*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Schauspieler / Schauspielerin

Datenbasis: 72 Datensätze
Region 1. Quartil Mittelwert 3. Quartil Offene Jobs
Deutschland: 1.790 € 2.445 € 4.973 €
Baden-Württemberg 2.696 € 3.036 € 3.992 € Jobs Schauspieler / Schauspielerin
Bayern 1.789 € 2.329 € 8.752 € Jobs Schauspieler / Schauspielerin
Berlin 1.675 € 2.288 € 4.654 € Jobs Schauspieler / Schauspielerin
Brandenburg 1.363 € 1.862 € 3.787 € Jobs Schauspieler / Schauspielerin
Bremen 1.720 € 2.349 € 4.778 € Jobs Schauspieler / Schauspielerin
Hamburg 1.899 € 2.594 € 5.276 € Jobs Schauspieler / Schauspielerin
Hessen 2.072 € 2.830 € 5.756 € Jobs Schauspieler / Schauspielerin
Mecklenburg-Vorpommern 1.316 € 1.797 € 3.655 € Jobs Schauspieler / Schauspielerin
Niedersachsen 1.823 € 2.433 € 4.260 € Jobs Schauspieler / Schauspielerin
Nordrhein-Westfalen 1.670 € 2.873 € 5.603 € Jobs Schauspieler / Schauspielerin
Rheinland-Pfalz 1.761 € 2.405 € 4.892 € Jobs Schauspieler / Schauspielerin
Saarland 1.702 € 2.325 € 4.729 € Jobs Schauspieler / Schauspielerin
Sachsen 1.377 € 1.881 € 3.826 € Jobs Schauspieler / Schauspielerin
Sachsen-Anhalt 1.349 € 1.843 € 3.749 € Jobs Schauspieler / Schauspielerin
Schleswig-Holstein 1.394 € 1.904 € 3.873 € Jobs Schauspieler / Schauspielerin
Thüringen 1.557 € 2.127 € 4.326 € Jobs Schauspieler / Schauspielerin

Schauspieler / Schauspielerin:

1. Gehalt

Als Schauspieler liegt das deutschlandweite Gehalt bei 2.445 € pro Monat. Diesen Wert haben wir auf Basis von 72 Datensätzen ermittelt, die wir in den letzten zwei Jahren erfasst haben. Hinsichtlich der Gehaltsspanne ist festzustellen, dass die unteren Monatsgehälter bei 1.790 € beginnen, Schauspieler in den oberen Regionen jedoch auch bis zu 4.973 € und mehr verdienen können.

Wie bei nahezu allen Berufen, hat neben vielen anderen Faktoren auch der Standort des Arbeitgebers individuellen Einfluss auf die Höhe des Gehalts. So beträgt das monatliche Durchschnittsgehalt im nördlichsten Bundesland der Republik ungefähr 1.904 €. Arbeitet man hingegen im Süden, so kann man beispielsweise in Baden-Württemberg mit einem durchschnittlichem Gehalt von 3.036 € rechnen. Insoweit ist anzumerken, dass die Analyse unserer Daten bundesweit regelmäßig zu dem Ergebnis führt, dass die Gehälter im Süden Deutschlands tendenziell über denen im Norden liegen. Jedoch ist dabei - wie auch beim Vergleich des Verdienstes in städtischen Gebieten mit denen auf dem Land - zu beachten, dass die Lebenshaltungskosten oft parallel zu den Gehältern steigen.

Tabellarisch stellt sich das Gehalt als Schauspieler in Abhängigkeit vom Alter wie folgt dar

  • 25 Jahre = 2.139 Euro brutto
  • 30 Jahre = 2.127 Euro brutto
  • 35 Jahre = 2.374 Euro brutto
  • 40 Jahre = 2.754 Euro brutto
  • 45 Jahre = 3.265 Euro brutto
  • 50 Jahre = 3.196 Euro brutto

Auswirkung der Firmengröße auf das Monatsgehalt

  • bis 500 Mitarbeiter = 2.366 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 2.496 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 3.869 Euro brutto
2. Ausbildung / Weiterbildung

Die Ausbildung zum/zur Schauspieler /-in findet an entsprechenden Fachschulen statt. Es wird sowohl im Klassenverband als auch in Form von Einzelunterricht ergänzt durch Projektarbeiten vermittelt. In der Regel dauert die Ausbildung drei Jahre. Eine Hochschulzulassung ist für die Aufnahme der Ausbildung zum/zur Schauspieler /-in nicht notwendig, ein mittlerer Schulabschluss allerdings empfehlenswert. Für den Beruf des/der Schauspielers /-in eignet sich nicht jeder Bewerber. Folgende Begabungen und Eigenschaften sollte ein Bewerber mitbringen:

  • Sicherheit in der deutschen Sprache, u.a. im Bereich der Aussprache, Grammatik, Sprachgefühl und Wortschatz,
  • musikalisches Talent, da nicht selten Tanz- oder Gesangselemente verlangt werden,
  • Körperbeherrschung,
  • hohe Konzentrationsfähigkeit,
  • Sorgfalt, Pflichtbewusstsein, gute Merkfähigkeit (nötig beim Auswendiglernen der Texte),
  • Auge für Details, denn bei Schauspielern liegt der Erfolg häufig in der kleinsten Bewegung, Veränderung der Mimik und Gestik,
  • Kreativität.

Neben dem Einstudieren und Vortragen von Rollen im Ensemble, stehen auf dem Stundenplan eines /-r angehende Schauspielers /-in Sprecherziehung und Stimmbildung, Improvisation, Tanz und Akrobatik. Auch innerhalb der Theatergeschichte erhalten die Schüler grundlegende Kenntnisse. Sogar Bühnenfechten ist Teil der Ausbildung. Eine zentrale Rolle nimmt in jeglichen Bereichen der Ausbildung die Nachbereitung von Einheiten im Plenum ein. Gemeinsam wird erarbeitet, was gut gemacht wurde und wo noch Raum für Verbesserungen vorhanden ist.

