Jobangebote für Archivar / in (+15km)

Geschätztes Bruttogehalt  
*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.
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Gehalt Archivar / in

Datenbasis: 29 Datensätze
Region 1. Quartil Mittelwert 3. Quartil Offene Jobs
Deutschland: 1.812 € 2.850 € 4.833 €
Baden-Württemberg 1.994 € 3.136 € 5.318 € Jobs Archivar / in
Bayern 1.928 € 3.033 € 5.143 € Jobs Archivar / in
Berlin 1.540 € 2.422 € 4.107 € Jobs Archivar / in
Brandenburg 1.380 € 2.171 € 3.682 € Jobs Archivar / in
Bremen 1.741 € 2.739 € 4.645 € Jobs Archivar / in
Hamburg 1.812 € 2.850 € 4.833 € Jobs Archivar / in
Hessen 2.097 € 3.299 € 5.594 € Jobs Archivar / in
Mecklenburg-Vorpommern 1.332 € 2.095 € 3.553 € Jobs Archivar / in
Niedersachsen 1.653 € 2.600 € 4.409 € Jobs Archivar / in
Nordrhein-Westfalen 1.969 € 3.097 € 5.252 € Jobs Archivar / in
Rheinland-Pfalz 1.782 € 2.803 € 4.753 € Jobs Archivar / in
Saarland 1.723 € 2.710 € 4.596 € Jobs Archivar / in
Sachsen 1.394 € 2.192 € 3.717 € Jobs Archivar / in
Sachsen-Anhalt 1.366 € 2.148 € 3.643 € Jobs Archivar / in
Schleswig-Holstein 1.361 € 2.141 € 3.631 € Jobs Archivar / in
Thüringen 1.411 € 2.220 € 3.765 € Jobs Archivar / in

Archivar / Archivarin:

1. Gehalt

Als Archivar liegt das deutschlandweite Gehalt bei 2.850 € pro Monat. Diesen Wert haben wir auf Basis von 29 Datensätzen ermittelt, die wir in den letzten zwei Jahren erfasst haben. Hinsichtlich der Gehaltsspanne ist festzustellen, dass die unteren Monatsgehälter bei 1.812 € beginnen, Archivare in den oberen Regionen jedoch auch bis zu 4.833 € und mehr verdienen können.

Wie bei nahezu allen Berufen, hat neben vielen anderen Faktoren auch der Standort des Arbeitgebers individuellen Einfluss auf die Höhe des Gehalts. So beträgt das monatliche Durchschnittsgehalt im nördlichsten Bundesland der Republik ungefähr 2.141 €. Arbeitet man hingegen im Süden, so kann man beispielsweise in Baden-Württemberg mit einem durchschnittlichem Gehalt von 3.136 € rechnen. Insoweit ist anzumerken, dass die Analyse unserer Daten bundesweit regelmäßig zu dem Ergebnis führt, dass die Gehälter im Süden Deutschlands tendenziell über denen im Norden liegen. Jedoch ist dabei - wie auch beim Vergleich des Verdienstes in städtischen Gebieten mit denen auf dem Land - zu beachten, dass die Lebenshaltungskosten oft parallel zu den Gehältern steigen.

Tabellarisch stellt sich das Gehalt als Archivar in Abhängigkeit vom Alter wie folgt dar

  • 25 Jahre = 2.716 Euro brutto
  • 30 Jahre = 2.422 Euro brutto
  • 35 Jahre = 2.216 Euro brutto
  • 40 Jahre = 2.095 Euro brutto
  • 45 Jahre = 4.012 Euro brutto
  • 50 Jahre = 3.414 Euro brutto

Auswirkung der Firmengröße auf das Monatsgehalt

  • bis 500 Mitarbeiter = 2.850 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 2.828 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 3.264 Euro brutto
2. Ausbildung / Weiterbildung

Um eine Ausbildung im Archivdienst zu absolvieren, kann die Ausbildung zum /zur Beamten /-in im mittleren Archivdienst absolviert werden. Diese Ausbildung dauert zwei Jahre. Während in der Praxis vor allem die Organisation und die Arbeitsabläufe im mittleren Archivdienst im Fokus stehen, stehen die folgenden theoretischen Inhalte auf dem Stundenplan:

  • Verfassungs- und Verwaltungsgeschichte
  • Wirtschafts- und Haushaltsführung
  • Archivalienkunde, Archivwissenschaft, Archivtechnik, Rechtsfragen
  • Schriftkunde, Staatskunde, Dienstrecht
  • Kostenwesen

Wer keine Beamtenlaufbahn einschlagen möchte, der wird nach einem Ausbildungsplatz zum/ zur Fachangestellten für Medien- und Informationsdienste suchen. Diesen Ausbildungsberuf gibt es nämlich sowohl mit der Fachrichtung Archiv, als auch mit der Fachrichtung Bibliothek oder Information und Dokumentation. Die Ausbildungsinhalte sind dabei:

  • Recherchen in Datenbanken und Datennetzen
  • Medienbeschaffung
  • Sicherung von Medienbeständen
  • Einsatz von IT- und Kommunikationssystemen
  • Information, Beratung und Betreuung von Kunden
  • Sichtung, Bewertung und Klassifizierung von Schriftgut
  • Bearbeitung und Aufbewahrung von Archivgut
  • Mitwirkung bei Ausstellungen und Veranstaltungen
  • Vernichtung nach Vorgaben des Datenschutzes

Im Grunde befähigen beide Ausbildungen zur Arbeit in einem Archiv, jedoch ist die Beamtenlaufbahn bürokratischer geprägt, wohingegen die Ausbildung zum /zur Fachangestellten viele Möglichkeiten eröffnet – auch für Weiterbildungsmaßnahmen in vielerlei Hinsicht. Je nach dem Zuständigkeitsbereich können an dieser Stelle betriebswirtschaftliche Fortbildungen nützlich sein oder aber medienpädagogische Kurse besucht werden.

