*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Bausachverständige | Baugutachter

Datenbasis: 26 Datensätze
Region 1. Quartil Mittelwert 3. Quartil Offene Jobs
Deutschland: 2.277 € 4.204 € 7.756 €
Baden-Württemberg 2.506 € 4.626 € 8.535 € Jobs Bausachverständige | Baugutachter
Bayern 2.999 € 4.231 € 8.048 € Jobs Bausachverständige | Baugutachter
Berlin 2.131 € 3.934 € 7.258 € Jobs Bausachverständige | Baugutachter
Brandenburg 1.734 € 3.202 € 5.907 € Jobs Bausachverständige | Baugutachter
Bremen 2.188 € 4.040 € 7.453 € Jobs Bausachverständige | Baugutachter
Hamburg 2.416 € 4.460 € 8.228 € Jobs Bausachverständige | Baugutachter
Hessen 4.434 € 4.795 € 7.749 € Jobs Bausachverständige | Baugutachter
Mecklenburg-Vorpommern 1.674 € 3.090 € 5.701 € Jobs Bausachverständige | Baugutachter
Niedersachsen 1.992 € 3.677 € 6.784 € Jobs Bausachverständige | Baugutachter
Nordrhein-Westfalen 2.510 € 3.812 € 5.065 € Jobs Bausachverständige | Baugutachter
Rheinland-Pfalz 2.239 € 4.134 € 7.627 € Jobs Bausachverständige | Baugutachter
Saarland 2.165 € 3.998 € 7.376 € Jobs Bausachverständige | Baugutachter
Sachsen 1.751 € 3.233 € 5.965 € Jobs Bausachverständige | Baugutachter
Sachsen-Anhalt 1.716 € 3.169 € 5.847 € Jobs Bausachverständige | Baugutachter
Schleswig-Holstein 2.000 € 3.692 € 6.811 € Jobs Bausachverständige | Baugutachter
Thüringen 1.779 € 3.285 € 6.061 € Jobs Bausachverständige | Baugutachter

Bausachverständige | Baugutachter:

1. Gehalt

Als Bausachverständiger liegt das deutschlandweite Gehalt bei 4.204 € pro Monat. Diesen Wert haben wir auf Basis von 26 Datensätzen ermittelt, die wir in den letzten zwei Jahren erfasst haben. Hinsichtlich der Gehaltsspanne ist festzustellen, dass die unteren Monatsgehälter bei 2.277 € beginnen, Bausachverständige in den oberen Regionen jedoch auch bis zu 7.756 € und mehr verdienen können.

Wie bei nahezu allen Berufen, hat neben vielen anderen Faktoren auch der Standort des Arbeitgebers individuellen Einfluss auf die Höhe des Gehalts. So beträgt das monatliche Durchschnittsgehalt im nördlichsten Bundesland der Republik ungefähr 3.692 €. Arbeitet man hingegen im Süden, so kann man beispielsweise in Baden-Württemberg mit einem durchschnittlichem Gehalt von 4.626 € rechnen. Insoweit ist anzumerken, dass die Analyse unserer Daten bundesweit regelmäßig zu dem Ergebnis führt, dass die Gehälter im Süden Deutschlands tendenziell über denen im Norden liegen. Jedoch ist dabei - wie auch beim Vergleich des Verdienstes in städtischen Gebieten mit denen auf dem Land - zu beachten, dass die Lebenshaltungskosten oft parallel zu den Gehältern steigen.

Tabellarisch stellt sich das Gehalt als Bausachverständiger in Abhängigkeit vom Alter wie folgt dar

  • 25 Jahre = 2.258 Euro brutto
  • 30 Jahre = 3.736 Euro brutto
  • 35 Jahre = 4.784 Euro brutto
  • 40 Jahre = 4.010 Euro brutto
  • 45 Jahre = 4.131 Euro brutto
  • 50 Jahre = 4.177 Euro brutto

Auswirkung der Firmengröße auf das Monatsgehalt

  • bis 500 Mitarbeiter = 3.816 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 5.289 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 4.795 Euro brutto
2. Ausbildung / Weiterbildung

