*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Groß- und Außenhandelskaufmann /-frau

Datenbasis: 3.946 Datensätze
Region 1. Quartil Mittelwert 3. Quartil Offene Jobs
Deutschland: 1.855 € 2.547 € 3.743 €
Baden-Württemberg 1.953 € 2.661 € 3.605 € Jobs Groß- und Außenhandelskaufmann /-frau
Bayern 1.932 € 2.666 € 3.700 € Jobs Groß- und Außenhandelskaufmann /-frau
Berlin 1.857 € 2.522 € 3.338 € Jobs Groß- und Außenhandelskaufmann /-frau
Brandenburg 1.811 € 2.369 € 3.417 € Jobs Groß- und Außenhandelskaufmann /-frau
Bremen 1.732 € 2.466 € 3.698 € Jobs Groß- und Außenhandelskaufmann /-frau
Hamburg 2.108 € 2.915 € 4.403 € Jobs Groß- und Außenhandelskaufmann /-frau
Hessen 1.951 € 2.620 € 4.080 € Jobs Groß- und Außenhandelskaufmann /-frau
Mecklenburg-Vorpommern 1.616 € 2.315 € 3.629 € Jobs Groß- und Außenhandelskaufmann /-frau
Niedersachsen 1.778 € 2.409 € 3.499 € Jobs Groß- und Außenhandelskaufmann /-frau
Nordrhein-Westfalen 1.889 € 2.579 € 3.976 € Jobs Groß- und Außenhandelskaufmann /-frau
Rheinland-Pfalz 1.943 € 2.433 € 3.436 € Jobs Groß- und Außenhandelskaufmann /-frau
Saarland 1.821 € 2.466 € 3.841 € Jobs Groß- und Außenhandelskaufmann /-frau
Sachsen 1.557 € 1.942 € 3.052 € Jobs Groß- und Außenhandelskaufmann /-frau
Sachsen-Anhalt 1.690 € 2.441 € 3.477 € Jobs Groß- und Außenhandelskaufmann /-frau
Schleswig-Holstein 1.842 € 2.468 € 3.461 € Jobs Groß- und Außenhandelskaufmann /-frau
Thüringen 1.671 € 2.051 € 3.111 € Jobs Groß- und Außenhandelskaufmann /-frau

Groß- und Außenhandelskaufmann /-frau| Kaufmann /-frau im Groß- und Außenhandel:

1. Gehalt

Ein guter Kaufmann kennt seine Zahlen. Manchmal ist es aber auch interessant, die Zahlen der anderen zu kennen. Zum Beispiel die Gehaltszahlen der anderen Groß- und Außenhandelskaufmänner und -frauen.

Bundesweit verdienen Kaufleute im Groß- und Außenhandel durchschnittlich 2.547 € brutto im Monat bzw. 17,69 € pro Stunde. Die Basis für diese Zahl sind 3.946 Datensätze, die wir in den letzten zwei Jahren erfasst und ausgewertet haben. Aus dem gleichen Datenpool geht allerdings auch hervor, dass 25% aller Außenhandelskaufleute monatlich mit 1.855 € und weniger über die Runden kommen müssen, weitere 25% sich hingegen über 3.743 € und mehr freuen dürfen.

Anderes Bundesland, anderes Gehalt

Lohnend ist zumeist auch ein Blick auf regionale Unterschiede bei der Bezahlung. So hat ein Kaufmann bzw. eine Kauffrau im Groß- und Außenhandel statistisch gesehen in Hamburg, Bayern und Baden-Württemberg das höchste Jahresgehalt. In Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen sind die Bezüge hingegen am niedrigsten. Bei der Beurteilung dieser Zahlen müssen jedoch auch die regional unterschiedlichen Lebenshaltungskosten berücksichtigt werden. Ein höheres Einkommen bedeutet also nicht zwingend, dass am Ende mehr Geld zur Verfügung steht.

Große Arbeitgeber zahlen besser

Auch die Größe des Unternehmens hat oft einen Einfluss auf den Verdienst. Unsere Daten für Groß- und Außenhandelskaufleute zeigen, dass im Allgemeinen in größeren Firmen auch besser gezahlt wird:

  • bis 500 Mitarbeiter = 2.472 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 2.627 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 2.841 Euro brutto

Allerdings sind die Unterschiede im Vergleich zu vielen anderen Berufen eher gering. Wer sich in kleineren Betrieben wohler fühlt, sollte sich gut überlegen, ob sich ein Wechsel in ein großes Unternehmen lohnt.