Als Archivar /-in werden regelmäßig Kurse besucht, um beruflich auf dem Laufenden zu bleiben. Das heißt, dass Fortbildungen im Archiv- oder Bibliothekswesen ebenso möglich sind wie in Fachbereichen wie beispielsweise der technischen Redaktion, der medizinischen Dokumentation oder dem IT-, Internet-, Medien- und Urheberrecht. In Zeiten der Digitalisierung gibt es auch für diese Thematik Weiterbildungsmaßnahmen, die Möglichkeiten aufzeigen, um Quellen für lange Zeit zu archivieren und Wissensbestände jedweder Form digital zugänglich zu machen. Zudem gibt es die Möglichkeit, eine Weiterbildung zum /zur Fachwirt /-in zu absolvieren.

3. Studium

Es gibt zwei Studienrichtungen, die für die spätere Arbeit in einem Archiv geradezu prädestiniert sind. Das Studium der Archivwissenschaften vermittelt sowohl wissenschaftliche Grundlagen im Bereich der Informationswissenschaft sowie Kenntnisse des Archivmanagements. Auf dem Lehrplan stehen dabei

  • Archiv- und Geschichtswissenschaften
  • Editionstechniken
  • Digitale Publikationen
  • Content-Management-Systeme
  • Information und Kommunikation sowie
  • Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit.

Breiter gefächert ist indes das Studium der Bibliotheks- und Informationswissenschaften, das insbesondere als Masterstudiengang angeboten wird. Hierbei stehen die folgenden Themen im Fokus:

  • Aufbau und Einrichtung einer Bibliothek
  • digitale Bibliotheken
  • Dokumentation
  • Führung
  • Kommunikation
  • Informationswirtschaft
  • Recht (Informationsrecht, Medienrecht, Urheberrecht)
  • Organisation
  • Personalführung und
  • Ressourcenmanagement.

Diese Studieninhalte werden ergänzt mit Wahlpflichtfächern aus dem Bereich des Kulturmanagements, der Medienwissenschaft, des Musikinformationsmanagements sowie des Bibliotheksmanagements.

Soweit zu den klassischen Wegen. In der Praxis zeigt sich allerdings, dass vermehrt auch Geistes- und Gesellschaftswissenschaftler als Archivare /-innen tätig sind. Grund dafür können Praktika in Archivaren oder Bibliotheken sein sowie Studienfächer, die klassische Wissenschaften mit Betriebswirtschaft oder gar Pädagogik koppeln. Ein Beispiel: Es gibt heute kaum eine Bibliothek mehr, die grau in grau erscheint und sich durch alte, verstaubte Bücher charakterisiert.

In der Praxis wird das Unternehmen Archiv bzw. Bibliothek immer präsenter und das bedeutet, dass betriebswirtschaftliche Ansätze wie die Vermarktung einer Bibliothek oder eines Archivs ebenso wichtig werden wie thematisch passende Events. Daher erfreuen sich auch medienpädagogische Veranstaltungen immer größerer Beliebtheit – und machen Raum für Absolventen anderer Studiengänge.

Egal ob im Hauptstudium oder per Zusatzqualifikation, ein /-e Archivar /-in muss sich mit dem sinnhaften Aufbau einer Bibliothek sowie mit den rechtlichen Rahmenbedingungen auskennen. Besonders beliebt sind auch Fächerkombinationen der beschriebenen Studienfächer. Das heißt, dass die Archivwissenschaften sowie die Bibliothekswissenschaft sowohl mit betriebswirtschaftlichen Fächern oder auch pädagogischen Seminaren kombiniert werden können, um als Archivar /-in später möglichst breit aufgestellt zu sein.

4. Tätigkeit

Ein Archivar bzw. eine Archivarin kann ganz vielseitige Aufgaben haben. Das ist jeweils abhängig vom Einsatzgebiet. Im Allgemeinen sind sie in den Archiven großer Büchereien zu finden, etwa von Universitäten, Fachhochschulen und anderen Bildungseinrichtungen, ebenso wie in Ämtern und Behörden, in großen Medienunternehmen und Verlagen und in anderen Betrieben, die über ein eigenes Archiv verfügen. Sie sind für die Aufbewahrung von Wissen in verschiedenster Form zuständig. Zu den Wissensspeichern gehören neben Büchern, Zeitungen und Zeitschriften auch Tonträger, Videokassetten sowie andere elektronische Speichermedien.

Ist er/ sie in einem Archiv tätig, so ist die Übernahme, die wissenschaftliche Bewertung sowie die fachgerechte Verwahrung von Archivgut eine Hauptaufgabe. Das sogenannte Archivgut muss dabei geordnet und konserviert werden. Ggf. müssen Restaurierungsarbeiten geleistet oder beauftragt werden, um das Archivgut zu erhalten.

Je nach Einsatzort pflegt ein Archivar ein ständig präsentes Archiv oder betreut temporäre Ausstellungen oder vielleicht sogar reisende Sammlungen und Dokumentationen. Hierbei ist Forschergeist gefragt, denn es gilt eine Forschungsfrage unter Berücksichtigung von Archivmaterial sowie weiteren Recherchen umfassend zu beleuchten. Dabei kommen dem Archivar die Kenntnisse der Dokumentenhaltung zugute, denn er /sie weiß, wo er /sie zu suchen hat. Egal für welche Art von Dokumenten Archivare verantwortlich sind, sie werden dazu sicherlich von öffentlichen Vertretern, der Presse aber auch von Besuchern befragt und ist Experte in diesem Bereich.