Maschinen- und Anlagenführer/-in Ausbildung

Der Beruf des Maschinen- und Anlagenführers ist sehr vielseitig, denn womit genau man sich bei der Arbeit beschäftigt, hängt schwer vom Betrieb ab, in dem man tätig ist. Das Hauptaufgabenfeld, auf das man durch die Ausbildung zum Maschinen- und Anlagenführer vorbereitet wird, erstreckt sich auf das Führen und Bedienen von Anlagen. Dazu gehört nicht nur der eigentliche Betrieb, sondern auch die Durchführung von Wartungsarbeiten und bei Bedarf das Ersetzen von Verschleißteilen und das Aufheben von Störungen an Maschinen. Mit diesem Beruf kann man praktisch überall eingesetzt werden, wo Maschinen betrieben werden, beispielsweise in Druckereien, bei Textilherstellern, in der Lebensmittelindustrie oder in der Kunststoff-Verarbeitung. Je nach Betrieb gibt es verschiedene Schwerpunkte, so dass man sich auf die Maschinen aus einem bestimmten Industriebereich spezialisiert. Konkret ist die Ausbildung zum Maschinen- und Anlagenführer für die Schwerpunkte Metall- und Kunststofftechnik, Textilien und Textilveredelung, Lebensmitteltechnik und Druckweiterverarbeitung möglich. Körperliche Belastbarkeit und Interesse an Technik sind die Grundvoraussetzungen, wenn man eine Ausbildung zum Maschinen- und Anlagenführer ergreifen möchte. Da in vielen Produktionsbetrieben in Schichten gearbeitet wird, gehören Nacht- und Wochenendarbeiten prinzipiell zur Arbeit dazu. Sie werden dafür aber auch mit einem entsprechenden Gehalt entlohnt.

Ausbildungsgehalt Maschinen- und Anlagenführer/-in

In der Industrie und dem Handel Ausbildungsdauer: 24 Monate
1. Lehrjahr 2. Lehrjahr 3. Lehrjahr 4. Lehrjahr
Alte Bundesländer (West) 939 € 993 € 0 € 0 €
Neue Bundesländer (Ost) 900 € 953 € 0 € 0 €
(Quellenangabe: BIBB)

Alle Fakten über die Ausbildung zum Maschinen- und Anlagenführer

Ein Hauptschulabschluss oder die Mittlere Reife ist in den meisten Betrieben ausreichend, wenn man sich auf einen Ausbildungsplatz zum Maschinen- und Anlagenführer bewerben möchte. Mit einer Ausbildungsdauer von zwei Jahren, aufgeteilt zwischen Betrieb und Berufsschule, lernt der Azubi dann je nach Schwerpunkt alles über die dort eingesetzten Maschinen, aber auch über Arbeitssicherheit, verwendete Materialien und ähnliches. Für die meisten jungen Menschen ist die Berufsausbildung zum Maschinen- und Anlagenführer lediglich eine Vorbereitung auf eine von zahlreichen Weiterbildungsmöglichkeiten.

Mit einem bis zwei zusätzlichen Ausbildungsjahren kann sich der Maschinen- und Anlageführer zum Feinwerkmechaniker, Fertigungsmechaniker, Industriemechaniker, Verfahrensmechaniker, Werkzeugmechaniker und Zerspanungsmechaniker ausbilden lassen, zum Produktionsmechaniker Textil werden, Brauer und Mälzer oder Fachkraft für Lebensmitteltechnik werden, sich zum Buchbinder, Medientechnologen oder Verpackungsmittelmechaniker weiter bilden lassen. Anschließend gibt es die verschiedensten Möglichkeiten, über ein Studium den Meister, Techniker, Fachwirt oder Betriebswirt zu machen.