*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Fremdsprachensekretärin / Fremdsprachensekretär

Datenbasis: 590 Datensätze
Region 1. Quartil Mittelwert 3. Quartil Offene Jobs
Deutschland: 1.958 € 2.860 € 4.180 €
Baden-Württemberg 1.961 € 2.730 € 4.307 € Jobs Fremdsprachensekretärin / Fremdsprachensekretär
Bayern 2.202 € 2.929 € 4.267 € Jobs Fremdsprachensekretärin / Fremdsprachensekretär
Berlin 1.927 € 2.840 € 4.339 € Jobs Fremdsprachensekretärin / Fremdsprachensekretär
Brandenburg 1.790 € 1.996 € 2.322 € Jobs Fremdsprachensekretärin / Fremdsprachensekretär
Bremen 1.991 € 2.908 € 4.250 € Jobs Fremdsprachensekretärin / Fremdsprachensekretär
Hamburg 1.926 € 2.674 € 3.815 € Jobs Fremdsprachensekretärin / Fremdsprachensekretär
Hessen 2.056 € 2.933 € 4.316 € Jobs Fremdsprachensekretärin / Fremdsprachensekretär
Mecklenburg-Vorpommern 1.439 € 2.102 € 3.072 € Jobs Fremdsprachensekretärin / Fremdsprachensekretär
Niedersachsen 1.961 € 2.527 € 3.728 € Jobs Fremdsprachensekretärin / Fremdsprachensekretär
Nordrhein-Westfalen 1.988 € 3.165 € 4.444 € Jobs Fremdsprachensekretärin / Fremdsprachensekretär
Rheinland-Pfalz 2.216 € 2.602 € 3.906 € Jobs Fremdsprachensekretärin / Fremdsprachensekretär
Saarland 2.038 € 2.601 € 3.585 € Jobs Fremdsprachensekretärin / Fremdsprachensekretär
Sachsen 1.782 € 1.918 € 3.255 € Jobs Fremdsprachensekretärin / Fremdsprachensekretär
Sachsen-Anhalt 1.476 € 2.156 € 3.151 € Jobs Fremdsprachensekretärin / Fremdsprachensekretär
Schleswig-Holstein 1.884 € 2.385 € 3.206 € Jobs Fremdsprachensekretärin / Fremdsprachensekretär
Thüringen 1.530 € 2.235 € 3.267 € Jobs Fremdsprachensekretärin / Fremdsprachensekretär

Fremdsprachensekretär / Fremdsprachensekretärin:

1. Gehalt

Als Fremdsprachensekretär liegt das deutschlandweite Gehalt bei 2.860 € pro Monat. Diesen Wert haben wir auf Basis von 590 Datensätzen ermittelt, die wir in den letzten zwei Jahren erfasst haben. Hinsichtlich der Gehaltsspanne ist festzustellen, dass die unteren Monatsgehälter bei 1.958 € beginnen, Fremdsprachensekretäre in den oberen Regionen jedoch auch bis zu 4.180 € und mehr verdienen können.

Wie bei nahezu allen Berufen, hat neben vielen anderen Faktoren auch der Standort des Arbeitgebers individuellen Einfluss auf die Höhe des Gehalts. So beträgt das monatliche Durchschnittsgehalt im nördlichsten Bundesland der Republik ungefähr 2.385 €. Arbeitet man hingegen im Süden, so kann man beispielsweise in Baden-Württemberg mit einem durchschnittlichem Gehalt von 2.730 € rechnen. Insoweit ist anzumerken, dass die Analyse unserer Daten bundesweit regelmäßig zu dem Ergebnis führt, dass die Gehälter im Süden Deutschlands tendenziell über denen im Norden liegen. Jedoch ist dabei - wie auch beim Vergleich des Verdienstes in städtischen Gebieten mit denen auf dem Land - zu beachten, dass die Lebenshaltungskosten oft parallel zu den Gehältern steigen.