Am Ende der dreijährigen Ausbildung gilt es, die sogenannte Bühnenreifeprüfung zu bestehen. Diese setzt sich aus einem theoretischen Teil, in dem Wissen zu verschiedenen theatergeschichtlichen Themen abgefragt werden, und einem praktischen Teil zusammen. Der genaue Aufbau der Prüfung wird von der jeweiligen Schule festgelegt.

Für wen die künstlerische Komponente der Ausbildung im Vordergrund steht, könnte eine Ausbildung zum/zur Bühnentänzer /-in oder auch Sänger /-in eine sinnvolle Alternative sein. Wer Wert auf das Arbeitsumfeld am Theater oder der Kleinkunstbühne legt, der sollte außerdem über eine Ausbildung im Bereich der Veranstaltungstechnik nachdenken. Sofern eine Hochschulzulassung vorliegt, ist zudem die Aufnahme eines Studiums möglich.

3. Studium

Um ein Studium im Bereich Schauspiel aufnehmen zu können, muss nicht zwingend die Hochschulreife erreicht sein. In einigen Bundesländern wird nach der Feststellung einer außergewöhnlichen künstlerischen Begabung der Zugang zur Hochschule auch ohne entsprechenden Schulabschluss gewährt. Häufig ist zusätzlich ein hochschulinternes Auswahlverfahren zu durchlaufen.

Ähnlich wie bei der Ausbildung zum/zur Schauspieler /-in sind auch beim entsprechenden Studiengang Fähigkeiten und Kenntnisse nötig. Dazu gehört das Beherrschen der deutschen Sprache, Akrobatik und Gesang. Generell sollte der/die Schauspielanwärter /-in eine gewisse Sportlichkeit mitbringen. Historisches Wissen, auch über die spezifische Theatergeschichte hinaus, ist von Vorteil, beispielsweise um Werke und ihre zeitgenössische Wirkung epochal einordnen zu können. Hinzu kommt, dass innerhalb des Studiums fremdsprachige Stücke einzustudieren und aufzuführen sind. Entsprechende Kenntnisse - in erster Linie in Englisch und Französisch - sind daher notwendig.

Das grundständige Studium zum/zur Schauspieler /-in dauert in der Regel 6-8 Semester und beinhaltet diverse Klausuren, Hausarbeiten, Projekte etc. Während des Studiums erlernt der/die Student /-in grundlegende Kenntnisse in allen Bereichen, die für eine spätere Tätigkeit am Theater oder bei Funk und Fernsehen von Bedeutung sind. Dazu gehören

  • Arbeit im Ensemble,
  • Schulung von Stimme und Körper, Gesang, Tanz,
  • Bühnenkampf, Dramaturgie,
  • Fachkenntnisse Bühne/Film/TV,
  • Bühnen-/Vertragsrecht,
  • Selbstmanagement, Präsentation.

Nach erfolgreichem Abschluss des Bachelorstudiums ist ein weiterführendes Studium möglich. Zur Auswahl stehen je nach individuellen Neigungen Theaterwissenschaften, Regie, Musiktheater oder Theaterpädagogik. Es besteht jedoch auch die Möglichkeit die genannten Studiengänge bereits als Bachelorstudium anstelle des breit angelegten Studienfachs Schauspiel zu belegen. Die Studiengänge Dramaturgie oder Figurentheater lassen sich ebenfalls grundständig studieren.

4. Tätigkeit

Der Schauspieler oder die Schauspielerin findet ein Arbeitsumfeld an Theatern, bei Ensembles, sowie bei Produktionsfirmen für Kino und Fernsehen und in der Selbstständigkeit. Die Arbeit eines /-r Schauspielers /-in beschränkt sich keineswegs auf das, was der Zuschauer letztendlich auf der Theaterbühne oder im Fernsehen sieht. Es beginnt bereits mit dem Aneignen der Rolle. Damit ist nicht nur das Auswendiglernen des meist umfangreichen Textes gemeint, sondern auch Überlegungen, mit welcher Gestik, Mimik und Ausdrucksweise die Rolle präsentiert werden kann. Dabei schlüpft der/die Schauspieler /-in in die Rolle des darzustellenden Charakters, versucht dessen Gefühle nachzuempfinden und seine soziale Stellung zu analysieren. All diese Informationen helfen später, die Eigenschaften der fiktiven Person authentisch darzustellen. Es folgen unzählige Proben in Kleingruppen oder mit dem gesamten Ensemble. Erst nach langwierigen Vorbereitungen kommt es zur Aufführung auf der Bühne bzw. zu den Dreharbeiten.

Es ist auch zu bedenken, dass Schauspieler häufig nicht nur innerhalb eines Projekts eingesetzt sind, sondern beispielsweise am Abend in einem Theaterstück mitwirken und parallel tagsüber bereits ein neues einstudieren. Die zeitliche Belastung kann deshalb enorm hoch ausfallen.

Das Tätigkeitsfeld eines/r Schauspielers /-in kann sich jedoch auch auf andere Felder übertragen. Das ist beispielsweise beim Sprechen von Hörbüchern oder Fernsehreportagen sowie beim Synchronsprechen der Fall. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, selbst Schauspielunterricht zu erteilen oder im Bereich der Theaterpädagogik tätig zu werden.

Gehaltsvergleich.com möchte dir in Zukunft neue Jobs direkt im Browser anzeigen.
Nein Danke
Alles klar