*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt IT-Analyst

Datenbasis: 265 Datensätze
Region 1. Quartil Mittelwert 3. Quartil Offene Jobs
Deutschland: 3.174 € 4.433 € 6.615 €
Baden-Württemberg 2.377 € 4.559 € 6.026 € Jobs IT-Analyst
Bayern 3.269 € 4.041 € 7.492 € Jobs IT-Analyst
Berlin 1.987 € 4.129 € 4.791 € Jobs IT-Analyst
Brandenburg 2.418 € 3.377 € 5.039 € Jobs IT-Analyst
Bremen 2.971 € 4.150 € 6.193 € Jobs IT-Analyst
Hamburg 2.756 € 4.095 € 6.958 € Jobs IT-Analyst
Hessen 3.454 € 4.966 € 6.447 € Jobs IT-Analyst
Mecklenburg-Vorpommern 2.333 € 3.259 € 4.863 € Jobs IT-Analyst
Niedersachsen 2.468 € 4.868 € 6.828 € Jobs IT-Analyst
Nordrhein-Westfalen 3.343 € 4.870 € 6.674 € Jobs IT-Analyst
Rheinland-Pfalz 3.720 € 4.069 € 4.323 € Jobs IT-Analyst
Saarland 2.660 € 3.715 € 5.544 € Jobs IT-Analyst
Sachsen 2.442 € 3.410 € 5.088 € Jobs IT-Analyst
Sachsen-Anhalt 2.392 € 3.341 € 4.985 € Jobs IT-Analyst
Schleswig-Holstein 2.852 € 3.702 € 5.570 € Jobs IT-Analyst
Thüringen 2.480 € 3.464 € 5.169 € Jobs IT-Analyst

IT-Analyst:

1. Gehalt

Als IT-Analyst liegt das deutschlandweite Gehalt bei 4.433 € pro Monat. Diesen Wert haben wir auf Basis von 265 Datensätzen ermittelt, die wir in den letzten zwei Jahren erfasst haben. Hinsichtlich der Gehaltsspanne ist festzustellen, dass die unteren Monatsgehälter bei 3.174 € beginnen, IT-Analysts in den oberen Regionen jedoch auch bis zu 6.615 € und mehr verdienen können.

Wie bei nahezu allen Berufen, hat neben vielen anderen Faktoren auch der Standort des Arbeitgebers individuellen Einfluss auf die Höhe des Gehalts. So beträgt das monatliche Durchschnittsgehalt im nördlichsten Bundesland der Republik ungefähr 3.702 €. Arbeitet man hingegen im Süden, so kann man beispielsweise in Baden-Württemberg mit einem durchschnittlichem Gehalt von 4.559 € rechnen. Insoweit ist anzumerken, dass die Analyse unserer Daten bundesweit regelmäßig zu dem Ergebnis führt, dass die Gehälter im Süden Deutschlands tendenziell über denen im Norden liegen. Jedoch ist dabei - wie auch beim Vergleich des Verdienstes in städtischen Gebieten mit denen auf dem Land - zu beachten, dass die Lebenshaltungskosten oft parallel zu den Gehältern steigen.

Tabellarisch stellt sich das Gehalt als IT-Analyst in Abhängigkeit vom Alter wie folgt dar

  • 25 Jahre = 3.783 Euro brutto
  • 30 Jahre = 3.914 Euro brutto
  • 35 Jahre = 4.500 Euro brutto
  • 40 Jahre = 4.892 Euro brutto
  • 45 Jahre = 5.289 Euro brutto
  • 50 Jahre = 5.696 Euro brutto

Auswirkung der Firmengröße auf das Monatsgehalt

  • bis 500 Mitarbeiter = 3.910 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 4.069 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 4.887 Euro brutto
2. Ausbildung / Weiterbildung

Der Beruf des IT-Analysten /-in trägt offiziell den Namen Data-Warehouse-Analyst /-in oder zu Deutsch Datenanalyst /-in. In der Regel ist ein Studium der Mathematik oder Informatik notwendig, um diesen Beruf ausüben zu können. Interessierte mit einem mittleren Bildungsabschluss, denen der Zugang zu einer Universität oder Fachhochschule zunächst verwehrt bleibt, können erst einmal eine Berufsausbildung absolvieren. So stellt zum Beispiel eine Ausbildung zum /-r Assistenten /-in für allgemeine Informatik eine gute Grundlage für ein späteres Studium dar. Die Ausbildung dauert insgesamt zwei Jahre. Allerdings besteht die Möglichkeit, im Rahmen der Ausbildung die Fachhochschulreife und damit die Qualifikation für ein Hochschulstudium zu erwerben. In diesem Fall verlängert sich die Ausbildungszeit um ein Jahr.

Neben allgemeinbildenden Fächern wie Deutsch oder Sozialkunde, belegen die Auszubildenden Kurse, in denen folgenden Themen behandelt werden:

  • Die Planung, Montage, Inbetriebnahme und Vernetzung von IT-Systemen,
  • die Analyse der Prozesse und Arbeitsabläufe in einem Unternehmen,
  • die Entwicklung von Softwaresystemen sowie deren Anpassung an konkrete Umstände,
  • die Errichtung und Pflege von Datenbänken und Datensätzen,
  • die Energieversorgung von IT-Systemen,
  • Bestimmungen zu Datenschutz und -sicherheit,
  • Analyse, Aufbau und Programmierung von Automatisierungssystemen.