Vergleichsweise auch eher gering, aber eben immer noch vorhanden, sind die Gehaltsunterschiede zwischen Männern und Frauen. So verdient ein Außenhandelskaufmann im Schnitt 2.626 €, eine Außenhandelskauffrau aber nur 2.411 €.

Die Gehaltsentwicklung

2.136 € ist das durchschnittliche Einstiegsgehalt nach der Ausbildung. Dass das Gehalt im Laufe der Jahre aber wächst, ist praktisch sicher. Statistisch gesehen haben Außenhandelskaufleute im Alter von 30 Jahren bereits ein Durchschnittseinkommen von 2.539 €, mit 40 Jahren von 2.824 € und mit 50 sind es dann im Schnitt 2.929 €. Weiterbildungen sind üblicherweise eine gute Möglichkeit neben seinen Fähigkeiten auch das Gehalt zu verbessern.

Übersicht:

  • 25 Jahre = 2.250 Euro brutto
  • 30 Jahre = 2.539 Euro brutto
  • 35 Jahre = 2.782 Euro brutto
  • 40 Jahre = 2.824 Euro brutto
  • 45 Jahre = 2.848 Euro brutto
  • 50 Jahre = 2.929 Euro brutto

Falls Sie jetzt noch genauer wissen möchten, ob Ihr Gehalt angemessen ist, empfiehlt sich unser individueller Gehaltsvergleich.

2. Ausbildung / Weiterbildung

Ausbildungsgehalt als Kaufmann/-frau im Groß- und Außenhandel (alle Fachrichtungen):

In der Industrie und dem Handel Ausbildungsdauer: 36 Monate
1. Lehrjahr 2. Lehrjahr 3. Lehrjahr 4. Lehrjahr
Alte Bundesländer (West) 793 € 862 € 934 € 0 €
Neue Bundesländer (Ost) 744 € 803 € 872 € 0 €
(Quellenangabe: BIBB)

Ausbildungsplätze für Kaufmänner und Kauffrauen im Groß- und Außenhandel stellen spezielle Handelsunternehmen dar. Hier arbeiten vorwiegend Beschäftigte, die sich auf die Fachrichtung Außenhandel spezialisieren. Als weiterer Tätigkeitsbereich existieren die Rubriken Import und Export in Produktionsfirmen. Die eigentliche Lehre gilt laut dem Berufsbildungsgesetz (BBiG) als anerkannter Ausbildungsberuf. Sie erfolgt im dualen System. Somit lernen Interessierte in der Regel drei Jahre in ihrem Ausbildungs-Unternehmen und einer Berufsschule. Wer bereits Abitur hat und auch während der Berufsausbildung gute Leistungen zeigt, der kann die Ausbildungsdauer gegebenenfalls um ein halbes Jahr verkürzen.

Nach einer bundesweiten Regelung unterteilt sich die Lehre in zwei Hauptschwerpunkte. Diese liegen in den Bereichen Außenhandel und Großhandel. Diese Unterteilung bringt eine unterschiedliche Priorität der Lerninhalte mit sich. Lernende wählen ihren Schwerpunkt abhängig von der Orientierung ihres Ausbildungsbetriebs. Hier kommt es darauf an, ob sich die Firma vorwiegend auf das Geschäft im Inland oder Ausland konzentriert. In der Berufsschule und dem entsprechenden Unternehmen erhalten Interessierte umfangreiche Kenntnisse über

  • Beschaffung und Logistik
  • Vertrieb und Kundenorientierung
  • Information und Zusammenarbeit
  • kaufmännische Steuerung und Kontrolle
  • das Organisieren einer Firma,
  • die Personalwirtschaft,
  • das Rechnungswesen,
  • die Warenwirtschaft,
  • und die Absatzwirtschaft.

Liegt der Schwerpunkt der Ausbildung im Großhandel, spielen die Lager- und Warenwirtschaft eine tragende Rolle. Auszubildende mit der Fachrichtung Außenhandel beschäftigen sich mit den internationalen Märkten und dem Geschäftsabschluss im Außenhandel. Im Mittelpunkt stehen umfassende Fertigkeiten in den Fremdsprachen. Wirtschaftsenglisch lernen Interessenten in Wort und Schrift.

