*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Postbote / Postbotin

Datenbasis: 397 Datensätze
Region 1. Quartil Mittelwert 3. Quartil Offene Jobs
Deutschland: 1.578 € 2.205 € 3.305 €
Baden-Württemberg 1.790 € 2.309 € 3.240 € Jobs Postbote / Postbotin
Bayern 1.655 € 2.340 € 3.530 € Jobs Postbote / Postbotin
Berlin 1.542 € 1.911 € 2.420 € Jobs Postbote / Postbotin
Brandenburg 1.202 € 1.680 € 2.518 € Jobs Postbote / Postbotin
Bremen 1.516 € 2.119 € 3.176 € Jobs Postbote / Postbotin
Hamburg 1.521 € 1.996 € 3.176 € Jobs Postbote / Postbotin
Hessen 1.553 € 2.300 € 3.915 € Jobs Postbote / Postbotin
Mecklenburg-Vorpommern 1.160 € 1.621 € 2.430 € Jobs Postbote / Postbotin
Niedersachsen 1.543 € 2.189 € 3.297 € Jobs Postbote / Postbotin
Nordrhein-Westfalen 1.580 € 2.212 € 3.134 € Jobs Postbote / Postbotin
Rheinland-Pfalz 1.426 € 1.991 € 2.918 € Jobs Postbote / Postbotin
Saarland 1.433 € 2.003 € 3.002 € Jobs Postbote / Postbotin
Sachsen 1.606 € 1.924 € 2.055 € Jobs Postbote / Postbotin
Sachsen-Anhalt 1.189 € 1.662 € 2.491 € Jobs Postbote / Postbotin
Schleswig-Holstein 1.385 € 1.936 € 2.902 € Jobs Postbote / Postbotin
Thüringen 1.233 € 1.723 € 2.583 € Jobs Postbote / Postbotin

Postbote / Postzusteller / Briefträger:

1. Gehalt

Als Postbote liegt das deutschlandweite Gehalt bei 2.205 € pro Monat. Diesen Wert haben wir auf Basis von 397 Datensätzen ermittelt, die wir in den letzten zwei Jahren erfasst haben. Hinsichtlich der Gehaltsspanne ist festzustellen, dass die unteren Monatsgehälter bei 1.578 € beginnen, Postboten in den oberen Regionen jedoch auch bis zu 3.305 € und mehr verdienen können.

Wie bei nahezu allen Berufen, hat neben vielen anderen Faktoren auch der Standort des Arbeitgebers individuellen Einfluss auf die Höhe des Gehalts. So beträgt das monatliche Durchschnittsgehalt im nördlichsten Bundesland der Republik ungefähr 1.936 €. Arbeitet man hingegen im Süden, so kann man beispielsweise in Baden-Württemberg mit einem durchschnittlichem Gehalt von 2.309 € rechnen. Insoweit ist anzumerken, dass die Analyse unserer Daten bundesweit regelmäßig zu dem Ergebnis führt, dass die Gehälter im Süden Deutschlands tendenziell über denen im Norden liegen. Jedoch ist dabei - wie auch beim Vergleich des Verdienstes in städtischen Gebieten mit denen auf dem Land - zu beachten, dass die Lebenshaltungskosten oft parallel zu den Gehältern steigen.

Tabellarisch stellt sich das Gehalt als Postbote in Abhängigkeit vom Alter wie folgt dar

  • 25 Jahre = 2.101 Euro brutto
  • 30 Jahre = 2.192 Euro brutto
  • 35 Jahre = 2.280 Euro brutto
  • 40 Jahre = 2.279 Euro brutto
  • 45 Jahre = 2.444 Euro brutto
  • 50 Jahre = 2.526 Euro brutto

Auswirkung der Firmengröße auf das Monatsgehalt

  • bis 500 Mitarbeiter = 1.832 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 2.037 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 2.382 Euro brutto
2. Ausbildung / Weiterbildung

Die Ausbildung zur Fachkraft für Kurier-, Express- und Postdienstleitungen dauert zwei Jahre und ist bundesweit im Berufsbildungsgesetz (BBiG) festgeschrieben. Der Auszubildende lernt in einem Betrieb der Post- und Kurierdienstbranche beliebiger Größe und besucht parallel die Berufsschule. Der schulische Unterricht der "dualen Ausbildung" findet in manchen Regionen im Blockunterricht statt.

Eine bestimmte Schulbildung als Zugangsvoraussetzung zur Ausbildung ist nicht vorgeschrieben, es empfiehlt sich ein Hauptschulabschluss oder "mittlere Reife". In der Lehre und späteren Berufsausübung sind für Abrechnungen und Kassenabschluss fundierte Mathematik-Kenntnisse vonnöten. Darüber hinaus ist Erfahrung mit Computern hilfreich, um den Umgang mit betriebsspezifischer Software zu erleichtern.

Die praktische Ausbildung findet in Sortierräumen, Schalterräumen und im Außendienst bei der Zustellung statt. Die Arbeitszeit beginnt morgens sehr früh und nimmt keine Rücksicht auf etwaig unangenehme Witterungs-Verhältnisse. Ausdauer und Muskelkraft ist ebenso wichtig wie Verschwiegenheit und Zuverlässigkeit. Der Umgang mit Geld und Wertsachen erfolgt ehrlich und gewissenhaft.

