*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Betriebsingenieur

Datenbasis: 51 Datensätze
Region 1. Quartil Mittelwert 3. Quartil Offene Jobs
Deutschland: 3.048 € 5.435 € 7.403 €
Baden-Württemberg 3.511 € 6.261 € 8.528 € Jobs Betriebsingenieur
Bayern 3.244 € 5.784 € 7.878 € Jobs Betriebsingenieur
Berlin 2.852 € 5.085 € 6.926 € Jobs Betriebsingenieur
Brandenburg 2.322 € 4.140 € 5.639 € Jobs Betriebsingenieur
Bremen 2.929 € 5.223 € 7.114 € Jobs Betriebsingenieur
Hamburg 3.233 € 5.765 € 7.852 € Jobs Betriebsingenieur
Hessen 3.528 € 6.291 € 8.569 € Jobs Betriebsingenieur
Mecklenburg-Vorpommern 2.240 € 3.995 € 5.442 € Jobs Betriebsingenieur
Niedersachsen 2.781 € 4.959 € 6.755 € Jobs Betriebsingenieur
Nordrhein-Westfalen 5.063 € 5.996 € 7.079 € Jobs Betriebsingenieur
Rheinland-Pfalz 2.998 € 5.345 € 7.280 € Jobs Betriebsingenieur
Saarland 2.898 € 5.168 € 7.039 € Jobs Betriebsingenieur
Sachsen 2.477 € 4.417 € 6.016 € Jobs Betriebsingenieur
Sachsen-Anhalt 2.438 € 4.348 € 5.922 € Jobs Betriebsingenieur
Schleswig-Holstein 2.677 € 4.773 € 6.501 € Jobs Betriebsingenieur
Thüringen 2.382 € 4.247 € 5.785 € Jobs Betriebsingenieur

Betriebsingenieur / Betriebsingenieurin:

1. Gehalt

Als Betriebsingenieur liegt das deutschlandweite Gehalt bei 5.435 € pro Monat. Diesen Wert haben wir auf Basis von 51 Datensätzen ermittelt, die wir in den letzten zwei Jahren erfasst haben. Hinsichtlich der Gehaltsspanne ist festzustellen, dass die unteren Monatsgehälter bei 3.048 € beginnen, Betriebsingenieure in den oberen Regionen jedoch auch bis zu 7.403 € und mehr verdienen können.

Wie bei nahezu allen Berufen, hat neben vielen anderen Faktoren auch der Standort des Arbeitgebers individuellen Einfluss auf die Höhe des Gehalts. So beträgt das monatliche Durchschnittsgehalt im nördlichsten Bundesland der Republik ungefähr 4.773 €. Arbeitet man hingegen im Süden, so kann man beispielsweise in Baden-Württemberg mit einem durchschnittlichem Gehalt von 6.261 € rechnen. Insoweit ist anzumerken, dass die Analyse unserer Daten bundesweit regelmäßig zu dem Ergebnis führt, dass die Gehälter im Süden Deutschlands tendenziell über denen im Norden liegen. Jedoch ist dabei - wie auch beim Vergleich des Verdienstes in städtischen Gebieten mit denen auf dem Land - zu beachten, dass die Lebenshaltungskosten oft parallel zu den Gehältern steigen.

Tabellarisch stellt sich das Gehalt als Betriebsingenieur in Abhängigkeit vom Alter wie folgt dar

  • 25 Jahre = 5.433 Euro brutto
  • 30 Jahre = 5.261 Euro brutto
  • 35 Jahre = 5.536 Euro brutto
  • 40 Jahre = 5.305 Euro brutto
  • 45 Jahre = 5.509 Euro brutto
  • 50 Jahre = 6.771 Euro brutto

Auswirkung der Firmengröße auf das Monatsgehalt

  • bis 500 Mitarbeiter = 4.359 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 5.729 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 5.403 Euro brutto
2. Ausbildung / Weiterbildung

Um als Betriebsingenieur /-in zu arbeiten, ist ein Studium Grundvoraussetzung. Allerdings ist auch bei den Absolventen eines Studiums Praxiswissen gefragt und das kann entweder im Rahmen eines dualen Studiums erworben werden – oder während einer Ausbildung, die im Vorfeld eines Studiums absolviert wird.

