*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Redakteur / Redakteurin

Datenbasis: 2.002 Datensätze
Region 1. Quartil Mittelwert 3. Quartil Offene Jobs
Deutschland: 2.187 € 3.342 € 5.713 €
Baden-Württemberg 2.486 € 3.737 € 5.826 € Jobs Redakteur
Bayern 2.325 € 3.387 € 5.543 € Jobs Redakteur
Berlin 1.910 € 3.114 € 5.469 € Jobs Redakteur
Brandenburg 1.666 € 2.546 € 4.352 € Jobs Redakteur
Bremen 2.235 € 3.117 € 5.394 € Jobs Redakteur
Hamburg 2.312 € 3.418 € 6.843 € Jobs Redakteur
Hessen 2.325 € 3.515 € 5.926 € Jobs Redakteur
Mecklenburg-Vorpommern 1.608 € 2.457 € 4.200 € Jobs Redakteur
Niedersachsen 1.928 € 3.382 € 5.675 € Jobs Redakteur
Nordrhein-Westfalen 2.063 € 3.174 € 5.717 € Jobs Redakteur
Rheinland-Pfalz 2.500 € 4.205 € 6.464 € Jobs Redakteur
Saarland 2.780 € 3.573 € 4.526 € Jobs Redakteur
Sachsen 1.961 € 3.187 € 6.348 € Jobs Redakteur
Sachsen-Anhalt 1.648 € 2.519 € 4.306 € Jobs Redakteur
Schleswig-Holstein 2.214 € 3.051 € 4.179 € Jobs Redakteur
Thüringen 1.709 € 2.612 € 4.465 € Jobs Redakteur

Redakteur / Redakteurin:

1. Gehalt

Als Redakteur liegt das deutschlandweite Gehalt bei 3.342 € pro Monat. Diesen Wert haben wir auf Basis von 2.002 Datensätzen ermittelt, die wir in den letzten zwei Jahren erfasst haben. Hinsichtlich der Gehaltsspanne ist festzustellen, dass die unteren Monatsgehälter bei 2.187 € beginnen, Redaktionsleute in den oberen Regionen jedoch auch bis zu 5.713 € und mehr verdienen können.

Wie bei nahezu allen Berufen, hat neben vielen anderen Faktoren auch der Standort des Arbeitgebers individuellen Einfluss auf die Höhe des Gehalts. So beträgt das monatliche Durchschnittsgehalt im nördlichsten Bundesland der Republik ungefähr 3.051 €. Arbeitet man hingegen im Süden, so kann man beispielsweise in Baden-Württemberg mit einem durchschnittlichem Gehalt von 3.737 € rechnen. Insoweit ist anzumerken, dass die Analyse unserer Daten bundesweit regelmäßig zu dem Ergebnis führt, dass die Gehälter im Süden Deutschlands tendenziell über denen im Norden liegen. Jedoch ist dabei - wie auch beim Vergleich des Verdienstes in städtischen Gebieten mit denen auf dem Land - zu beachten, dass die Lebenshaltungskosten oft parallel zu den Gehältern steigen.

Tabellarisch stellt sich das Gehalt als Redakteur in Abhängigkeit vom Alter wie folgt dar

  • 25 Jahre = 2.578 Euro brutto
  • 30 Jahre = 2.877 Euro brutto
  • 35 Jahre = 3.256 Euro brutto
  • 40 Jahre = 3.769 Euro brutto
  • 45 Jahre = 4.213 Euro brutto
  • 50 Jahre = 4.757 Euro brutto

Auswirkung der Firmengröße auf das Monatsgehalt

  • bis 500 Mitarbeiter = 2.980 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 3.653 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 4.466 Euro brutto
2. Ausbildung / Weiterbildung

Um als Redakteur arbeiten zu dürfen, benötigen interessierte Personen eine geeignete Aus- oder Weiterbildung beziehungsweise ein Studium. Es handelt sich hierbei um keinen gesetzlich geregelten oder geschützten Beruf. Deswegen existieren unterschiedliche Wege, um später der Tätigkeit des Redakteurs nachzugehen.

Diverse Unternehmen aus der Medienbranche bieten Ausbildungen für angehende Redakteure an. Aufgrund der fehlenden Gesetzes-Grundlage unterscheiden sich die vermittelten Inhalte. Ähnlichkeiten in der Ausbildung schaffen lediglich in Tarifverträgen festgehaltene Standards oder Empfehlungen vonseiten der Verbände. Neben den Inhalten variiert gleichermaßen die Dauer der Ausbildung. In der Regel nimmt sie rund zwei Jahre in Anspruch.

