*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Fachkraft für Arbeitssicherheit

Datenbasis: 669 Datensätze
Region 1. Quartil Mittelwert 3. Quartil Offene Jobs
Deutschland: 2.566 € 3.872 € 6.817 €
Baden-Württemberg 2.996 € 4.166 € 7.876 € Jobs Fachkraft für Arbeitssicherheit
Bayern 2.498 € 4.095 € 6.321 € Jobs Fachkraft für Arbeitssicherheit
Berlin 2.304 € 3.625 € 6.326 € Jobs Fachkraft für Arbeitssicherheit
Brandenburg 2.020 € 3.048 € 5.366 € Jobs Fachkraft für Arbeitssicherheit
Bremen 2.466 € 3.721 € 6.551 € Jobs Fachkraft für Arbeitssicherheit
Hamburg 2.662 € 3.645 € 7.016 € Jobs Fachkraft für Arbeitssicherheit
Hessen 2.368 € 3.991 € 7.264 € Jobs Fachkraft für Arbeitssicherheit
Mecklenburg-Vorpommern 1.886 € 2.846 € 5.011 € Jobs Fachkraft für Arbeitssicherheit
Niedersachsen 2.946 € 3.906 € 7.812 € Jobs Fachkraft für Arbeitssicherheit
Nordrhein-Westfalen 2.790 € 4.227 € 7.589 € Jobs Fachkraft für Arbeitssicherheit
Rheinland-Pfalz 2.715 € 3.985 € 6.919 € Jobs Fachkraft für Arbeitssicherheit
Saarland 2.440 € 3.682 € 6.482 € Jobs Fachkraft für Arbeitssicherheit
Sachsen 1.616 € 3.094 € 5.098 € Jobs Fachkraft für Arbeitssicherheit
Sachsen-Anhalt 2.524 € 3.102 € 4.428 € Jobs Fachkraft für Arbeitssicherheit
Schleswig-Holstein 3.073 € 3.405 € 4.395 € Jobs Fachkraft für Arbeitssicherheit
Thüringen 2.005 € 3.026 € 5.328 € Jobs Fachkraft für Arbeitssicherheit

Fachkraft für Arbeitssicherheit:

1. Gehalt

Als Fachkraft für Arbeitssicherheit liegt das deutschlandweite Gehalt bei 3.872 € pro Monat. Diesen Wert haben wir auf Basis von 669 Datensätzen ermittelt, die wir in den letzten zwei Jahren erfasst haben. Hinsichtlich der Gehaltsspanne ist festzustellen, dass die unteren Monatsgehälter bei 2.566 € beginnen, Fachkräfte in Arbeitssicherheit in den oberen Regionen jedoch auch bis zu 6.817 € und mehr verdienen können.

Wie bei nahezu allen Berufen, hat neben vielen anderen Faktoren auch der Standort des Arbeitgebers individuellen Einfluss auf die Höhe des Gehalts. So beträgt das monatliche Durchschnittsgehalt im nördlichsten Bundesland der Republik ungefähr 3.405 €. Arbeitet man hingegen im Süden, so kann man beispielsweise in Baden-Württemberg mit einem durchschnittlichem Gehalt von 4.166 € rechnen. Insoweit ist anzumerken, dass die Analyse unserer Daten bundesweit regelmäßig zu dem Ergebnis führt, dass die Gehälter im Süden Deutschlands tendenziell über denen im Norden liegen. Jedoch ist dabei - wie auch beim Vergleich des Verdienstes in städtischen Gebieten mit denen auf dem Land - zu beachten, dass die Lebenshaltungskosten oft parallel zu den Gehältern steigen.

Tabellarisch stellt sich das Gehalt als Fachkraft für Arbeitssicherheit in Abhängigkeit vom Alter wie folgt dar

  • 25 Jahre = 3.030 Euro brutto
  • 30 Jahre = 3.511 Euro brutto
  • 35 Jahre = 3.629 Euro brutto
  • 40 Jahre = 3.833 Euro brutto
  • 45 Jahre = 4.008 Euro brutto
  • 50 Jahre = 4.267 Euro brutto

Auswirkung der Firmengröße auf das Monatsgehalt

  • bis 500 Mitarbeiter = 3.387 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 4.068 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 4.359 Euro brutto
2. Ausbildung / Weiterbildung

Für den Beruf einer Fachkraft für Arbeitssicherheit absolviert der Arbeitnehmer im Auftrag seines Arbeitgebers eine Weiterbildung. Ausbildungsträger für den öffentlichen Bereich ist die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung. Die Weiterbildung für den gewerblichen Bereich übernehmen die Berufsgenossenschaften.

Zulassungsvoraussetzung für die Weiterbildung zur Fachkraft für Arbeitssicherheit bildet die Qualifikation als Meister, Ingenieur oder Techniker und eine Berufspraxis von zwei Jahren. Alternativ weist der als Meister angestellte Arbeitnehmer eine vierjährige Tätigkeit als solcher nach oder war ebenso lange in gleichwertiger Funktion tätig.

