Industriekeramiker/-in (alle vier Berufe) Ausbildung

Der Beruf des Industriekeramikers ist sehr vielfältig. Er übernimmt zum Beispiel die Produktion von Keramiken und Glasuren, aus denen Porzellan, Sanitärkeramiken und ähnliches erstellt werden. Neben der eigentlichen Herstellung gehören auch noch das Überprüfen des Ergebnisses und die weitere Dekoration zum Aufgabenfeld. Je nach Spezialisierung erstellt er auch keramische Werkstoffe für den Bau her, entwerfen Dekore und Schriften oder stellen Gebrauchsgegenstände her. Da das Tätigkeitsfeld so breit gefächert ist, trifft der Azubi im zweiten Jahr seiner Ausbildung die Wahl für einen der Schwerpunkte Modelltechnik, Anlagentechnik, Dekorationstechnik oder Verfahrenstechnik.

Da in erster Linie in der Produktion und im Schichtdienst gearbeitet wird, sollte man für die Ausbildung zum Industriekeramiker nicht nur Interesse an künstlerischen Dingen haben, sondern auch körperlich belastbar und bereit zur Nacht- und Wochenendarbeit sein. Selbstverständlich ist das Gehalt entsprechend.

Ausbildungsgehalt Industriekeramiker/-in (alle vier Berufe)

Ausbildungsdauer: 36 Monate
1. Lehrjahr 2. Lehrjahr 3. Lehrjahr 4. Lehrjahr
Alte Bundesländer (West) 846 € 900 € 957 € 0 €
Neue Bundesländer (Ost) 597 € 648 € 692 € 0 €
(Quellenangabe: BIBB)

Erfahren Sie alles über die Ausbildung zum Industriekeramiker

Der Schwerpunkt der Ausbildung wird meist durch den Ausbildungsplatz festgelegt, da viele Betriebe sich gänzlich auf einen der vier Fachbereiche spezialisiert haben. Als angehender Azubi sollte man dies bei der Bewerbung berücksichtigen. Bei der Ausbildungsdauer von drei Jahren wird der Auszubildende in alle handwerklichen Tätigkeiten seines Berufs eingeführt und lernt nicht nur die verschiedenen Techniken, sondern auch Materialien, Lagerung und den Einbau der Keramiken kennen. Für theoretische Inhalte wie die Arbeitssicherheit sind die Berufsschulen zuständig. Für den Beruf des Industriekeramikers gibt es in Deutschland derzeit zwei Berufsschulen, in denen im Blockunterricht gelehrt wird. Sie liegen in Hermsdorf sowie in der berühmten bayerischen „Porzellanstadt“ Selb. Während der Ausbildung zum Industriekeramiker sollte also eine gewisse Reisebereitschaft vorhanden sein.

Auch wer seine Berufsausbildung abgeschlossen hat, hat noch weitere Bildungsmöglichkeiten, die für mehr Verantwortung und ein besseres Gehalt sorgen. Durch entsprechende Lehrgänge sind zum Beispiel Fortbildungen zum Industriemeister und Techniker, jeweils im Bereich Keramik möglich. Darüber hinaus qualifiziert die erfolgreich abgeschlossene Ausbildung auch zum Studium an einer Fachhochschule, wo entsprechende Studiengänge in den Bereichen Keramik, Glas und Bindemittel angeboten werden.