*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Produktionsplaner

Datenbasis: 138 Datensätze
Region 1. Quartil Mittelwert 3. Quartil Offene Jobs
Deutschland: 2.377 € 3.830 € 6.542 €
Baden-Württemberg 2.423 € 4.182 € 7.580 € Jobs Produktionsplaner
Bayern 2.581 € 3.840 € 7.938 € Jobs Produktionsplaner
Berlin 2.151 € 3.132 € 3.985 € Jobs Produktionsplaner
Brandenburg 1.811 € 2.918 € 4.984 € Jobs Produktionsplaner
Bremen 2.284 € 3.680 € 6.286 € Jobs Produktionsplaner
Hamburg 2.828 € 4.557 € 7.784 € Jobs Produktionsplaner
Hessen 2.751 € 4.433 € 7.572 € Jobs Produktionsplaner
Mecklenburg-Vorpommern 1.747 € 2.815 € 4.808 € Jobs Produktionsplaner
Niedersachsen 2.104 € 3.125 € 6.691 € Jobs Produktionsplaner
Nordrhein-Westfalen 2.912 € 3.870 € 6.054 € Jobs Produktionsplaner
Rheinland-Pfalz 2.519 € 4.058 € 6.931 € Jobs Produktionsplaner
Saarland 2.260 € 3.642 € 6.221 € Jobs Produktionsplaner
Sachsen 1.828 € 2.946 € 5.032 € Jobs Produktionsplaner
Sachsen-Anhalt 1.792 € 2.887 € 4.931 € Jobs Produktionsplaner
Schleswig-Holstein 2.087 € 3.363 € 5.744 € Jobs Produktionsplaner
Thüringen 1.858 € 2.993 € 5.112 € Jobs Produktionsplaner

Produktionsplaner - Produktionsplanerin:

1. Gehalt

Als Produktionsplaner liegt das deutschlandweite Gehalt bei 3.830 € pro Monat. Diesen Wert haben wir auf Basis von 138 Datensätzen ermittelt, die wir in den letzten zwei Jahren erfasst haben. Hinsichtlich der Gehaltsspanne ist festzustellen, dass die unteren Monatsgehälter bei 2.377 € beginnen, Produktionsplaner / Produktionsplanerinen in den oberen Regionen jedoch auch bis zu 6.542 € und mehr verdienen können.

Wie bei nahezu allen Berufen, hat neben vielen anderen Faktoren auch der Standort des Arbeitgebers individuellen Einfluss auf die Höhe des Gehalts. So beträgt das monatliche Durchschnittsgehalt im nördlichsten Bundesland der Republik ungefähr 3.363 €. Arbeitet man hingegen im Süden, so kann man beispielsweise in Baden-Württemberg mit einem durchschnittlichem Gehalt von 4.182 € rechnen. Insoweit ist anzumerken, dass die Analyse unserer Daten bundesweit regelmäßig zu dem Ergebnis führt, dass die Gehälter im Süden Deutschlands tendenziell über denen im Norden liegen. Jedoch ist dabei - wie auch beim Vergleich des Verdienstes in städtischen Gebieten mit denen auf dem Land - zu beachten, dass die Lebenshaltungskosten oft parallel zu den Gehältern steigen.

Tabellarisch stellt sich das Gehalt als Produktionsplaner in Abhängigkeit vom Alter wie folgt dar

  • 25 Jahre = 3.289 Euro brutto
  • 30 Jahre = 3.881 Euro brutto
  • 35 Jahre = 4.171 Euro brutto
  • 40 Jahre = 3.991 Euro brutto
  • 45 Jahre = 5.011 Euro brutto
  • 50 Jahre = 5.011 Euro brutto

Auswirkung der Firmengröße auf das Monatsgehalt

  • bis 500 Mitarbeiter = 2.912 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 3.673 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 4.691 Euro brutto
2. Ausbildung / Weiterbildung

Wer plant oder leitet hat in aller Regel eine verantwortungsvolle Aufgabe, für die mehr als nur eine duale Ausbildung vorausgesetzt wird. Planung kann darüber hinaus immer zweierlei bedeuten: Auf der einen Seite steht die theoretische Planung, die Beschaffung von Material und Personal mit stetem Blick auf den Terminplan, der einzuhalten ist. Auf der anderen Seite steht die physische Vorbereitung. Für die Planung ist Know-how gefragt, für die Vorbereitung Genauigkeit, Akribie und praktisches Fachwissen.