Die Auszubildenden erwartet zunächst eine Einführung in die grundlegenden Kenntnisse eines Redakteurs. Hierbei vermitteln die verantwortlichen Personen Fähigkeiten in den unterschiedlichen Darstellungs-Formen und diversen Techniken der Recherche. Außerdem stehen Themen aus den Gebieten des Rechts und der Ethik auf dem Lehrplan. Später richtet sich der Fokus der Redakteur-Ausbildung auf die verschiedenen Medien und die Besonderheiten von Video, Audio, Print und Internet.

Anstelle der Ausbildung bei einem Medien-Unternehmen bietet sich der Besuch einer Journalisten-Schule an. Als bundesweit renommierteste Einrichtung gilt in dieser Hinsicht die Deutsche Journalisten-Schule. Interessierte Personen wählen zwischen einem Kompakt- und einem Master-Kurs. Der Kompakt-Kurs bereitet in 16 Monaten auf die Anforderungen an Journalisten in der Praxis vor. Der Master-Kurs verbindet die journalistische Ausbildung mit einem akademischen Abschluss. Hierfür bietet die Schule in Kooperation mit der Universität in München einen Master-Studiengang Journalismus an. Allerdings handelt es sich um kein herkömmlich, theoretisch ausgerichtetes Studium. Stattdessen erwartet den Teilnehmer neben den Vorlesungen an der Universität ein intensives, praktisches Training, das mehrere Monate in Anspruch nimmt. Eine Zulassung zum Studiengang knüpft die Journalisten-Schule an diese Voraussetzungen:

  • Bewerber benötigen zu beginn der Ausbildung ein abgeschlossenes Erst-Studium über mindestens sechs Semester.
  • Als akzeptiert gelten Bachelor-, Master-, Diplom- sowie Magisterabschlüsse und das Staatsexamen.
3. Studium

Der vorgestellte Master-Kurs der Deutschen Journalisten-Schule stellt eine Besonderheit dar. Daneben bieten weitere Universitäten und Hochschulen herkömmliche Studiengänge aus dem Journalismus-Bereich an. Sie unterteilen die Studiengänge in Bachelor- und Master-Abschlüsse. Interessierte Personen beginnen ihr Studium mit dem Bachelor. Angesichts der großen Bedeutung praktischer Erfahrungen schreiben einige Hochschulen ein Volontariat vor. Dadurch ergeben sich Regelstudien-Zeiten von bis zu acht Semestern.

Im Laufe des Studiums hören die angehenden Journalisten und Redakteure Vorlesungen zu den folgenden Themen:

  • Grundlagen der Produktion für die Print-, Hörfunk-, Online- und Fernseh-Medien
  • Erfassen komplizierter Sachverhalte und die Fähgikeit, diese journalistisch einem Publikum nahezubringen
  • soziale und kommunikative Fähigkeiten
  • gesellschaftliche Zusammenhänge
  • ethische Kompetenz und Reflexions-Fähigkeit

Mitunter verlangen die Hochschulen ein Doppel-Studium. Das bedeutet: Die Studierenden kombinieren den Journalismus mit einem zusätzlichen Komplementär-Fach. Als Fächer bieten sich beispielsweise die Politik, die Germanistik, die Sportwissenschaft oder die Philosophie an. Das konkrete Angebot an Zweit-Fächern hängt von der gewählten Universität ab.

4. Tätigkeit

Als Redakteur bzw. Redakteurin bezeichnet man Mitarbeiter einer Redaktion bei Presse, Rundfunk, Buchverlagen und anderen Medien. Redakteure, auch Schriftleiter genannt, sind dabei innerhalb ihres "Ressorts", d.h. innerhalb ihres Sachgebiets (u.a. aus klassischen Bereichen wie Politik, Wirtschaft, Kultur, Sport usw.) für das Herausfiltern von wichtigem Informationsmaterial zuständig, welches die Redaktion von außen erreicht (Korrespondenten, Nachrichtenagenturen, Journalisten). Bis zur Publikation hat der Redakteur maßgeblichen Einfluss auf Inhalt und Stil des Materials; d.h. er kürzt, ergänzt - oft durch eigene Recherche - und überarbeitet. In Zeitschriften und Zeitungen fallen häufig auch Layout, Textüberschriften und Bildunterschriften in seinen Aufgabenbereich.