Jobangebote für Pflegedienstleitung (PDL) (+15km)

Geschätztes Bruttogehalt  
*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Pflegedienstleitung (PDL)

Datenbasis: 998 Datensätze
Region 1. Quartil Mittelwert 3. Quartil Offene Jobs
Deutschland: 2.494 € 3.378 € 4.445 €
Baden-Württemberg 2.842 € 3.546 € 5.084 € Jobs Pflegedienstleitung (PDL)
Bayern 2.699 € 3.507 € 4.349 € Jobs Pflegedienstleitung (PDL)
Berlin 2.409 € 3.199 € 4.277 € Jobs Pflegedienstleitung (PDL)
Brandenburg 2.421 € 3.112 € 4.390 € Jobs Pflegedienstleitung (PDL)
Bremen 2.350 € 3.240 € 4.468 € Jobs Pflegedienstleitung (PDL)
Hamburg 2.806 € 3.516 € 4.357 € Jobs Pflegedienstleitung (PDL)
Hessen 2.505 € 3.576 € 4.580 € Jobs Pflegedienstleitung (PDL)
Mecklenburg-Vorpommern 2.300 € 2.819 € 3.619 € Jobs Pflegedienstleitung (PDL)
Niedersachsen 2.398 € 3.165 € 4.394 € Jobs Pflegedienstleitung (PDL)
Nordrhein-Westfalen 2.606 € 3.551 € 4.453 € Jobs Pflegedienstleitung (PDL)
Rheinland-Pfalz 2.669 € 3.418 € 4.443 € Jobs Pflegedienstleitung (PDL)
Saarland 3.031 € 3.533 € 4.340 € Jobs Pflegedienstleitung (PDL)
Sachsen 1.981 € 2.945 € 5.826 € Jobs Pflegedienstleitung (PDL)
Sachsen-Anhalt 2.219 € 2.929 € 3.991 € Jobs Pflegedienstleitung (PDL)
Schleswig-Holstein 2.599 € 3.418 € 4.785 € Jobs Pflegedienstleitung (PDL)
Thüringen 2.393 € 3.200 € 4.459 € Jobs Pflegedienstleitung (PDL)

Pflegedienstleitung / PDL:

1. Gehalt

Als Pflegedienstleiter oder Pflegedienstleiterin (PDL) haben Sie eine Menge Verantwortung – für Ihre Mitarbeiter und Ihre Patienten. Wie diese Verantwortung sich aufs Gehalt auswirkt, erfahren Sie in diesem Text. Denn hier geht es darum, was eine Pflegedienstleitung verdient bzw. verdienen kann.

Deutschlandweit liegt das durchschnittliche Einkommen in der Pflegedienstleitung bei 3.378 € brutto im Monat. Hochgerechnet entspricht das einem Jahresgehalt von 40.536 €. Nach unten und nach oben sind Abweichungen selbstverständlich möglich. So verdienen 25% aller PDL maximal 2.494 €, weitere 25% wiederum kommen auf mindestens 4.445 € monatlich. Alle diese Zahlen basieren auf 998 Datensätzen, die wir im Laufe der beiden letzten Jahre erhoben und ausgewertet haben.

Welche Faktoren, neben einer möglichen Abhängigkeit von einem Tarifvertrag, sonst noch Einfluss auf die Gehaltshöhe haben, erfahren Sie in den folgenden Abschnitten.

Gehaltspflege – so entwickelt sich der Verdienst

Nach erfolgreichem Abschluss der erforderlichen Weiterbildung starten Pflegedienstleiter im Schnitt mit einem Einstiegsgehalt von 3.295 €. Mit mehr Führungserfahrung steigt dies in der Regel in den folgenden Jahren weiter an.

