*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Fachkraft für Schutz und Sicherheit

Datenbasis: 975 Datensätze
Region 1. Quartil Mittelwert 3. Quartil Offene Jobs
Deutschland: 1.719 € 2.871 € 5.079 €
Baden-Württemberg 1.820 € 3.151 € 5.456 € Jobs Fachkraft für Schutz und Sicherheit
Bayern 1.835 € 2.990 € 5.598 € Jobs Fachkraft für Schutz und Sicherheit
Berlin 1.574 € 2.387 € 4.618 € Jobs Fachkraft für Schutz und Sicherheit
Brandenburg 1.774 € 2.398 € 6.347 € Jobs Fachkraft für Schutz und Sicherheit
Bremen 1.850 € 3.232 € 3.964 € Jobs Fachkraft für Schutz und Sicherheit
Hamburg 1.717 € 2.852 € 4.896 € Jobs Fachkraft für Schutz und Sicherheit
Hessen 1.719 € 2.943 € 5.047 € Jobs Fachkraft für Schutz und Sicherheit
Mecklenburg-Vorpommern 1.567 € 1.918 € 3.094 € Jobs Fachkraft für Schutz und Sicherheit
Niedersachsen 1.701 € 3.016 € 4.789 € Jobs Fachkraft für Schutz und Sicherheit
Nordrhein-Westfalen 1.737 € 2.929 € 4.890 € Jobs Fachkraft für Schutz und Sicherheit
Rheinland-Pfalz 2.015 € 3.472 € 5.777 € Jobs Fachkraft für Schutz und Sicherheit
Saarland 1.623 € 4.016 € 7.100 € Jobs Fachkraft für Schutz und Sicherheit
Sachsen 1.593 € 1.863 € 3.824 € Jobs Fachkraft für Schutz und Sicherheit
Sachsen-Anhalt 1.520 € 1.928 € 2.811 € Jobs Fachkraft für Schutz und Sicherheit
Schleswig-Holstein 1.557 € 2.019 € 4.650 € Jobs Fachkraft für Schutz und Sicherheit
Thüringen 1.514 € 1.855 € 4.542 € Jobs Fachkraft für Schutz und Sicherheit

Fachkraft für Schutz und Sicherheit:

1. Gehalt

Als Fachkraft für Schutz und Sicherheit liegt das deutschlandweite Gehalt bei 2.871 € pro Monat. Diesen Wert haben wir auf Basis von 975 Datensätzen ermittelt, die wir in den letzten zwei Jahren erfasst haben. Hinsichtlich der Gehaltsspanne ist festzustellen, dass die unteren Monatsgehälter bei 1.719 € beginnen, Fachkräfte für Schutz und Sicherheit in den oberen Regionen jedoch auch bis zu 5.079 € und mehr verdienen können.

Wie bei nahezu allen Berufen, hat neben vielen anderen Faktoren auch der Standort des Arbeitgebers individuellen Einfluss auf die Höhe des Gehalts. So beträgt das monatliche Durchschnittsgehalt im nördlichsten Bundesland der Republik ungefähr 2.019 €. Arbeitet man hingegen im Süden, so kann man beispielsweise in Baden-Württemberg mit einem durchschnittlichem Gehalt von 3.151 € rechnen. Insoweit ist anzumerken, dass die Analyse unserer Daten bundesweit regelmäßig zu dem Ergebnis führt, dass die Gehälter im Süden Deutschlands tendenziell über denen im Norden liegen. Jedoch ist dabei - wie auch beim Vergleich des Verdienstes in städtischen Gebieten mit denen auf dem Land - zu beachten, dass die Lebenshaltungskosten oft parallel zu den Gehältern steigen.

Tabellarisch stellt sich das Gehalt als Fachkraft für Schutz und Sicherheit in Abhängigkeit vom Alter wie folgt dar

  • 25 Jahre = 2.413 Euro brutto
  • 30 Jahre = 2.519 Euro brutto
  • 35 Jahre = 2.716 Euro brutto
  • 40 Jahre = 3.027 Euro brutto
  • 45 Jahre = 3.194 Euro brutto
  • 50 Jahre = 3.086 Euro brutto

Auswirkung der Firmengröße auf das Monatsgehalt

  • bis 500 Mitarbeiter = 2.377 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 3.026 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 3.188 Euro brutto
2. Ausbildung / Weiterbildung

Ausbildungsgehalt als Fachkraft für Schutz und Sicherheit:

In der Industrie und dem Handel Ausbildungsdauer: 36 Monate
1. Lehrjahr 2. Lehrjahr 3. Lehrjahr 4. Lehrjahr
Alte Bundesländer (West) 629 € 731 € 861 € 0 €
Neue Bundesländer (Ost) 425 € 550 € 650 € 0 €
(Quellenangabe: BIBB)

Fachkraft für Schutz und Sicherheit besteht als anerkannter Ausbildungsberuf. Die dreijährige Lehre absolvieren die Interessenten im Sicherheits- und Wachgewerbe. Regulär beträgt die Ausbildungsdauer drei Jahre, allerdings kann sie bei einer Umschulung in diesen Bereich auch auf zwei Jahre verkürzt werden. Des Weiteren besteht die Option, an einem schulischen Unterricht teilzunehmen. Der Ausbildungsplatz liegt dabei für gewöhnlich bei Unternehmen, die im Sach- oder Personenschutz tätig sind, außerdem wird ein Teil der Ausbildung auch von der Berufsschule übernommen.
Um diese Lehre zu beginnen, benötigen die Interessenten mindestens einen Hauptschulabschluss. Außerdem sollte man körperlich fit und selbstbewusst sein.

