*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Automobilkaufmann /-frau

Datenbasis: 90 Datensätze
Region 1. Quartil Mittelwert 3. Quartil Offene Jobs
Deutschland: 1.746 € 2.329 € 3.710 €
Baden-Württemberg 1.758 € 2.655 € 4.655 € Jobs Automobilkaufmann /-frau
Bayern 1.638 € 2.168 € 9.029 € Jobs Automobilkaufmann /-frau
Berlin 1.634 € 2.179 € 3.471 € Jobs Automobilkaufmann /-frau
Brandenburg 1.464 € 1.953 € 3.111 € Jobs Automobilkaufmann /-frau
Bremen 1.678 € 2.238 € 3.565 € Jobs Automobilkaufmann /-frau
Hamburg 1.947 € 2.246 € 2.502 € Jobs Automobilkaufmann /-frau
Hessen 2.021 € 2.696 € 4.295 € Jobs Automobilkaufmann /-frau
Mecklenburg-Vorpommern 1.283 € 1.712 € 2.727 € Jobs Automobilkaufmann /-frau
Niedersachsen 1.561 € 2.246 € 2.878 € Jobs Automobilkaufmann /-frau
Nordrhein-Westfalen 1.738 € 2.441 € 5.661 € Jobs Automobilkaufmann /-frau
Rheinland-Pfalz 1.717 € 2.290 € 3.648 € Jobs Automobilkaufmann /-frau
Saarland 1.661 € 2.215 € 3.528 € Jobs Automobilkaufmann /-frau
Sachsen 1.343 € 1.791 € 2.853 € Jobs Automobilkaufmann /-frau
Sachsen-Anhalt 1.316 € 1.756 € 2.797 € Jobs Automobilkaufmann /-frau
Schleswig-Holstein 1.533 € 2.045 € 3.258 € Jobs Automobilkaufmann /-frau
Thüringen 1.364 € 1.820 € 2.899 € Jobs Automobilkaufmann /-frau

Automobilkaufleute:

1. Gehalt

Wer mit Autos arbeitet, möchte meistens auch selbst möglichst bald ein schönes Auto fahren. Damit das klappt, sollten Sie wissen, wie hoch das Gehalt eines Automobilkaufmanns oder einer Automobilkauffrau ist oder sein kann.

Deutschlandweit verdienen Automobilkaufleute durchschnittlich 2.329 € brutto im Monat. Das entspricht einem Stundenlohn von 16,17 €. Wie das bei Durchschnittswerten so ist, sind natürlich auch Abweichungen möglich.

  • So verdienen die unteren 25% der Gehaltsrangliste im Schnitt 1.746 € oder weniger
  • und die oberen 25% erhalten 3.710 € oder mehr.

Basis für diese Zahlen sind 90 Datensätze, die wir innerhalb der letzten 2 Jahre erhoben und ausgewertet haben. Neben einer möglichen Abhängigkeit des Gehalts von Tarifverträgen, gibt es einige weitere Faktoren, die die Höhe des Einkommens beeinflussen können.

Grundgehalt und Provisionen

Das individuelle Gehalt für Automobilkaufleute hängt vom jeweiligen Arbeiteinsatz im Unternehmen ab: Wer primär in der Verwaltung tätig ist, bekommt normalerweise ein Festgehalt, während Automobilverkäufer oft auf Provisionsbasis arbeiten: Sie erhalten ein niedrigeres Grundgehalt und werden an jedem Verkauf eines Fahrzeuges mit einer Provision beteiligt. Teurere Fahrzeugmarken bringen dabei höhere Provisionen ein als gebrauchte oder billigere Fahrzeugmodelle. Je nach Verkaufstalent und Fahrzeughersteller sind also beträchtliche Unterschiede im Verdienst möglich. Während der Ausbildung zum Automobilkaufmann ist das allerdings anders, da die Vergütungen hier in jedem Fall tariflich festgelegt sind.

Von 0 auf 100? So ‚beschleunigt‘ Ihr Gehalt

Das Einstiegsgehalt nach der Ausbildung liegt für Automobilkaufleute im Schnitt bei 1.987 €. Im Alter von 30 Jahren gibt es dann bereits 2.335 € und mit 40 Jahren durchschnittlich 3.450 €. Wie es mittel- bis langfristig gehaltstechnisch weitergeht, hängt nicht zuletzt auch davon ab, ob Sie Aufstiegsmöglichkeiten nutzen oder nicht. So eröffnet zum Beispiel die Weiterbildung zum Automobilverkäufer ganz andere Möglichkeiten, da dann zum Grundgehalt auch Provisionen bei Verkäufen hinzukommen. Auch Spezialisierungen innerhalb des kaufmännischen Bereichs sind immer ein gutes Argument für mehr Gehalt.