Betriebstechniker /-innen sind gerade prädestiniert dazu, nach einem Studium als Betriebsingenieur /-in zu arbeiten. Bereits hier ist eine Spezialisierung in den Bereichen Maschinentechnik, Betriebstechnik, Automatisierungstechnik, Elektrotechnik, Chemie- und Holztechnik möglich, die beispielsweise als Grundlage für die Wahl des späteren Studiengangs dienen kann. Die Technikerausbildung ist eine Weiterbildungsmaßnahme, die nach einer technisch oder mechanisch geprägten Ausbildung angeschlossen werden kann.

Betriebstechniker /-innen haben die folgenden Aufgaben:

  • Wartung, Inspektion, Einstellung, Kontrolle von Maschinen und Geräten
  • Fehlerdiagnose, -behebung
  • Planung von Anlagenstrecken
  • Technischer Kundendienst im Innen- und Außendienst

Auch Wartungs- und Servicetechniker /-innen haben zunächst eine Ausbildung in einem technischen oder mechanischen Beruf absolviert und anschließend die Weiterbildung zum Techniker angeschlossen. Beruflich tätig sind sie im Maschinen- und Werkzeugbau, in der Herstellung von Prüfmaschinen und Geräten.

Wartungs- und Servicetechniker /-innen führen diese Tätigkeiten aus:

  • Wartung, Inspektion, Durchführung von Funktionstests an Maschinen und Anlagen
  • Messungen und Prüfungen
  • Austausch von Bau- und Verschleißteilen
  • Nachrüstungen anhand von Anweisungen, Skizzen, Zeichnungen
  • Kundenberatung
  • Berücksichtigung von Gesetzen und Vorschriften

Wer nach einer Ausbildung die Weiterbildung zum Techniker macht und anschließend ein Ingenieurstudium absolviert, um Betriebsingenieur /-in zu werden, geht einen vergleichsweise langen Weg. Schneller erreichen Anwärter ihr Ziel über ein duales Studium oder ein klassisches Studium. Praxisnäher hingegen ist die praktische Ausbildung und anschließende Technikerweiterbildung.

Betriebstechniker /-innen fungieren manchmal als Betriebsingenieure /-innen, allerdings nur in kleineren Betrieben. Größere Unternehmen setzen auf akademisches Wissen, das ergänzt wird durch entsprechende Praxiskenntnisse. Wer als Betriebsingenieur /-in ohne Studienabschluss tätig ist, wird sich in der Regel durch seine praktischen Fähigkeiten einen Namen gemacht haben, allerdings ist der Verdient meist nicht zu vergleichen. In aller Regel verdienen Betriebsingenieure mit Studium mehr als Betriebstechniker /-innen nach Aus- und Weiterbildung.

3. Studium

Wer als Betriebsingenieur /-in arbeiten möchte, muss ein Studium absolvieren. Dabei sollte möglichst schon im Vorfeld klar sein, welche inhaltliche Richtung von individuellem Interesse ist. Zudem wird für die Stelle als Betriebsingenieur /-in in aller Regel ein weiterführendes Studium gefordert. Ein Bachelorabschluss führt hier zum Ziel. In der Praxis üblich sind Masterabschlüsse sowie Promotionen und Habilitationen.