Die/der Bausachverständige ist mit der Beurteilung und Bewertung des baulichen Zustands von Gebäuden aller Art betraut. Ferner führt er/sie Bauabnahmen durch und erstellt qualifizierte Gutachten, die beispielsweise zur Vorlage bei Gerichten, Finanzämtern etc. dienen. Bausachverständige finden Beschäftigung sowohl in Ingenieurbüros für bautechnische Gesamtplanung als auch in allgemeinen Sachverständigenbüros. Es handelt sich hierbei um keinen klassischen Ausbildungsberuf sondern ein Prädikat, das aufgrund mehrjähriger Berufspraxis in einem anderen, fachnahen Beruf und nachgewiesenen Sachverstand erworben werden kann.

Berufe, die dem späteren Bausachverständigen vorausgehen, können demnach sein:

  • Architekt /-in
  • Ingenieur /-in für Bau
  • Baubiologe /-in
  • Hochbauingenieur /-in
  • Ingenieur /-in für Bauphysik
  • Ingenieur /-in für Wasserwirtschaft
  • Stahl- und Metallbauingenieur /-in
  • Statiker /-in
  • Tiefbauingenieur /-in
  • Verkehrsbauingenieur /-in

Aber auch Quereinsteiger aus verschiedenen anderen Berufszweigen haben die Möglichkeit, den Beruf des/der Bausachverständigen auszuüben, sofern die notwendige Praxis und Fachkompetenz erworben und nachgewiesen werden können. Das Anforderungsprofil beinhaltet breitgefächerte Fachkompetenz. Folgendes Fachwissen muss zur Qualifikation nachgewiesen werden:

  • Baukonstruktion
  • Bauphysik
  • Baustatik
  • Baustoffkunde, -technologie
  • Gutachter-, Sachverständigentätigkeit
  • Schadensanalyse und Bewertung

Weitere Kompetenzen können insbesondere im Falle einer fachlichen Spezialisierung nötig sein wie beispielsweise:

  • Bauabnahme
  • Bauchemie
  • Bauinformatik
  • Bausanierung
  • Baurecht
  • Brandschutz
  • Denkmalpflege
  • Holzkonstruktionsbau
  • Immobilienbewertung

Die Ausbildung und Qualifizierung zum/zur Bausachverständigen erfolgt entweder durch den Erwerb eines Ingenieurs- oder Architekturstudienabschlusses oder auf Basis eines anderes Berufes über eine private Bildungseinrichtung. Das Angebot an Seminaren und Lehrgängen ist recht unübersichtlich. Wer sich als Quereinsteiger für diesen Beruf interessiert, sollte bei der Wahl der Bildungseinrichtung auf einen qualifizierten und zertifizierten Abschluss achten und sichergehen, dass dieser im Falle einer späteren Gutachtertätigkeit von den entsprechenden Instanzen wie Amtsgericht oder Finanzamt anerkannt wird. Zudem gibt es für Bausachverständige anerkannte Sachverständigenverbände, deren Zulassungsvoraussetzungen beachtet werden sollten. Als Bausachverständige / -r erfolgreich tätig zu sein, erfordert in der Praxis meist eine Mitgliedschaft beim jeweiligen Fachverband.

3. Studium

Dem Beruf Bausachverständige / -r geht idealerweise ein Studium der Architektur oder noch fachbezogener und praxisnäher das Studium des Faches Bauingenieurswesen voraus.

Das Bauingenieurwesen hat die Bereiche Konzeption, Planung, Entwurf, Konstruktion, Berechnung etc. von Objekten des Hoch-, Verkehrs-, Tief- und Wasserbaus zum Inhalt und kann sowohl an Universitäten als auch an Fachhochschulen belegt werden. Die bisherige akademische Graduierung war die des Diplom-Ingenieurs. Seit Restrukturierung des Studiensystems wurde dieser Fachbereich ein Bachelor- bzw. im weiteren Verlauf im Aufbaustudium ein Masterstudiengang.

Das 7-semestrige Bachelor-Studium des Bauingenieurswesens ist in Modulen aufgebaut. Der Studierende wählt seine individuelle Schwerpunktsetzung durch die Belegung verschiedener Pflicht- und Wahlmodule. Dieser theoretische Teil des Studiums wird durch praktische Projekteinheiten und Laborphasen ergänzt.

