Zerspanungsmechaniker/-in Ausbildung

In vielen Bereichen von Industrie und Handwerk werden sogenannte Präzisions-Bauteile benötigt, damit das am Ende fertig montierte Produkt auch einwandfrei funktioniert. Zuständig für diese Produktion dieser Teile sind diejenigen, die vorher eine Ausbildung zum Zerspanungsmechaniker genossen haben. In erster Linie werden sie in Industrie- und Handwerksbetrieben beschäftigt, in denen Metalle und Kunststoffe verarbeitet werden. Das können zum Beispiel der Maschinen- oder Stahlbau sein, aber auch der Fahrzeugbau und die Gießerei. Zerspanungsmechaniker fertigen die Bauteile dabei nicht nur an, sondern planen sie auch. Dazu gehört die Konfiguration der entsprechenden Fertigungsanlagen, deren Bedienung und ihre Kontrolle. Zu den klassischen Arbeitswerkzeugen gehören zum Beispiel Fräsen und Drehmaschinen, Bohrwerke und Schleifmaschinen.
Bevor ein Teil gefertigt wird, analysieren Zerspanungsmechaniker, ob und zu welchen Kosten ein Fertigungsauftrag überhaupt umgesetzt werden können. Anschließend übernehmen sie die Qualitätssicherung des Produktes und warten die Fertigungssysteme. Interessiert man sich für eine Ausbildung zum Zerspanungsmechaniker, sollte man also ein hohes technisches Interesse haben. Wegen der in vielen Betrieben vorhandenen Schichtarbeit ist auch eine gewisse körperliche Belastbarkeit unerlässlich.

Ausbildungsgehalt Zerspanungsmechaniker/-in

Ausbildungsdauer: 42 Monate
1. Lehrjahr 2. Lehrjahr 3. Lehrjahr 4. Lehrjahr
Alte Bundesländer (West) 957 € 1008 € 1083 € 1141 €
Neue Bundesländer (Ost) 939 € 992 € 1050 € 1100 €
(Quellenangabe: BIBB)

Alle wichtigen Infos zur Ausbildung als Zerspanungsmechaniker /-in

Die meisten Betriebe, die einen Ausbildungsplatz in diesem Beruf anbieten, verlangen von ihrem Azubi einen sehr guten Hauptschulabschluss oder besser noch die Mittlere Reife. Neben guten Schulnoten in Mathematik kommt es auf ein gutes räumliches Vorstellungsvermögen, handwerkliches Geschick und Interesse an High-Tech an. Viele Betriebe geben in der Ausbildung zum Zerspanungsmechaniker einen der Schwerpunkte Drehsysteme, Drehautomatensysteme, Frässysteme und Schleifsysteme vor. In größeren Betrieben kann der Auszubildende seinen Schwerpunkt auch selbst wählen.

Insgesamt nimmt die Ausbildungsdauer 3,5 Jahre in Anspruch, die durch einen höheren Schulabschluss oder ein berufsvorbereitendes Jahr verkürzt werden können. Als Lernorte gelten der Betrieb und die Berufsschule, wobei kleinere Betriebe ihre Auszubildenden oft auch auf Lehrgänge schicken, um Ausbildungsinhalte zu vertiefen. Abgeschlossen wird die Ausbildung vor der Handwerkskammer, danach kann man sein erstes Gehalt als Geselle verdienen.
Weiter ist es möglich, durch eine Schulung den Meistertitel zu erwerben, an einer Fachschule zum Techniker werden oder bei entsprechender Hochschulzugangsberechtigung auch ein Studium der Ingenieurswissenschaften in Betracht zu ziehen.