*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Sachbearbeiter - Inkasso

Datenbasis: 19 Datensätze
Region 1. Quartil Mittelwert 3. Quartil Offene Jobs
Deutschland: 1.583 € 2.124 € 3.418 €
Baden-Württemberg 1.807 € 2.081 € 2.382 € Jobs Sachbearbeiter - Inkasso
Bayern 1.684 € 2.260 € 3.637 € Jobs Sachbearbeiter - Inkasso
Berlin 1.481 € 1.987 € 3.198 € Jobs Sachbearbeiter - Inkasso
Brandenburg 1.206 € 1.618 € 2.604 € Jobs Sachbearbeiter - Inkasso
Bremen 1.521 € 2.041 € 3.284 € Jobs Sachbearbeiter - Inkasso
Hamburg 1.679 € 2.253 € 3.626 € Jobs Sachbearbeiter - Inkasso
Hessen 1.832 € 2.458 € 3.955 € Jobs Sachbearbeiter - Inkasso
Mecklenburg-Vorpommern 1.163 € 1.561 € 2.512 € Jobs Sachbearbeiter - Inkasso
Niedersachsen 1.444 € 1.938 € 3.119 € Jobs Sachbearbeiter - Inkasso
Nordrhein-Westfalen 1.666 € 2.125 € 2.139 € Jobs Sachbearbeiter - Inkasso
Rheinland-Pfalz 1.567 € 2.102 € 3.383 € Jobs Sachbearbeiter - Inkasso
Saarland 1.505 € 2.020 € 3.251 € Jobs Sachbearbeiter - Inkasso
Sachsen 1.218 € 1.634 € 2.629 € Jobs Sachbearbeiter - Inkasso
Sachsen-Anhalt 1.193 € 1.601 € 2.576 € Jobs Sachbearbeiter - Inkasso
Schleswig-Holstein 1.390 € 1.865 € 3.001 € Jobs Sachbearbeiter - Inkasso
Thüringen 1.237 € 1.660 € 2.671 € Jobs Sachbearbeiter - Inkasso

Sachbearbeiter / Sachbearbeiterin - Inkasso:

1. Gehalt

Als Sachbearbeiter Inkasso liegt das deutschlandweite Gehalt bei 2.124 € pro Monat. Diesen Wert haben wir auf Basis von 19 Datensätzen ermittelt, die wir in den letzten zwei Jahren erfasst haben. Hinsichtlich der Gehaltsspanne ist festzustellen, dass die unteren Monatsgehälter bei 1.583 € beginnen, Sachbearbeiter Inkasso in den oberen Regionen jedoch auch bis zu 3.418 € und mehr verdienen können.

Wie bei nahezu allen Berufen, hat neben vielen anderen Faktoren auch der Standort des Arbeitgebers individuellen Einfluss auf die Höhe des Gehalts. So beträgt das monatliche Durchschnittsgehalt im nördlichsten Bundesland der Republik ungefähr 1.865 €. Arbeitet man hingegen im Süden, so kann man beispielsweise in Baden-Württemberg mit einem durchschnittlichem Gehalt von 2.081 € rechnen. Insoweit ist anzumerken, dass die Analyse unserer Daten bundesweit regelmäßig zu dem Ergebnis führt, dass die Gehälter im Süden Deutschlands tendenziell über denen im Norden liegen. Jedoch ist dabei - wie auch beim Vergleich des Verdienstes in städtischen Gebieten mit denen auf dem Land - zu beachten, dass die Lebenshaltungskosten oft parallel zu den Gehältern steigen.

