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Kinderpflegerin von der Ausbildung bis zum Berufsbild

Kinderpflegerin von der Ausbildung bis zum Berufsbild

Der Beruf der Kinderpflegerin bzw. des Kinderpflegers erfreut sich wachsender Beliebtheit. Waren in 1999 noch 363.720 Menschen in diesem Job sozialversicherungspflichtig tätig, so machten bis 2011 bereits 482.847 Beschäftigte ihr „Herz für Kinder“ zum Beruf.

Voraussetzungen für die Ausbildung zum/r Kinderpfleger/in

Frauen und Männer, die mit einer Ausbildung zum/r Kinderpfleger /-in liebäugeln, müssen zumindest einen guten Hauptschulabschluss, besser noch die Fachoberschulreife (Realschulabschluss) vorweisen. Die Ausbildungsdauer beträgt je nach Bundesland zwei bis drei Jahre. Ein Teil der Ausbildung wird in der Regel als Berufspraktikum absolviert, bei dessen Abschluss die Kinderpfleger dann ihre staatliche Anerkennung erhalten. Darüber hinaus werden Kinderpfleger hauptsächlich schulisch ausgebildet, und zwar an sogenannten Berufsfachschulen (Berufskolleg).

Ausbildungsvergütung und Gehalt einer Kinderpflegerin

Die Ausbildungsvergütung angehender Kinderpfleger beträgt in den alten Bundesländern im 1. Ausbildungsjahr ca. 553 Euro, in den neuen Bundesländern ca. 505 Euro und steigt im 2. Ausbildungsjahr um 70 bis 80 Euro an. Im 3. Ausbildungsjahr liegt die Vergütung West bei ca. 683 Euro und in den neuen Bundesländern (Ost) bei ca. 671 Euro. Nach erfolgreich abgeschlossener Ausbildung zeichnen sich im Ost-West-Gehaltsgefüge für Kinderpfleger teils gravierende Unterschiede ab. So werden Kinderpfleger, die in Berlin oder Schleswig-Holstein diesen sehr verantwortungsvollen Beruf ausüben, mit ca. 1.800 Euro brutto entlohnt. In Hessen verdient sie immer noch 1.638 Euro. In Sachsen hingegen bringt dieser Beruf gerade einmal 1.040 Euro in die monatliche Haushaltskasse.

Tätigkeitsbereiche und Aufgaben

Fällt die Entlohnung von Kinderpflegern auch zumeist nicht wirklich üppig aus, so handelt es sich doch um einen sehr verantwortungsvollen Beruf mit einem breiten Aufgaben- und Einsatzbereich. Sie stehen nicht nur Erziehern und sozialpädagogischen Fachkräften zur Seite, sondern unterstützen auch Eltern in Privathaushalten bei der Säuglingspflege oder bei der Erziehung und Betreuung von Kindern im Vor- oder Grundschulalter. Zudem zählen Kindergärten, Kindertagesstätten, Kinderheime, Kinderkliniken, Kinderstationen in Krankenhäusern und soziale Diensteinrichtungen zum Wirkungskreis einer Kinderpflegerin.

Soziale Kompetenzen und Kreativität sind Pflicht

Neben den bereits erwähnten schulischen Voraussetzungen müssen angehende Kinderpfleger gewisse soziale Kompetenzen für die Ausübung dieses Berufs mitbringen. Hier ist zum einen ein sehr großes Einfühlungsvermögen gefragt, zum anderen ein hohes Maß an Kontaktfreude und Kommunikationsstärke, um so ein kompetentes Bindeglied zwischen Kindern, Eltern, Behörden und pädagogischen Betreuern zu sein. Sehr wichtig ist zudem, dass diese Berufsgruppe konfliktfähig genug ist, um Streitereien zwischen Kindern zu schlichten, mit Wutausbrüchen und Tränen angemessen umgehen und entsprechend reagieren zu können. Kinderpfleger sollten ein natürliches Feeling für Gefahrensituationen mitbringen, um je nach Situation entsprechende Vorsichtsmaßnahmen einzuleiten.

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