Allgemeine Studieninhalte des Bachelor-Studiums sind Grundlagen in:

  • Mathematik
  • Naturwissenschaften
  • Technologie
  • Produktion
  • Management
  • Wirtschaftsrecht

Die fachspezifischen Module können je nach Hochschule und dem jeweiligen Studienaufbau folgende Themen behandeln:

  • Bauentwurf
  • Konfliktmanagement
  • Tabellenkalkulation
  • Bauphysik
  • Bauchemie
  • Statik Baustoffe
  • Sicherheitskonzept
  • Arbeitsschutz
  • Hydromechanik
  • Stahlbau
  • Straßenbau
  • Geotechnik
  • Stahlbetonbau u. v. m.

Dieses Angebot an Modulen verdeutlicht die vielfältigen Spezialisierungsmöglichkeiten dieses Fachbereiches. Nach Beendigung des Studiums ist die Bachelor Thesis anzufertigen. Der erworbene Grad ist der des Bachelor of Engineering. Diese Graduierung befähigt bereits zur Berufsausübung. Als aufbauendes Studium ist jedoch auch die Möglichkeit gegeben, den entsprechenden Masterstudiengang zu absolvieren und den Master of Engineering zu erreichen.

Selbstverständlich kann der Bachelor of Engineering im Bauingenieurswesen auch als duales Studium an einer Fachschule, einer privaten Bildungseinrichtung oder an einer Fernuniversität absolviert werden. In jedem Fall empfiehlt es sich insbesondere im Hinblick auf eine später gewünschte Tätigkeit als Bausachverständige /-r ein Studienmodell zu wählen, dass nicht nur theoretische Lerninhalte umfasst, sondern ebenso ein breites Angebot an praxisnahen Einheiten, die die für diesen Beruf notwendige Erfahrung vermittelt.

4. Tätigkeit

Ein Bausachverständiger bzw. eine Bausachverständige kommt dort zum Einsatz, wo die sach- und fachgerechte Ausführung von Bauleistung bewertet und in einem Gutachten festgehalten werden muss. Sie schätzen den Zustand von Gebäuden und anderen Bauwerken, etwa von Türmen oder Brücken, ein. Dazu besichtigen sie die Baustellen oder zu beurteilende Objekte. Sie nehmen Schäden in Augenschein, beziffern diese und machen sich ein Bild über den Zustand des Objektes. Ihre Beobachtungen schreiben sie in fachkompetenten Gutachten nieder.

Im Einzelnen beinhaltet die Tätigkeit:

  • Durchführen von Ortsterminen
  • Feststellen des baulichen Zustandes eines Objektes
  • Begutachten von Mängeln und Schäden
  • Bestimmung der mögliche Wertminderung
  • Analyse der Schadensursachen
  • Schätzung der Sanierungskosten
  • Beurteilung der fachgerechten Ausführung von Bauleistungen
  • Verkehrswertermittlung von Grundstücken und Gebäuden
  • Kaufpreisberatung im Hinblick auf den ermittelten Verkehrswert
  • Erstellung qualifizierter Gutachten für Gerichte, Ämter etc.

Bausachverständige finden ihr Arbeitsumfeld in Ingenieursbüros, bei Denkmalschutz- und Bauämtern oder in der Selbstständigkeit.

Der Beruf ist insgesamt sehr vielfältig. Um erfolgreich als Bausachverständige /-r tätig zu sein, empfiehlt sich die Spezialisierung auf bestimmte Gebäude oder Schadensarten (wie Beispielsweise die Tätigkeit als Sachverständige /-r für Schimmelbefall, Bausachverständige /-r für Altbausanierung und anderes mehr. In jedem Fall empfiehlt es sich während der Berufstätigkeit laufende Fortbildungsmaßnahmen wahrzunehmen, um bautechnisch auf dem neuesten Stand zu bleiben.

Gehaltsvergleich.com möchte dir in Zukunft neue Jobs direkt im Browser anzeigen.
Nein Danke
Alles klar