*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Kaufmännische Angestellte / Mitarbeiter

Datenbasis: 580 Datensätze
Region 1. Quartil Mittelwert 3. Quartil Offene Jobs
Deutschland: 1.734 € 2.355 € 3.417 €
Baden-Württemberg 1.791 € 2.581 € 3.689 € Jobs Kaufmännische Angestellte / Mitarbeiter
Bayern 1.875 € 2.471 € 3.479 € Jobs Kaufmännische Angestellte / Mitarbeiter
Berlin 1.688 € 2.365 € 4.410 € Jobs Kaufmännische Angestellte / Mitarbeiter
Brandenburg 1.321 € 1.794 € 2.603 € Jobs Kaufmännische Angestellte / Mitarbeiter
Bremen 1.610 € 2.186 € 3.172 € Jobs Kaufmännische Angestellte / Mitarbeiter
Hamburg 1.783 € 2.376 € 3.915 € Jobs Kaufmännische Angestellte / Mitarbeiter
Hessen 1.724 € 2.411 € 3.468 € Jobs Kaufmännische Angestellte / Mitarbeiter
Mecklenburg-Vorpommern 1.577 € 1.916 € 2.160 € Jobs Kaufmännische Angestellte / Mitarbeiter
Niedersachsen 1.733 € 2.258 € 2.876 € Jobs Kaufmännische Angestellte / Mitarbeiter
Nordrhein-Westfalen 1.759 € 2.347 € 3.500 € Jobs Kaufmännische Angestellte / Mitarbeiter
Rheinland-Pfalz 1.626 € 2.155 € 2.903 € Jobs Kaufmännische Angestellte / Mitarbeiter
Saarland 1.994 € 2.007 € 2.377 € Jobs Kaufmännische Angestellte / Mitarbeiter
Sachsen 1.419 € 1.927 € 2.796 € Jobs Kaufmännische Angestellte / Mitarbeiter
Sachsen-Anhalt 1.307 € 1.775 € 2.575 € Jobs Kaufmännische Angestellte / Mitarbeiter
Schleswig-Holstein 1.486 € 2.248 € 3.755 € Jobs Kaufmännische Angestellte / Mitarbeiter
Thüringen 1.355 € 1.840 € 2.670 € Jobs Kaufmännische Angestellte / Mitarbeiter

Kaufmännische Angestellte / Kaufmännische Mitarbeiter:

1. Gehalt

Als Kaufmännischer Mitarbeiter liegt das deutschlandweite Gehalt bei 2.355 € pro Monat. Diesen Wert haben wir auf Basis von 580 Datensätzen ermittelt, die wir in den letzten zwei Jahren erfasst haben. Hinsichtlich der Gehaltsspanne ist festzustellen, dass die unteren Monatsgehälter bei 1.734 € beginnen, Kaufmännische Mitarbeiter in den oberen Regionen jedoch auch bis zu 3.417 € und mehr verdienen können.

Wie bei nahezu allen Berufen, hat neben vielen anderen Faktoren auch der Standort des Arbeitgebers individuellen Einfluss auf die Höhe des Gehalts. So beträgt das monatliche Durchschnittsgehalt im nördlichsten Bundesland der Republik ungefähr 2.248 €. Arbeitet man hingegen im Süden, so kann man beispielsweise in Baden-Württemberg mit einem durchschnittlichem Gehalt von 2.581 € rechnen. Insoweit ist anzumerken, dass die Analyse unserer Daten bundesweit regelmäßig zu dem Ergebnis führt, dass die Gehälter im Süden Deutschlands tendenziell über denen im Norden liegen. Jedoch ist dabei - wie auch beim Vergleich des Verdienstes in städtischen Gebieten mit denen auf dem Land - zu beachten, dass die Lebenshaltungskosten oft parallel zu den Gehältern steigen.

Tabellarisch stellt sich das Gehalt als Kaufmännischer Mitarbeiter in Abhängigkeit vom Alter wie folgt dar

  • 25 Jahre = 2.099 Euro brutto
  • 30 Jahre = 2.339 Euro brutto
  • 35 Jahre = 2.380 Euro brutto
  • 40 Jahre = 2.323 Euro brutto
  • 45 Jahre = 2.410 Euro brutto
  • 50 Jahre = 2.462 Euro brutto

Auswirkung der Firmengröße auf das Monatsgehalt

  • bis 500 Mitarbeiter = 2.293 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 2.485 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 2.633 Euro brutto
2. Ausbildung / Weiterbildung

Um als kaufmännischer Mitarbeiter oder als kaufmännische Mitarbeiterin zu arbeiten, benötigen Interessierte eine kaufmännische Ausbildung. Diese gilt laut dem Berufsbildungsgesetz (BBiG) als anerkannter Ausbildungsberuf. In der Regel erfolgt die Lehre im dualen System. Dabei wechselt sich der theoretische Unterricht in der Berufsschule mit der praktischen Ausbildung in einem Lehrbetrieb ab. Nach drei Jahren endet die Lehre und qualifiziert die Absolventen zu kaufmännischen Mitarbeitern.

Es existiert eine Vielzahl von kaufmännischen Tätigkeiten. Die genaue Berufsrichtung wählen die Auszubildenden abhängig von ihrem Interessengebiet. Zu den Ausbildungs-Möglichkeiten mit einem kaufmännischen Schwerpunkt gehören:

  • Automobilkaufleute,
  • Bankkaufleute,
  • Bürokaufleute,
  • Hotelkaufleute,
  • Immobilien-Kaufleute,
  • Informatik-Kaufleute
  • und Industriekaufleute.