Tabellarisch stellt sich das Gehalt als Sachbearbeiter Inkasso in Abhängigkeit vom Alter wie folgt dar

  • 25 Jahre = 1.958 Euro brutto
  • 30 Jahre = 2.124 Euro brutto
  • 35 Jahre = 1.988 Euro brutto
  • 40 Jahre = 3.418 Euro brutto
  • 45 Jahre = 2.715 Euro brutto
  • 50 Jahre = 2.306 Euro brutto

Auswirkung der Firmengröße auf das Monatsgehalt

  • bis 500 Mitarbeiter = 2.124 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 2.102 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 2.051 Euro brutto
2. Ausbildung / Weiterbildung

Für die Tätigkeit als Inkassobeauftragte /-r Außendienst ist kein bestimmter Bildungsgang vorgeschrieben. In der Regel bildet eine Ausbildung im kaufmännischen Bereich die notwendige Basis zur Ausübung dieses Berufes. Da eine Affinität zu Zahlen und wirtschaftliches Verständnis von Vorteil sind, bietet sich hier eine Ausbildung im Bereich des Rechnungswesens an.

Eine kaufmännische Ausbildung im Bereich Büromanagement ist wegen ihrer recht allgemeinen Ausbildungsinhalte eine gute Ausgangsbasis für viele Berufe. Es handelt sich hierbei um einen anerkannten Ausbildungsberuf. Die Ausbildung dauert je nach Schulabschluss und ausbildenden Betrieb 2 bis 3 Jahre und beinhaltet unter anderem die Vermittlung folgender Lerninhalte:

  • Arbeiten unter Anwendung moderner Informationstechnologie,
  • Grundlagen der Verwaltung und Administration,
  • Grundlagen betriebswirtschaftlicher Abläufe,
  • Büroorganisation und –wirtschaft,
  • Textformulierung und -gestaltung, Bürokommunikation ,
  • Statistik,
  • Grundlagen des betrieblichen Personalwesens.

Mit Abschluss der Ausbildung hat sich der Absolvent grundsätzliche Fähigkeiten in der Sachbearbeitung und Verwaltung sowie Büroorganisation erworben. Darauf aufbauend können berufsbegleitend Weiterbildungsmaßnahmen anschließen. Passend sind Weiterbildungen im Bereich Bilanz- und Finanzbuchhaltung oder Rechnungswesen. Wer Interesse an der Tätigkeit als Inkassobeauftragte /-r Außendienst hat, ist gut darin beraten, bereits im Vorfeld in entsprechenden Branchen oder Unternehmensbereichen tätig zu werden. Viele größere Unternehmen führen eigene Inkassoabteilungen oder zumindest das Mahnwesen als Teilbereich der Buchhaltung.

Wer die Ausbildung zum / zur Kaufmann / Kauffrau für Büromanagement in einem solchen Unternehmen absolviert, hat im Rahmen der Ausbildung bereits die Möglichkeit, in diesem Bereich erste Erfahrungen zu sammeln. Es besteht auch oft die Option, nach dem Ausbildungsende in diese Abteilung übernommen zu werden. Auch bieten größere Inkassobüros Ausbildungsmöglichkeiten an. Hier kann nach abgeschlossener Ausbildung und einigen Jahren Berufspraxis der Wechsel in den Außendienst erfolgen.

Die Voraussetzungen zur Ausübung dieses Berufes sind Kommunikationsfreudigkeit, Affinität zu Zahlen und Rechnungswesen sowie betriebswirtschaftliches Denken. In den meisten Fällen ist der Besitz eines Führerscheins zur Steuerung eines Personenkraftwagens unerlässlich.

3. Studium

Um als Inkassobeauftragte /-r Außendienst tätig zu sein, ist kein Studium nötig. Wer sich allerdings mit einem eigenen Inkassobüro selbstständig machen möchte, sollte sich im Vorfeld entsprechende betriebswirtschaftliche Kompetenzen aneignen. Daher ist ein Bachelor-Studium in Business Administration in jedem Fall eine gute Wahl, um die persönlichen Erfolgsaussichten zu steigern.

Der Bachelor-Studiengang Business Administration kann sowohl an Hochschulen und Fachhochschulen als auch an privaten Bildungseinrichtungen und Fernuniversitäten belegt werden. Das Bachelor-Studium umfasst in der Regel 6 Semester und besteht üblicherweise aus einem Lehrangebot aus Pflichtmodulen (diese hauptsächlich im Grundstudium), Wahlmodulen (Schwerpunktsetzung im Hauptstudium) und diverse Lehrveranstaltungen. Auf Basis dieser Module gestaltet der Studierende seinen individuellen Lehrplan. Studieninhalte sind in der Regel:

  • Betriebs- und Volkswirtschaftslehre,
  • Grundlagen der betrieblichen Buchführung,
  • Finanz- und Bilanzbuchhaltung,
  • Controlling,
  • Personalmanagement.