Tabellarisch stellt sich das Gehalt als Fremdsprachensekretär in Abhängigkeit vom Alter wie folgt dar

  • 25 Jahre = 2.400 Euro brutto
  • 30 Jahre = 2.570 Euro brutto
  • 35 Jahre = 2.869 Euro brutto
  • 40 Jahre = 3.125 Euro brutto
  • 45 Jahre = 3.140 Euro brutto
  • 50 Jahre = 3.191 Euro brutto

Auswirkung der Firmengröße auf das Monatsgehalt

  • bis 500 Mitarbeiter = 2.629 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 3.180 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 3.230 Euro brutto
2. Ausbildung / Weiterbildung

Die Ausbildung zum Fremdsprachensekretär bzw. zur Fremdsprachensekretärin ist rein schulischer Natur. Wer für die Ausbildung an der Berufsfachschule zugelassen wird, obliegt den Schulen selbst. In aller Regel sind sehr gute Kenntnisse in Deutsch, Englisch sowie mindestens einer weiteren Fremdsprache (meist Französisch oder Spanisch) Grundvoraussetzung. In der schulischen Ausbildung stehen die folgenden Inhalte auf dem Plan:

  • Korrespondieren, Übersetzen, Dolmetschen in den Fremdsprachen
  • Wirtschaft: Rechtsformen, Geld- /Zahlungsverkehr, Außenwirtschaft, Politik, Markt, Marketing
  • Assistenzaufgaben: Organisation, Planung, Reisemanagement, Projektarbeit, Datenbankverwaltung, Präsentationswesen
  • Buchhaltung: Kalkulationen, Fremdwährung, Zinsrechnung, Bilanzen, Erfolgsermittlung, Jahresabschluss
  • Textverarbeitung: Kenntnis und Befolgung der DIN 5008, normengerechte Geschäftskorrespondenz in allen Fremdsprachen
  • Präsentation, Kommunikation, Rhetorik

Damit sind Fremdsprachensekretäre gut ausgebildete Fachkräfte für Bürotätigkeiten – und glänzen darüber hinaus noch mit verhandlungssicheren Fremdsprachenkenntnissen. Ähnliche Berufe, die viel mit Fremdsprachen zu tun haben, sind der /die Fremdsprachenkorrespondent /-in, der /die kaufmännische Wirtschaftsassistent /-in (Fremdsprachen), der /die Wirtschaftsdolmetscher /-in sowie der /die Dolmetscher /-in ohne wirtschaftlichen Schwerpunkt.

Die Ähnlichkeit zeigt sich im jeweiligen Ausbildungsplan:

Fremdsprachenkorrespondenten lernen neben den sprachlichen Grundlagen auch deren mündliche Ausführung. Daneben stehen Fächer wie Korrespondenzwesen, Auslandskunde, Wirtschaftsgeografie sowie Betriebs- und Volkswirtschaftslehre auf dem Lehrplan. Diese Ausbildung ist eine Weiterqualifikation, die durch eine zusätzliche Prüfung nach der Ausbildung zum /zur Fremdsprachensekretärin erfolgen kann.

Der /die kaufmännische Wirtschaftsassistent /-in (Fremdsprachen) absolviert eine ähnliche Ausbildung. Im Fokus steht auch hier die Beherrschung einer Fremdsprache in Wort und Schrift. Daneben werden wirtschaftliche Kenntnisse erlangt, die für Auslandsbeziehungen und -geschäfte gleichermaßen von Bedeutung sind.

Wirtschaftsdolmetscher arbeiten fachspezifischer, d.h. sie beherrschen nicht nur die Fremdsprache, sondern können auch Pressemitteilungen und Artikel texten sowie übersetzen. Dabei beherrscht sie sowohl die Fachbegriffe als auch Fachwissen aus Politik, Banken, Börsen, Außenhandel, Wirtschaftsgeografie und Kultur. Ähnliches lernen Dolmetscher während ihrer Ausbildung. Sie können nicht nur übersetzen, sondern beherrschen auch die Fachterminologie von Behörden, Gerichten und Ämtern.

3. Studium

Ein Studium im Bereich Wirtschaftssprachen kann grundsätzlich eine akademische Weiterbildungsoption sein. Der Unterschied zu einem klassischen sprachwissenschaftlichen Studium liegt darin, dass das Verständnis für die Sprache und die Beherrschung der Fremdsprache im Rahmen einer wirtschaftswissenschaftlichen Tätigkeit im Fokus stehen. Das heißt, dass auch betriebswirtschaftliche Fähigkeiten und politische Kenntnisse relativ intensiv vermittelt werden. Inhaltlich liegt der Fokus auf internationaler und interkultureller Kommunikation, Sprachgrundlagen und -beherrschung, Textverständnis, Wirtschaftsrecht, Unternehmenskommunikation.