  • 25 Jahre = 3.059 Euro brutto
  • 30 Jahre = 3.143 Euro brutto
  • 35 Jahre = 3.208 Euro brutto
  • 40 Jahre = 3.418 Euro brutto
  • 45 Jahre = 3.496 Euro brutto
  • 50 Jahre = 3.424 Euro brutto

Der Grund für die unter dem durchschnittlichen Einstiegsgehalt liegenden Einkommen in den jüngeren Altersgruppen liegt nahe: Schließlich wird für die Tätigkeit eines Leiters eine Menge Berufs- und Lebenserfahrung benötigt, sodass sehr junge Pflegedienstleiter extrem selten sind und deren nachvollziehbar niedrigeren Gehälter kaum Einfluss auf die Gesamtstatistik haben.

Auch wenn die Pflege allgemein eine Branche mit vermehrt weiblichen Angestellten ist und auch in der Pflegedienstleitung mehr Frauen als Männer arbeiten, liegt das Einkommen eines Pflegedienstleiters (3.520 €) im Schnitt über dem einer Pflegedienstleiterin (3.342 €). Im Verhältnis zu vielen anderen Branchen und Berufen ist der Unterschied aber eher gering.

Großer Dienstgeber, großer Verdienst

In den meisten Branchen und Berufen ist es so: Je größer der Arbeitgeber, desto höher die Löhne. Eine Tendenz, die sich auch unter Pflegedienstleitern finden lässt:

  • bis 500 Mitarbeiter = 3.279 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 3.525 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 3.987 Euro brutto

Dass Pflegedienstleiter selten für Arbeitgeber mit Konzerngröße arbeiten, sorgt dafür, dass das allgemeine Durchschnittseinkommen zwischen den Gehältern in kleineren und mittelgroßen Unternehmen liegt.

Pflege regional

Auch das Bundesland, in welchem der Arbeitgeber ansässig ist, sorgt für Gehaltsunterschiede. So verdienen PDL in Hessen (3.576 €), Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg im Normalfall deutlich mehr als beispielsweise in Sachsen, Sachsen-Anhalt oder Mecklenburg-Vorpommern (2.819 €). Gründe für die teils enormen Abweichungen in Sachen Bezahlung sind die regional unterschiedlich hohen Lebenshaltungskosten und die Wirtschaftskraft des Standorts.

Sie möchten es noch genauer wissen?
Bei allen genannten Angaben zum Gehalt als [BERUFSBEZEICHNUNG] bzw. [BERUFSBEZEICHNUNG W] handelt es sich um Durchschnittswerte. Für genauere Informationen empfehlen wir unseren kostenlosen Gehaltscheck oder eine individuelle Gehaltsanalyse (zum Gehaltsvergleich).

2. Ausbildung / Weiterbildung

Pflegedienstleiter und Pflegedienstleiterinnen erwerben ihre Qualifikation im Zuge einer Weiterbildung. Die Voraussetzung hierfür ist eine abgeschlossene Berufsausbildung. Dazu zählt die Ausbildung zum Gesundheits- und Krankenpfleger, Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger oder Altenpfleger. In Ausnahmefällen genügt eine abgeschlossene Berufsausbildung zum Heilerziehungspfleger. Zusätzlich müssen die Fachkräfte eine mindestens zweijährige Berufserfahrung vorweisen, um sich zum Pflegedienstleiter oder zur Pflegedienstleiterin weiterbilden zu können. Die abgeschlossene Fortbildung berechtigt zur Übernahme einer Führungsposition im pflegerischen Bereich.

Im Zuge der Weiterbildung erlernen die Fachkräfte wesentliche Grundlagen der Pflegedienstleitung. Dazu gehören folgende Bereiche:

  • Gesprächsführung,
  • Pflegekonzepte,
  • Personalplanung,
  • Qualitätsmanagement,
  • Rechnungswesen,
  • Rechtsgrundlagen,
  • Pflegewissen und Pflege-Organisation,
  • betriebswirtschaftliche Grundlagen,
  • Betriebsorganisation.

Die Weiterbildung zur Pflegedienstleitung muss laut Gesetz mindestens 460 Stunden umfassen. Verfügt die Fachkraft zusätzlich über eine abgeschlossene Ausbildung und ausreichend Berufserfahrung, darf sie anschließend eine Tätigkeit in der Pflegedienstleitung des Betriebes übernehmen.