Besonders im Hauptstudium liegt der Fokus auf die Vertiefung weiterführender Kompetenzen. Diese können beispielsweise sein:

  • Grundlagen des Marketing,
  • Logistik,
  • Verbrauchsteuer- und Monopolrecht,
  • Sozialkompetenz,
  • Business English und / oder andere Fremdsprachen.

Das Bachelor-Studium ist im Gegensatz zu den früheren Diplomstudiengängen wesentlich praxisnäher. Daher sind entsprechende Praxiseinheiten und Betriebspraktika wichtiger Bestandteil des Studienverlaufs. Ebenso gehören Projektarbeiten dazu, in denen die Teilnehmer persönliche Kompetenzen wie Teamfähigkeit, Verantwortungsbewusstsein, Organisationsfähigkeit und Planungsvermögen entwickeln und ausbauen sollen.

Zum Ende des Studiums ist eine Bachelorarbeit anzufertigen. Sie ersetzt die frühere Diplomarbeit. Mit dem Bachelor of Business Administration besitzt der Berufseinsteiger das nötige Know How, um auch in führenden Positionen tätig zu werden. Selbst in der Position als Leiter eines Inkassobüros sind die im Studium erworbenen Kenntnisse sehr hilfreich.

Wer seine berufliche Qualifikation darüber hinaus weiter steigern möchte, kann im Anschluss an das Bachelor-Studium den Master-Studiengang Business Administration belegen. Dieses viersemestrige Aufbaustudium dient dazu, die erworbenen Kenntnisse zu vertiefen und die Schwerpunktsetzung weiter auszubauen. Nach abschließender Anfertigung der Masterarbeit trägt der Studierende den Titel Master of Business Administration.

4. Tätigkeit

Im Zahlungsverkehr von Unternehmen kommt es immer wieder zu unangenehmen Forderungsausfällen, welche bearbeitet müssen. Für die Forderungseintreibungen werden häufig spezialisierte Inkassobüros mit der Eintreibung beauftragt. Dem /der Inkassobeauftragten im Außendienst steht dann die Aufgabe zu, mit Schuldnern in Kontakt zu treten, die trotz schriftlicher Mahnung ihrer Zahlungsverpflichtung nicht nachgekommen sind.

Sie suchen das persönliche Gespräch mit den Betroffenen und sind befugt im Namen der Unternehmen die Forderungen direkt vom Schuldner einzuziehen. Nach Konfrontation mit den noch offenen Forderungen wird der /die Inkassobeauftragte /- r im Außendienst den Schuldner ggf. beraten und gemeinsam mit ihm nach einer außergerichtlichen Lösung suchen, die für beide Seiten zufriedenstellend ist. So lassen sich kostspielige anwaltliche Mahnverfahren oder gerichtliche Vollstreckungsmaßnahmen vermeiden. Auch Nachforschungen über den Verbleib der Schuldner können dabei in ihr Aufgabengebiet fallen.

Inkassobeauftragte Außendienst sind entweder in größeren Unternehmen tätig, die eigene Inkassoabteilungen führen, meistens jedoch in Inkassobüros. Da sie ihre Tätigkeit im Außendienst ausführen, sind sie viel unterwegs, oft auch zu außergewöhnlichen Uhrzeiten in Abhängigkeit davon, wann die Schuldner zuhause anzutreffen sind. Da beim Inkasso umfassende Vorschriften zu beachten und einzuhalten sind, sind die entsprechenden rechtlichen Kenntnisse unerlässlich. Der / die Inkassobeauftragte /-r muss sich laufend fortbilden und sich über die gesetzlichen Regelungen und Änderungen auf dem Laufenden halten.