Folgende Studienfächer können hier belegt werden:

  • Wirtschaftssprachen und Unternehmensführung,
  • Medien- und Technikkommunikation,
  • Wirtschaftskommunikation,
  • Languages and Business Administration ,
  • Wirtschaft und Sprachen,
  • Studium zum /zur Wirtschaftsanglist /-in, Wirtschaftsarabist /-in, Wirtschaftsjapanologe /-in, Wirtschaftsromanist /-in, Wirtschaftsrussist /-in, Wirtschaftssinologe /-in.

Der Abschluss entscheidet letztendlich auch über die Art der Anstellung. Fremdsprachensekretäre werden vielfältige Assistenzaufgaben erfüllen und arbeiten ein-, zwei- oder mehrsprachig nach festgelegten betriebswirtschaftlichen Abläufen. Als Sprachenprofi mit akademischem Grad führt der Weg in der Regel nicht in eine Assistenzfunktion, sondern in ein international tätiges Unternehmen, in den Auslandseinsatz oder in eine Führungsposition.

Jede Fachabteilung in einem international agierenden Unternehmen – sei es Einkauf, Logistik, Marketing, PR-Abteilung, Vertrieb oder Management – benötigt Fachpersonal, das die Sprache des Kunden, des Lieferanten, des Dienstleisters oder des Kooperationspartners spricht. Im direkten Kundenkontakt ist es darüber hinaus recht wichtig, die länderspezifischen, kulturellen Besonderheiten zu kennen und Wissen über wirtschaftliche und politische Entwicklungen im Land zu besitzen. Möglich ist es auch, bei Behörden oder Organisationen einzusteigen, die international tätig sind und in vielen Ländern eigene Ländervertretungen installiert haben. Auch in selbstständiger Tätigkeit sind Absolventen der Wirtschaftssprachen oftmals aktiv.

4. Tätigkeit

Fremdsprachensekretäre arbeiten im Export, Handel, Vertrieb oder in Verwaltungen und finden in international tätigen Unternehmen einen ihrer Ausbildung adäquaten Arbeitsplatz. In der Regel managen sie eigenständig Assistenzaufgaben – nur eben in einer, zwei oder gar drei Sprachen. Dabei stehen das Telefonieren, das Erstellen von Korrespondenzen und Präsentationen sowie organisatorische Aufgaben auf ihrer To-do-Liste. Für ihre Arbeit verwenden sie diverse IT-Programme, die es ihnen ermöglichen, Statistiken zu führen und auszuwerten, Kassenbücher zu führen und Schreiben sowie Präsentationen zu erstellen. Darüber hinaus planen und organisieren sie Besprechungen, Reisen und managen den täglich anfallenden Schriftverkehr.

Als rechte Hand von Abteilungsleitern, Unternehmensleitern und anderen Führungskräften beweisen Fremdsprachensekretäre /-innen absolute Loyalität. Sie sind in zahlreiche Firmeninterna eingeweiht, die es stilschweigend zu bearbeiten gilt. Auch fungieren sie ab und an als Vertretung für ihre Vorgesetzten und arbeiten mit anderen Führungskräften sowie deren Assistenten zusammen.

Sie beherrschen die geforderte Fremdsprache in Wort und Schrift in Perfektion und kennen sich darüber hinaus noch mit im jeweiligen Land geltenden Normen zur Korrespondenzgestaltung sowie zu Anrede, Schlussformulierung und dergleichen aus. Wer Organisationstalent und EDV-Erfahrung mit guten Sprachkenntnissen verbinden kann, für den stellt dieser Beruf ein passendes Betätigungsfeld dar.

Das Einstiegsgehalt liegt bei 2100 bis 2700 Euro und die Aufstiegschancen sind gut. Höhere Verdienste/Gehälter hängen natürlich auch von Qualifikation, Berufserfahrung und Verhandlungsgeschick des Einzelnen ab.