*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Werkstoffprüfer

Datenbasis: 417 Datensätze
Region 1. Quartil Mittelwert 3. Quartil Offene Jobs
Deutschland: 2.153 € 3.166 € 5.070 €
Baden-Württemberg 2.468 € 3.538 € 6.524 € Jobs Werkstoffprüfer
Bayern 2.426 € 3.178 € 5.533 € Jobs Werkstoffprüfer
Berlin 1.882 € 2.807 € 4.276 € Jobs Werkstoffprüfer
Brandenburg 1.640 € 2.412 € 3.863 € Jobs Werkstoffprüfer
Bremen 1.895 € 2.786 € 4.461 € Jobs Werkstoffprüfer
Hamburg 2.218 € 3.224 € 4.033 € Jobs Werkstoffprüfer
Hessen 2.847 € 3.743 € 4.894 € Jobs Werkstoffprüfer
Mecklenburg-Vorpommern 1.582 € 2.327 € 3.726 € Jobs Werkstoffprüfer
Niedersachsen 2.075 € 3.133 € 4.181 € Jobs Werkstoffprüfer
Nordrhein-Westfalen 2.183 € 3.089 € 5.927 € Jobs Werkstoffprüfer
Rheinland-Pfalz 2.118 € 3.114 € 4.987 € Jobs Werkstoffprüfer
Saarland 2.048 € 3.011 € 4.822 € Jobs Werkstoffprüfer
Sachsen 1.644 € 2.810 € 4.592 € Jobs Werkstoffprüfer
Sachsen-Anhalt 1.623 € 2.386 € 3.821 € Jobs Werkstoffprüfer
Schleswig-Holstein 1.891 € 2.780 € 4.452 € Jobs Werkstoffprüfer
Thüringen 1.682 € 2.474 € 3.962 € Jobs Werkstoffprüfer

Werkstoffprüfer:

1. Gehalt

Als Werkstoffprüfer liegt das deutschlandweite Gehalt bei 3.166 € pro Monat. Diesen Wert haben wir auf Basis von 417 Datensätzen ermittelt, die wir in den letzten zwei Jahren erfasst haben. Hinsichtlich der Gehaltsspanne ist festzustellen, dass die unteren Monatsgehälter bei 2.153 € beginnen, Werkstoffprüfer in den oberen Regionen jedoch auch bis zu 5.070 € und mehr verdienen können.

Wie bei nahezu allen Berufen, hat neben vielen anderen Faktoren auch der Standort des Arbeitgebers individuellen Einfluss auf die Höhe des Gehalts. So beträgt das monatliche Durchschnittsgehalt im nördlichsten Bundesland der Republik ungefähr 2.780 €. Arbeitet man hingegen im Süden, so kann man beispielsweise in Baden-Württemberg mit einem durchschnittlichem Gehalt von 3.538 € rechnen. Insoweit ist anzumerken, dass die Analyse unserer Daten bundesweit regelmäßig zu dem Ergebnis führt, dass die Gehälter im Süden Deutschlands tendenziell über denen im Norden liegen. Jedoch ist dabei - wie auch beim Vergleich des Verdienstes in städtischen Gebieten mit denen auf dem Land - zu beachten, dass die Lebenshaltungskosten oft parallel zu den Gehältern steigen.

Tabellarisch stellt sich das Gehalt als Werkstoffprüfer in Abhängigkeit vom Alter wie folgt dar

  • 25 Jahre = 2.773 Euro brutto
  • 30 Jahre = 3.131 Euro brutto
  • 35 Jahre = 3.263 Euro brutto
  • 40 Jahre = 3.515 Euro brutto
  • 45 Jahre = 3.504 Euro brutto
  • 50 Jahre = 3.452 Euro brutto

Auswirkung der Firmengröße auf das Monatsgehalt

  • bis 500 Mitarbeiter = 2.773 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 3.255 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 3.839 Euro brutto
2. Ausbildung / Weiterbildung

Der Ausbildungsberuf des Werkstoffprüfers unterteilt sich in insgesamt drei Schwerpunkte. Am Beruf interessierte Personen entscheiden sich für die Spezialisierung in der Halbleiter-, Metall- oder Wärmebehandlungs-Technik. Es handelt sich um eine staatlich anerkannte Tätigkeit. Die relevanten rechtlichen Grundlagen finden sich in der "Verordnung über die Berufsausbildung zum Werkstoffprüfer" und im Berufsbildungs-Gesetz.