Weitere Lehrstellen finden Interessenten in den audiovisuellen Medien und der Büro-Kommunikation. Kaufleute gibt es in den Bereichen Dialog-Marketing, Außen- und Großhandel, Tourismus und Versicherungen. In allen Gebieten spielen während der Lehre die Fächer Betriebswirtschaft und Volkswirtschaft eine große Rolle. Ähnlich verhält es sich mit den Lerninhalten Rechnungswesen, Steuerung und Finanzen.

Um eine Ausbildung in diesem Bereich zu beginnen, verfügen Lernwillige über Organisationstalent und Interesse am Verkauf. Zudem besitzen sie erste Vorkenntnisse, was wirtschaftliche Verflechtungen angeht. Zu den Voraussetzungen für einen Ausbildungsplatz gehören Kunden-Orientierung, Zielstrebigkeit und eine gute Allgemeinbildung. Kaufmännische Mitarbeiter kommen mit Kunden und Geschäftspartnern in Kontakt. Daher zählen neben den Fremdsprachen-Kenntnissen Aufgeschlossenheit und Kommunikations-Stärke zu den wichtigen Eigenschaften der Bewerber.

Relevante Fächer stellen das Personalwesen und die Berufsbildung dar. Ebenso beschäftigen sich die Auszubildenden mit den Finanz-Dienstleistungen. Spezialisieren sie sich auf den Sektor Betriebswirtschaft, existieren mehrere Kernthemen. Diese schließen den Zahlungsverkehr, die Vermögens-Anlagen und die Baufinanzierungen ein. Als geeignete Ausbildungsbetriebe für zukünftige kaufmännische Mitarbeiter bieten sich Banken sowie Unternehmen in Handel und Industrie an.

3. Studium

Den Beruf des Kaufmanns oder der Kauffrau üben Interessierte mit einem Studium in Betriebswirtschaft (BWL) aus. Die Betriebswirtschaft besteht als Teilgebiet der Wirtschafts-Wissenschaften und beschäftigt sich vorrangig mit wirtschaftlichen Zusammenhängen auf dem nationalen Markt. Andere Teilgebereiche der Wirtschafts-Wissenschaften sind:

  • die Wirtschafts-Informatik,
  • die Wirtschafts-Soziologie,
  • die Wirtschafts-Psychologie,
  • Politik,
  • das Rechtswesen
  • und die Volkswirtschaft.

Im Gegensatz zur Betriebswirtschaft steht bei der Volkswirtschaft der internationale Markt im Vordergrund. Um auf diesem zu bestehen, erlangen die Studenten umfassende Kenntnisse im Wirtschafts-Englisch. Ganze Seminare und Vorlesungen halten die Dozenten in dieser Sprache ab. Als roter Faden zieht sich gleichzeitig die Mathematik durch das gesamte Studium. Hierbei erhalten die Disziplinen Algebra und Analysis eine hohe Bedeutung. Ab dem ersten Semester befassen sich die Studierenden zusätzlich mit Statistik und Informatik.

Einige Universitäten bieten in diesem Studium ein Auslandssemester an. Hierbei sammeln die Interessenten erste Erfahrungen in der Berufswelt und vervollkommnen ihre Fremdsprachen-Fähigkeiten. Weitere Bestandteile des Studiums stellen das Management und das Marketing dar. Die Lernenden beschäftigen sich mit den Rubriken Finance, Taxation und Information Systems.

Dieser Studiengang umfasst eine Dauer von drei Jahren und endet mit einem Bachelor-Abschluss. Mit diesem erhalten die Studenten den akademischen Titel "Bachelor of Science". Absolvieren die Teilnehmer ihre Abschlussprüfung, qualifizieren sie sich für ein mögliches Master-Studium. Im Regelfall dauert dieses vier Semester.

4. Tätigkeit

Kaufmännische Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen werden branchenübergreifend eingesetzt. Sie arbeiten sowohl für Versicherungen, als auch im Hotel- und Gaststättengewerbe. Je nach Standort der Firma und Branche variiert der Verdienst. Nach der Ausbildung bekommt der Berufsanfänger zuerst ein geringes Einstiegsgehalt, kann aber durch seine erworbene Berufserfahrung im Lauf der Jahre das Einkommen stetig steigern. Hat der Arbeitgeber seinen Standort in Westdeutschland, sind die Gehälter deutlich höher, als in Ostdeutschland. Sichtbar wird das auch dadurch, dass es für verschiedene Regionen in Deutschland unterschiedliche Tarifverträge gibt, die die Löhne festlegen. Ein Gefälle der Gehälter für den Beruf des kaufmännischen Mitarbeiters und der kaufmännischen Mitarbeiterin ist ebenso im gewählten Berufszweig erkennbar. Während sich die Verdienstmöglichkeiten im handwerklichen Berufszweig oder im Einzelhandel im unteren Drittel des Branchenvergleichs bewegen, sind diese in der Chemiebranche beispielsweise überdurchschnittlich gut. Die Firmengröße des Arbeitgebers ist ein weiteres Kriterium für die Gehaltsunterschiede. In großen, globalen Unternehmen kann das Einstiegsgehalt zwar geringer sein, als in mittelständischen Betrieben, aber die Lohnerhöhungen aufgrund von langjährigen Betriebszugehörigkeiten und Weiterbildungen sind hier konstanter. In großen Firmen hat der kaufmännische Mitarbeiter und die kaufmännische Mitarbeiterin durch bessere Aufstiegsmöglichkeiten und Standort- bzw. Abteilungswechsel schnellere Chancen auf Gehaltserhöhungen.