Die Liste der möglichen Studienfächer ist lang, daher sollen hier nur einige Möglichkeiten exemplarisch aufgeführt werden

  • Druck- und Medientechnik, Informations- und Kommunikationstechnik
  • Elektromobilität, Elektrotechnik, Mikroelektronik
  • Erneuerbare Energien
  • Fahrzeuginformatik, Fahrzeugelektronik, Fahrzeugtechnik
  • Automatisierungstechnik, Holztechnik, Kunststofftechnik, Mikrotechnik, Nukleartechnik, Papiertechnik, Pharmatechnik, Produktionstechnik, Sporttechnik, Textil-/Bekleidungstechnik, Robotik, Verfahrenstechnik, Verpackungstechnik, Versorgungstechnik
  • Chemieingenieurwesen, Ingenieurwissenschaft, Rohstoffingenieurwesen
  • Luft- und Raumfahrttechnik, Schiffbau, Meerestechnik
  • Maschinenbau, Mechanik, Mechatronik

Kaum ein anderer Beruf kann mit einer vergleichbaren Branchenreichweite aufwarten, denn Ingenieure sind in allen Bereichen gefragte Fachkräfte. Allerdings sind Betriebsingenieure /-innen recht schnell auf eine Branche festgelegt. Wer sich erst zum Ingenieur für die Pharmaindustrie entwickelt hat, wird bei einem Arbeitsplatzwechsel in einer ähnlichen Branche bleiben wie beispielsweise in der Chemieindustrie. Und Ingenieure, die im Rohstoffbereich gelernt haben, werden sich vermutlich auch künftig in diesem Metier aufhalten.

Ein Wechsel in eine komplett andere Branche gelingt dann, wenn bereits während des Studiums Praxiserfahrung in anderen Betrieben gesammelt werden konnte. Grundsätzlich gilt: Je mehr Betriebe ein Ingenieur während seiner Ausbildung gesehen hat, desto größer ist sein Praxiswissen und seine Möglichkeit, Parallelen und Vergleiche zu ziehen und so wichtige Hinweise zur Steigerung von Qualität, Wirtschaftlichkeit und Produktivität zu geben. Reine Theoretiker haben nur selten Erfolg, denn sie agieren als Führungskraft ohne Praxiswissen – und das merken die Mitarbeiter /-innen im Betrieb vergleichsweise schnell.

4. Tätigkeit

Betriebsingenieure /-innen tragen dafür Sorge, dass im Betrieb alles läuft. Sie sind also für den reibungslosen Ablauf, die Wartung und Instandhaltung von Geräten, Anlagen und Maschinen zuständig.

Auf technischer Ebene sind sie stets auf eine Optimierung des Arbeitsprozesses bedacht. Hierfür planen sie Umbau- und Erweiterungsmaßnahmen, kalkulieren dafür Kosten und holen Angebote zur Umsetzung ihrer Pläne ein. Umbaumaßnahmen überwachen und dokumentieren sie, mitunter bilden sie den Nachwuchs im Produktionsbereich aus.

Folgende Hauptaufgaben haben Betriebsingenieure:

  • Schäden und Störungen an Maschinen verhindern und im Störungsfall Reparaturen veranlassen
  • Anschaffungen, Umbauten und Investitionsprojekte konzipieren und realisieren
  • Kontrolle von Budget, Terminen, Qualitätsstandards, Sicherheitsstandards, rechtlichen Bestimmungen zu Arbeits- und Umweltschutz
  • Effizienzsteigernde Maßnahmen konzipieren und einführen
  • Wartung und Instandhaltung aller Maschinen im Betrieb
  • Anleitung der Mitarbeiter /-innen zur Bedienung der Geräte, Dokumentation von Anleitungen in Handbüchern, regelmäßige Aktualisierung der Anleitungen
  • Qualitätsmanagementsysteme initiieren, aufbauen und aktiv weiterentwickeln

Überwiegend findet man Berufsangehörige in großen Unternehmen der Industrie, seltener in der Forschung oder der Lehre. Allerdings gibt es auch Betriebsingenieure, die die Fachkräfte von morgen auf ihrem Weg begleiten, sie ausbilden oder gar die Forschung im Bereich der Ingenieurwesen vorantreiben. Dann findet man ihre Namen auf Forschungsberichten, Dissertationen und anderen relevanten Veröffentlichungen.

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