Tierwirt/-in Ausbildung

Wer sich einen verantwortungsbewussten Beruf mit Tieren wünscht, kann sich für eine Ausbildung zum Tierwirt entscheiden. Er kümmert sich eigenverantwortlich um die Haltung und Pflege der Tiere, ist unter Umständen aber auch für den Gewinn von Lebensmitteln, zum Beispiel durch Melken, verantwortlich. Die Arbeit in diesem Beruf setzt Tierliebe unbedingt voraus, außerdem sollte man damit leben können, dass es hin und wieder schmutzig wird. Zur Versorgung der Tiere kann es notwendig werden, sehr früh am Morgen aufzustehen – auch am Wochenende – oder Muttertiere bei der Geburt die ganze Nacht über zu begleiten. Körperliche Belastbarkeit ist deshalb die wichtigste Voraussetzung, wenn man sich für eine Ausbildung zum Tierwirt entscheidet. Es gibt mehrere Fachrichtungen, die eine eigene Ausbildung zum Tierwirt anbieten. Dazu gehört die Haltung von Rindern, Schweinen oder Geflügel, aber auch die Schäferei und die Imkerei. Da die Arbeit am Ausbildungsplatz sich jeweils auf das entsprechende Tier bezieht, sind die Ausbildungsinhalte teilweise höchst unterschiedlich.

Ausbildungsgehalt Tierwirt/-in (alle Fachrichtungen)

In der Landwirtschaft Ausbildungsdauer: 36 Monate
1. Lehrjahr 2. Lehrjahr 3. Lehrjahr 4. Lehrjahr
Alte Bundesländer (West) 622 € 670 € 726 € 0 €
Neue Bundesländer (Ost) 556 € 602 € 663 € 0 €
(Quellenangabe: BIBB)

Das gibt es über die Ausbildung zum Tierwirt zu wissen

Wichtiger als Schulnoten ist, dass die meisten Ausbildungsbetriebe unabhängig vom Schulabschluss verlangen, dass der Azubi ein Berufsgrundbildungsjahr ableistet. Es bereitet auf die Ausbildung vor und kann auf die Ausbildungsdauer von drei Jahren angerechnet werden. Mit entsprechender Vorleistung dauert die Ausbildung zum Tierwirt also nur noch zwei Jahre. Die praktischen Kenntnisse erwirbt man im Betrieb, während der theoretische Unterricht meist im Blockunterricht in den Berufsschulen stattfindet. In allen Berufen in der Ausbildung zum Tierwirt lernt der Azubi mehr über Sicherheit und Gesundheitsschutz, Nachhaltigkeit, betriebliche Abläufe, Arbeit mit Maschinen, Tierschutz, Tierzucht, Haltung und Fütterung, aber auch Tiergesundheit und Nutztierhaltung. Je nach Schwerpunkt kommen dann noch tierspezifische Lerninhalte wie Kälberaufzucht, Produktion von Milch, Sauenhaltung, Weidewirtschaft und Bienengesundheit hinzu.
Die meisten dieser Fachrichtungen in der Ausbildung zum Tierwirt bieten später noch die Möglichkeit, sich weiter zu bilden. So bieten landwirtschaftliche Schulen und Hochschulen beispielsweise die Möglichkeit zu einem Studium an, in dem man seine Kenntnisse noch vertiefen kann und alles lernt, was man zur Führung eines eigenen tierwirtschaftlichen Betriebes benötigt.