer kommen aus dem Bereich der Sozialwissenschaft und den Fremdsprachen. Die meisten Universitäten bieten Spezialisierungen wie die der Lichtplanung oder des integralen Ausbaus an. Zur Wahl stehen des Weiteren die Gebäudetechnik und Konstruktions-Systeme. Die Studien erfolgen überwiegend praxisbezogen.

Das weiterführende Studium zum Master of Arts in Innenarchitektur erfordert einen guten Bachelor- oder Diplom-Abschluss. Es dauert vier Semester.

4. Tätigkeit

Als Raumausstatter/in ist Kreativität das höchste Gebot. ob Restaurants, Büros, andere öffentliche Einrichtungen oder auch Privatwohnungen, der/die Raumausstatter/in hat die Aufgabe, die Gestaltung zu übernehmen. Welche Gardinen, welche Möbel, wo stehen die Möbel und welche Farben harmonieren miteinander. All das sind Fragen die sich die Raumausstatter stellen müssen. Meist gibt der Kunde eine Vorgabe, wie der Raum aussehen soll, ob eher hell oder dunkel gehalten, welche Funktionalität vorhanden sein soll und was für eine Art von Möbeln darin stehen soll. Einige Kunden verlassen sich aber auch ausschließlich auf ihren/ihre Raumausstatter / Raumausstatterin.