Überblick: Verdienst nach Alter

  • 25 Jahre = 2.124 Euro brutto
  • 30 Jahre = 2.335 Euro brutto
  • 35 Jahre = 2.750 Euro brutto
  • 40 Jahre = 3.450 Euro brutto
  • 45 Jahre = 2.344 Euro brutto
  • 50 Jahre = 2.585 Euro brutto

Regionaler Einfluss

In nahezu jedem Beruf macht es einen Unterschied, in welchem Bundesland Sie als Arbeitnehmer angestellt sind. Der Beruf als Automobilkaufmann oder als Automobilkauffrau bildet da keine Ausnahme. So verdienen Automobilkaufleute in Berlin (2.179 €), Hessen und Hamburg im Allgemeinen deutlich mehr als in Mecklenburg-Vorpommern (1.712 €), Schleswig-Holstein oder Brandenburg. Berücksichtigen sollte man dabei aber immer, dass auch die Lebenshaltungskosten regional unterschiedlich sind. So ist die finanzielle Gestaltung des Alltags in der Regel im Südwesten Deutschlands kostspieliger als im Nordosten. Und wer in (großen) Städten und deren direkter Umgebung lebt, muss meist mit einem höheren Preisniveau zurechtkommen als in ländlichen Gegenden.

Größere Arbeitgeber, größeres Gehalt

Die Größe des Unternehmens, bei dem Sie als Automobilkaufmann oder -frau angestellt sind, hat ebenfalls Einfluss auf die Höhe des Verdiensts. So steigt mit steigender Mitarbeiterzahl meist auch der Lohn:

  • bis 500 Mitarbeiter = 2.158 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 2.592 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 2.598 Euro brutto

Die Nähe des allgemeinen Durchschnittseinkommens zum Wert der eher kleinen Firmen, ist leicht erklärbar. Die meisten Automobilkaufleute arbeiten in Autohäusern, die äußerst selten mehr als 500 Mitarbeiter beschäftigen. Jobs in größeren Firmen, die oftmals direkt bei Automobilherstellern zu finden sind, sind eher rar.

Sie möchten es noch genauer wissen?
Bei allen genannten Angaben zum Gehalt als Automobilkaufmann bzw. Automobilkauffrau handelt es sich um Durchschnittswerte. Für genauere Informationen empfehlen wir unseren kostenlosen Gehaltscheck oder eine individuelle Gehaltsanalyse (zum Gehaltsvergleich).

2. Ausbildung / Weiterbildung

Ausbildungsgehalt als Automobilkaufmann/-frau:

In der Industrie und dem Handel Ausbildungsdauer: 36 Monate
1. Lehrjahr 2. Lehrjahr 3. Lehrjahr 4. Lehrjahr
Alte Bundesländer (West) 742 € 762 € 836 € 0 €
Neue Bundesländer (Ost) 586 € 597 € 640 € 0 €
Im Handwerk Ausbildungsdauer: 36 Monate
1. Lehrjahr 2. Lehrjahr 3. Lehrjahr 4. Lehrjahr
Alte Bundesländer (West) 663 € 706 € 778 € 0 €
Neue Bundesländer (Ost) 568 € 597 € 640 € 0 €
(Quellenangabe: BIBB)

Laut dem Berufsbildungsgesetz (BBiG) ist der Beruf des Automobilkaufmanns und der Automobilkauffrau in Deutschland ein anerkannter Ausbildungsberuf. Die Ausbildung findet für gewöhnlich in Autohäusern sowie in der Berufsschule statt, wobei die Ausbildungsdauer normalerweise drei Jahre beträgt. Bei guten Ergebnissen in der Zwischenprüfung ist allerdings auch eine Verkürzung um ein halbes Jahr möglich.

Fachliche und persönliche Voraussetzungen

Die Ausbildung zum Automobilkaufmann setzt eine mittlere Reife oder das Abitur voraus. Sie beinhaltet in erster Linie kaufmännische Inhalte, deswegen sollten Bewerber über gute mathematische Fähigkeiten und ein gutes Sprachgefühl verfügen. Die Kalkulation von Verkaufspreisen und Rabatten gehört nämlich ebenso zum täglichen Aufgabengebiet wie das Verhandeln mit Kunden. Aufgrund der vielen Tätigkeiten am PC benötigen angehende Automobilkaufleute ein Vorwissen im Bereich der Informatik. Darüber hinaus ist bei der Ausbildung zum Automobilkaufmann auch ein gewisses, technisches Grundverständnis nicht verkehrt, da man seine Kunden oft auch zu den Eigenschaften eines Autos beraten muss. Die Lehre erfordert auch einige persönliche Eigenschaften. Neben der Freude am Umgang mit Menschen gilt es, über gute kommunikative Fähigkeiten zu verfügen, denn nicht selten muss auch Überzeugungsarbeit geleistet werden.