Im ersten Ausbildungsjahr vermittelt der Ausbildungsbetrieb folgende Fertigkeiten:

  • Überprüfung von Sendungen,
  • Sortierung der Sendungen nach Zustell-Reihenfolge,
  • Transport und Zustellung der Sendungen,
  • Dokumentation der Zustellung,
  • Entgegennahme und Dokumentation von Zahlungen,
  • Führen von Kundengesprächen,
  • Anwendung betriebsspezifischer Software,
  • Bestimmungen des Postgeheimnisses (Datenschutz).

Nach dem ersten Ausbildungsjahr findet eine schriftliche Zwischenprüfung statt.

Im zweiten Ausbildungsjahr lernt der angehende Berufsanfänger:

  • Kundenberatung über das Dienstleistungs-Angebot,
  • Annahme von Aufträgen,
  • Berechnung der Gebühren, abhängig von den Sendungsdaten,
  • Entgegennahme und Weiterleitung von Beschwerden,
  • Vorgehen bei Zustell-Wiederholung und unzustellbarer Sendung,
  • Sonderbehandlung von Gefahrgut-Sendungen,
  • Abrechnung und Kassenabschluss,
  • Qualitätssicherung und Innovationen.

Mit Ende des zweiten Ausbildungsjahres legt der Auszubildende bei der Industrie- und Handelskammer (IHK) die schriftliche und praktische Abschlussprüfung ab.

Der schriftliche Teil der Prüfung besteht aus drei Teilen:

  • Auftragsbearbeitung,
  • Zustellung und
  • Wirtschafts- und Sozialkunde.

In Bereich der Auftragsbearbeitung stehen Fragen zu den Themen Auftragsannahme, Qualitätssicherung, Sortierungs- und Umschlagprozesse zur Beantwortung an. Im Prüfungsbereich Zustellung geht es um Zustellungsprozesse und Kassenabrechnung. Die praktische Aufgabe dreht sich um Auftragsannahme und Sortierung, Sendungsauslieferung und/oder Vor- und Nachbearbeitungs-Prozesse. Ein 45 Minuten dauerndes Fachgespräch gehört dazu.

Berufsschulen und Kammern bieten ausbildungsbegleitend die Möglichkeit zum Erwerb von Zusatzqualifikationen, mit denen der Auszubildende eine Spezialisierung in einem Teilbereich anstrebt. Direkt im Anschluss an die erfolgreich absolvierte Abschlussprüfung besteht für die besten Absolventen die Möglichkeit, die Ausbildung fortzusetzen. Nach einem weiteren Jahr legen sie die Prüfung zum Kaufmann / Kauffrau für Kurier-, Express- und Postdienstleistungen ab.

Im dritten Lehrjahr stehen folgende Ausbildungsinhalte auf dem Lehrplan:

  • Disposition von Personal und Transportmittel,
  • Erstellung von Fahrtrouten und Logistikketten,
  • Markt-, Wettbewerbs- und Zielgruppen-Beobachtung,
  • Planung verkaufsfördernder Maßnahmen,
  • Dienstleistungs-Präsentation und Angebots-Erstellung,
  • Controlling, Kosten- und Leistungsrechnung, Jahresabschluss,
  • Einkauf von Fremdleistungen,
  • Entgeltabrechnung, Personalentwicklung und Personalverwaltung.
3. Studium

Auszubildende mit mittlerem Bildungsabschluss vermögen an der Berufsschule möglicherweise zusätzlich die Fachhochschulreife zu erhalten. Mit dieser oder der bereits im Vorfeld schulisch erworbenen allgemeinen Hochschulreife steht dem jungen Menschen die Fortsetzung seiner Berufsausbildung an einer Fachhochschule oder Universität offen. Dabei bietet sich ein Bachelorabschluss im Bereich Logistik an. Eine zusätzliche Ausbildung an einer Fachschule als Betriebswirt mit Schwerpunkt, Marketing, Controlling oder Personal ist eine gute Alternative.

4. Tätigkeit

Der Postzusteller und die Postzustellerin finden ihr Arbeitsumfeld in Bereichen von Postunternehmen und bei Kurier- und Paketdiensten sowie bei Zeitungsverlagsgesellschaften. Ihre Aufgaben finden sich in der Brief- und Paketzustellung, aber auch Postsendungen, wie Kataloge und Pospekte werden von ihnen zugestellt. Dabei können von ihnen im Vorfeld die Sendungen für ihr Zustellgebiet vorsortiert werden. Postzusteller und Postzustellerinnen unterliegen strengen gesetzlichen Bestimmungen, wie beispielsweise dem Postgeheimnis und dem Datenschutz im Postverkehr. Das Gehalt kann entsprechend der Ausrichtung des Betriebes oder des Unternehmens von Arbeitgeber zu Arbeitgeber variieren. Der Verdienst bzw. das Einkommen hängt nicht zuletzt von dem Arbeitsumfang innerhalb eines Unternehmens ab.