Es besteht die Möglichkeit, die Weiterbildung zur Pflegedienstleitung in Voll- oder Teilzeit zu absolvieren. Eine Vollzeitausbildung erstreckt sich in der Regel über ein Jahr. Im Gegensatz dazu benötigen Teilzeit-Auszubildende bis zu zwei Jahre für die Lehre. Ziel der Weiterbildung ist es, die Fachkräfte auf die Übernahme einer leitenden Position vorzubereiten und ihnen die notwendigen Kompetenzen zu vermitteln.

Je nach Bundesland tragen die Fachkräfte nach der Weiterbildung unterschiedliche Berufsbezeichnungen. Die durch die Lehre anfallenden Kosten übernimmt der Auszubildende. Bei Bedarf besteht die Möglichkeit, verschiedene Fördermaßnahmen in Anspruch zu nehmen. Sowohl Renten- und Rehastellen als auch Berufsförderungsdienste und Meister-BAföG unterstützen die Weiterbildung zur Pflegedienstleiterin oder zum Pflegedienstleiter.

3. Studium

Neben einer Weiterbildung besteht die Möglichkeit, die Qualifikation zur Pflegedienstleitung im Zuge eines Studiums zu erwerben. Hierfür bietet sich der Studiengang "Pflegemanagement" an. Dabei erlernen die Studierenden wichtige Grundlagen der Pflege und Pflege-Organisation. Ihnen steht nach den bestandenen Abschlussprüfungen ein breit gefächertes Berufsangebot zur Verfügung. Ein Großteil der Absolventen arbeitet nach dem abgeschlossenen Studium in der Pflegedienstleitung.

Das Studium des Pflegemanagements setzt keine abgeschlossene Berufsausbildung voraus. Dennoch empfiehlt sich der Studiengang besonders für Fachkräfte, die über Vorerfahrungen im pflegerischen Bereich verfügen. Für das Studium ist eine Fachhochschulreife erforderlich. Zusätzlich setzen einige Hochschulen ein mehrwöchiges Vorpraktikum voraus. Dieses gewährt den Studierenden erste wichtige Einblicke in ihr zukünftiges Berufsfeld. Darüber hinaus besteht während des Praktikums die Möglichkeit, die eigenen Begabungen im Umgang mit anderen Menschen zu erkennen und zu vertiefen.

Das Pflegemanagement-Studium erfolgt in Deutschland auf verschiedenen Wegen. Studierende wählen zwischen einem Studium in Vollzeit- und einem dualen aus. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit eines Fernstudiums. Je nach gewählter Studienform variiert dessen Dauer. In der Regel gelangen die Studierenden innerhalb von drei Jahren zu einem Bachelorabschluss. Anschließend besteht die Option, das erworbene Wissen im Zuge eines mehrsemestrigen Masterstudiums zu erweitern. Das Pflegemanagement-Studium beinhaltet sowohl Theorie- als auch Praxiseinheiten.

Ein Studium des Pflegemanagements umfasst folgende Lehrinhalte:

  • Psychologie,
  • Soziologie,
  • Betriebswirtschaftslehre,
  • Personal- und Organisationsführung,
  • pflegewissenschaftliche Grundlagen.

Während des Bachelorstudiums erlernen die Studierenden allgemeine Grundlagen der Pflegedienstleitung. Anschließend besteht im Zuge des Masterstudiums die Möglichkeit, sich auf einen pflegerischen Bereich zu spezialisieren. Dabei wählen die Studierenden zwischen mehreren Wahlmodulen aus.

4. Tätigkeit

Der Pflegedienstleiter oder die Pflegedienstleiterin sind beschäftigt in Senioren- und Pflegeheimen, in Krankenhäusern und Kliniken oder bei ambulanten Diensten. Dort übernehmen sie neben den pflegerischen Tätigkeiten auch organisatorische und verwaltende Aufgaben, wie die Kalkulation des Budgets oder die Personalplanung. Der Verdienst ist dabei abhängig von dem jeweiligen Verantwortungsbereich, den Arbeitszeiten (evtl. Schichtarbeitszeiten) und der Qualifikation.