Allgemein gilt, möchte man sich auf eine Ausbildung zum Kaufmann im Groß- und Außenhandel bewerben, dann sind gute mathematische Kenntnisse also ebenso unerlässlich wie gute Fremdsprachenkenntnisse. Im Regelfall setzt die Ausbildung einen Realschulabschluss voraus, es gibt aber auch Betriebe, die eine Fachhochschulreife oder das Abitur fordern.
Mit dem Abschluss besitzen die Absolventen grundlegende Kenntnisse in den Bereichen Betriebswirtschaft und Rechnungswesen. Die Lehre schließt mit einer Abschlussprüfung ab. Diese findet vor der Industrie- und Handelskammer statt.

Wer nach der Ausbildung ein höheres Gehalt verdienen möchte, für den kommt insbesondere ein betriebswirtschaftliches Studium in Frage, das an Fachhochschulen und Universitäten angeboten wird. Abseits der Universität gibt es außerdem noch Weiterbildungsmöglichkeiten wie den Fachkaufmann oder den Fachwirt.

3. Studium

Um in diesem Beruf zu arbeiten, eignet sich ein Studium in der Internationalen Wirtschaft. Speziell eignet sich dieses für Kaufleute im Groß- und Außenhandel, die sich auf den Außenhandel spezialisieren. Ein Bachelor-Studium umfasst eine Dauer von sechs Semestern und endet mit dem Abschluss "Bachelor of Arts". Der dreijährigen Regelstudienzeit schließt sich ein Praxissemester an. Es besteht die Möglichkeit, ein Studium ohne eine Hochschul-Zugangsberechtigung zu absolvieren.

Unter normalen Umständen, zeigt sich dieser Studiengang akkreditiert. Die Voraussetzung für eine Zulassung bilden die allgemeine oder fachgebundene Hochschulreife. Ebenso beginnen Absolventen der Fachhochschulreife oder einer gleichwertigen beruflichen Qualifikation diese Ausbildung.

Die internationale Wirtschaft konzentriert sich auf die wirtschaftlichen Strukturen auf dem Inlands- und Auslandsmarkt. Die Internationalität der Studieninhalte unterscheidet sich an den diversen Hochschulen und Universitäten. Jedoch gleichen sich die Kernfächer. Hier qualifizieren sich die Studenten für

  • das Arbeiten auf internationalen Märkten,
  • das internationale Management,
  • und die den internationalen Markt betreffende Volkswirtschaft.

Speziell in den Seminaren der Volkswirtschaft vermitteln Dozenten Kenntnisse über die verschiedenen Exportländer. Um die Zusammenhänge der Wirtschaft auf nationaler Ebene zu verstehen, eignen sich die Kurse in der Betriebswirtschaftslehre. Ebenso stehen die Investitions- und Vorleistungsgüter im Vordergrund. Ähnlich wie in den Wirtschaftswissenschaften gibt es bei diesem Studium bestimmte Fachrichtungen.

Die Studienrichtungen unterteilen sich in die Wirtschaftsinformatik oder die Wirtschaftspsychologie. Weitere Lehrstoffe bilden die Soziologie und die Politik. Grundsätzlich besteht die Mathematik in Studien der Wirtschaft als roter Faden. Die Studenten erlernen Grundlagen in den Rubriken Statistik, Informatik, Analysis und Algebra.

4. Tätigkeit

Der Kaufmann und die Kauffrau im Groß- und Außenhandel mit der Spezialisierungsrichtung Großhandel finden ihr Arbeitsumfeld entsprechend meist im Großhandel. Das können Großhandelsunternehmen mit spezialisiertem aber auch mit gemischtem Warensortiment sein.
Ihre Aufgaben umfassen alle berufstypischen Tätigkeiten aus den Bereichen Einkauf und Verkauf von Waren aller Art, Wareneingang, Lagerung der Waren, Warenpflege und Warenversendung. Ihr Hauptaugenmerk liegt dabei auf der Wirtschaftlichkeit eines Produktes. Demzufolge versuchen sie den Warenfluss ständig optimal zu gestalten und eine kostenintensive Lagerung zu vermeiden. Das Gehalt kann entsprechend der Ausrichtung des Betriebes oder des Unternehmens von Arbeitgeber zu Arbeitgeber variieren. Der Verdienst bzw. das Einkommen hängt nicht zuletzt von dem Arbeitsumfang innerhalb eines Unternehmens ab.

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