Die Ausbildung zum Werkstoffprüfer nimmt insgesamt 3,5 Jahre in Anspruch. Die Teilnehmer lernen, wie sie Werkstoffe bearbeiten und deren Eigenschaften zu bestimmen, ändern und prüfen. Auf dem Lehrplan stehen ferner diverse Mess-, Füge- und Fertigungs-Techniken. Weitere Inhalte der Ausbildungen stellen die Stoff-Umwandlungen, die Metallografie, das Mikroskopieren und die Schliff-Herstellung dar. Nach der Hälfte der vorgesehenen Zeit findet eine Zwischenprüfung statt, um den aktuellen Wissensstand der Auszubildenden zu ermitteln. Zum Ende der Lehre steht die Abschlussprüfung vor der Industrie- und Handelskammer an.

Schließt ein Teilnehmer die Ausbildung mit Erfolg ab, arbeitet er als Werkstoffprüfer und wendet das erworbene Fachwissen an. Anschließend besteht die Option, an Weiterbildungen teilzunehmen. Die potenziellen Fortbildungen gliedern sich in fach- und aufstiegsbezogene Angebote. In fachbezogenen Weiterbildungen vertiefen die Werkstoffprüfer ihre Kompetenzen in Spezial-Qualifikationen. Hierbei schulen sie ihre Fähigkeiten in ausgewählten Verfahren zur Prüfung von Werkstoffen. Zur Liste der infrage kommenden Fortbildungen gehören:

  • Rissprüfer,
  • Qualitäts-Konstrukteur,
  • Metall-Vergüter.

Alternativ bietet sich eine Weiterbildung zur Fachkraft für Arbeitssicherheit an. Die von der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin angebotenen Lehrgänge schulen die Teilnehmer rund um das Thema Sicherheit am Arbeitsplatz und in Unternehmen. Der Kurs befähigt die Fachkräfte, später die Realisation aller relevanten Sicherheits-Vorgaben in einer Firma umzusetzen und zu kontrollieren.

Für Personen mit Führungs-Ambitionen empfehlen sich die Weiterbildungen zum technischen Fachwirt oder zum Techniker im Fach der Werkstofftechnik. Der technische Fachwirt passt zu Werkstoffprüfern, die ein spätes Interesse an betriebswirtschaftlichen und kaufmännischen Sachverhalten entwickeln. Die im Rahmen der Weiterbildung vermittelten Inhalte befähigen für Führungs-Aufgaben in Unternehmen. Bei der Fortbildung zum Techniker erweitern und vertiefen die Werkstoffprüfer ihr vorhandenes (technisches) Fachwissen.

Weitere Informationen zum Gehalt in der Ausbildung als Werkstoffprüfer/-in.

3. Studium

Ausgebildete Werkstoffprüfer mit Hochschulreife besitzen das Recht, ein Studium an einer Universität oder Fachhochschule zu beginnen. Es ist für die Ausübung dieses Berufs nicht verpflichtend. Vielmehr gilt das Hochschul-Studium als ein optionaler Weg der Weiterbildung. Damit empfehlen sich die Absolventen für besser bezahlte, attraktivere Jobs.

Es liegt nahe, einen eng mit dem Thema der Werkstoffprüfung verwandten Studiengang zu wählen. Aus diesem Grund entscheiden sich die Werkstoffprüfer bevorzugt für die Studiengänge aus den Fachbereichen der Werkstoff- und Material-Wissenschaften. Die Studierenden hören im ersten Semester vorwiegend Einführungs-Veranstaltungen. Sie beziehen sich auf die Material- und Werkstoff-Wissenschaft, die Physik und die Chemie. Außerdem steht das Fach der höheren Mathematik auf dem Lehrplan.

In den späteren Semestern stehen Vorlesungen zu vertiefenden Themengebieten wie den Struktur-Materialien, der Charakterisierung von Werkstoffen oder der makromolekularen Chemie an. Außerdem sieht der Verlaufsplan die weiteren Module vor:

  • Thermo-Dynamik,
  • Elektro-Chemie,
  • Kinetik,
  • Kristall- und Mikrostruktur,
  • Funktions-Materialien.

Die theoretischen Inhalte wenden die Studierenden im Rahmen von Praktika und Seminaren an.

4. Tätigkeit

Ein Werkstoffprüfer oder eine Werkstoffprüferin findet ein Arbeitsumfeld meist in den Forschungsabteilungen der Metall- und Elektroindustrie, zudem aber auch in etlichen anderen Bereichen der Industrie und der Baubranche oder als selbstständiger und unabhängiger Gutachter. Angehörige dieser Berufsgruppe nehmen Proben von Metallen, Kunststoffen oder Steinguterzeugnissen und untersuchen diese. Sie ermitteln die physikalischen chemischen Eigenschaften und setzen sie ins Verhältnis zu den eigenen Qualitätsanforderungen. So ermitteln sie die Güte der Erzeugnisse und decken Verarbeitungs- und Materialfehler auf. Das Gehalt kann abhängig vom Arbeitgeber variieren. Der Verdienst bzw. das Einkommen hängt nicht zuletzt von dem Arbeitsumfang innerhalb eines Unternehmens ab.