Damit die Auszubildenden die Gelegenheit bekommen, die theoretisch erlernten Fähigkeiten in der Praxis anzuwenden und umzusetzen, gehören Praktika in jedem Fall zum Ausbildungsprogramm.

Bewerber für eine Ausbildung zum/zur Assistent /-in für allgemeine Informatik sollten einige Vorkenntnisse mitbringen. Zum einen sind die Ausbildungsinhalte ohne ein gewisses Verständnis für Informatik kaum zu bewältigen. Außerdem basiert vor allem das Programmieren stark auf Zahlenkombinationen und deren Logiken. Mathematisches Geschick ist daher von Vorteil. Die Informatik ist eine hochgradig international ausgerichtete Disziplin. Aus diesem Grund ist Fachliteratur häufig nur in Englisch vorhanden und entsprechende Fremdsprachenkenntnisse dringend erforderlich.

Am Ende der Ausbildung gilt es, eine Prüfung zu bestehen. Diese setzt sich meist aus mehreren Klausuren und einer praktischen Aufgabenstellung zusammen. Teilweise kommt noch eine mündliche Prüfung hinzu.

3. Studium

Ein Studium im Fach Informatik liefert alle nötigen Fertigkeiten für eine Tätigkeit als IT-Analyst. Das grundständige Studium dauert in der Regel etwa sieben Semester. Während dieser Zeit befassen sich die Studenten eingehend mit der der Entwicklung, dem Einsatz und der Evaluierung von Softwaresystemen. Im Rahmen von Lehramtsstudiengängen aber auch darüber hinaus wird Informatik häufig mit anderen Fächern kombiniert. Natürlich bieten sich in erster Linie andere Naturwissenschaften wie Mathematik oder Physik an. Fächer wie Wirtschaftswissenschaften, Geografie oder sogar Pädagogik sind aber ebenso denkbar.

Auf dem Stundenplan eines/einer Informatikstudenten /-in sind folgende Module zu finden:

  • Datenbanken und Informationssysteme,
  • Konzepte der Programmierung,
  • Grundlagen der Bioinformatik,
  • Mathematische Grundlagen der Informatik,
  • Statistische Methoden,
  • Algorithmen und Datenstrukturen,
  • Formale Sprache,
  • Multimediale Systeme,
  • Technische Mechanik,
  • Betriebssysteme,
  • Rechnerarchitektur und Rechnernetze,
  • Software-Engineering,
  • Verteilte und Parallele Systeme.

Je nach Interessenlage können außerdem vertiefende Module hinzu gewählt werden. Das kann zum Beispiel sein:

  • Physik für Naturwissenschaftler,
  • Einführung in die Biogeografie,
  • Wissensbasierte Systeme,
  • Computergrafik,
  • Eingebettete Systeme.

Das Studium der Informatik ist ein klassischer und relativ allgemein gehaltener naturwissenschaftlicher Studiengang. Für diejenigen, die sich für die Entwicklung von Hard- und Software interessieren und eine stärkere Spezialisierung wünschen, können viele weitere Fächer eine Option sein. Zu nennen sind hier beispielsweise die Studiengänge Medieninformatik, Bioinformatik, Medizinische Informatik und Verwaltungsinformatik. Doch die Liste ist noch deutlich länger und umfasst auch Fachbereiche wie Vermessungstechnik, Ingenieurinformatik sowie Informations- und Kommunikationstechnik. Neben der allgemeinen Hochschulzugangsberechtigung sollten Studienbewerber einige Vorkenntnisse mitbringen. Zum einen ist grundlegendes Wissen in Informatik wichtig, um die Studieninhalte nachvollziehen zu können. Ebenso bedeutend sind mathematische Fähigkeiten. Um Literatur in englischer Sprache rasch verstehen und eigene Texte verfassen zu können, sind gute Englischkenntnisse ebenfalls zwingend erforderlich.

4. Tätigkeit

IT-Analysten beschäftigen sich in erster Linie mit IT-Systemen und elektronischen Datenbanken. Ihre Aufgabe besteht dabei vor allem darin, Informationen aus den diversen Informationsspeichern herauszufiltern und diese zu bewerten. Die Daten können dabei aus verschiedenen Abteilungen in einem Unternehmen, aber auch aus externen Einrichtungen stammen. In einem nächsten Schritt werden die als relevant eingeordneten Daten dann in der Regel in ein zentrales Datenlager eingebracht. Dieser zentrale Speicherort wird in der Fachsprache als Data-Warehouse bezeichnet. So ist auch die Berufsbezeichnung Data-Warehouse-Analyst /-in zu begründen.

Innerhalb dieser zentralen Datensammlung schaffen die Analysten dann Strukturen, die eine gezielte Suche nach Informationen ermöglichen. So können zum Beispiel einzelne Abteilungen sowie die Führungsebene eines Unternehmens auf diesen Daten-Pool zurückgreifen und als Grundlage für Entscheidungen nutzen. Um es einmal an einem Beispiel zu verdeutlichen: die Analysten tragen mit den von ihnen aufbereiteten Daten dazu bei, dass die Auswirkungen von Preiserhöhungen auf das Kaufverhalten der Kunden besser eingeschätzt werden können.