Ausbildungsinhalte und Ablauf

Zu den Inhalten der Ausbildung zum Automobilkaufmann gehören u.A. die Bearbeitung von Rechnungen und Aufträgen, die Beschaffung von Fahrzeugen, Kundendienst, Versicherungen, Finanzdienstleistungen, die Analyse des Automobilmarktes sowie der Handel mit Ersatzteilen und Zubehör.

Während ihrer Praxisphasen im Autohaus wenden die Auszubildenden ihr theoretisches Wissen praktisch an und sammeln neue Erfahrungen. Der Umgang mit den Teamkollegen schult wesentliche Eigenschaften. Hierzu gehören Teamfähigkeit, Zuverlässigkeit, Kommunikations-Fähigkeit und Sorgfalt.

Während der Theorie-Einheiten halten sich die Auszubildenden in der Berufsschule auf. Dabei erlernen sie wichtige Grundkenntnisse aus folgenden Bereichen:

  • Buchhaltung und Kostenrechnung,
  • Betriebsorganisation,
  • Marketing, Vertrieb und Lagerwirtschaft,
  • Kundendienst,
  • Fahrzeugvermietung.

Darüber hinaus gehören Personalverwaltung und der Verkauf von Gebraucht- und Neuwagen zu den Ausbildungsinhalten. Oft findet spätestens nach der Ausbildung noch eine Spezialisierung statt, durch die man entweder im Büro eingesetzt und vor allem mit der Vor- und Nachbereitung von Autoverkäufen beschäftigt ist, oder durch die man direkt im Vertrieb arbeitet. Erbringt der Auszubildende gute Leistungen, besteht die Möglichkeit einer vorzeitigen Abschlussprüfung. In diesem Fall verkürzt sich die Ausbildungsdauer auf zwei oder zweieinhalb Jahre. Wer selbständig arbeiten möchte, dem empfiehlt sich nach der abgeschlossenen Ausbildung noch ein betriebswirtschaftliches Studium.

3. Studium

Nach einer erfolgreichen Berufsausbildung zum Automobilkaufmann empfiehlt es sich, ein Studium der Automobilwirtschaft anzuhängen. Dieses erstreckt sich in der Regel über sechs bis sieben Semester. Sowohl Universitäten als auch Hochschulen verfügen über den Studiengang. Während das Bachelor-Studium wichtige Grundkenntnisse der Automobilwirtschaft vermittelt, besteht im Zuge des Master-Studiums die Möglichkeit, das erworbene Wissen weiter zu vertiefen. Verschiedene Wahlmodule bieten die Chance, ein für den Studierenden interessantes Teilgebiet näher zu betrachten.

Ein Studium der Automobilwirtschaft bereitet die Studierenden auf sämtliche Tätigkeiten in der Fahrzeugbranche vor. Dazu gehören folgende Lerninhalte:

  • Entwicklung und Durchführung neuer Mobilitätskonzepte,
  • Aufrechterhaltung der Produktvielfalt,
  • Verkauf und Kundenservice,
  • Logistik,
  • Fahrzeugtechnik,
  • Einkauf und Produktmanagement.

Darüber hinaus umfasst das Automobilwirtschafts-Studium wichtige Grundlagen aus den Bereichen der Elektrotechnik, der Betriebswirtschaft und des Maschinenbaus. Je nach Art und Ort der Hochschule variieren die Lehrinhalte und deren Gewichtung.

Ein Studium der Automobilwirtschaft beinhaltet in der Regel sowohl theoretische als auch praktische Einheiten. Letztere erfolgen in Form eines Praktikums. Einige Hochschulen integrieren darüber hinaus ein Praxissemester in den Studiengang. Dieses ermöglicht es, einen Einblick in die vielseitigen Einsatzgebiete der Fahrzeugbranche zu erhalten. Ferner verknüpfen die Studierenden ihr theoretisches Wissen mit neuen Erfahrungen. Im Umgang mit den Fachkräften lernen sie, auf diese einzugehen und neue Ideen einzubringen. Nach der erfolgreichen Bachelorprüfung besteht die Möglichkeit, sich im Zuge eines Master-Studiums auf einen Bereich zu spezialisieren. Hierfür benötigen die Studierenden weitere drei bis vier Semester.

4. Tätigkeit

Automobilkaufleute sind zumeist in Autohäusern tätig. Beschäftigungsmöglichkeiten gibt es jedoch auch in Zulieferbetrieben der Automobilbranche oder in Handelsbetrieben für Ersatz- und/oder Zubehörteile. In Autohäusern übernehmen Automobilkaufleute den Verkauf der Kraftfahrzeugen. Sie beraten Kunden, ermitteln auf der Grundlage der Kundebedürfnisse den idealen Wagen und bieten diesen verkaufsfördernd an. Ist der Kunde kaufinteressiert, prüft der Automobilkaufmann bzw. die Automonbilkauffrau die Bonität des Kunden und erstellen ggf. Finanzierungsmodelle. Bietet es sich an, empfehlen sie auch Pflegemittel für Polster und Lacke und verkaufen Zubehörteile.

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