Die Ausbildung im öffentlichen Bereich erfolgt in Form eines Fernlehrgangs. Der Teilnehmer besucht drei Präsenz-Seminare die zusammengerechnet 11 Tage dauern. Er bearbeitet praktische Aufgaben im Betrieb und beschäftigt sich mit 16 Fernlehreinheiten, die aus Lektionen mit Einsendeaufgaben bestehen. Der Teilnehmer der Weiterbildung bestimmt sein Lerntempo selbst. Tutoren begleiten ihn während des Lehrgangs telefonisch und schriftlich.

Wesentliche Merkmale für die Weiterbildung im gewerblichen Bereich besteht in dem Wechsel zwischen Selbstlernphasen und Präsenzphasen. Das bedeutet: Der Teilnehmer erwirbt sein Wissen durch computergestütztes Lernen. Folglich benötigt er ein Notebook oder einen PC sowie grundlegende Kenntnisse im Umgang damit. Mitarbeiter eines Kompetenz-Zentrums beantworten den Teilnehmern Fragen und klären auftretende Probleme im Rahmen einer fach- und sozialkompetenten Unterstützung.

Die Ausbildung erfolgt in drei Stufen

Stufe I

Die grundlegende Ausbildungsphase besteht aus Präsenzlehrgängen von drei mal fünf Tagen sowie zwei Selbstlernphasen.

Stufe II

Die zweite Ausbildungsstufe vertieft die bisher erworbenen Kenntnisse. Der Teilnehmer bearbeitet Fallbeispiele und setzt das Gelernte in der Praxis anhand von Inhaltsschwerpunkten um. Die Stufe II umfasst zwei Präsenzveranstaltungen mit einer Dauer von je fünf Tagen, eine Selbstlernphase sowie ein maximal acht Wochen andauerndes Betriebspraktikum.

Stufe III

Die dritte Stufe der Ausbildung erfolgt branchenspezifisch.

Die insgesamt vier Lernerfolgs-Kontrollen erfolgen nach der ersten Selbstlernphase, nach dem Praktikum, das der Selbstlernphase II folgt, nach der Präsenzphase IV in der Ausbildungsstufe II sowie nach der Präsenzphase V in der Ausbildungsstufe III. Die Ausbildung erfolgt zwingend innerhalb von drei Jahren.

3. Studium

Die Weiterbildung zur Fachkraft für Arbeitssicherheit ersetzen Bachelor- und Masterstudiengänge an der Universität oder im Bereich Sicherheitsmanagement. Der Studierende erwirbt seine Abschlüsse wahlweise an der Universität oder Fachhochschule.

Die Bachelor-Studiengänge

  • Risiko- und Sicherheitsmanagement,
  • Sicherheit und Gefahrenabwehr
  • Sicherheitsmanagement sowie
  • Qualität, Umwelt, Sicherheit und Hygiene

vermitteln das Basiswissen in den Bereichen Zivil- und Katastrophenschutz, Brandschutz, Recht, sowie Risikomanagement, Personalführung und Betriebswirtschaft. Die Regelstudienzeit beträgt sechs bis acht Semester.

Auf die genannten Bachelorstudiengänge baut der Masterstudiengang Sicherheitsmanagement auf. Während dieser Studienphase vertieft der Studierende das im grundständigen Studienfach und das während seiner Berufstätigkeit erworbene Wissen. Er spezialisiert sich in den Themenbereichen Unternehmenssicherheit, Gefahrenabwehr oder Katastrophenmanagement. Alternativ wählt der Student einen Masterstudiengang, der mehrere Gebiete des Sicherheitsmanagements abdeckt. Die Regelstudienzeit für den Masterstudiengang beträgt zwei bis vier Semester.

Wer seine Berufstätigkeit für ein Studium nicht unterbrechen möchte, entscheidet sich für ein Fernstudium im Bereich Sicherheitsmanagement.

4. Tätigkeit

Alle Fragen des Arbeitsschutzes und die damit verbundenen Unfallverhütungsmaßnahmen stellen den Arbeitsbreich einer Fachkraft für Arbeitssicherheit dar. Sie unterstützen Vorgesetzte bei der Umsetzung von Gesetzgebungen und sichern die Einhaltung von Vorschriften innerhalb eines Unternehmens. Darüberhinaus sind Fachkräfte für Arbeitssicherheit auch für die Gestaltung von Arbeitsplätzen in Bezug auf menschengerechtes Arbeiten zuständig. Ihr Arbeitsumfeld finden Fachkräfte für Arbeitssicherheit meist in Handwerks- oder Dienstleistungsunternehmen, sowie in Verwaltungen. Entsprechend ihrer Fachrichtung sind sie einsetzbar in der Industrie, des Bergbaus und des Transportwesens. Ihren Einsatzort, wie in Büroräumen, in Werkstätten, in Baustellen oder in Produktionshallen bestimmt die Unternehmensausrichtung.