Wer seinen Traumberuf in der Produktplanung sieht, wird zunächst eine der folgenden Ausbildungen anstreben:

  • die dreijährige Ausbildung zum/zur Produktionstechnologen/-in,
  • die zweijährige Ausbildung zum/zur Produktionsfachkraft Chemie,
  • die zweijährige Ausbildung zum/zur Maschinen- und Anlagenführer/-in.

Die Parallele all dieser Ausbildungsberufe ist der Ausbildungsort: in der produzierenden Industrie. Der/die Produktionstechnologe/-in lernt, Anlagen zur Produktion auszustatten und zu bedienen. Er lernt, worauf es beim Sicherheitscheck ankommt, wie Arbeitsschritte festgelegt werden und welche Vorschriften des Datenschutzgesetzes Anwendung finden. Wie Kontrollen und Überwachungen mittels Parametern durchzuführen sind, steht ebenfalls auf dem Ausbildungsplan – ebenso wie die Dokumentation der Prozesse. Maschinen- und Anlagenführer lernen während der Ausbildung, Maschinen, Anlagen und Werkzeuge zu warten und manuell sowie maschinell zu fertigen.

Die Ausbildung zur Produktionsfachkraft Chemie ist branchenspezifisch aufgebaut, denn wer mit chemischen Stoffen arbeiten will, der muss wissen, wie Stoffe sedimentiert, zentrifugiert und gefiltert werden, wie Rohre und Rohrleitungen verbunden werden und wie Produkte hergestellt und verarbeitet werden. Darüber hinaus wird der Umgang mit branchenspezifischen Anlagen und Maschinen vermittelt.

Ein Blick auf die Ausbildungsinhalte zeigt bereits: Wer diese Ausbildung erfolgreich abschließt, wird später direkt in der Produktion tätig sein oder ggf. noch in der eingangs erwähnten physischen Vorbereitung der Produktion. Wer allerdings in die Planung einsteigen will, muss eine entsprechende Weiterbildung absolvieren. Dabei gibt es die Möglichkeit sich zu spezialisieren beispielsweise

  • mit einer branchenspezifischen Fortsetzung der Ausbildung,
  • mit einer Aufstiegsweiterbildung zum Meister, Techniker, Fachwirt oder Betriebswirt.
3. Studium

Je nachdem welche Stellung ein Mitarbeiter später anstrebt, ist eine Aus- und eine Weiterbildung ausreichend oder ein Studium Voraussetzung, um den Wunschwerdegang zu meistern. Eine Aus- und Weiterbildung ermöglicht es, als Abteilungsleitung in der produzierenden Industrie aktiv zu werden. Ein Studium hingegen wird vorausgesetzt, wenn eine Karriere in der Entwicklung und der Produktionstechnik angestrebt wird. Dann kann ein Studium der Produktionstechnik, der Produktionsentwicklung, der Automatisierungstechnik, der Konstruktionstechnik, des Maschinenbaus oder der Verfahrenstechnik aufgenommen werden – ohne sich zwingend für eine Branche entscheiden zu müssen.

Je nach dem individuellen Studienschwerpunkt können diese Inhalte auf dem Lehrplan stehen:

  • Grundlagen in: Automatisierungstechnik, Elektrotechnik, Konstruktionstechnik, Maschinenbau, Mikrotechnik, Produktentwicklung/-technik, Verfahrenstechnik,
  • Spezialisierungen in: Chemieingenieurwesen, Druck- und Medientechnik, Fahrzeugtechnik, Kunststofftechnik, Verpackungstechnik,
  • Grunddisziplinen: Mathematik, Informatik, Konstruktion, Mechatronik,
  • Praxis: Herstellung und Entwicklung von Maschinen und Bauteilen.

Da ein/eine Produktionsplaner/-in ein großes Wissen im Bereich der Praxis haben muss, wird das Duale Studium immer beliebter. Dabei werden die theoretischen Inhalte eines grundständigen Studiums kombiniert mit den praktischen Inhalten einer Ausbildung. Besonders oft werden die praktischen Inhalte einer Ausbildung zum/zur Industriemechaniker/-in oder eines/einer Mechatronikers/-in vermittelt, denn diese decken ein vergleichsweise großes Pensum an wichtigem Praxiswissen ab, was auch für die Produktionsplanung von Bedeutung ist.

