*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Datenerfassung

Datenbasis: 125 Datensätze
Region 1. Quartil Mittelwert 3. Quartil Offene Jobs
Deutschland: 1.471 € 1.814 € 2.688 €
Baden-Württemberg 1.531 € 2.148 € 3.597 € Jobs Datenerfassung
Bayern 1.494 € 1.882 € 2.684 € Jobs Datenerfassung
Berlin 1.376 € 1.697 € 2.515 € Jobs Datenerfassung
Brandenburg 1.121 € 1.382 € 2.048 € Jobs Datenerfassung
Bremen 1.413 € 1.743 € 2.583 € Jobs Datenerfassung
Hamburg 1.446 € 1.832 € 2.753 € Jobs Datenerfassung
Hessen 1.487 € 1.822 € 2.323 € Jobs Datenerfassung
Mecklenburg-Vorpommern 925 € 1.141 € 1.691 € Jobs Datenerfassung
Niedersachsen 1.452 € 1.592 € 2.094 € Jobs Datenerfassung
Nordrhein-Westfalen 1.555 € 1.832 € 2.571 € Jobs Datenerfassung
Rheinland-Pfalz 1.447 € 1.784 € 2.644 € Jobs Datenerfassung
Saarland 1.387 € 1.711 € 2.535 € Jobs Datenerfassung
Sachsen 1.131 € 1.395 € 2.067 € Jobs Datenerfassung
Sachsen-Anhalt 1.109 € 1.367 € 2.026 € Jobs Datenerfassung
Schleswig-Holstein 1.554 € 1.745 € 2.096 € Jobs Datenerfassung
Thüringen 1.287 € 1.587 € 2.352 € Jobs Datenerfassung

Datenerfasser / Datenerfasserin:

1. Gehalt

Als Datenerfasser liegt das deutschlandweite Gehalt bei 1.814 € pro Monat. Diesen Wert haben wir auf Basis von 125 Datensätzen ermittelt, die wir in den letzten zwei Jahren erfasst haben. Hinsichtlich der Gehaltsspanne ist festzustellen, dass die unteren Monatsgehälter bei 1.471 € beginnen, Datenerfasser in den oberen Regionen jedoch auch bis zu 2.688 € und mehr verdienen können.

Wie bei nahezu allen Berufen, hat neben vielen anderen Faktoren auch der Standort des Arbeitgebers individuellen Einfluss auf die Höhe des Gehalts. So beträgt das monatliche Durchschnittsgehalt im nördlichsten Bundesland der Republik ungefähr 1.745 €. Arbeitet man hingegen im Süden, so kann man beispielsweise in Baden-Württemberg mit einem durchschnittlichem Gehalt von 2.148 € rechnen. Insoweit ist anzumerken, dass die Analyse unserer Daten bundesweit regelmäßig zu dem Ergebnis führt, dass die Gehälter im Süden Deutschlands tendenziell über denen im Norden liegen. Jedoch ist dabei - wie auch beim Vergleich des Verdienstes in städtischen Gebieten mit denen auf dem Land - zu beachten, dass die Lebenshaltungskosten oft parallel zu den Gehältern steigen.

Tabellarisch stellt sich das Gehalt als Datenerfasser in Abhängigkeit vom Alter wie folgt dar

  • 25 Jahre = 1.726 Euro brutto
  • 30 Jahre = 1.726 Euro brutto
  • 35 Jahre = 1.802 Euro brutto
  • 40 Jahre = 1.909 Euro brutto
  • 45 Jahre = 1.870 Euro brutto
  • 50 Jahre = 1.831 Euro brutto

Auswirkung der Firmengröße auf das Monatsgehalt

  • bis 500 Mitarbeiter = 1.730 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 1.842 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 2.204 Euro brutto
2. Ausbildung / Weiterbildung

Der Beruf Datenerfassers bzw. Datenerfasserin ist kein Ausbildungsberuf. Die Tätigkeit umfasst das Eingeben strukturierter Daten in ein Datenerfassungssystem, wobei Art und Struktur der Daten, der zu verwendenden Programme und der eventuell fachlich notwendigen Kenntnisse abhängig von dem jeweiligen Einsatzgebiet und der Branche sind. Eine andere Berufsbezeichnung, die ebenfalls gebräuchlich ist, ist der Begriff Datentypist /-in.

Der Beruf kann auf Basis einer betriebsinternen (Um-)Schulung erfolgen. Die Lerninhalte richten sich hier nach Branche und Einsatzgebiet und können beispielsweise folgende Schwerpunkte umfassen:

  • Arbeiten mit den entsprechenden Datenerfassungssystemen
  • Einarbeitung in Content Management Systemen bzw. im redaktionellen Bereich
  • Grundkenntnisse in Systemen des Personalwesens
  • Maschinenschreiben
  • Grundlegende PC-Kenntnisse
  • Grundlagen im Bereich des Direktmarketings (beispielsweise bei Einsatz in der Marktforschung) etc.