Nützliche Infos zur Ausbildung zur Fachkraft für Schutz und Sicherheit

Zu den Lerninhalten im ersten Lehrjahr gehören die Rechtsgrundlagen für Sicherheitsdienste. Hier lernen die Auszubildenden, welche Verhaltensregeln in diesem Gewerbe gelten. Zusätzlich beschäftigen sie sich mit der Informations- und Kommunikations-Technik. In diesen Bereich zählen beispielsweise bestimmte Software-Anwendungen.

Die Auszubildenden bekommen einen Einblick in die Bewältigung von Krisen-Situationen und der Gefahrenabwehr. Um mögliche Komplikationen zu vermeiden, steht die Konflikt-Bewältigung an erster Stelle in diesem Beruf. Im zweiten Ausbildungsjahr behandeln die Lernenden das Qualitäts-Management. Sie knüpfen Kontakte mit Kunden und lernen die Bearbeitung einer Beschwerde. In bestimmten Kursen befassen sie sich mit den Grundlagen der Psychologie. Beispielsweise beurteilen sie Täterprofile und Motive. Die Vertiefung der einzelnen Lerninhalte geschieht im dritten Jahr der Ausbildung. Zu den allgemeinen Themen gehören:

  • Rechte und Pflichten im Ausbildungsvertrag
  • Organisation des Ausbildungsbetriebes
  • Arbeitsschutz
  • Unfallverhütung
  • Maßnahmen zum Umweltschutz

Da Sicherheitsleute nicht dieselben Rechte haben wie die Polizei, spielen auch Rechtsgrundlagen für die Arbeit eine wichtige Rolle. Schon während der Berufsausbildung lernt man, wie man sich und andere gegen einen Angriff verteidigen darf, was noch als Notwehr gilt und in welchem Bereich man sich strafbar machen würde. Da viele Fachkräfte in diesem Bereich sich nach der Ausbildung zur Fachkraft für Schutz und Sicherheit selbständig machen, nehmen auch betriebswirtschaftliche Elemente wie die Kalkulation von Personal und Kosten einen wichtigen Raum ein.

Am Ende des zweiten Lehrjahrs nehmen die Lernenden an einer Zwischenprüfung teil. Nach den drei Ausbildungsjahren erwartet die Absolventen eine Abschlussprüfung. Diese besteht aus einem mündlichen und einem schriftlichen Teil. Beide Tests legen sie vor der zuständigen Industrie- und Handelskammer ab.

Wer mindestens zwei Jahre Berufserfahrung hat, kann sich anschließend noch zum Meister für Schutz und Sicherheit weiter bilden lassen, was mit einem höheren Gehalt und mehr Verantwortung einhergeht. Auch ein Studium an einer Fachhochschule oder Universität kommt in Frage. Fachkräfte für Sicherheit und Schutz arbeiten vor allem nachts und an den Wochenenden, das sollte sich also mit den eigenen Lebensumständen vereinbaren lassen.

3. Studium

Verfügen die Interessierten über eine Hochschulzugangs-Berechtigung, das Abitur, wählen sie beispielsweise den Studiengang Sicherheits-Management. Dieser befasst sich mit der betrieblichen, gewerblichen und kommunalen Sicherheit. Die Dauer des Studiums beträgt drei Jahre. Diese beinhalten ein zwölf Wochen umfassendes Praktikum. An einigen Universitäten verlängert sich die Regelstudienzeit auf sieben Semester. Hierbei dauert das Pflichtpraktikum insgesamt sechs Monate.

Der Fachbereich des Studiums lautet Polizei und Sicherheits-Management. Die Teilnehmer streben den akademischen Titel Bachelor of Arts an. Dabei findet der Studiengang in Vollzeit statt. Es handelt sich um ein Tagesstudium. Die Schwerpunkte des Unterrichts stellen das Recht, die Betriebswirtschaftslehre und das Risiko-Management dar. Zudem befassen sich die Studenten mit der Personalführung. In fakultativen Kursen lernen die Studierenden das Fachenglisch sowie den Umgang mit speziellen IT-Programmen. Es finden mehrere Veranstaltungen mit sozialwissenschaftlichen Kernpunkten statt. Weiterhin zählen zu den Studieninhalten:

  • Zivil- und Arbeitsrecht
  • Unternehmens- und Gewerberecht
  • Konflikt-Management und Kommunikation
  • Personal-Management
  • Rechnungswesen und Steuerung
  • Projekt-Management
  • Fremdsprachen

Das Praktikum schließt sich nach dem sechsten Semester an. Den passenden Betrieb wählen die Studierenden abhängig von ihrer Spezialisierung. Nach dem Sammeln dieser Erfahrungen folgt die Bachelor-Thesis. Danach erhalten die Teilnehmer das Kolloquium.

4. Tätigkeit

Die Fachkraft für Schutz und Sicherheit findet ein Arbeitsumfeld in spezialisierten Sicherheitsfirmen für Gebäude- Personen- oder Werteschutz, ferner in Sicherheitsabteilungen großer Industriebetriebe, auf Flughäfen, Häfen oder in sonstigen Einrichtungen. Angehörige dieser Berufsgruppe sind im Rahmen ihres Auftrages für Schutz und Sicherheit verantwortlich, sie patrouillieren auf festgelegten Streifen, prüfen Häuser, Anlagen und Parkhäuser, sorgen für den friedlichen Ablauf von Volksfesten, Konzerten und sonstigen Veranstaltungen oder bewachen spezielle Objekte. Im Flughafen sind sie an den Personenschleusen im Einsatz, dort kontrollieren sie Passagiere und Gepäck. Das Gehalt kann abhängig vom Arbeitgeber variieren. Der Verdienst bzw. das Einkommen hängt nicht zuletzt von dem Arbeitsumfang innerhalb eines Unternehmens ab.