Wer ein Studium des Ingenieurwesens abschließt, stellt die Weichen für eine berufliche Zukunft in der Entwicklung. Bei den Ingenieurwissenschaften stehen diese Themen im grundständigen Studium im Fokus:

  • IT-gestützte Produkt- und Prozessentwicklung,
  • Chemie, Physik, Mathematik, Differenzial- und Integralrechnung,
  • Ingenieurwissenschaften, Materialwissenschaften,
  • Signaldarstellung, Mechanik, Thermodynamik,
  • Digital and Virtual Engineering,
  • Geometric Modeling,
  • Material Modeling,
  • Process Engineering,
  • Festkörper- und Fluiddynamik.

Studiengänge für Ingenieure gibt es in vielen Fachbereichen. Wie in anderen Branchen gilt auch hier: Spezialisierung schafft Chancen und schränkt auch ein. Das bedeutet, dass es ein Vorteil sein kann, die Ingenieurwissenschaften als Wissenschaft zu begreifen und die Spezialisierung in der Praxis zu erfahren, wird aber ein Spezialist der Chemie, des Maschinenbaus oder der Mechatronik gesucht, ist ein branchenspezifisches Fachstudium Grundvoraussetzung.

4. Tätigkeit

Produktionsplaner und Produktionsplanerinnen beschäftigen sich mit der "PPS", der "Produktionsplanung und Steuerung". Hierunter versteht man die termin- und mengenmäßige Durchführung der Aufgaben der Fertigung in den Bereichen Planung, Veranlassung und Überwachung in der Industrie und in anderen Fertigungsbereichen. Dazu gehören unterschiedlichste Aufgaben, wie beispielsweise die Bearbeitung von Aufträgen, Terminplanung der Durchlaufzeiten, Optimierung der Kapazitäten und die Werkstattsteuerung.
Mit dem Einsatz von Produktionsplanern und Produktionsplanerinnen verfolgt man die Erreichung möglichst kurzer Durchlaufzeiten vom Eingang der Vorprodukte und Halberzeugnisse bis zur Auslieferung des fertigen Produktes. Dazu gehören auch die Einhaltung aller Termine und die Wahrung gesetzter Fristen, die Sicherstellung einer möglichst hohen Auslastung betrieblicher Kapazitäten und Lieferbereitschaft sowie die Optimierung von Lagerbeständen.

Zur Erfüllung dieser Aufgaben erarbeitet er/ sie, oftmals in leitender Funktion, mit den einzelnen Arbeitsgruppen die Produktions-Programmplanung, die Produktions-Bedarfplanung, die Mengenplanung und ermittelt außerdem den Eigenbedarf und die Art und Menge der durch Fremdbezug bereitzustellenden Güter, er/ sie organisiert die Querschnittsaufgaben und überwacht die Datenverwaltung. Entsprechend der Aufgabenstellung von Produktionsplaner und Produktionsplanerinnen gelten für die PPS im Regelfall kurze Planungshorizonte in der Fertigungsplanung, Materialplanung oder Personaleinsatzplanung von bis zu einem Vierteljahr. Innerhalb dieses Zeitrahmens sind sie verantwortlich für die Einhaltung von Soll-Ist-Abweichungen innerhalb der gesetzten Toleranzgrenzen. Der Kompetenzbereich von Produktionsplanern und Produktionsplanerinnen umfasst dabei, je nach individueller Aufgabenstellung Ausführungskompetenzen, Anordnungskompetenzen, Entscheidungskompetenzen und Vertretungskompetenzen.

Dem weiten Aufgabengebiet und der hohen Verantwortung entsprechend gibt es hinsichtlich der gezahlten Gehälter eine hohe Bandbreite. Man kann bereits zu Beginn mit einem verhältnismäßig guten Einstiegsgehalt rechnen. Der Verdienst bemisst sich danach selbstverständlich nach Berufserfahrung, Stundenlohn oder Stundensatz können später erheblich differieren.