Es gibt keine spezielle Ausbildung, die der Tätigkeit als Datenerfasser /-in zwangsläufig vorausgehen muss. Demgemäß kommen die Anwärter aus ganz unterschiedlichen Bereichen und gelangen über einen Quereinstieg in den Beruf des Datenerfassers. Da der Datenerfasser im Umfeld eines Büros tätig ist, ist in den meisten Fällen eine kaufmännische Ausbildung von Vorteil. Ein Muss ist es allerdings nicht, denn die Tätigkeit lässt sich relativ unproblematisch erlernen.
Wichtig ist das eigene Engagement, eine Affinität zu Zahlen und Fakten sowie Genauigkeit und Konzentrationsfähigkeit. Wer diese Voraussetzungen mitbringt, hat eine gute Grundlage, um die Tätigkeiten eines Datenerfassers abzudecken. Oft beschränkt sich die geforderte Arbeit nicht allein auf reine Datenerfassung, sondern erstreckt sich ebenso auf allgemeine Büro- und Assistenztätigkeiten, Sachbearbeitung etc. So könnte die Ausbildung zum Kaufmann / zur Kauffrau für Büromanagement eine gute Basis sein.

Die Ausbildung Kauffmann / Kauffrau für Büromanagement ist ein anerkannter Ausbildungsberuf. Im Rahmen der zwei bis dreijährigen Ausbildung werden folgende Lerninhalte vermittelt:

  • Umgang mit moderner Bürotechnik, wie Telefonanlagen und Computer
  • Grundlagen der Verwaltung
  • Grundlagen der betrieblichen Vorgänge
  • Büroorganisation
  • schreibtechnische Qualifikationen, Textformulierung und -gestaltung,
  • Bürowirtschaft und Statistik,
  • Grundlagen des betrieblichen Personalwesens

Es kann sein, dass die Tätigkeit als Datenerfasser /-in durch rein praktische Erfahrung oder auf Basis anderer Berufe erfolgt. Der oben beschriebene kaufmännische Ausbildungsweg kann in dem Fall auch aufbauend erfolgen, um neue berufliche Möglichkeiten zu erschließen oder um weitere, anspruchsvollere Tätigkeiten neben der reinen Datenerfassung übernehmen zu können.

3. Studium

Der Beruf Datenerfasser /-in ermöglicht einen Einstieg und den Einblick in Branchen, Tätigkeitsfelder und Berufszweige, die für die jeweilige berufliche Entwicklung von Interesse sein können. Demnach kann diese Tätigkeit eine gute Basis sein, um die eigenen Interessen zu erforschen und sich so gezielt für ein weiterführendes Studium zu entscheiden. Basiert die Tätigkeit des Datenerfassers auf der technischen Affinität und Freude am Umgang mit PC-Systemen, kann ein Studium mit technischem Hintergrund interessant sein. Da Datenerfassung auch im Bereich der Marktforschung eine sehr große Rolle spielt, könnte der / die Datenerfasser /-in ein Studium im Bereich Kommunikationswissenschaften oder Marketing anstreben. Mögliche praktisch orientierte Studienfächer sind:

  • Unternehmenskommunikation
  • Wirtschaftskommunikation
  • Marketingmanagement
  • Kommunikationsmanagement etc.

Darüber hinaus könnte auf Basis der kaufmännisch orientierten Ausbildung ein Studium im Bereich der Betriebswirtschaft sinnvoll sein. Gerade auf diesem Gebiet gibt es eine Vielzahl von Studiengängen, sowohl an den Universitäten, die den Schwerpunkt auf die akademisch-theoretische Ausbildung setzen, als auch auf Fachhochschulen mit einer deutlich praktischen Ausrichtung.

Die Möglichkeiten sind enorm vielfältig. Interessierten, die auf Basis der Datenerfassung ein Studium in Erwägung ziehen, ist angeraten, die Stringenz ihres Lebenslaufes zu wahren d.h. dafür zu sorgen, dass die Inhalte der Tätigkeit oder der Vorkenntnisse zu dem Studium und dem später angestrebten Beruf miteinander im Einklang stehen und inhaltlich sinnvoll auf einander aufbauen. Entsprechende Beratung und Unterstützung bei der Wahl des Studiums bieten sowohl die Agentur für Arbeit als auch die Studienberatungen der jeweiligen Hochschulen.

4. Tätigkeit

Der Datenerfasser und die Datenerfasserin finden ihr Arbeitsumfeld bei Unternehmen und Betreiben aller Branchen und Wirtschaftszweige. Ihre Aufgaben umfassen alle berufstypischen Tätigkeiten aus den Bereichen Datenerfassung, Datenerfragung und Datenauswertung. Über unternehmenseigene Anwenderprogramme können sie Daten in Datenbanken einbetten und sie somit ihrem Zweck entsprechend bearbeiten oder weiterleiten. Sie erheben Statistiken und analysieren diese. Weitergehend sind sie mit allgemeinen Tätigkeiten der Sachbearbeitung betraut. Das Gehalt kann entsprechend der Ausrichtung des Betriebes oder des Unternehmens von Arbeitgeber zu Arbeitgeber variieren. Der Verdienst bzw. das Einkommen hängt nicht zuletzt von dem Arbeitsumfang innerhalb eines Unternehmens ab.